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Freitag, 29. Januar 2016

Frikadellen aus Bohnen

Der Mann sagt Bulette. In Würzburg haben meine Kommilitonen immer von Fleischpflanzerl gesprochen, obwohl das Original überhaupt gar nix mit Pflanzen zu tun hat! Ich sage Frikadelle. Und weil ich voll und ganz Rheinländerin bin, manchmal sogar Frikadellschen.

Worum geht´s? Um ein Rezept, das bei uns ständig auf dem Tisch landet, wenn wir was Deftiges brauchen, was regelmäßig der Hit in meinen Kochkursen ist und wonach ich in den letzten Tagen ständig gefragt worden bin: Frikadellen aus Bohnen.


Die Frikadellen sind schnell gemacht, schmecken zu Salaten, auf Burgern, kleingeschnitten als Suppeneinlage oder in Gemüsepfannen undsoweiter. Kalt ebenfalls lecker!


Zutaten
(für etwa sechs Stück, je nach Größe)

250 g vorgekochte Kidneybohnen
2 mittlere Zwiebeln
1 Knoblauchzehe
1 TL Liquid Smoke oder Sojasoße
1 EL Tomatenmark
4 EL Speisestärke
5 EL Haferflocken
2 EL Mehl
1 TL Paprikapulver
Pfeffer
1 TL Rauchsalz
3 EL Sonnenblumenöl


Statt der Kidneybohnen könnt ihr alle möglichen Hülsenfrüchte nehmen! Cannellini, schwarze/rote/gelbe Linsen, schwarze Bohnen oder eine Mischung aus allem :)
Ich benutze zur Zeit für das Rezept eine italienische Bohnen- und Getreidemischung (legumi e cereali auf italienisch), nicht, weil das irgendwie besser funktionieren oder schmecken würde als "sortenreine" Frikadellen, sondern weil von diversen Sardinien Aufenthalten hier noch Unmengen davon da sind...


Gießt die Kidneybohnen ab und gebt sie in ein hohes Gefäß.

Schält die Zwiebeln und hackt sie fein. Den Knoblauch ebenfalls schälen, pressen und Zwiebeln und Knoblauch zu den Kidneybohnen geben.

Liquid Smoke, Tomatenmark, Paprikapulver, Salz und Pfeffer hinzufügen und alles miteinander pürieren.

Zum Schluss Speisestärke, Haferflocken und Mehl unterheben, Vorsicht, dass keine Klumpen entstehen!

Formt mit feuchten Händen Frikadellen aus der Masse und bratet sie bei mittlerer Hitze im Sonnenblumenöl an; passt dabei auf, dass die Frikadellen nicht zu dunkel werden.

Montag, 13. April 2015

Kichererbsensalat

Heute habe ich ein ganz einfaches Rezept für einen Kichererbsensalat für euch, den ich mir gerne am späten Nachmittag nochmal schnell zusammenwerfe, wenn ich mittags schon etwas gegessen habe und nur noch etwas Kleines essen möchte. Auch ein tolles Rezept für den nächsten Grillabend, falls ihr schon angegrillt habt :)


Zutaten
(für vier Personen als Beilage)

400 g vorgekochte Kichererbsen
2 kleine Zwiebeln
1 Handvoll glatte Petersilie
eine Biozitrone
4 EL Olivenöl
Salz und Pfeffer


Wie immer bei einfachen Rezepten mit wenig Zutaten gilt: die einzelnen Zutaten sollten von bester Qualität sein, damit ein einfaches Gericht aromatisch und lecker schmeckt!

Schält die beiden kleinen Zwiebeln und hackt sie fein.

Die Petersilie wascht ihr und hackt sie ebenfalls fein.

Wascht die Zitrone und reibt ihr die Schale ab. Mischt Zitronenschale, den Zitronensaft und das Olivenöl mit den gehackten Zwiebeln und der Petersilie.

Hebt die Kichererbsen unter und würzt mit Salz und Pfeffer.


Zum Kichererbsensalat passt ein helles Weizenbrot, bspw. Ciabatta. Ich esse auch oft einfach eine auf den Punkt reife Avocado dazu :)
Am nächsten Tag, wenn er eine Weile durchgezogen ist,  schmeckt der Salat noch besser!


Demnächst stelle ich euch noch das Rezept für einen Salat mit veganem Thunfisch vor (sehr abenteuerlich!).
Was sind eure liebsten Grillbegleiter? Ich brauche noch etwas Inspiration :)


Dienstag, 24. Februar 2015

Lieblings Käsesoße und ein Herzblog

Ihr Lieben, wir müssen über Käse sprechen. Die meisten Leute, die an meinen Kochkursen teilnehmen, sind keine Veganer, weil sie sagen, sie vermissen Käse. Erstaunlicherweise sagt niemand, er oder sie vermisse Wurst. Oder Miesmuscheln (ich vermisse ja Muscheln aller Art). Oder Quark, Sahne, Joghurt. Vollmilchschokolade. Oder gar Fleisch.

Käse also. Mein Käsekonsum hat sich, ehrlich gesagt, auf ein Minimum reduziert. Wenn es mich überkommt, esse ich Feta, Mozzarella oder diesen Liebling hier. Bis auf den Feta auch nicht klassisch auf Brot sondern eher zum Überbacken. Aber: ich habe eine solche Schwäche für Käsesoße entwickelt, seit ich sie zum ersten Mal gemacht habe, das glaubt ihr gar nicht. Sucht. Ich, Elena, bin käsesoßensüchtig.


Die Käsesoße haben wir alle Marlies zu verdanken. Marlies betreibt den unheimlich tollen Blog homesteadnotes und entwickelt großartige, einfache, leckere, gesunde, aufregende Rezepte. Ganz nebenbei führt sie ihren Blog mit einer solchen Leichtigkeit, Authentizität und schlicht Liebe, dass ich immer wieder nachhaltig beeindruckt von ihr bin.

Und jetzt zur Käsesoße. Könnt ihr dann auch ruhig mal danke sagen gehen!


Zutaten
(für vier Portionen mit Nudeln)

150 g Kartoffeln
60 g Möhren
1 mittlere Zwiebel
60 g Cashewkerne
1 Knobizehe
1/2 TL milder Senf
75 g Margarine
Salz
Pfeffer
Cayennepfeffer


Die Mengenngaben beziehen sich auf bereits geschälte Kartoffeln und Möhren! Der Mann hat ein System entwickelt, mit dem er ausrechnen kann, wieviel Kartoffeln/Möhren im ungeschälten Zustand wiegen und welche Größe sie haben dürfen, damit exakt 150 bzw. 60 g rauskommen (ich glaube, ihr ahnt langsam, wie oft wir diese Soße essen).
Der Mann ist Ingenieur. Ich nicht. Ihr nicht. Wir machen das pi mal Daumen :)

Die Kartoffeln und Möhren waschen und schälen. Die Zwiebel schälen und hacken.

Kartoffeln, Möhren und Zwiebeln mit 240 ml Wasser weich kochen. Premiere: Zwiebeln in Wasser kochen; war mir auch neu.

Sind die Kartoffeln und Möhrchen gar, gebt ihr die Cashewkerne, die zerdrückte Knoblauchzehe, Senf und Margarine dazu und püriert das Ganze sehr fein.

Zum Schluss gebt ihr viel Salz (mindestens 1 1/2 Teelöffel), etwas schwarzen Pfeffer und eine Messerspitze Cayennepfeffer dazu. Schon fertig!

Wenn ihr die Soße das erste Mal macht, esst sie einfach zu Nudeln, ganz pur, ganz klassisch.

Übermorgen oder so gibts dann noch ein Rezept, was man noch alles Tolles mit der Soße anstellen kann!


Freitag, 5. September 2014

Veganes Gulasch

Es ist inzwischen wieder so kalt, dass ich Lust auf Eintopf mit dunklem Brot bekomme. Und da ich noch ein paar grüne Bohnen aus dem Garten übrig hatte, gab´s ein veganes Gulasch.


Ich kann mich nicht erinnern, in meinem Leben je Gulasch mit Fleisch gegessen zu haben, aber der Mann meinte, es schmecke schon sehr gulaschig ;)

Zutaten
(für drei Personen)

100 g Sojaschnetzel
500 ml Gemüsebrühe
1 EL Liquid smoke
1 EL Olivenöl
1 EL Sojasauce
1 EL Tomatenmark
etwas Öl zum Braten
2 Zwiebeln
1 gelbe Paprika
1 rote Paprika
ca. 300 g Kidneybohnen, vorgekocht
150 g grüne Bohnen
Salz, Pfeffer und scharfes Paprikapulver


Zuerst macht ihr die Marinade, in der ihr die Sojaschnetzel einweicht. Das könnt ihr auch schon gut am Vorabend machen, damit die Sojaschnetzel möglichst lange marinieren.

Mischt die heiße Gemüsebrühe mit Liquid smoke, Sojasauce, Olivenöl und Tomatenmark, vermischt die Zutaten miteinander und lasst die Sojaschnetzel darin quellen.

Schält die Zwiebeln und hackt sie in feine Stücke. Bratet sie bei mittlerer Hitze in einem großen Topf mit etwas Öl an, bis sie glasig werden.

In der Zwischenzeit wascht, entkernt und schneidet ihr die Paprika klein. Die Bohnen wascht ihr kurz und schneidet ihnen nur die Enden ab.

Ist die Zwiebel glasig, gebt ihr Paprika und Bohnen dazu. Kurz anbraten, anschließend gebt ihr die Sojaschnetzel und die Marinade ebenfalls dazu. Lasst das ganze mit geschlossenem Deckel köcheln, bis die Bohnen weich sind.



Zum Schluss schmeckt ihr mit Salz, Pfeffer und viel Paprikapulver ab, gebt die Kidneybohnen dazu, lasst sie noch ein paar Minuten mitkochen und serviert euer Gulasch am besten mit einem dunklen Vollkornbrot.



Dienstag, 19. August 2014

Zucchinipfannkuchen

Der Mann und ich haben dieses Jahr innerhalb von zwei Wochen fast zwölf Kilo Zucchini gegessen und das, obwohl ich in weiser Voraussicht selbst keine angebaut habe. Zucchini kamen aus allen Ecken: von meinem Vater, vom Schwiegervater, vom Nachbarn, vom Gemüsemann mit den Worten "Die geb ich Dir so, kann man ja immer gut gebrauchen." Da hatten mir die Zucchini aber schon so das Hirn vernebelt, dass ich kaum Widerstand leisten konnte.


Es gab also:
Zucchinispaghetti, natürlich
Minestrone
Zucchinipesto
Zucchinisuppe
Zucchinisalat
Zucchinipizza (in dem Rezept habe ich die geriebenen Kartoffeln durch Zucchini ersetzt)
und Zucchinikuchen (das Rezept findet ihr drüben bei Christina, ich hab die Eier durch Sojamehl ersetzt)

Als uns die Zucchini gerade aus den Ohren herauskamen, ich nachts sogar schon von Zucchini geträumt habe, wir aber immer noch zwei jeweils anderthalb Kilo schwere Monster hatten, habe ich ein großartiges Rezept für Zucchinipfannkuchen bei Gourmandises végétariennes gefunden.


Die Zucchinipfannkuchen waren so lecker, dass alle beide Zucchini zu knapp dreißig Pfannkuchen wurden, von denen nicht nur wir beide, sondern auch noch meine Mutter und diverse andere Leute über drei Tage gegessen haben.

Zutaten
(für zwei bis drei Personen)

2 EL geschrotete Leinsamen
250 g Mehl (ich hab 630er Dinkelmehl genommen, Weizen geht natürlich auch)
Salz (wenn ihr Kala Namak nehmt, schmeckt es noch etwas nach Ei) und Pfeffer
1/2 TL Kurkuma
200 ml Wasser
80 ml Pflanzenmilch
2 kleine Zwiebeln
600 g Zucchini
2 TL Öl
Öl zum Braten


Als Eiersatz nehmen wir diesmal Leinsamen. Vermischt die Leinsamen mit etwa 10 EL lauwarmem Wasser und lasst sie gut 10 Minuten quellen.

In der Zwischenzeit schält und hackt ihr die Zwiebeln in feine Würfelchen und wascht und raspelt die Zucchini grob auf der Küchenreibe.

Gebt Mehl, Salz und Pfeffer, Kurkuma, Öl, Wasser und Sojamilch zu den Leinsamen und verrüht alles gut miteinander. Lasst es anschließend wieder eine Viertelstunde quellen.

Zum Schluss hebt ihr die geriebenen Zucchini und die gehackten Zwiebelchen unter und bratet den Teig portionsweise in heißem Öl zu relativ dicken Pfannkuchen aus.

Wir haben dazu die heißgeliebte Aioli gegessen, beim Originalrezept findet ihr noch einen eher asiatisch angehauchten Dipp. Pesto, veganen Frischkäse oder Joghurt stelle ich mir auch lecker dazu vor.





Donnerstag, 19. Juni 2014

Gartengemüsepfanne: Brendan Brazier kredenzt Gesundes

Schon vor einer Weile hat mir der Unimedica Verlag die deutsche Version von Brendan Braziers Vegan in Topform - Das Kochbuch zur Verfügung gestellt. Mister Brazier dürfte einigen bekannt sein, er taucht nicht nur hier im Blog schon einmal auf, sondern hat 2013 mit dem Vorgängerwerk Vegan in Topform, in dem er sein Prinzip der Thrive-Diät erklärt, für Aufsehen gesorgt.
Seine Ernährungsphilosophie ist einfach: lass den Schrott weg, werde gesünder, leistungsfähiger.


Quelle: Unimedica Verlag




Das Buch kommt schick daher, mit halbfestem Einband und Lesebändchen und liegt schwer in der Hand, was an den rund 200 enthaltenen Rezepten liegt. Die Rezepte sind nur teilweise von Brazier selbst; es ist eher eine Sammlung verschiedener veganer Köche oder Restaurants in den USA. Unterteilt sind die Rezepte in zehn verschiedene Kategorien (u.a. Suppen und Beilagen, Snacks zum Knabbern, Salate, ...), die ein Wiederfinden vereinfachen und beim Durchblättern schon Hunger machen.

Dazu gibt es einen umfangreichen Theorieteil zu Themen wie dem Zusammenhang zwischen Ernährung und Umweltbelastung, acht Elemente guter Ernährung und einer Nährstoffübersicht. Letztere fand ich besonders hilfreich, da man auf einen Blick sehen kann, was der Körper braucht, wie man es über die Nahrung aufnehmen kann und welche Funktion es für den Stoffwechsel erfüllt.

Jetzt aber mal zum Wichtigsten: Wie schmeckt´s?
Ausprobiert habe ich bisher drei Rezepte. Eines stelle ich euch heute vor, eines war zwar unheimlich lecker, aber nicht sehr fotogen (Quinoa mit Unmengen geröstetem Knoblauch) und ein weiteres gibt es am Sonntag (ihr ahnt es schon: das wird was Süßes).


Die Gartengemüsepfanne ist eines dieser Gerichte, wo man von außen vielleicht denkt: Oh toll, ein bisschen Gemüse. Aber es schmeckt so unheimlich gut, dass wir es gleich an zwei Tagen hintereinander gegessen haben! Warum es Gartengemüsepfanne heißt, weiß ich allerdings nicht; wir haben keine Kichererbsen im Garten.
Ich habe ein paar Zutaten an meinen Geschmack und den Inhalt meiner Küchenschränke angepasst, aber das waren nur kleine Veränderungen.


Zutaten
(für vier Personen)

1 EL Sonnenblumenöl
1 Zwiebel
2 Zucchini
1 Handvoll braune Champignons
4 Knoblauchzehen
400 g Kichererbsen, gekocht
1 große Fleischtomate
1/2 Zitrone
1 EL frische Minze
1 EL frischer Oregano
2 EL frische glatte Petersilie
Salz und Pfeffer


Zuerst schält ihr die Zwiebel und hackt sie in Würfel. Wascht Champignons und Zucchini und hackt diese ebenfalls.

In einer großen Pfanne erhitzt ihr das Sonnenblumenöl bei mittlerer Hitze. Gebt Zwiebel, Champignons und Zucchini dazu und bratet alles für einige Minuten an.

In der Zwischenzeit zieht ihr der Tomate die Haut ab: mit einem Messer kreuzförmig einschneiden, mit kochendem Wasser übergießen und die Haut einfach abziehen. Püriert die Tomate anschließend.

Schält den Knoblauch und drückt ihn durch die Knobipresse zum Gemüse in die Pfanne. Gebt das Tomatenpüree dazu und drückt mit den Händen die halbe Zitrone aus. Jetzt mal ordentlich umrühren, schadet nicht :)

Lasst das Ganze eine Weile köcheln. Inzwischen könnt ihr schon einmal die frischen Kräuter fein hacken. Sobald die Gemüsepfanne etwas eingedickt ist, nehmt sie vom Herd, rührt die frischen Kräuter unter und schmeckt mit Salz und Pfeffer ab.

Brazier empfiehlt als Beilage Quinoa, wir haben die Gemüsepfanne einfach so gegessen, die war alleine schon grandios genug :)


Was mir an Braziers Kochbuch nicht so gut gefällt, ist, dass er viel mit sogenannten Superfoods arbeitet, also bspw. Maca Pulver, Mesquite Pulver, Chia Samen etc. Diese Zutaten sind nicht nur teuer, sondern würden auch schlicht Platz in meiner Küche wegnehmen, da ich sie spontan von mir aus nicht einsetzen würde. Sowieso mag ich diesen Superfood Hype nicht, für mich bedeutet jede Frucht einen gesundheitlichen Gewinn.

Toll ist aber: Braziers Kochbuch kommt komplett ohne Weizen, Soja oder Hefe aus, was für ein veganes Kochbuch eine Sensation ist. Keine Ersatzprodukte, kein Veganisieren klassicher Gerichte, sondern einfach innovative, leckere Gemüseküche.

Aus diesem Grund (und weil alle bisher ausprobierten Rezepte uns überzeugt haben) gibt´s von meiner Seite eine klare Empfehlung für das Buch; und es ist eines der wenigen Kochbücher, das ständig griffbereit auf der Fensterbank liegt, statt im Schrank zu schlummern - das will schon was heißen :)

So und jetzt freut euch schonmal auf Sonntag vor; ich verrate nur soviel: es gibt rohveganen Kuchen!






Montag, 2. Juni 2014

Grüner Salat mit roten Früchten und Schnittlauchdressing

Die letzten Tage ist es so warm, dass mich die Salatlust packt! Und da ich generell nicht viel von Salaten, die nur aus grünen Blättern bestehen, halte, kommt bei mir noch eine Menge anderes Zeug rein. Linsen zum Beispiel. Und Nüsse. Nüsse sind wichtig. Früchte schaden auch nicht. Ihr merkt schon, mit Salat hat das nicht mehr viel zu tun :)

Der Salat ist inspiriert von einem ähnlichen Salat, den uns Julie oft zu Mittag in Captain Cook serviert hat. Da waren die roten Früchte dann aber eher Papaya und Wassermelone, was auf Hawaii halt so rumliegt. Bis heute ist Julie für mich die beste Köchin, die mir je über den Weg gelaufen ist.
Mange tak, kære Julie :)


Zutaten
(für eine große Schüssel voll, von der zwei Personen satt werden)

2 Salatherzen
80 g Beluga Linsen
1 Granatapfel
50 g getrocknete Cranberries
2 - 3 Schalotten
Handvoll Walnüsse

für das Dressing
3 EL Sojajoghurt
1 großer Bund Schnittlauch
2 Knoblauchzehen
1 EL Walnussöl
Salz und Pfeffer
Schuss Weißweinessig


Kocht die Linsen (Beluga Linsen sind die kleinen schwarzen) ohne Salz, bis sie noch gerade so bissfest sind und nicht auseinanderfallen.

Wascht die Salatherzen, schneidet die Strünke ab und die Blätter in mundgerechte Stücke.

Halbiert den Granatapfel und pult die Kerne heraus.

Schält die Schalotten und hackt sie in kleine Würfel.

Die getrockneten Cranberries und die Walnüsse lasse ich, wie sie sind, ihr könnt sie aber natürlich auch klein schneiden, wenn ihr wollt.


Für das Dressing hackt ihr den Schnittlauch sehr fein, drückt die geschälten Knobizehen durch eine Presse und vermischt alles mit den restlichen Zutaten für das Dressing.

Jetzt kommt das beste: schmeißt alle Zutaten in eine große Schüssel und leert das Dressing darüber aus und rührt so lange wild darum rum, bis alles Dressing abbekommen hat und kein Teil mehr auf dem anderen liegt.

In den Salat passen auch gut andere rote Früchte, Wassermelone und Erdbeeren z.B. :)





Freitag, 4. April 2014

Bohnensalat

Gerichte, die man einfach mal schnell zusammenwerfen kann, ohne den Herd anzuwerfen oder gar einen Topf dreckig zu machen, finde ich großartig. Und Bohnen auch. Bohnen sind unsere kleinen, proteinhaltigen Freunde, vergesst das nicht!


Zutaten
(für 2 - 3 Personen)

200 g weiße Bohnen (vorgekocht)
1 rote Paprika
1 halbe Gurke
1 kleine Zwiebel
Salz
Pfeffer
Olivenöl
ein halber Bund glatte Petersilie


Bei so wenigen Zutaten sollte die Qualität der einzelnen Zutaten umso besser sein. Ruhig mal eine Weile Zeit lassen beim Olivenölkauf!
Übrigens macht sich glatte Petersilie sicher gut in diesem Rezept, deswegen hab ich sie mit aufgeschrieben. Ich hatte leider keine zur Hand, bin mir aber sicher, das hätte dem Ganzen die Krone aufgesetzt.

Die weißen Bohnen abgießen.

Die Zwiebel schälen und in ganz feine Würfel schneiden.

Die Paprika waschen, entkernen und ebenfalls würfeln. Die Gurke natürlich auch.

Die Petersilie (falls vorhanden) fein hacken.

Alle Zutaten; Gurke, Paprika, Zwiebel, weiße Bohnen und Petersilie in einer Schüssel mischen.

Großzügig mit Olivenöl übergießen, viel pfeffern, wenig salzen.



Und wenn ihr die Geduld noch habt, lasst ihr den Salat eine Weile ziehen, dann wird es noch besser. Ich hab dazu Fladenbrot und Hummus gegessen.



Freitag, 28. März 2014

Suppe der Braut Ezo

Als ich klein war, hat meine Oma immer gesagt, ich solle nicht so viel Suppe essen: "Es lähmt dich!" Ist nie passiert, auch nach dem dritten oder vierten Teller Griesklößchensuppe nicht. Bei meinen kleinen Brüdern beobachte ich ein ähnliches Verhalten, wir haben wohl das Suppenkasper-Gen.

Und deswegen gibt es für euch heute noch ganz schnell ein Suppenrezept zum Wochenausklang, einen Klassiker der türkischen Küche: die Suppe der Braut Ezo.
Eigentlich wollte ich heute auch noch meine Schüler fragen, ob jemand weiß, was es mit dieser Braut auf sich hat, ich hab es vergessen. Fakt ist jedoch: die Suppe ist ganz ausgezeichnet!



Zutaten
(für vier Personen als Vorspeise)

2 kleine Zwiebeln
etwas Olivenöl
2 Paprika (eine rote, eine gelbe)
eventuell eine kleine Chili
2 Eiertomaten
1 l Gemüsebrühe
120 g rote Linsen
1 EL Harissa oder Tomatenmark
2 EL Ajvar
Salz und Pfeffer


In das Originalrezept gehört noch Bulgur mit hinein. Mir ist die Suppe aber so, mit den Linsen, schon gehaltvoll genug. Außerdem ist mein Rezept sehr viel schärfer, wenn ihr aber die Chili weglasst und statt Harissa einfaches Tomatenmark benutzt, wird sie ganz zahm.
Ajvar ist ein Mus aus gegrillten Paprika, das typisch für die Küche des Balkans und eben der Türkei ist. Ihr bekommt es in großen Supermärkten und beim türkischen Lebensmittelgeschäft eures Vertrauens.

Schält die Zwiebeln und dünstet sie bei mittlerer Hitze in Olivenöl an. 

Während die Zwiebeln vor sich hindünsten, wascht, entkernt und schneidet ihr die Paprika und die Chili in kleine Stücke und lasst sie ebenfalls mitdünsten.

Ritzt die Tomaten an einem Ende kreuzförmig ein, übergießt sie mit heißem Wasser, lasst sie kurz ziehen und schreckt sie dann kalt ab. Zieht ihnen die Haut ab, schneidet sie in kleine Stücke und gebt sie ebenfalls in den Topf.

Dreht die Hitze ein wenig hoch und löscht das Gemüse mit der Gemüsebrühe ab.

Gebt die Linsen dazu und lasst alles bei mittlerer Hitze und geschlossenem Deckel gut zehn Minuten kochen, bis die Linsen anfangen, weich zu werden.

Sucht euren Pürierstab und püriert die Suppe mehr oder weniger gründlich durch. 

Anschließend stellt ihr sie zurück auf den Herd und rührt Ajvar sowie das Harissa bzw. Tomatenmark unter. Schmeckt die Suppe mit wenig Salz und viel Pfeffer ab und lasst sie nocheinmal kurz aufkochen.

Vor dem Servieren könnt ihr sie noch mit etwas Petersilie bestreuen oder einen Klecks Sojajoghurt daraufgeben. Dazu passen Vollkornbrötchen und ein Glas Carménère (Lieblingsrebsorte! :) ).





Donnerstag, 23. Januar 2014

Vegane Käsespätzle

Endlich komme ich mal wieder zum Bloggen! Das Halbjahr liegt in seinen letzten Zügen, was die Arbeitsbelastung nicht unerheblich erhöht, im Moment sehen meine Tage so aus: aufstehen, arbeiten, ruck zuck essen, arbeiten, schlafen. Ich hab ständig Hunger, weil ich einfach kaum zum Essen, geschweige denn Kochen komme und wenn ich mal eine Stunde ohne schlechtes Gewissen nur für mich beanspruche, fülle ich die lieber mit Sport, statt mich in die Küche zu stellen. Aber jetzt genug gejammert! Käsespätzle!


Zutaten
(für zwei Personen als Beilage)

250 g Mehl
250 ml Wasser
2 EL Sojamehl oder 1 EL Gluten (Seitanmehl)
Salz und Pfeffer
etwas Sonnenblumenöl
3 Zwiebeln
Ahornsirup
80 g Mandelmus
1 TL Hefeflocken
1 Msp. Kurkuma
150 g veganer Käse, gerne etwas würziger (ich hab mal wieder den genommen. Der ist echt super!) 


Zuallererst behandelt ihr die Zwiebeln. Schält sie und hackt sie in feine Stücke. Erhitzt etwas Öl in einer Pfanne und bratet die Zwiebeln darin an, bis sie langsam bräunen. Löscht sie mit ein ganzklitzekleinwenig Ahornsirup ab, lasst sie noch kurz weiterbraten und nehmt sie dann vom Herd.

Danach macht ihr die Soße. Gebt das Mandelmus, die Hefeflocken und den Kurkuma in eine Schüssel und gebt ersteinmal 6 EL Wasser hinzu und verrührt alles miteinander. Ist euch die Soße noch zu dick, gebt ihr entsprechend mehr Wasser hinzu. Sie sollte am Ende cremig, aber nicht flüssig sein, damit sie sich gut mit den Spätzle vermischen lässt.

Als nächstes macht ihr den Spätzleteig: Mischt das Mehl mit dem Sojamehl und etwas Salz. Das lauwarme Wasser langsam nach und nach dazugeben und mit einem Schneebesen gut unterrühren, damit nichts klumpt.

Setzt einen großen Topf mit Salzwasser zum Kochen auf und heizt den Ofen auf 180°C vor. 

Um die Spätzle zu machen, habt ihr zwei Möglichkeiten: 
1. Ihr habt einen Spätzlehobel. Problem gelöst. 
(Wir haben tatsächlich einen, den wir uns mal sehr stilecht in Augsburg gekauft haben, als wir dort einen Freund besucht haben. Der gleiche Freund, seines Zeichens echter Schwabe, hat auch mal einen handfesten Streit mit seiner Freundin vom Zaun gebrochen, als ich gefragt habe, welchen Käse man für Käsespätzle nimmt. Die Meinungsverschiedenheit zu Appenzeller und Emmentaler haben die beiden vermutlich bis heute nicht endgültig geklärt... )
2. Ihr habt ein langes Messer und ein Holzbrett. Und obwohl wir einen Spätzlehobel haben, mache ich die Spätzle auch lieber mit der Holzbrettmethode, weil es einfach viel schneller geht und der Spätzlehobel wirklich blöde zu reinigen ist. Wie die Holzbrettmethode funktioniert, kann diese Dame viel besser erklären als ich:


(So schnell bin ich nicht, aber die Gute macht das wahrscheinlich schon 34 Jahre länger als ich. Wahrscheinlich ist es auch irgendwie genetisch veranlagt.)

Also, wie auch immer ihr eure Spätzle ins kochende Salzwasser befördert: wenn sie im Topf oben schwimmen, sind sie fertig und ihr könnt sie herausfischen.

Nehmt eine Auflaufform, gebt eine erste Fuhre Spätzle hinein, bedeckt sie mit ein paar karamellisierten Zwiebeln, etwas von der Mandelsoße, pfeffert ordentlich und schiebt sie in den Ofen. Ist die nächste Fuhre fertig, gebt ihr wieder die Spätzle in die Auflaufform, Zwiebeln und Soße darüber und schiebt sie wieder in den Ofen.

Das macht ihr Schicht für Schicht, bis der Spätzleteig aufgebraucht ist. Die letzte Schicht bedeckt ihr außerdem mit dem veganen Käse und lasst die Käsespätzle so lange im Ofen, bis der Käse verläuft und die Spätzle an den Rändern langsam knusprig werden.


Wir hatten zu den Käsespätzle grünen Salat mit Avocado und panierte Aubergine. Sehr vorzüglich :)



Montag, 6. Januar 2014

Pumpkin Mac and Cheese

Auf meinem Blog gibt es schon ein Mac and Cheese Rezept, ein sehr einfaches, schnelles, das in weniger als einer Viertelstunde auf dem Tisch steht. Heute hab ich noch ein anderes für euch, sozusagen die Luxusvariante :)



Zutaten
(für vier Personen)

500 g Nudeln (ich hab Korkenzieher genommen)
460 ml Mandelmilch
2 EL Olivenöl
2 EL Mehl
150 g geriebenen veganen Käse (z.B. den hier, der ist großartig)
200 g Kürbispüree
4 EL Paniermehl
1 TL Sojasauce
1 TL Rosmarin
1 TL Thymian
Salz und Pfeffer
evtl. etwas Cayenne Pfeffer
3 Zwiebeln
1 EL Öl


Zuerst lasst ihr die Zwiebeln karamellisieren: Zwiebeln schälen und fein hacken, dann in etwas Öl bei mittlerer Hitze dünsten, bis sie goldgelb sind. Die Pfanne vom Herd nehmen und die Zwiebeln erstmal bei Seite stellen.

Den Ofen auf 170°C vorheizen.

Die Nudeln in Salzwasser fast! aldente kochen.

Während die Nudeln kochen, nehmt ihr euch einen kleinen Topf, in dem ihr die Mandelmilch erwärmt, sie darf aber nicht kochen!

In einem größeren Topf erhitzt ihr das Olivenöl bei mittlerer Hitze und rührt das Mehl hinein. Rührt mit einem Schneebesen so lange weiter, bis das Mehl eine leicht dunkle Farbe annimmt. 

Während ihr weiter rührt, fügt ihr nach und nach die warme Mandelmilch hinzu. Das Ganze lasst ihr nun unter Rühren andicken.

Gebt das Kürbispüree ebenfalls in den Topf und rührt es unter. 

Jetzt nehmt ihr den Topf vom Herd und rührt den geriebenen veganen Käse, die Sojasauce und die Gewürze unter. Je nachdem, welchen Käse ihr genommen habt, ist kein zusätzliches Salz nötig. Ich habe bloß ordentlich gepfeffert :) 

Rührt alles nocheinmal durch, legt den Deckel auf den Topf und wartet, bis der Käse geschmolzen ist.

In der Zwischenzeit könnt ihr beispielsweise eure Nudeln abschütten. Oder mit den Mandarinen aus der Obstschale jonglieren.

Ist der Käse geschmolzen, schmeckt ihr die Soße noch einmal ab, bevor ihr die Nudeln hinzufügt und unterhebt. Gebt alles zusammen in eine große Auflaufform, dekoriert das Ganze mit den karamellisierten Zwiebeln und bestreut es mit dem Paniermehl.

Das Mac and Cheese muss nun für gut 30 Minuten in den Ofen, bis die Soße anfängt zu blubbern und das Paniermehl obendrauf dunkel wird.



So und jetzt wisst ihr auch, was ihr mit den Unmengen Gläsern voll Kürbispüree vom letzten Herbst machen könnt :)

Das Rezept für dieses glückselige Gericht stammt übrigens von hier, ich hab bloß die Gewürze ein wenig abgeändert.






Mittwoch, 16. Oktober 2013

Grumpentock Roseler Art

Der Siebenbürge an sich isst zu jeder Mahlzeit Brot, mindestens einmal täglich Palukes und lässt in der Küche die Schuhe an. Diese erschreckend genaue Beschreibung stammt aus dem Mund der Frau meines Vaters. Die Gute ist weit gereist und äußerst gebildet; man kann hier also nicht von einer groben Pauschalisierung, sondern von einer scharfen Beobachtungsgabe ausgehen.  


Wenn der Siebenbürge aber gerade mal keinen Palukes isst, gibt es sehr wahrscheinlich dieses Gericht: Grumpentock. Und was hier aussieht wie schnöder Kartoffeleintopf hat tatsächlich die Macht, sämtliche Familienmitglieder, egal aus welcher Himmelsrichtung und Entfernung, an einen gemeinsamen Tisch zu bekommen. Grumpentock ist das Gericht, das einstimmig von der gesamten Familie geliebt wird; Zitat meines Cousins am Mittagstisch, der vollbeladen mit Pflaumenknödeln (eine weitere Delikatesse meiner Oma) war: "Oma die Pflaumenknödel sind super, aber eigentlich esse ich ja lieber Grumpentock."
Natürlich hat Grumpentock noch einen weiteren Vorteil: man kann die restliche Soße mit Brot aufnehmen. Das freut den Siebenbürgen! 


Zutaten
(für vier Personen oder für zwei Personen an zwei Tagen; aufgewärmt schmeckt der Grumpentock sogar noch besser!)

5 Zwiebeln
etwas Sonnenblumenöl
7 große mehlig kochende Kartoffeln
je 1 TL getrockneten Schnittlauch, Paprikapulver, Petersilie, Sellerie und getrockneten, gemahlenen Knoblauch
2 EL Mehl
50 ml Sojasahne oder Hafersahne
Salz
Pfeffer


Die Zwiebeln schälen und in kleine Stücke hacken.

Das Sonnenblumenöl in einem großen Topf erhitzen und die Zwiebeln darin andünsten. Wenn die Zwiebeln glasig und weich werden mit 150 ml Wasser aufgießen und köcheln lassen.


Die Kartoffeln waschen, schälen, in nicht zu kleine Würfel schneiden und roh zu den Zwiebeln geben. Nochmal 150 ml Wasser aufgießen und das Ganze zum Kochen bringen.

Die Gewürze, Salz und Pfeffer dazugeben und die Kartoffeln bei mittlerer Hitze garen, bis sie durch sind.

Das Mehl und die Sojasahne zum Andicken dazugeben, nocheinmal kurz aufkochen. Die Soße sollte schön dickflüssig und nicht zu dünn sein. Ansonsten noch länger bei geöffnetem Deckel köcheln lassen.

Das Geheimnis dieses Gerichts ist das intensive Aroma der verkochten Zwiebeln, in deren Sud die Kartoffeln gekocht werden. Alles in allem eine ziemlich deftige Angelegenheit :)



Weil dieses Gericht eines meiner Kindheitslieblinge war und bis heute geblieben ist und meine Oma sowieso die allerbeste ist, nehme ich mit dem Grumpentock an Tamaras Blogevent Aus Großmutters Küche teil :)









Freitag, 27. September 2013

Deftige vegane Zwiebelsoße

Manchmal braucht man auch als Veganer mal was richtig Deftiges. Salzig und schwer wie ein Kartoffelgulasch mit einem Kilo Wildschwein und einer kleinen Kartoffel. Ihr wisst, wovon ich rede.

In diesem sehr speziellen Fall jedenfalls greife ich zur Geheimwaffe.



Zutaten
(hat bei uns für ein rendez-vous mit sechs Kartoffelknödeln und einem halben Pfund Champignons gereicht)

1 Zwiebel
3 EL Sonnenblumenöl
2 EL Mehl
2 Knoblauchzehen
300 ml Gemüsebrühe
2 EL Sojasauce
Pfeffer
evtl. 2 EL Hefeaufstrich, gibt´s bspw. bei Alnatura oder auch bei Aldi (heißt dort Veggieaufstrich "Naturell")


Die Zwiebel schälen und fein hacken. Im Sonnenblumenöl anbraten.

Das Mehl dazugeben, rühren und braten, bis Zwiebel und Mehl braun und weich sind.

Den Knoblauch durch die Knoblauchpresse dazudrücken und für ein paar Minuten ebenfalls garen.

Nach und nach die Gemüsebrühe dazugeben und anschließend zehn Minuten köcheln lassen.

Sojasauce, Pfeffer und evtl. Hefeaufstrich dazugeben. Gut durchrühren. 

Wenn ihr wollt, könnt ihr die Soße noch pürieren oder durch ein Sieb streichen, aber ich mag sie gerne mit den Zwieblstückchen :)



Die Soße passt nicht nur toll zu Kartoffeln und Pilzen sondern freut sich auch über anderes Gemüse, bspw. Paprika oder Kürbis und macht sich auch gut in Aufläufen. Vielleicht auch mit Nudeln, das hab ich aber noch nicht getestet :)


Freitag, 6. September 2013

Ofengemüse - zurück in die Schule Woche: Tag 4

Kinder mögen gerne Pommes. Mütter meistens nicht so, weil sie Angst um ihre Figur haben und nach dem Frittieren die ganze Bude stinkt. Kinder lassen sich aber reinlegen gerne überzeugen, auch mal gemischtes Gemüse aus dem Ofen zu essen, solange es knusprig und salzig ist. Wie Pommes eben.


Dieses Gericht ist eher eine Anleitung oder eine Idee, kein echtes Rezept, da die Zutatenzusammensetzung frei Schnauze geschehen kann :)


Zutaten
(für zwei Bleche voll)

eine Menge Gemüse, ich hab eine Aubergine, zwei Paprika, 5 Kartoffeln und zwei Handvoll Champignons genommen
Olivenöl
Salz
Pfeffer
Paprikapulver
ganze Rosmarinnadeln, am besten frisch
2 Zwiebeln
4 - 5 Knoblauchzehen
2 - 3 EL Sojasoße
1 TL Harissa oder einfaches Chilipulver


Als erstes knöpft ihr euch die Champignons vor. Bürstet sie nur kurz ab, damit die Erde, die vielleicht dranklebt, runterkommt und lasst sie ganz, so, wie sie sind. Erfahrungsgemäß tun sich Pilze schwer damit, Geschmack anzunehmen, deswegen vermischt ihr die Sojasoße mit Harissa (oder eben dem Chilipulver) und mariniert die Pilze darin. Zwischendurch immer mal umrühren, damit auch alle Pilze was abbekommen.

Jetzt könnt ihr den Ofen auf 180° C vorheizen.

Die Aubergine, die Paprika und die Kartoffeln waschen. Ich mag meine Kartoffeln gerne mit Schale, ihr könnt sie aber natürlich schälen, wenn euch das lieber ist. Die Aubergine schneidet ihr in Scheiben, die Paprika und die Kartoffeln in Spalten.

Schält und hackt die Zwiebel, ebenso den Knoblauch. Ihr könnt auch ganze Knoblauchzehen mitbacken, aber das ist echt eher was für Hartgesottene :)

Gebt das Gemüse (also Kartoffel- und Paprikaspalten und Auberginenscheiben) in eine große Schüssel, gießt ordentlich Olivenöl darüber, gebt die gehackte Zwiebel und den Knoblauch dazu. Vorsichtig salzen, großzügig pfeffern; die Rosmarinnadeln und das Paprikapulver ebenfalls dazugeben. Nicht geizen :)

Wenn ihr alle Zutaten (bis auf die marinierten Champignons) in der Schüssel habt, gebt ihnen eine gute Massage. Alles Gemüse sollte was vom Olivenöl und den Gewürzen abbekommen. Wenn das nicht der Fall ist, gießt nochmal Olivenöl hinterher und wo ihr schon dabei seid, können ein paar mehr Gewürze auch nicht schaden.

Anschließend gebt ihr das Gemüse auf zwei Backbleche und verteilt es gleichmäßig. Gebt noch die Champignons ebenfalls auf die Backbleche und schiebt das Ganze für gut 20 Minuten in den Ofen, je nachdem, wie knusprig ihr es haben wollt.


Zum Ofengemüse passt gut Aioli, Guacamole, die Fetapaste oder Frischkäse. Oder Ketchup, wenn´s denn sein muss :)

Freitag, 9. August 2013

Tortellini mit dreierlei Zwiebel

Nachdem ich euch schon die Rezepte für Tortellinisalat und Tortellini alla Panna gezeigt habe, folgt heute Tortellinirezept Nummer 3! Mir ist es nach längerem Suchen gelungen, vegane Tortellini aufzutreiben, die weder mit Fleisch noch mit Käse gefüllt sind, sondern schlicht mit Gemüse. Zu meiner großen Freude schmecken sie auch noch total lecker. Meiner Tortellinilust steht also nichts mehr im Wege :)



Zutaten
(für zwei Personen)

250 g vegane Tortellini (meine waren von Alnatura, manchmal gibt´s die sogar bei dm!)
1 Zwiebel
1 Schalotte
4 Frühlingszwiebeln
etwas Sonnenblumenöl
250 ml Gemüsebrühe
125 ml Soja- oder Reissahne zum Kochen
1 EL Mehl
1 EL Margarine


Die Tortellini in Salzwasser al dente kochen.

Die Zwiebel und die Schalotte schälen und klein hacken, die Frühlingszwiebeln waschen und klein hacken. In ein wenig Sonnenblumenöl in einer Pfanne dünsten.

In einem Topf die Margarine schmelzen lassen, das Mehl dazu rühren; sodass sich keine Klümpchen bilden. Mit Gemüsebrühe und Sojasahne ablöschen, gut durchrühren und das Ganze andicken lassen.

Die Tortellini zu den gedünsteten Zwiebeln in die Pfanne geben, die angedickte Soße darübergeben und alles zusammen noch kurz köcheln lassen, bis es schön sämig wird.

Auf Teller drapieren und losessen!