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Mittwoch, 9. September 2015

Lesen und Essen: Zucchinetti mit Avocadocreme alla Patrick Bolk

Schon seit März arbeitet der Mann in einem rundum tollen, ausschließlich mit kompetenten und obendrein netten Leute besetzten, im Sommer auf dem eigenen Campus Grillfeste für alle Mitarbeiter und deren Familien veranstaltenden, Start-up Unternehmen in Köln.

Einziger Haken an der Sache: die Firma liegt mitten in der Pampa. Kein Restaurant. Keine Falafelbude. Kein Supermarkt. Keine vending machines. Und von Kantine ganz zu schweigen.
Die Firma ist einfach zu klein, als dass sich eine Kantine lohnen würde. Einmal am Tag kommt wohl ein Bäckerwagen vorbei, dessen Ankunft ich mir vorstelle wie eine Szene aus einem Zombiefilm.

Lösung meinerseits: Ich habe zwei Bentoboxen (die für Faule, mit eingesetzten Trennstegen) gekauft und mache dem Mann mindestens vier Mal die Woche ein Bento, was ihr euch fast jeden Tag hier auf Instagram anschauen könnt.

Dass es nicht viermal die Woche Reis in der Bentobox gibt, davor bewahrt uns u.a. das Buch Vegan im Job vom geschätzten Herrn Bolk. Und da die Lust, nach zehn Stunden Arbeit noch eine Stunde zu kochen, erfahrungsgemäß ja eher gering ist, finden sich auch Ideen für ein schnelles Abendessen:


Zucchinetti mit Avocadocreme. Ist aus ganz wenigen Zutaten gemacht und roh :)
Das Rezept habe ich nur ein klitzekleinesbisschen verändert.


Zutaten
(für zwei Personen)

2 Zucchini
2 Knobizehen
1 Avocado
1 Gurke
eine Biozitrone
Pfeffer und Salz
eine Handvoll bunter kleiner Tomaten
Gewürzblüten


Wascht die Zucchini und schneidet sie mit einem Spiralschneider in Spagetti.

Schält den Knoblauch. Wascht die Gurke, schält sie und würfelt sie grob. Löffelt die Avocado aus.

Wascht die Zitrone heiß ab und reibt ihr die Schale ab.

Gebt das Avocadofleisch, den Knoblauch, die Gurke, etwa 1 EL Zitronensaft, die Zitronenschale sowie Salz und Pfeffer in einen Mixer und lasst das Ganze einmal ordentlich durchpflügen. Das geht natürlich auch mit einem Pürierstab.


Wascht und halbiert die bunten Tomaten, gebt eure Zucchinetti auf einen Teller, gebt die Avocadocreme darüber und drapiert Tomaten und Gewürzblüten darauf. Schon fertig!

Da die Avocadocreme durch die Zitrone nicht braun wird, passt sie auch gut mit "echten" Nudeln in die Bentobox. Zucchinetti würde ich nicht in die Bentobox packen, da diese nur frisch so richtig lecker sind.


Jetzt aber mal zum Buch an sich! Die Aufmachung ist bunt, modern, dynamisch. Mich spricht das frische Design sehr an und ich finde es überhaupt nicht schlimm, dass es zu manchen Gerichten kein Foto gibt; die Fotos, die es gibt, machen das auf jeden Fall wieder wett.

Inhaltlich gesehen ist vor allem eins positiv zu erwähnen: hier wird nicht zum hundertsten Male erklärt, warum Fleisch, Eier und Milchprodukte schlicht doof sind, warum Veganismus nachhaltiger ist undsoweiterundsofort. Das weiß ich. Und selbst, wenn ich das nicht weiß, kann ich es in anderen Büchern (bspw. in Ab heute vegan! ebenfalls herausgegeben von Patrick Bolk) nachlesen.

Stattdessen gibt es Tipps, was sich gut zum Mitnehmen eignet, wie man zeitsparend plant, einkauft und kocht, wie man verschiedene Lebensmittel am besten lagert, wo man guten Gewissens auf Fertigprodukte zurückgreifen kann und warum es nicht so förderlich ist, sich während der Arbeit von Kaffee, Cola und Schokoriegeln zu ernähren.
Ich mag diesen Ansatz! Denn ich glaube, damit werden auch Leute angesprochen, die keine Veganer sind und einfach nur was Leckeres mit ins Büro nehmen wollen :)


Die Rezepte sind in Kapitel unterteilt, der fruchtige Blumenkohlsalat da oben stammt bspw. aus dem Kapitel Lunch to go. Ansonsten gibt es noch Frühstück, Quick Dinner und Partytime. Die Rezepte verlangen nicht nach exotischen Zutaten, jedenfalls nach nichts, was man nicht in einer Kleinstadt kaufen könnte. Somit werden auch erfrischend wenig Ersatzprodukte verwendet :)


Insgesamt würde ich das Buch nicht nur arbeitswütigen, hungrigen Veganern empfehlen, sondern generell Leuten mit wenig Zeit aber großer Lust auf leckeres, schnelles Essen. Für ganz Faule gibt es sogar einen Wochenplaner mit zugehöriger Einkaufsliste :)
Aus meiner Sicht rundum gelungen und praktisch für jede Lebenslage.

Montag, 24. August 2015

Blätterteigschnecken Caprese

Ihr Lieben, heute gibt es ein ratzfatz Rezept für euch, das ich häufig mache, wenn ich irgendwo eingeladen bin und nur sehr wenig Zeit habe, um etwas vorzubereiten: Blätterteigschnecken Caprese. Wenn ihr den dafür benötigten Mozzarella vorher macht (bzw. wie ich eh immer einen Vorrat davon im Kühlschrank habt) oder kauft, kommt das Rezept auch mit nur vier Zutaten aus!


Zutaten
(für ein Blech Schnecken)

1 Rolle veganer Blätterteig (200g)
200 g getrocknete Tomaten in Öl, abgetropft
150 g Mozzarella (selbstgemacht oder gekauft)
3 Zehen Knoblauch
italienische Gewürzmischung, bspw. von Alnatura
Salz und Pfeffer


Heizt euren Ofen auf 200°C vor und belegt ein Backblech mit Backpapier.

Lasst die Tomaten abtropfen und hackt sie klein, der Mozzarella wird gewürfelt.

Mischt die Tomatenstücke mit dem Mozzarella in einer Schüssel, drückt den Knoblauch durch eine Knoblauchpresse dazu und schmeckt das Ganze mit Pfeffer und etwas Salz ab, die getrockneten Tomaten sind schon salzig genug.

Rollt den Blätterteig aus und gebt die Tomatenmischung darauf. Rollt den Blätterteig von der langen Seite her auf und schneidet ihn mit einem sehr scharfen Messer in ca. 1,5 cm breite Streifen.


Legt die Schnecken mit der Schnittfläche nach oben auf das Backblech und backt sie für ca. zehn Minuten. Habt ein Auge auf die Schnecken, damit sie nicht zu dunkel werden.

Ihr könnt die Tomaten Mozzarella Mischung auch schon am Vortag zubereiten, das hat den Vorteil, dass sie länger durchzieht und die Vorbereitung noch schneller geht :)


Donnerstag, 19. März 2015

Vegane Schokoladen Bananen Müsliriegel

Ihr wisst ja schon, dass ich morgens gerne Müsli esse (deswegen finden sich hier auch fünf verschiedene Müslirezepte). Müsli kann man aber zu jeder Tageszeit essen und wenn ich unterwegs bin, habe ich mein Müsli eben in Riegelform dabei :)

Zu den Kürbis-Cranberry Müsliriegeln, gesellt sich heute ein neues Müsliriegel Rezept dazu:
Schokoladen Bananen Müsliriegel.


Die Müsliriegel bekommen mit gepopptem Amaranth, viel gutem Kakao und etwas Süße vom Ahornsirup einen schokoladigen, nicht zu süßen Geschmack. Die Bananenchips passen perfekt dazu!


Zutaten
(für ein ganzes Blech voll)

150 g Haferflocken
50 g gepoppten Amaranth
150 g Bananenchips
3 EL Kakao
100 ml Ahornsirup Grad C
4 EL Soja- oder Hafersahne
Mark einer Vanilleschote
2 EL Mehl
1 Prise Salz


Heizt euren Ofen auf 180°C vor.

Packt die Bananenchips in einen Gefrierbeutel und zerkleinert sie mit Hilfe eines Nudelholzes oder anderen schweren Gegenstandes etwas.

Kratzt das Mark der Vanilleschote heraus und mischt erst alle trockenen Zutaten miteinander (Haferflocken, Amaranth, zerkleinerte Bananenchips, Kakao, Mehl und Salz).

In einer zweiten, kleineren Schüssel mischt ihr Ahornsirup, Hafersahne und Vanillemark. Gebt die feuchten Zutaten zu den trockenen und rührt alles gut durch, bis alle Zutaten feucht sind. Wenn euch die Masse zu trocken vorkommt, könnt ihr noch etwas Mandel- oder Sojamilch dazu geben.

Legt ein Backblech mit Backpapier aus und streicht die Masse etwa 5 mm dick darauf. Legt einen weiteren Bogen Backpapier darauf und ein weiteres Blech obendrauf. Drückt die Masse mit Hilfe des oberen Bleches möglichst fest (ich stell mich auch gerne drauf).

Wenn die Masse glatt und fest gepresst ist, gebt ihr das Blech in den Ofen. Das obere Backpapier unbedingt drauf lassen!

Backt die veganen Schokoladen Bananen Müsliriegel für ca. 12 - 15 Minuten. Lasst sie anschließend etwa eine halbe Stunde abkühlen und schneidet sie dann in Riegel.


Die Müsliriegel halten sich, in Backpapier eingewickelt und in Blechdosen verstaut, ca. zwei Wochen.

Was sind eure liebsten Müsliriegel Kombinationen? Kauft ihr auch Müsliriegel? Welche könnt ihr empfehlen?


Mittwoch, 11. Juni 2014

Schokoladenkekse in Luxemburg

Wir waren vier Tage im Miniurlaub in Luxemburg zum Klettern, Wandern, Schwimmen und ausgiebig Sonnen, deswegen ist hier alles ein bisschen durcheinander geraten! Das süß am Sonntag kommt deswegen erst heute. Dafür zusammen mit ein paar Eindrücken aus der Kleinen Luxemburger Schweiz :)







Für Camping Verhältnisse haben wir wirklich ganz vorzüglich gegessen, dem guten Trangia Kocher und zehn Leuten mit Sinn für gutes Essen sei Dank.
Unter anderem bei Laune gehalten haben uns diese Schokoladenkekse. Das Originalrezept stammt von baking the law, ich hab allerdings einiges verändert. Vor allem habe ich die Kekse vollwertiger und somit nahrhafter gemacht. Wandern macht hungrig!


Zutaten
(für ca. 40 Kekse)

120 ml Walnussöl
100 ml Ahornsirup Grad C
50 ml Akazienhonig oder Agavendicksaft
4 EL Haselnussmilch
1 Vanilleschote
Prise Zimt
Prise Salz
200 g Vollkornmehl
60 g Kakao
1 TL Backpulver
100 g Zartbitterschokolade
100 g Haselnüsse


Heizt euren Ofen auf 160° C vor.

Schneidet die Vanilleschote längs auf und kratzt das Mark heraus.

Vermischt das Öl mit dem Ahornsirup, dem Akazienhonig/Agavendicksaft, der Haselnussmilch, Vanille, Zimt und Salz.

Mehl mit Kakao und Backpulver mischen.

Zartbitterschokolade und Haselnüsse klein hacken.

Unter Rühren die Ölmischung zur Mehlmischung geben und anschließend die Schokolade und die gehackten Nüsse unterheben. Der Teig ist relativ fest.

Mit zwei Teelöffeln setzt ihr kleine Häufchen auf ein mit Backpapier belegtes Backblech.

Schiebt die Kekse für knapp 15 Minuten in den Ofen, bis sie duften. Kurz auf dem Blech abkühlen lassen und die nächste Fuhre in den Ofen schieben.


Wenn ihr die Kekse mitnehmen wollt, lasst sie komplett auskühlen und packt sie dann ein, bspw. in eine Plastiktüte. Sie bleiben lange saftig und sind perfekt für unterwegs :)


Mittwoch, 16. April 2014

Lieblingsprodukte: Vegane Brotaufstriche

Regelmäßig habe ich folgendes Problem: ich bin den ganzen Tag unterwegs und kann mir nicht sicher sein, ob ich zwischendurch was Veganes zwischen die Zähne bekomme. Und in genau solchen Fällen schnibbel ich mir morgens Unmengen Gemüse und packe einen dieser Aufstriche ein:


Das Praktische daran ist, dass sie sich (geschlossen) ewig halten, in der Tasche nicht auslaufen, wenn man sie schon einmal geöffnet hat und dass man sie bei Aldi, also flächendeckend, bekommt. Und es gibt sie in fast zehn verschiedenen Sorten! Mein Liebling zur Zeit ist der Paprika Zucchini Tomate Aufstrich.

Klar, kann man die Aufstriche auch selbst machen. Wenn ich nicht gerade Ferien habe, ist dafür an einem Montagabend, der nur bis halb zehn geht, weil ich um halb sechs schon wieder raus muss, keine Zeit. In diesen Momenten bin ich dann sehr dankbar für meine kleinen runden Freunde in der Speisekammer :)

Hersteller: Tofu Life
Preis: 1,19 € für 125 g
Gibt´s bei: Aldi Süd

Freitag, 7. März 2014

Lesen und essen: vegan&bio - Rohkostriegel

Dass ich eine Vorliebe für Trockenfrüchte habe, wisst ihr schon. Und nachdem die Schokoladen Rohkostkugeln so gut gelungen waren, hab ich mir ein paar rohvegane Riegel besorgt, die wirklich lecker, aber auch hoffnungslos überteuert waren. Sehr gelegen kam mir da die neue Ausgabe der vegan&bio, in der es mehrere Rezepte von Brendan Brazier gab, u.a. eins für rohvegane Riegel! Da hab ich natürlich nicht lange gefackelt, das Ganze ein bisschen abgewandelt und das Ergebnis sieht so aus:


Das ganze Trockenobst und die Mandeln und die Gewürze und die Hanfsamen drumrum sind im Riegel enthalten. Superkräfte to go, sozusagen.

Zutaten
(für 12 Riegel)

100 g ungeschälte Mandeln
100 g Datteln
2 EL Rosinen
3 getrocknete Aprikosen
2 EL Hanfsamen
etwas Zimt
etwas gemahlene Vanille
ein Hauch Salz


Die Zutaten in einem leistungsstarken Mixer (bei mir ist es aber auch bloß ein Smoothiemixer) so lange zerstören lassen, bis ein halbwegs geschmeidiger Teig dabei herauskommt.

Den Teig mit angefeuchteten Händen auf einer Lage Frischhaltefolie zu einem ca. 2 cm hohen Rechteck formen.

Anschließend noch eine Lage Frischhaltefolie darauflegen und die Riegel eine halbe Stunde in den Gefrierschrank legen.

Danach mit einem scharfen Messer in Riegel schneiden.

Ich bewahre die Riegel einzeln in ein Stück Backpapier gewickelt im Kühlschrank auf. Wenn sie warm werden, werden sie ein wenig klebrig.


Und wie ist die neue vegan&bio sonst so? Ganz gut eigentlich, interessant fand ich einen Artikel, in dem die Autorin der Frage auf den Grund geht, warum Veganer durchschnittlich schlanker sind. Ich für mich hab tatsächlich festgestellt, dass ich insgesamt mehr esse als früher, aber nicht zunehme, seit ich vegan bin. Allerdings muss ich ehrlicherweise sagen, dass das vorher eigentlich auch kein Problem war.


Ansonsten gibt es noch eine kurze Reportage zu veganen Leistungssportlern und eine ganze Menge Rezepte, eben u.a. von Brendan Brazier und Justin P. Moore, der ja auch kein Unbekannter mehr ist. Seine himalayischen Momos sehen auch sehr lecker aus, ich hab sie aber noch nicht ausprobiert.


Ich bin nicht ganz so begeistert wie von der letzten Ausgabe, aber bei diversen Bands ist das zweite Album ja auch meistens das schlechteste :)
In den nächsten Tagen werde ich sicher noch das ein oder andere Rezept ausprobieren, die Food-Fotos sind nämlich wieder großartig!


Sonntag, 16. Februar 2014

Schokoladen Cake Pops mit Mandarine - süß am Sonntag

Cake Pops kennt ihr wahrscheinlich, die geistern ja nicht erst seit gestern durchs Internet. Das sind einfach kleine Kuchen am Stiel, mit Schokolade überzogen. Sehr einfach. Trotzdem gab es hier bisher kein Rezept, und die Tatsache, dass ich gestern welche zum Foodcamp mitgebracht habe, ist die Folge eines kleinen Unfalls. Eigentlich sollte dieser Rührkuchenteig nämlich in drei Tortenböden verwandelt werden. Das ist nicht passiert. 

Aber, Glück im Unglück, die Cake Pops sahen am Ende hübsch aus und waren drinnen auch sehr lecker, jedenfalls waren gestern nach kurzer Zeit alle weg. Könnte auch daran gelegen haben, dass es eher Pralinen statt Kuchen am Stiel waren...



Zutaten
(für ca. 25 Stück)

200 ml aufschlagbare Soja- oder Dinkel- oder Hafersahne (z.B. Natumi)  
1 Vanilleschote  
170 g Mehl 
30 g Kakao, schwach entölt
3 TL Backpulver  
Prise Salz  
170 g Zucker
70 ml Sonnenblumenöl
60 ml Sojamilch oder jede andere pflanzliche Milch
etwas Fett für die Form 
Holzstiele
3 EL Marmelade (ich hab Mandarine genommen)
150 g Zartbitterschokolade
Streusel!


Heizt euren Ofen auf 180° C vor.

Halbiert die Vanilleschote längs mit einem scharfen Messer und kratzt das Mark heraus. 

Schlagt die (gut gekühlte!) Sojasahne in einer größeren Schüssel auf, gebt das Vanillemark dazu und stellt die Sahne kalt.

Mischt in einer Schüssel Mehl, Kakao, Backpulver, Salz und Zucker. In einem anderen Gefäß mischt ihr Sonnenblumenöl und Sojamilch.

Gebt nun esslöffelweise abwechselnd etwas von der Mehlmischung bzw. der Sojamilchmischung zur Sahne, während ihr weiter rührt. Am Ende solltet ihr einen geschmeidigen Teig haben, ohne Klümpchen.

Fettet eure Kuchenform (bspw. für Königskuchen) ein, gebt den Teig hinein und backt ihn für gut 45 Minuten. Stäbchenprobe nicht vergessen!

Lasst den Kuchen vollständig auskühlen.



Ist der Kuchen kalt, zerbröselt ihn grob mit den Händen. Gebt die Marmelade hinzu.

Je nachdem, wie feucht euer Kuchen ist, braucht ihr eventuell mehr oder weniger Marmelade. Der Teig sollte sich mühelos zu Kugeln rollen lassen, die nicht auseinander fallen. 

Rollt den gesamten Teig zu lauter kleinen Kugeln, die im Durchmesser 2 - 3 cm groß sind und stellt sie mindestens 20 Minuten kalt.

Schmelzt die Schokolade im Wasserbad. Damit die Kuchen nachher am Stiel halten, macht ihr folgendes: Taucht die Holzstiele ca. 1 cm tief in die geschmolzene Schokolade und steckt sie danach sofort in die Teigkugeln. Haben alle Kugeln einen Stiel verpasst bekommen, müssen sie wieder kalt gestellt werden. So lange, bis die Schokolade fest geworden ist.

Ist das passiert, überzieht ihr die Kuchenkugeln rundum mit Schokolade: taucht sie ein, klopft die überschüssige Schokolade leicht ab und dreht die Kugeln dabei, damit sich keine "Nasen" bilden. So lange die Schokolade noch feucht ist, könnt ihr eure Cake Pops verzieren: Herzen, Zuckerkugeln, Krokant, Schokostreusel... was euch so einfällt :)

Am besten stellt ihr die Cake Pops in ein Wasserglas zum Abkühlen, damit sie nicht umkippen und euch die ganze Küche einsauen. Einen extra Cake Pop Ständer braucht ihr nicht, der ist überflüssig.

Lasst die Cake Pops komplett erkalten, dann halten sie auch schön fest am Stiel.



So und jetzt könnt ihr den Sonntag nutzen, um euch und eure Lieben mit Cake Pops zu belustigen. Habt einen schönen Tag! 


Mittwoch, 4. Dezember 2013

Prinzessinnenfinger

Ich bin kein großer Fan von Weihnachtsmärkten. Mich schreckt die immergleiche Musik, der billige Glühwein zu Apothekerpreisen, der nix als Kopfschmerzen macht und der Tand mit geringer Halbwertszeit, den die meisten Stände verkaufen, ab.
Wenn es euch ähnlich geht wie mir, kann ich euch den mittelalterlichen Markt im Dezember in Siegburg empfehlen. Ich bin zwar meistens nur wegen dem Essen dort (Spätzle! Falafel! Frittierte Pilze!), aber man kann dort auch exzellenten Honigmet trinken und schöne Sachen aus Wolle, Perlen und Holz erstehen, echten Materialien also. Und es gibt Mäuseroulette und Gaukler und Feuerspucker und noch ganz viele andere tolle Sachen, beleuchtet von lauter Fackeln. Insgesamt großartig :)

Auf diesem Mittelaltermarkt gibt es auch einen orientalisch anmutenden Stand, der Gebäck verkauft. Jedes Jahr versuche ich, dem Verkaufsmenschen zwei seiner Rezepte abzuquatschen: das für Eunuchenkuchen und das für die Prinzessinnenfinger. Leider ist er sehr standhaft, er will auch kein Rezept tauschen und ist obendrein unbestechlich. Dieses Jahr hab ich´s noch nicht versucht, ich feile noch an der Taktik...

Jedenfalls: ich habe einen kleinen Erfolg zu verzeichnen! Die Prinzessinnenfinger habe ich nämlich mindestens genauso gut gebacken wie der falsche Kameltreiber da :)



Zutaten
150 g Mehl
150 g Mandelmehl
1 TL Backpulver
160 g Margarine
120 g Zucker
1 EL Sojajoghurt
1 Prise Salz
Aprikosenpaste
evtl. Puderzucker




Aprikosenpaste gibt es im Bioladen. Ihr könnt aber auch einfach getrockneten Aprikosen mit der Küchenmaschine zu Leibe rücken. Und zwar so lange, bis eine sehr klebrige, zähe Masse entsteht :)








Den Backofen auf 160 °C vorheizen.

Aus Mehl, Mandelmehl, Zucker, Backpulver, Margarine, Sojajoghurt und Salz einen geschmeidigen Teig kneten. In Frischhaltefolie wickeln und mindestens eine Stunde nach draußen oder in den Kühlschrank legen.

Die Aprikosenpaste mit einem scharfen Messer in dünne Scheiben schneiden. Diese zu Würstchen formen.

Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche nicht zu dünn ausrollen. Mit einem scharfen Messer Rechtecke aus dem Teig schneiden (so ca. 6cm x 10 cm). Um jede Aprikosenpastenwurst ein Teigrechteck rollen. Ein paar Mal zwischen den flachen Handflächen rollen, damit man die "Naht" nicht mehr sieht und die Oberfläche schön gleichmäßig wird.

Für gut 15 Minuten im Ofen backen, bis die Prinzessinnenfinger goldbraun sind. Eventuell sofort danach mit Puderzucker bestäuben.


Übrigens gibt es auch noch die Variante Prinzenfinger. Dafür nehmt ihr statt dem Mandelmehl einfach gemahlene Haselnüsse und füllt die Kekse mit Feigen- oder Dattelpaste. Auch sehr lecker (aber weniger vornehm...) :)




Mittwoch, 20. November 2013

Tortillas mit Seitan

Da ich euch ja am Montag gezeigt habe, wie schnell und einfach ihr euren eigenen Seitan machen könnt, kommt hier gleich noch eine Rezeptidee hinterher: Tortillas mit Seitan und Gemüse.


Stellt euch folgendes Szenario vor: eine Frau, voll bepackt wie ein marrokkanischer Esel, rennt die Straße zwischen Bahnhof und Polizei entlang, biegt ab, rennt weiter, kramt im Laufen den Schlüssel raus, schließt in Windeseile die Tür auf, schmeißt alles von sich, die Stiefel fliegen den Flur entlang, rennt zum Kühlschrank, hackt mit der einen Hand Gemüse, sucht mit einer Hand die Tortillas und schmiert mit der anderen Hand Pesto darauf. Schnell noch Seitan geschnippelt, auf den Tortilla geschmissen, alles zusammenrollen und in den Mund stopfen.
Ich bin diese Frau. Und deswegen habe ich immer Tortillas zu Hause. Und Pesto.


Zutaten
(für vier Tortillas)

eine große rote Paprika
150 g Seitan
4 Tortillas
4 EL Pesto (ich hab Zucchinipesto genommen)
50 g veganen Käse


Schneidet den Seitan in kleine Würfel. Wascht die Paprika, entkernt sie und schneidet sie in Streifen.

Bestreicht die Tortillas mit dem Pesto, legt Paprika und Seitan hinein, bestreut das Ganze mit dem veganen Käse und rollt es zusammen.

Den ersten Tortilla esst ihr kalt, damit der erste Hunger gestillt ist. Die restlichen legt ihr kurz bei 150 °C in den Backofen, warm sind sie natürlich auch total lecker :)


Und wenn ihr mal richtig Zeit habt, könnt ihr eure Tortillas auch selbst machen. Ann-Katrin von Penne im Topf verrät euch wie :)





Montag, 21. Oktober 2013

Vegane Mini Pizza mit Spinat

Diese kleinen feinen Schweinereien stehen ruckzuck auf dem Tisch, weil man sich weder gedulden muss, dass die Hefe aufgeht noch sich ärgern muss, dass man nicht schon am Morgen einen Hefeteig angesetzt hat. Man lässt einfach beides bleiben und hilft sich mit einem Joghurt-Öl-Teig :)



Zutaten
(für ein Blech voll Mini Pizza)

für den Teig
250 g Sojajoghurt
12 EL Sojamilch
12 EL Olivenöl
Salz
600g Mehl
2 Päckchen Backpulver

für die Tomatensoße
4 große schöne Fleischtomaten  
Salz  
Pfeffer 
Thymian
Rosmarin
2 Knoblauchzehen

für den Belag
450g aufgetauten TK Spinat
2 EL Aioli
2 Knoblauchzehen
Salz und Pfeffer
100 g veganen geriebenen Käse


Den Ofen auf 180° C vorheizen.

Für den Teig knetet ihr einfach alle Zutaten erst mit Hilfe der Knethaken, dann mit den Händen zu einem geschmeidigen Teig zusammen. Stellt ihn beiseite und lasst ihn ein wenig ruhen, das war anstrengend genug.

Für die Tomatensoße schneidet die Tomaten an einer Seite mit einem scharfen Messer kreuzförmig ein. Mit heißem Wasser übergießen, kurz stehen lassen und anschließend die Haut der Tomaten abziehen. Die Tomaten achteln.
Die beiden Knoblauchzehen durch die Presse drücken. In einem Topf etwas Olivenöl erwärmen, den Knoblauch darin kurz anbraten, dann die Tomaten dazu geben. 
Großzügig Thymian und Rosmarin und ein wenig Salz und Pfeffer dazugeben und die Tomatensoße bei geringer Hitze und geschlossenem Deckel für gut zehn Minuten köcheln lassen, bis sich die Tomaten in Wohlgefallen aufgelöst haben und zu einer geschmeidigen Soße verkocht sind.

Den Spinat ausdrücken, damit er nicht mehr so nass ist. In einem kleinen Topf bei mittlerer Hitze erwärmen, die Knoblauchzehen durch die Presse dazu drücken. Die Aioli dazu geben und alles einmal gut durchrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Den Teig nicht zu dünn auf einer bemehlten Fläche ausrollen. Mit einer Müslischale oder einem großen Glas verschieden große Kreise aus dem Teig ausstechen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen.

Die einzelnen Teigkreise erst mit Tomatensoße bestreichen und obendrauf Spinat geben. Mit veganem Käse bestreuen und für 15 - 20 Minuten im Ofen backen, bis der Teig dunkel und knusprig wird.



Ich habe die restlichen zwei Mini Pizza am nächsten Tag mit in die Schule genommen und festgestellt, dass sie auch kalt noch lecker schmecken :)



 

Sonntag, 29. September 2013

Vegane Rosinenschnecken - süß am Sonntag

Eine ziemlich herbstliche Woche war das auf dem Blog! Und nachdem ich euch am Montag das Rezept für die Kürbissuppe verraten habe, gibt es heute noch eine Premiere: das Rezept für weltbeste Rosinenschnecken von meiner Mamma. Da staunt ihr aber.
Ich hab´s allerdings veganisiert. War aber kein Kunststück, ich hab lediglich Milch und Butter ersetzt.




Zutaten
(für ca. zwanzig Schnecken)

500 g Vollkornmehl
1 Würfel frische Hefe
1/8 l Mandelmilch
60 g brauner Zucker
100 g Margarine
200 g Rosinen
30 g Margarine
50 g Honig oder Agavendicksaft
250 g Puderzucker


Das Mehl in eine Schüssel geben und eine Mulde in die Mitte drücken. Dort die Hefe hineinbröckeln.

Die Mandelmilch auf dem Herd lauwarm anwärmen und langsam über die Hefe kippen. Zugedeckt an einem warmen Ort für 20 Minuten gehen lassen.

Die Margarine zerlassen und zusammen mit dem Zucker zum Mehl geben und alles zu einem glatten Teig verarbeiten. Wieder zugedeckt an einem warmen Ort 20 Minuten gehen lassen.

Den Ofen auf 200° C vorheizen.

Den Teig nochmal kneten und zu einem Rechteck ausrollen.

Die Margarine zerlassen und die Rosinen mit Honig vermischen. Die Margarine auf den Teig pinseln und die Honigrosinen darauf verteilen.
 

Das Rechteck von der kurzen Seite her aufrollen und mit einem scharfen Messer in Scheiben schneiden. Nochmal 20 Minuten gehen lassen.

Anschließend für 20 Minuten in den Ofen geben, bis die Schnecken langsam Farbe bekommen.

Aus viel Puderzucker und wenig Wasser einen Zuckerguss herstellen und die noch warmen Schnecken damit überziehen. 



Esst nicht alle aufeinmal, die Schnecken lassen sich auch gut einfrieren :)

Morgen gibt´s übrigens hier auf dem Blog was zu feiern! Hoffentlich könnt ihr überhaupt schlafen vor Spannung :) Ich freu mich!





Sonntag, 15. September 2013

Vegane Pflaumentaschen mit Vanillepudding und Marzipan - süß am Sonntag

Hurra hurra es ist Pflaumenzeit! Von allen Seiten wird man mit Pflaumen überschüttet: "Ach Ele, willst du nicht noch ein paar Pflaumen mitnehmen?" "Klar Oma, die passen sicher gut zu den drei Kilo, die ich schon vom Papa habe!" Bei uns ist mal ein Baum umgekippt, weil zu viele Pflaumen dran waren. Ihr könnt es euch vorstellen.

Pflaumen finde ich also ganz toll. Am liebsten esse ich sie roh, aber manchmal sind sie so hübsch ummantelt mit Kuchen auch ganz toll. Klassischem Pflaumenkuchen kann ich aber nix abgewinnen; ich meine: Hefeteig mit Pflaumen und Zucker obendrauf...? Dann lieber roh ohne alles.

Heute habe ich aber ein spannendes Rezept für Kuchen mit Pflaumen. Und Vanillepudding! Und Marzipan! Esse ich übrigens beides auch gerne :)


Zutaten
(für ca. 12 Pflaumentaschen)

Für den Teig
400 g Mehl
1 Vanilleschote
Prise Salz
50 g Zucker
250 g Sojajoghurt
300 g Margarine

Für die Füllung
300 g Pflaumen
100 g Marzipan
300 ml Mandelmilch 
20 g Zucker
1 Päckchen Vanillepuddingpulver

Für den Guss
Puderzucker


Die Vanilleschote längs mit einem scharfen Messer aufschneiden und das Mark herauskratzen. 

Mehl, Margarine, Sojajoghurt, Zucker, Prise Salz und das Vanillemark zu einem geschmeidigen Teig verkneten und für 3 Stunden kalt stellen.

2 1/2 Stunden lang Yoga machen, tiefenentspannt in die Küche zurückkehren und die Füllung vorbereiten: aus Mandelmilch, Vanillepuddingpulver und Zucker einen Pudding kochen. 

Die Pflaumen waschen, entkernen und achteln. Das Marzipan in kleine Würfelchen schneiden. 

Den Ofen auf 190° C vorheizen.

Den Teig auf einer bemehlten Fläche zu einem Rechteck ausrollen, nicht zu dick. Der Teig war übrigens der bravste Teig den ich je hatte, er hat nicht ein einziges Mal an mir, am Nudelholz oder an der Arbeitsfläche geklebt. Ich war so begeistert, dass ich ihn auf einem Foto verewigt habe:

So ein lieber Teig!

Wenn ihr den Teig ausgerollt habt, schneidet ihn in 12 ca. gleich große Rechtecke. 

Gebt auf eine Hälfte eines Rechtecks etwas Füllung (also etwas Vanillepudding, ein paar Pflaumen und ein paar Marzipanwürfelchen) und klappt die andere Hälfte darüber. Mit einer Gabel drückt ihr die Ränder platt und verschließt sie somit. Anschließend schneidet ihr mit einem scharfen Messer oben noch zwei Schlitze rein.

Die fertigen Taschen auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen und für ca. 20 - 25 Minuten backen, bis die Taschen langsam Farbe bekommen.

Rausnehmen und kurz abkühlen lassen. Aus wenig Wasser und viel Puderzucker einen Zuckerguss herstellen und die Taschen damit großzügig einpinseln.








Dienstag, 3. September 2013

Müsliriegel - zurück in die Schule Woche: Tag 1

Hallo ihr Lieben! Wie auf Facebook bereits angekündigt, starte ich heute mit der zurück in die Schule Woche. Morgen geht in NRW das neue Schuljahr los und damit ihr euren lieben Kleinen (gerne auch den Großen, die nicht mehr in die Schule und stattdessen zur Arbeit oder sonstwohin gehen) etwas Leckeres für morgen einpacken könnt, gibt´s schon heute ein Rezept für selbstgemachte Müsliriegel. So geht das neue Schuljahr gut los :)


Die Idee für das Rezept stammt von Attila Hildmann, jedoch habe ich das Originalrezept so dermaßen umgestaltet, dass davon nicht mehr viel übrig ist :)
Hier also meine Version:


Zutaten
(für ein ganzes Blech voll)

250 g Haferflocken
100 g Mandeln
100 g Kürbiskerne
50 g getrocknete Cranberries
100 ml Honig (oder Agavendicksaft)
4 EL Soja- oder Hafersahne
Mark einer Vanilleschote
2 EL Mehl
Prise Salz


Den Ofen auf 180° C vorheizen.

Mandeln und Kürbiskerne nicht zu fein hacken und in einer Pfanne ohne Fett kurz anrösten, dabei aufpassen, dass die guten Sachen nicht dunkel werden!

Die Cranberries ebenfalls klein hacken und das Mark aus der Vanilleschote herauskratzen. 

Alle Zutaten (gehackte Mandeln, Kürbiskerne und Cranberries, Honig, Sojasahne, Vanillemark, Mehl und die Prise Salz) gut miteinander verrühren. Wenn euch das Ganze zu trocken vorkommt, ruhig ein bisschen mehr Sojasahne oder Mandelmilch dazu geben. Es sollte aber auch nicht zu feucht werden!

Im nächsten Schritt streicht ihr die Masse etwa 5 mm dick auf ein mit Backpapier belegtes Backblech. Um die Müsliriegelmasse richtig platt und gleichmäßig glatt zu bekommen, habe ich noch einen Bogen Backpapier auf die Masse gelegt, darauf noch ein Backblech der gleichen Größe gepackt, die ganze Konstruktion auf den Boden gelegt und bin ein paarmal drauf rumgetrampelt. Perfekt glatt und gleichmäßig sag ich euch!

Wenn die Masse schön platt ist, schiebt ihr sie (mit dem oberen Backpapier bedeckt, das lasst ihr drauf!) für ca. 12 - 15 Minuten in den Ofen. Anschließend etwas auskühlen lassen, so eine gute halbe Stunde und in Riegel schneiden. Ihr könnt natürlich auch Herzen schneiden, oder Sterne. Oder kleine Elefanten. Wie ihr wollt :)



Wenn die Müsliriegel komplett ausgekühlt sind, könnt ihr sie verpacken. Ich hab meine in Backpapier gewickelt in einer normalen Blechdose aufbewahrt, so halten sie mindestens zwei Wochen. Jeden Morgen habe ich mir dann einen in eine Papiertüte gewickelt und mit in die Schule genommen. So ein Müsliriegel kann einem den ganzen Tag retten :)

Die Müsliriegel sind nicht nur eine gesunde Pausenbrotalternative für fleißige Schüler. Auch Outdoormenschen, die gerne wandern, klettern oder zelten, freuen sich über die Müsliriegel als Geschenk :)




Sonntag, 1. September 2013

Vegane Marzipan Croissants - süß am Sonntag

Vor einer ganzen Weile habe ich euch das Rezept die Anleitung für vegane Schokicroissants gepostet. Diese Woche gab´s die Croissants mit Marzipan gefüllt, was fast noch besser war :)



Zutaten
(für sechs Croissants)

eine Rolle frischer Blätterteig (ca. 300 g)
100 g Marzipan
3 EL Mandelmilch
1 TL brauner Zucker
50 g Zartbitterschokolade


Wie gehabt müsst ihr beim Blätterteig darauf achten, dass er vegan ist. Die billigeren aus dem Discounter sind meistens vegan; Margarine bzw. Pflanzenfett ist eben billiger als echte Butter ;)

Den Ofen auf 200° C vorheizen.

Den Blätterteig ausrollen und in sechs etwas gleich große Dreiecke schneiden. Bei manchen Discountern gibt´s den Blätterteig schon vorgeschnitten als Croissants zum Selbstbacken. 

Aus dem Marzipan sechs etwa gleich große ca. kleiner Finger dicke und lange Marzipanwürste rollen.

Auf die Blätterteigdreiecke jeweils eine Marzipanwurst legen und von der breiten Seite zur Spitze hin aufrollen, so dass der Teigzipfel außen liegt. Ein wenig biegen um eine schöne Hörnchenform zu bekommen.

Mandelmilch mit braunem Zucker verrühren und die Hörnchen damit bestreichen.

Für ca. 15 Minuten im Ofen goldbraun backen.

Während die Croissants abkühlen, die Zartbitterschokolade im Wasserbad schmelzen und die Hörnchen damit überziehen.


Wer hat es mit dem Marzipan übertrieben?




Sonntag, 18. August 2013

Vegane Scones mit Kirschen - süß am Sonntag

Heute gibt es Scones zum Frühstück. Das ist natürlich nicht very British, eigenlich isst man Scones ja mit so einer Art Rahm und Marmelade nachmittags zum Fünfuhrtee. Da mich hier aber meilenweit kein Briton davon abhalten kann, meine Scones früher zu essen, gibt´s sie eben zum Frühstück.
Außerdem fühlt sich der Teig witzig an.


Wie viele und wie groß ihr eure Scones macht, hängt von euch ab. Ich habe eine Herz Ausstechform benutzt und damit mehrere eher kleine Scones gemacht. Klassischerweise sind Scones aber rund und so in etwa handtellergroß.


Zutaten
(für 20 kleine oder ca. 10 große)

230 g Mehl
50 g Margarine
30 g Zucker
150 ml Sojamilch mit Vanillegeschmack
2 TL Backpulver
Prise Salz
80 g getrocknete Kirschen


Den Backofen auf 180° C vorheizen.

Margarine und Zucker miteinander verrühren. 

Mehl, Backpulver, eine Prise Salz und die Vanillesojamilch dazugeben und alles mit den Händen zu einem schönen glatten geschmeidigen Teig verkneten.

Ist der Teig geschmeidig, arbeitet ihr noch die getrockneten Kirschen mit ein.

Rollt den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche aus, aber nicht zu dünn! So 1,5 - 2 cm sind gut.

Jetzt könnt ihr aus dem Teig irgendwelche Formen ausstechen, ganz, wie ihr wollt. Die legt ihr auf ein Backblech und gebt sie in den Ofen. Je nach Größe eurer Scones variiert die Backzeit, meine eher kleinen Herzen haben gut zehn Minuten gebraucht.

Die Scones sind fertig, wenn sie ein bisschen Farbe bekommen haben, sie sollten aber nicht braun oder gar dunkel werden!


Meine Scones habe ich mit Vanillesojajoghurt und frischen Himbeeren gegessen, was wirklich gut geschmeckt hat. Ansonsten sind Honig oder Marmelade sicher auch sehr lecker :)

Macht euch ein ausgiebiges Frühstück und habt einen entspannten Sonntag!







Mittwoch, 14. August 2013

Onigiri

Nachdem ich euch gestern gezeigt habe, wo man in Düsseldorf gut japanisch essen und einkaufen kann, gibt´s heute das Rezept für eines meiner liebsten japanischen Gerichte. Eigentlich ist es eher ein kleiner Imbiss, den man gut unterwegs essen kann.



Onigiri sind kleine, gefüllte Reisbällchen, die schnell gemacht, sehr nahrhaft und wirklich lecker sind. Außerdem kann man sie mit allem füllen, was man mag. Japanische Onigiri sind klassischerweise mit Fisch, Gemüse, Ei oder Umeboshi, einer salzig eingelegten Pflaume, gefüllt. Ich hab allerdings auch schon Onigiri mit Tomatenmark oder Pesto gemacht; wie gesagt, es ist ganz euch selbst überlassen, was ihr macht :)


Zutaten
(für sechs Onigiri)

300 g Sushireis
1 TL Salz
evtl. 1 TL Reisessig
3 Noriblätter (gerösteter Seetang, gibt´s im Asialaden)
6 TL Füllung eurer Wahl


Wichtig für die Füllung sind zwei Dinge: erstens sollte die Füllung gut kleingehackt sein. Onigiri sind eher klein und wenn die Füllung zu großstückig ist, fallen sie auseinander. Zweitens sollte die Füllung nicht zu feucht sein, dann fallen die Onigiri ebenfalls auseinander. 

Als Fischfüllung eignen sich gut Garnelen, Räucherlachs oder Thunfisch. An Gemüse könnt ihr eigentlich alles nehmen, Hauptsache, es ist schön kleingehackt. Lecker sind z.B. Avocado und Gurke. Tomate ist vielleicht ein bisschen schwierig, weil sie zu feucht ist und Zwiebeln wollen in meinen Augen so gar nicht zu Reis passen :) 
Ihr könnt auch Obst nehmen, Mango schmeckt z.B. auch gut. Und wenn´s ganz schnell gehen soll, gebt ihr zum Reis einfach etwas Sesam, Schwarzkümmel, Pfeffer und frische gehackte Kräuter wie Basilikum oder Petersilie dazu.


Bei Sushireis ist es wichtig, dass er vorher gewaschen wird. Spült ihn einfach ein paar Mal in einer Schüssel mit den Händen durch, bis das Wasser klar bleibt.

Dann setzt ihr den gewaschenen Reis mit der gleichen Menge Wasser (also nehmt ihr für 300 g Reis ca. 300 ml Wasser) und dem Salz zum Kochen auf. Sobald das Wasser kurz gekocht hat, dreht ihr die Hitze runter, deckt den Topf mit einem Küchentuch und dem Deckel zu und lasst den Reis noch 20 Minuten quellen.

Wenn der Reis ein wenig abgekühlt ist, gebt ihr, wenn ihr wollt, den Reisessig dazu, der bringt nochmal ein wenig Geschmack rein.

Sushireis ist sehr klebrig und ihr könnt jetzt anfangen, eure Onigiris zu formen, stellt euch eine Schale mit Wasser, die Noriblätter und eure Füllung bereit. 


Für das Formen der Onigiri gibt es zwei Möglichkeiten:

Entweder besorgt ihr euch eine Onigiriform, die gibt es sehr günstig in vielen Asialäden. In den unteren Teil der Form gebt ihr einfach mit angefeuchteten Händen (sonst bleibt der Reis daran kleben; dafür habt ihr die Schale mit Wasser bereitgestellt) etwas Reis hinein, drückt ihn gut fest, gebt etwas von eurer Füllung in die Mitte, noch mehr Reis obendrauf und presst das Ganze mit dem oberen Teil der Form gut zusammen. Oder ihr nehmt etwas Reis in die Hand, vermischt ihn mit der Füllung und drückt ihn dann in die Form, diese Methode eignet sich vor allem bei etwas grobstückigeren Füllungen und Pasten, da sie verhindert, dass die Füllung nur an einer Stelle ist und so eine Sollbruchstelle entsteht.
Dann dreht ihr die Form um, drückt auf das kleine Dreieck (siehe rechtes Bild) und schwupps fällt das Onigiri raus.

Oder aber ihr bringt den Reis ohne eine Form, sondern mit Hilfe einer kleinen Schüssel und etwas Frischhaltefolie in Form, so wie hier gezeigt.


Wann ihr die Onigiri in die Noriblätter rollt, ist Geschmackssache. Kauft man Onigiri, sind sie meistens in eine doppellagige Folie gerollt, die das Noriblatt vom Onigiri trennt, damit es nicht aufweicht. Diese Folien seht ihr im Bild oben in der Mitte, es gibt sie manchmal in Asialäden zu kaufen oder ihr bestellt sie einfach im Internet, bspw. hier. Das Onigiri wird dann erst kurz vor dem Verzehr in das Noriblatt gerollt.

Mir persönlich ist es egal, ob das Noriblatt weich oder noch knusprig ist, ich rolle die Onigiri sofort in die Noriblätter.
Dafür nehmt ihr ein Noriblatt, schneidet es einmal in der Mitte durch, damit ihr ein längliches Rechteck erhaltet. Setzt das Onigiri mit einer Spitze nach unten auf die schmalere Seite des Rechtecks, klappt die Ecken auf das Onigiri und wickelt das Onigiri der Länge des Rechtecks nach ein. Am Ende des Noriblatts angekommen, klappt ihr wieder die Ecken auf das Onigiri und schon ist das Onigiri fein angezogen :) 
Oder ihr nehmt einfach ein kleines rechteckiges Stück Noriblatt und legt es um eine Seite des Onigiri, so lässt es sich auch gut essen, da der Reis dann nicht an den Händen kleben bleibt. Da sich das alles viel komplizierter anhört, als es ist, hab ich euch eine kleine Zeichnung gemacht:

Hier seht ihr meine selbstgemachten Onigiri neben zwei gekauften von Maruyasu (von dem Laden hab ich euch gestern erzählt). Beide sind hübsch und lecker, man sieht bei den gekauften aber, dass das Noriblatt noch knusprig ist, da ich die Onigiri erst kurz vor dem Foto darin eingewickelt habe. Und meine sind ein bisschen pummeliger :)



Probiert die Onigiri einfach mal aus, man muss sich beim ersten Mal etwas damit auseinandersetzen, wie geformt und gewickelt wird, aber wenn man das ein paarmal gemacht hat, kann man sich schnell einen gesunden und leckeren Snack zum Mitnehmen machen, Onigiri sind eine ausgezeichnete Alternative zum täglichen Mensa- bzw. Kantinenessen :)