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Mittwoch, 10. Dezember 2014

Céréale orientale

Warum der Titel des heutigen Beitrags auf französisch daherkommt? Ganz einfach: weil er so nicht nur besser klingt und sich obendrein reimt, sondern weil in dieser Müsli Variante auch eine Menge Zutaten enthalten sind, die typisch für die nordafrikanischen Mittelmeeranrainer sind: Aprikosen, Datteln, Mandeln und Zimt.


Zutaten
(für ein großes Glas voll bzw. etwa fünf Portionen)

250 g Haferflocken
50 g Marzipan
50 g Datteln
50 g getrocknete Aprikosen
3 EL Mandelblättchen
2 TL Zimt
4 EL Apfelmus (oder noch besser: Quittenmus!)
3 EL Ahornsirup Grad C


Den Backofen auf 160° C vorheizen.

Das Marzipan in möglichst feine Würfelchen schneiden, die Datteln ebenso. 

Die Aprikosen habe ich in etwas gröbere Würfel geschnitten, aber das könnt ihr machen, wie ihr wollt.

Apfelmus mit Ahornsirup und Zimt mischen.

Die Haferflocken mit der Apfelmusmischung so lange verrühren, bis alle Haferflocken etwas abbekommen haben und zusammen klumpen.

Marzipan, Datteln, Aprikosen und Mandelblättchen unterheben, das Müsli auf einem Backblech verteilen und ca. 20 - 25 Minuten backen, bis das Müsli leicht goldbraun ist. Zwischendurch einmal wenden.


Lasst das Müsli gut abkühlen und füllt es anschließend in ein Glas. So hält es sich mindestens zehn Tage.

Dazu passt Vanillejoghurt, Apfel und Granatapfel; meine absolute Lieblingskombi zur Zeit :)

Ich bin großer Müslifan! Weitere Müslivorschläge findet ihr hier.
Hübsch verpackt in einem Weckglas auch eine hübsche Weihnachtsüberraschung :)


Freitag, 7. März 2014

Lesen und essen: vegan&bio - Rohkostriegel

Dass ich eine Vorliebe für Trockenfrüchte habe, wisst ihr schon. Und nachdem die Schokoladen Rohkostkugeln so gut gelungen waren, hab ich mir ein paar rohvegane Riegel besorgt, die wirklich lecker, aber auch hoffnungslos überteuert waren. Sehr gelegen kam mir da die neue Ausgabe der vegan&bio, in der es mehrere Rezepte von Brendan Brazier gab, u.a. eins für rohvegane Riegel! Da hab ich natürlich nicht lange gefackelt, das Ganze ein bisschen abgewandelt und das Ergebnis sieht so aus:


Das ganze Trockenobst und die Mandeln und die Gewürze und die Hanfsamen drumrum sind im Riegel enthalten. Superkräfte to go, sozusagen.

Zutaten
(für 12 Riegel)

100 g ungeschälte Mandeln
100 g Datteln
2 EL Rosinen
3 getrocknete Aprikosen
2 EL Hanfsamen
etwas Zimt
etwas gemahlene Vanille
ein Hauch Salz


Die Zutaten in einem leistungsstarken Mixer (bei mir ist es aber auch bloß ein Smoothiemixer) so lange zerstören lassen, bis ein halbwegs geschmeidiger Teig dabei herauskommt.

Den Teig mit angefeuchteten Händen auf einer Lage Frischhaltefolie zu einem ca. 2 cm hohen Rechteck formen.

Anschließend noch eine Lage Frischhaltefolie darauflegen und die Riegel eine halbe Stunde in den Gefrierschrank legen.

Danach mit einem scharfen Messer in Riegel schneiden.

Ich bewahre die Riegel einzeln in ein Stück Backpapier gewickelt im Kühlschrank auf. Wenn sie warm werden, werden sie ein wenig klebrig.


Und wie ist die neue vegan&bio sonst so? Ganz gut eigentlich, interessant fand ich einen Artikel, in dem die Autorin der Frage auf den Grund geht, warum Veganer durchschnittlich schlanker sind. Ich für mich hab tatsächlich festgestellt, dass ich insgesamt mehr esse als früher, aber nicht zunehme, seit ich vegan bin. Allerdings muss ich ehrlicherweise sagen, dass das vorher eigentlich auch kein Problem war.


Ansonsten gibt es noch eine kurze Reportage zu veganen Leistungssportlern und eine ganze Menge Rezepte, eben u.a. von Brendan Brazier und Justin P. Moore, der ja auch kein Unbekannter mehr ist. Seine himalayischen Momos sehen auch sehr lecker aus, ich hab sie aber noch nicht ausprobiert.


Ich bin nicht ganz so begeistert wie von der letzten Ausgabe, aber bei diversen Bands ist das zweite Album ja auch meistens das schlechteste :)
In den nächsten Tagen werde ich sicher noch das ein oder andere Rezept ausprobieren, die Food-Fotos sind nämlich wieder großartig!


Dienstag, 28. Januar 2014

Orientalischer Obstsalat

Da die Sucht nach Obst in unserer Gesellschaft gemeinhin als ungefährlich gilt, kann ich meinem Verlangen nach Vitaminen ungezügelt nachgeben.
... wäre da nicht der Winter. Im Winter gibt´s keine Erdbeeren, keine Wassermelone, keine Kirschen. Äpfel gibt´s. Und manchmal gönn ich mir auch eine Mango oder Bananen. Ansonsten sieht es eher düster aus. 

Ich hab aber großes Glück: um die Ecke befindet sich der allerbeste türkisch-russische Lebensmittelladen aller Zeiten. Und da gibt es Trockenfrüchte ohne Ende! Alles! Feigen, Datteln, Kirschen, Aprikosen, Cranberries, Pflaumen! 

Und daraus hab ich Obstsalat gemacht. Im Januar :)


Zutaten
(für zwei als Nachtisch oder Frühstück)

3 getrocknete Feigen (ca. 50 g)
7 getrocknete Aprikosen (ca. 70 g)
8 Datteln (ca. 60 g)
4 EL Mandelblättchen
30 g Rosinen
3 EL Sojajoghurt
1/2 TL Zimt
100 ml aufschlagbare Sojasahne


Hackt die Feigen, Aprikosen und Datteln in Stücke. So groß, wie ihr sie gerne mögt.

Schlagt die (gut gekühlte!) Sojasahne auf.

Röstet die Mandelblättchen kurz ohne Fett in einer Pfanne, ohne dass sie braun werden. Sie sollten bloß ein bisschen duften :)

Mischt die Trockenfrüchte (die Rosinen nicht vergessen!) mit den Mandelblättchen in einer Schüssel.

Hebt die geschlagene Sojasahne vorsichtig unter den Sojajoghurt, würzt mit Zimt und vermischt es mit den Trockenfrüchten.

Zum Schluss streut ihr noch einige Mandelblättchen und etwas Zimt über den Obstsalat. Fertig!

Statt Rosinen könnt ihr auch Cranberries nehmen oder frische Granatapfelkerne.

Ich esse den Obstsalat in letzter Zeit ziemlich oft, vor allem zum Frühstück :)
Ansonsten machen sich Trockenfrüchte auch noch gut in Cupcakes. Aber das nur am Rande...


Mittwoch, 1. Januar 2014

Dattel Aprikosen Cupcakes

Ihr Lieben, ich hoffe, ihr seid gut ins neue Jahr gerutscht. Bei uns war es ein wenig chaotisch, weil von 21 Menschen keiner eine Uhr hatte, der man vertrauen konnte. Wir sind also entweder ein bisschen zu früh oder aber (sehr viel wahrscheinlicher) ein klitzekleines bisschen verspätet ins neue Jahr gestartet. Macht aber nix! Lustig war´s trotzdem :)

Wir beginnen das Jahr mit etwas Süßem, habe ich mir gedacht. Und deswegen gibt´s heute für euch Dattel-Aprikosen-Cupcakes mit Zimt-Ahornsirup Creme obendrauf :)


Zutaten
(für 12 Cupcakes)

125 Margarine  
130 g Zucker  
1 Biozitrone
250 ml Sojamilch  
150g Mehl
50 g gemahlene Mandeln
Prise Salz  
3 TL Backpulver
50 g gehackte Mandeln
50 g getrocknete Aprikosen
50 g getrocknete Datteln 

150 g veganer Frischkäse
2 EL Ahornsirup
2 TL Zimt
2 TL brauner Zucker


Den Backofen auf 175 °C vorheizen.

Die Biozitrone abwaschen und die Schale abreiben.

Die Zitrone halbieren und den Saft einer Zitronenhälfte mit der Sojamilch verrühren, kurz stehen lassen.

In der Zwischenzeit Margarine, Zucker und Zitronenschale schaumig aufschlagen. 

In einer anderen Schüssel Mehl, gemahlene Mandeln, eine Prise Salz und Backpulver miteinander vermischen. 

Jetzt gebt ihr abwechseln etwas von der Mehlmischung bzw. etwas von der Sojamilch zur Margarinemischung und rührt alles so lange zusammen, bis ein glatter Teig entsteht.

Hackt die Aprikosen und die Datteln nicht zu klein und werft sie zusammen mit den gehackten Mandeln ebenfalls in den Teig. Nocheinmal kurz umrühren.

Jetzt könnt ihr den Teig entweder in Papierförmchen oder in ein gefettetes Muffinblech füllen und für ca. 20 Minuten im Ofen goldbraun backen lassen.

Für die Creme verrührt ihr einfach den Frischkäse mit Ahornsirup, Zimt und braunem Zucker zu einer homogenen Masse. Je nach Konsistenz des Frischkäses kann das manchmal ein wenig länger dauern. 

Wenn die Cupcakes abgekühlt sind, spritzt ihr die Creme dekorativ drauf und stellt sie bis zum Verzehr kalt. Und wenn ihr richtig kitschig werden wollt, weil drei eurer liebsten Zuckerschnuten zum Brunchen vorbeikommen, streut ihr noch ein Sternchen drauf. Das aber nur so am Rande :)



Ich wünsche euch allen ein frohes neues Jahr und kann euch gleich sagen, dass das nicht das letzte Rezept mit Trockenfrüchten in diesem Jahr war (höhö). Manchmal ess ich die echt noch lieber als Schoki :)






Donnerstag, 19. Dezember 2013

Panforte di Siena

Wisst ihr, was der Palio ist? Wenn nicht, hier ein ganz kurzer Einblick: Der Palio di Siena ist ein Pferderennen, das auf der Piazza del campo ausgetragen wird. Alle siebzehn Stadtteile treten gegeneinander an; der Haken an der Sache ist allerdings: weder Pferde noch Jockeys gehören zu den jeweiligen Stadtteilen, alles wird nur angemietet, Pferd und Reiter. Obendrein werden die Pferde ohne Sattel geritten und es ist völlig egal, ob das Pferd mit oder ohne Reiter obendrauf im Ziel ankommt, Hauptsache, es ist erster. Zu gewinnen gibt es Ruhm, Ehre - und ein buntes Tuch, eben das Palio. Wem das jetzt alles ein wenig seltsam vorkommt, dem kann ich auch nicht helfen. Ich berichte hier bloß von Tatsachen.

Was aber hat das jetzt mit backen zu tun? In Siena gibt es nicht nur absurde Pferderennen, sondern auch eine Menge leckeres Gebäck. Das Panforte ist eine Art Früchtebrot mit sehr vielen Nüssen. Zufälligerweise besteht es aus exakt 17 Zutaten, eben genauso vielen, wie es Stadtviertel in Siena gibt. Und so schließt sich der Kreis. 



Zutaten
(für eine 22er Springform)

50 g Haselnüsse
50 g Pistazien
50 g Mandeln
50 g Datteln
50 g getrocknete Feigen
50 g getrocknete Aprikosen
50 g Rosinen
140 g Mehl
1 TL Zimt
1 Prise gemahlene Nelken
1 Prise gemahlene Muskatnuss
1 Prise gemahlener Koriander
eine Bioorange
eine Biozitrone
150 g Zucker
170 g Honig
etwas Mandelmilch zum Verarbeiten
1 TL Puderzucker
1/2 TL Zimt


Den Ofen auf 150 °C vorheizen. Eine kleine Springform mit Backpapier auslegen.

Haselnüsse, Pistazien, Mandeln und Datteln in einer Schüssel mit Mehl, Zimt und den anderen Gewürzen mischen.

Datteln, Aprikosen und Feigen in kleine Stücke schneiden. Zusammen mit den Rosinen ebenfalls in die Schüssel geben.

Die Biozitrone und die Bioorange heiß abwaschen und beiden die Schale abreiben. Die abgeriebene Schale ebenfalls zur Mehl-Nuss-Früchte Mischung geben.

Zucker und Honig zusammen in einem kleinen Topf erwärmen, bis der Zucker sich vollständig aufgelöst hat. 

Eine kleine Schüssel mit Mandelmilch bereitstellen.

Die geschmolzene Honig-Zuckermischung zur Nuss-Früchte-Mischung geben, gut unterheben und das Ganze schnell miteinander verrühren, sodass es einigermaßen homogen wird.

Die Masse wird schnell fest! Kippt sie in die Springform, befeuchtet eure Hände mit Mandelmilch und drückt das Panforte gleichmäßig fest und glatt.

Backt das Panforte für knapp 30 Minuten im Ofen. Lasst es vollständig auskühlen und bestäubt es anschließend mit Puderzucker und noch mehr Zimt.

In Alufolie gewickelt hält sich das Panforte ewig. Jedenfalls bis zum nächsten Pferderennen :)





Mittwoch, 11. Dezember 2013

Rohkost Schokoladenkugeln

Die Grenze zwischen Praline und Plätzchen ist bei diesen Schokoladenkugeln fließend, so schön weich und schwer und schokoladig sind sie. Und obendrein rohköstlich! Für Freunde, die lieber Gemüse und Obst in seiner reinsten Form genießen :)



Zutaten
(für ca. 30 Stück)

120 g Datteln
einen halben, süßen Apfel
100 g Mandelmehl
40 g Kakao
etwas Zimt


Wascht, entkernt und schält den Apfel und gebt ihn zusammen mit den Datteln in die Küchenmaschine oder rückt dem ganzen mit dem Pürierstab zu Leibe.

Ist aus Datteln und Apfel ein sehr süßer, klebriger Brei geworden, hebt die restlichen Zutaten unter und knetet alles gut durch.

Der Teig sollte geschmeidig sein und möglichst wenig kleben. Trotzdem werdet ihr wahrscheinlich braune Hände bekommen, wenn ihr den Teig anschließend zu kleinen Kugeln rollt :)

Stellt die Kugeln für eine Stunde in den Kühlschrank, damit sie ein wenig fester werden.

Wie lange sie sich halten, kann ich euch leider nicht sagen. Es sind schon alle verputzt :)



Die Schokoladenkugeln sind sicher auch mit einer Haselnuss in der Mitte sehr lecker!