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Mittwoch, 25. März 2015

Ajvar und Baba Ganoush

Ein Vorrat an guten Soßen, Dips, Pesto und Brotaufstrichen kann gar nicht groß genug sein! In unserem Kühlschrank steht meistens mindestens ein Pesto, ein Glas Aioli, ein Glas Käsesoße und ein Glas mit Sonnenblumenkernaufstrich nach Laune.

Noch viel besser ist es natürlich, wenn man ein und dasselbe heute aufs Brot, morgen zu Pasta und übermorgen zu Gemüse essen kann. Und genau solche Rezepte gibt es heute. Gleich zwei sogar! Hipp hipp hurra!


Oben in den Schüsseln seht ihr links Baba Ganoush und rechts Ajvar. Baba Ganoush ist eine würzige Auberginenpaste, das Originalrezept stammt von Susis tollem Blog. Ajvar besteht aus Paprika, ebenfalls Aubergine und Knoblauch und schmeckt lecker deftig, ohne schwer zu sein.

Beides, Baba Ganoush und Ajvar, passen sowohl aufs Brot, als auch toll zu Pasta, Getreide jeglicher Art oder einfach zu rohem Gemüse. Obendrein kochen sich beide Rezepte fast von alleine, lassen sich gut gleichzeitig vorbereiten und halten im Kühlschrank eine ganze Weile. Rundum gut!


Baba Ganoush

Zutaten
2 Auberginen
3 EL Tahini (Sesampaste)
3 Knoblauchzehen
2 EL Olivenöl
Saft einer Zitrone
1 TL Kreuzkümmel
Salz und Pfeffer


Die Auberginen bei 220 Grad auf einem Rost in den Backofen schieben und erst rausholen, wenn sie etwas eingefallen, faltig-schrumplig sind; das dauert gut 30 Minuten.

Den Auberginen die Strünke abschneiden, die Haut abziehen, das Fruchtfleisch in kleine Stücke schneiden und abkühlen lassen.

Den Knoblauch pressen und alle Zutaten miteinander pürieren.

Anschließend mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Ich verfeinere mein Baba Ganoush gerne noch mit der abgeriebenen Zitronenschale und mit etwas Harissa. Ich mag´s scharf. Das wisst ihr ja schon :)


Ajvar

Zutaten 
4 rote Paprika
1 Aubergine
3 Zehen Knoblauch
4 EL Olivenöl
1 EL Zitronensaft
2 EL Tomatenmark (oder Harissapaste!)
Salz
Pfeffer


Den Ofen auf 180°C vorheizen.

In der Zwischenzeit Paprikaschoten und Aubergine waschen, von Stiel und Kerngehäuse befreien und in kleine Stücke schneiden.

Gemüse und Knoblauchzehen auf ein Backblech legen, mit dem Olivenöl beträufeln und im Ofen backen.

Hin und wieder Gemüse wenden und backen, bis es weich ist; dauert ca. eine halbe Stunde.

Das Gemüse kurz abkühlen lassen und anschließend mit Tomatenmark oder Harissa zusammen pürieren. Mit Salz, Pfeffer und etwas Zitronensaft abschmecken.


Baba Ganoush und Ajvar sind Klassiker der Mittelmeerküche und passen auch hervorragend auf einen Antipasti- oder Mezze Vorspeisenteller :)


Freitag, 16. Januar 2015

Vegane Leberwurst

Ihr Glückspilze, heute habe ich noch ein Rezept für einen feinen Aufstrich für euch! Diesmal sehr herzhaft: vegane Leberwurst.


Die Leberwurst ist schnell aus Zutaten gemacht, die der vegane Haushalt meistens zu jeder Tages- und Nachtzeit hergibt, hält sich lange im Kühlschrank und überzeugt sogar Leute, die regelmäßig Leberwurst essen, die tatsächlich aus Leber (oder was auch immer...) gemacht wird.


Zutaten
(für etwa 300 g)

100 g vorgekochte Kidneybohnen
200 g Räuchertofu
1 TL Sojasauce oder noch besser Liquid Smoke 
1 Zwiebel
2 EL Olivenöl
Salz und Pfeffer
ein Schuss Agavendicksaft


Räuchertofu und Zwiebel fein würfeln und in etwas Olivenöl bei mittlerer Hitze scharf anbraten. Mit Sojasauce oder Liquid Smoke ablöschen und kurz abkühlen lassen.

Mit den Kidneybohnen zusammen fein pürieren, verhalten pfeffern und salzen; die Sojasauce/der Liquid Smoke sind ja schon sehr salzig.

Mit etwas Agavendicksaft (wirklich nur ganz wenig!) abschmecken und nochmal alles gut verrühren.

Die vegane Leberwurst schmeckt mit der Zeit immer besser und passt toll zu dunklem Brot :)



Dienstag, 13. Januar 2015

Sonnenblumenkerncreme

Wenn ihr mir auf Instagram folgt, habt ihr es schon gesehen: letzte Woche Donnerstag war der erste Termin meines fortlaufenden Kurses Vegane Küche mit dem Schwerpunkt Frühstück. Meine tollen Teilnehmer haben sich ins Zeug gelegt und u.a. sechs verschiedene Brotaufstriche zubereitet!

Einen davon möchte ich euch heute zeigen, da man ihn gut abwandeln kann und er somit immer wieder lecker schmeckt: Sonnenblumenkerncreme.


Zutaten
(für etwa 200 g Aufstrich)

Grundmasse
125 Sonnenblumenkerne
3 EL pflanzliche Milch
1 TL Zitronensaft
Salz

1 TL Harissapaste oder Tomatenmark, dann ist es weniger scharf
80 g getrocknete Tomaten
1/2 TL Paprikapulver
1 Knoblauchzehe


Lasst die Sonnenblumenkerne über Nacht in Wasser einweichen.

Gießt das Wasser ab und gebt die Sonnenblumenkerne, die pflanzliche Milch, den Zitronensaft und etwas Salz in ein hohes Gefäß und püriert es mit dem Pürierstab gründlich durch.

Gebt anschließend die restlichen Zutaten (getrocknete Tomaten, Harissapaste/Tomatenmark, Paprikapulver und zerdrückte Knoblauchzehe) dazu und püriert alles zu einer geschmeidigen Masse.

Natürlich könnt ihr die Sonnenblumenkerncreme auch im Standmixer zubereiten, bei einer so kleinen Menge ist das aber oftmals nervig, die Masse immer wieder runterzuschieben.

Oder ihr macht eben gleich die drei- oder vierfache Grundmasse und daraus vier verschiedene Sorten Sonnenblumenkerncreme :)


Lecker schmeckt die Sonnenblumenkerncreme auch mit frischen Kräutern und Knoblauch, mit Mango und Curry oder, wenn ihr das Salz weglasst, auch süß bspw. mit getrockneten Aprikosen, Rosinen, Nüssen, Kakao und Zimt.


Mittwoch, 2. Juli 2014

Lieblingsprodukte: Schokiaufstrich Duo

Dass ich eine winzigkleinemini Schwäche für Schokoladenaufstriche habe, habt ihr wahrscheinlich schon gemerkt, von 21 bisher vorgestellten Lieblingsprodukten sind sechs schokoladenhaltig. Heute kommt also das siebte:


Das dunkle Schokoladengedöns ist natürlich wie zu erwarten war unsagbar lecker. Und das helle schmeckt wie die Füllung von Kinderriegeln, die ich früher sehr gern gegessen hab :)

Hersteller: de Rit
Preis: um die 4€ für 350 g
Gibt´s bei: gut sortierten Bioläden oder einschlägigen Online Shops

Übrigens: wenn ihr nahe der niederländischen Grenze wohnt, fahrt doch mal rüber und schmuggelt ein bisschen was von dem Zeug, dort ist es um einiges günstiger :)

Was kommt bei euch vorzugsweise aufs Brot?



Mittwoch, 16. April 2014

Lieblingsprodukte: Vegane Brotaufstriche

Regelmäßig habe ich folgendes Problem: ich bin den ganzen Tag unterwegs und kann mir nicht sicher sein, ob ich zwischendurch was Veganes zwischen die Zähne bekomme. Und in genau solchen Fällen schnibbel ich mir morgens Unmengen Gemüse und packe einen dieser Aufstriche ein:


Das Praktische daran ist, dass sie sich (geschlossen) ewig halten, in der Tasche nicht auslaufen, wenn man sie schon einmal geöffnet hat und dass man sie bei Aldi, also flächendeckend, bekommt. Und es gibt sie in fast zehn verschiedenen Sorten! Mein Liebling zur Zeit ist der Paprika Zucchini Tomate Aufstrich.

Klar, kann man die Aufstriche auch selbst machen. Wenn ich nicht gerade Ferien habe, ist dafür an einem Montagabend, der nur bis halb zehn geht, weil ich um halb sechs schon wieder raus muss, keine Zeit. In diesen Momenten bin ich dann sehr dankbar für meine kleinen runden Freunde in der Speisekammer :)

Hersteller: Tofu Life
Preis: 1,19 € für 125 g
Gibt´s bei: Aldi Süd

Mittwoch, 19. März 2014

Lieblingsprodukte: Haselnusscreme

"Schon wieder süßer Aufstrich mit unglaublicher Kaloriendichte!" denkt ihr jetzt vielleicht. Ja, das mit den Kalorien stimmt wahrscheinlich. Aber so süß ist das gar nicht! Und es sind fast nur Haselnüsse drin, deswegen eigentlich schon wieder gesund. Wirklich.


Ich bin ein großer Fan von Nussbutter, mag aber keine Erdnüsse und somit auch keine Erdnussbutter (jetzt schlägt die Juli die Hände überm Kopf zusammen...). Und bei dm gibt´s auch einen sehr buttrigen Macadamia Aufstrich, der zwar die perfekte Konsistenz hat, aber leider nicht vegan ist.

Und weil Mandelmus die blöde Angewohnheit hat, erstens nicht süß genug zu sein und zweitens vom Brot läuft, ist die Haselnusscreme mein neuer bester Frühstücksfreund. Also, neben den beiden Schokoladenkumpels von vor zwei Wochen.

Hersteller: Rapunzel
Preis: um die 5€ für 250g
Gibt´s bei: gut sortierten Bioläden



Mittwoch, 5. März 2014

Lieblingsprodukte: Zweierlei Zartbitter

Langsam schöpft der Mann Verdacht. Anfang der Woche hat er mich darauf angesprochen, warum denn im Altglaskorb im Keller vier leere Gläser Zartbitter Creme in der Gesellschaft von drei leeren Flaschen Ahornsirup stehen. Pfüh, weiß ich auch nicht so genau! 


Das hier ist die allerallerbeste Zartbitter Creme überhaupt! Sehr herb, sehr schokoladig, wenig süß. Versteht sich ganz ausgezeichnet mit Rosinenbrötchen oder Croissants. Oder Fingern.

Hersteller: de Rit
Preis: um die 4€ für 350g
Gibt´s bei: gut sortierten Bioläden



Das hier ist meine zweitliebste Zartbittercreme. Vor allem praktisch, weil es sie bei dm gibt und sie somit immer und überall verfügbar ist. Außerdem schmeckt sie ein wenig süßer und ist somit vor allem super als Backzutat geeignet (in diesem Sündenfall bspw.).

Hersteller: Alnatura
Preis: 2,95 für 350g
Gibt´s bei: Alnatura und dm


Den liebsten Ahornsirup wollte ich euch eigentlich auch gleich zeigen, aber die Flasche ist leer, was ja nur halb so spaßig ist. Werde sie gleich heimlich in den Keller tragen und morgen Nachschub besorgen...


Mittwoch, 26. Februar 2014

Lieblingsprodukte: feine Leberwurst

Heute gibt es so eine Art Gastbeitrag. Das heutige Lieblingsprodukt ist nämlich keines meiner Lieblingsprodukte, sondern ein Lieblingsprodukt vom Mann. Beim ersten Mal haben wir eine dieser Leberwürste bestellt, beim zweiten Mal fünf und beim dritten Mal zehn. Nächstes Mal werden es vermutlich zwischen zwanzig und fünfzig.


Der Mann sagt, die Leberwurst schmecke wie Leberwurst vom Tier. Ich kann das nicht so genau sagen, ein Blick auf die (erfreulich kurze!) Zutatenliste verrät aber, dass die Wurst auf einer Basis von Kokosfett und Erbseneiweiß besteht. Dazu kommen einige Gewürze und das war´s auch schon.

Ich esse die Leberwurst auch hin und wieder ganz gerne, der Mann ist aber schon fast missionarisch unterwegs, so wird die Leberwurst auch schonmal gerne an Freunde verschenkt.
Sollten die leberwurstproduzierenden Menschen von vantastic foods das hier jetzt lesen: wenn ihr ein extrem gutaussehendes Testimonial für eure Leberwurst sucht, das obendrein einem Araber ein Kilo Sand verkaufen könnte, hätte ich da jemanden für euch!

Hersteller: Vantastic foods
Preis: 1,89 € für 100 g
Gibt´s bei: alles-vegetarisch.de oder auch manchmal im Goldene Zeiten in Köln (aber nur, wenn der Mann nicht alles aufgekauft hat!)




Freitag, 1. November 2013

Weltvegantag: fünfgängiges Herbst Menü

Ihr Lieben, heute ist Weltvegantag! Aus diesem Anlass habe ich mir gedacht, stelle ich ein komplett veganes Menü zusammen mit dem ihr euch selbst und hoffentlich vielen vielen lieben Menschen, die mit euch den Tisch teilen, eine Freude machen könnt :) 
Dabei ist das Menü nicht nur vegan, sondern auch, von wenigen Zutaten abgesehen, eher herbstlich gehalten, damit ihr regionale Produkte benutzen könnt.

Übrigens sind es fünf Gänge. Menschen in meinem Umfeld machen schonmal gerne verwunderte Kommentare darüber, wieviel ich essen kann. Ich habe zu meiner Verteidigung nichts vorzubringen; ich esse viel und ich esse ständig :) Nichtsdestotrotz könnt ihr die fünf Gänge natürlich auch auf drei kürzen, also als Vorspeise zwischen Salat oder Suppe wählen oder das amuse-gueule weglassen. 
Viel Spaß!

 

1. Das Amuse-gueule: Polentasticks mit Basilikumfrischkäse

Wir fangen an mit kross gebratenen Polentasticks, die ihr nach diesem Rezept zubereitet, nur dass ihr die fertige Polenta nicht in Scheiben sondern in schmale Streifen (wie Pommes frites) schneidet und diese vorsichtig in einer Pfanne sehr knusprig anbratet.
Dazu serviert ihr diesen feinen Frischkäsehügel. Für´s Anrichten empfehle ich, einfach einen großen Teller zu nehmen, den Frischkäsehügel mit Basilikum garniert in die Mitte zu setzen und die Polentasticks zusammen mit ein paar kleinen Tomaten und/oder schwarzen Oliven kreisförmig drumherum zu legen. Das hat den Vorteil, dass sich jeder Gast soviel nehmen kann wie er will und man ein paar Teller weniger zu spülen hat :)




2. Der Salat: frischer Feldsalat mit warmer Zwiebel Pilzsoße und gehackten Walnüssen

Bereitet die Pilzsoße wie in diesem Rezept angegeben zu. Ihr könnt sie pürieren oder nicht, ich würde sie lieber unpüriert lassen. Drapiert den Feldsalat auf einem Teller und gebt die warme Pilzsoße darüber. Das Ganze bestreut ihr mit den gehackten Walnüssen und serviert es sofort.
Wenn ihr es richtig wissen wollt, karamellisiert ihr die gehackten Walnüsse vorher :)




3. Die Suppe: Kürbissuppe mit Kokosnussmilch

Diese Kürbissuppe ist eines meiner ungeschlagenen Lieblingsrezepte im Herbst und kommt ebenfalls oft auf den Tisch, wenn ich Gäste erwarte. Erprobtes Rezept also :)
Für´s Auge würde ich kurz vor dem Servieren noch etwas Sojajoghurt oder Kürbiskernöl oder gehackte Kürbiskerne oder alles zusammen auf die Suppe geben.




4. Der Hauptgang: Gemüsetortelloni mit dreierlei Zwiebel

Pasta geht immer! Und Tortelloni sind neben Conchiglie eh meine Lieblingsnudeln. Das Rezept für die Gemüsetortelloni ist kräftig, ohne zu schwer zu sein. 





5. Der Nachtisch: Warmer Schokoladen Cupcake mit Mandeleis

Für mich ist der Nachtisch das Wichtigste am ganzen Menü. Bei Hochzeiten oder ähnlich umfangreichen Essveranstaltungen mit Buffet esse ich meistens nur sehr wenige Vorspeisen, kein Hauptgericht, dafür viel Nachtisch. Ich probiere alles durch und nehme mir dann von dem zweimal nach, was mir am besten geschmeckt hat :)
Die Avocadoschokoladencreme und das Mandeleis solltet ihr vorbereiten, damit beides gut gekühlt auf die noch warmen Cupcakes trifft. Und damit auch noch ein paar Vitamine mit von der Partie sind, empfehle ich, auch noch ein paar frische Scheiben Mandarine auf den Teller dazuzugeben :)





Damit ihr an dem Tag, an dem eure Gäste kommen, möglichst wenig in der Küche stehen müsst, könnt ihr die Kürbissuppe, die Polenta, den Frischkäsehügel, die Avocadoschokoladencreme für die Cupcakes und das Mandeleis schon am Tag vorher zubereiten. Am Morgen würde ich den Teig für die Cupcakes anrühren und im Kühlschrank stehen lassen. Unmittelbar vor dem Servieren zubereiten müsst ihr dann nur noch die Pilzsoße, die Tortelloni und die Cupcakes. Die Kürbissuppe wärmt ihr auf, die Polenta schneidet ihr klein und bratet sie an und vermählt die Cupcakes mit der Creme und dem Eis. Alles sehr entspannt :)

Das Menü eignet sich übrigens auch sehr gut, wenn Besuch kommt, der sich gar nicht vorstellen kann, dass man als Veganer nicht verhungert. "Was kannst du denn noch essen?" Für genau solche Menschen ist dieses Menü gut geeignet. Im Nachhinein werden sie nichtmal merken, dass das alles vegan war. Und dass Veganer nicht nur Gemüse und Leinsamen knabbern :)






Donnerstag, 31. Oktober 2013

Lesen und essen: vegan&bio - Walnuss Möhren Brot mit Möhren Kichererbsen Aufstrich

Gestern wollte ich eigentlich nur ganz flugs bei "meinem" Bioladen vorbeischauen, um die heißgeliebte Mandelmilch zu kaufen, da leuchtete mir das hier knallpink entgegen:



Ein neues Magazin über veganen Lebenswandel! Eigentlich lese ich lieber Zeitung und interessiere mich für Zeitschriften nicht die Bohne, aber nach kurzem Durchblättern der Rezepte habe ich sie mitgenommen. Und zu Hause direkt zwei Sachen ausprobiert, die beide sehr lecker waren :) 
(... die ganz Ungeduldigen unter euch rollen jetzt einfach schonmal nach unten; dort findet ihr die Leckereien)


In dem Heft findet ihr neben einem ganzen Haufen Rezepte ein paar Artikel zu Menschen, die umgestellt haben (Christoph Maria Herbst ist Veganer, das war mir neu... ist das jetzt Tratsch?), Tipps, wie man seine Nährstoffe zusammenbekommt oder tierische Produkte durch pflanzliche ersetzt und Hinweise, in welchen alltäglichen Konsumgütern Tiere versteckt sein können. Dazu die unvermeidlichen Produktempfehlungen, aber auch gute Empfehlungen für einschlägige (Koch-)bücher. 

Sehr gelungen an dem Heft finde ich die kleine Ideensammlung für einen veganen Tag; ideal für Einsteiger, die nicht so richtig wissen, was sie denn jetzt essen sollen. Außerdem gut finde ich den Leitfaden zu den gängigsten Vegan Siegeln, werde beim nächsten Einkauf mal darauf achten.


Weniger toll finde ich, dass Attila Hildmann (der in so einem Heft natürlich nicht fehlen darf) einfach nur ein paar olle Kamellen aus seinem vorletzten Buch zum Abdrucken zur Verfügung stellt, obwohl sein neues Buch nächsten Monat erscheint. Das wäre eigentlich die Gelegenheit gewesen, sich gütigerweise schonmal vorab über die Schulter schauen zu lassen. 
Björn Moschinski (ihr seht schon, die üblichen Verdächtigen) hingegen zaubert für die vegan&bio einfach mal ein 5-Gänge-Menü aus dem Ärmel, das auf den Bildern schon zum Reinlegen aussieht (siehe oben). So macht man das!

 
Und jetzt will ich euch nicht länger auf die Folter spannen! Tataa: Walnuss-Möhren-Brot mit Möhren-Kichererbsen-Aufstrich! Rezept aus vegan&bio, leicht abgeändert von mir.

Zutaten
(für ein Brot)

1 Würfel Hefe
1 TL Zucker
2 TL Salz
200 g Möhren
150 g Walnusskerne
500 g Dinkelvollkornmehl
1 TL gemahlener Koriander
1 TL Kümmel
1 TL Fenchel
etwas Fett um die Form einzufetten


Es gibt tatsächlich Leute, die Kümmel für die Ausgeburt der Hölle halten. Wenn ihr solche zu Besuch erwartet, lasst den Kümmel im Brot lieber weg!


Löst die Hefe in 300 ml lauschigwarmem Wasser auf und gebt das Salz und den Zucker dazu.

Die Möhren waschen, schälen und grob raspeln, die Walnüsse knacken und die Kerne ein bisschen mit den Händen zerdrücken.

Möhren, Mehl, Walnüsse und Gewürze in das Hefewasser einrühren und alles gut miteinander verkneten, bis der Teig geschmeidig ist.

An einem warmem Ort zugedeckt gut 45 Minuten gehen lassen. Anschließend nochmal ordentlich durchkneten.

Eine Kastenform oder Brotform einfetten, den Teig hineingeben und einmal längs einschneiden.

Den Ofen auf 220° C vorheizen, den Teig nochmal eine gute Viertelstunde ruhen lassen.

Auf den Boden des Backofens eine hitzebeständige Schüssel mit etwas Wasser stellen und das Brot in den Ofen schieben. Nach einer Viertelstunde dreht ihr die Hitze auf 180° C runter und lasst das Brot noch weitere 45 Minuten drin.

Wenn es eine schöne Kruste bekommen habt, holt es raus, lasst es aus der Form purzeln und abkühlen.



Und weil Brot ohne alles ein bisschen langweilig ist, habe ich auch noch einen ganz famosen Brotaufstrich (ebenfalls aus der vegan&bio) dazugemacht :) Wieder ein bisschen abgeändert.

Zutaten
(für eine Schüssel voll)

300 g Möhren
2 EL Sesamöl
80 g Kichererbsenmehl
1 EL Sesammus (ich hab Mandelmus genommen)
2 EL ungeschälter Sesam
eine Biozitrone
Salz


Die Möhren waschen, schälen, in Stücke schneiden und im Sesamöl anbraten, damit sie weich werden.

Das Kichererbsenmehl zusammen mit 250 ml Wasser in einem anderen Topf kurz unter Rühren aufkochen, vom Herd nehmen und quellen lassen.

Die Schale der Zitrone abreiben. 

Möhren, Kichererbsenbrei, Mandelmus, Sesam und abgeriebene Zitronenschale mit dem Pürierstab ordentlich durchmähen und mit Zitronensaft und Salz abschmecken.

Fertig! Aufs Brot! In den Mund!


Die vegan&bio ist übrigens schon am 15. Oktober erschienen, aber ich neige manchmal dazu, mit dem Kopf in den Wolken zu sein, auch, wenn ich im Bioladen herumwusel. Alles in allem finde ich die vegan&bio eine gute Mischung aus unterhaltsam, praktisch und informativ und freue mich schonmal auf die nächste Ausgabe vor :)
Die Webseite des Magazins findet ihr hier: veganundbio.de



Samstag, 31. August 2013

Veganer Frischkäse

Frischkäse in allen Variationen esse ich wirklich wirklich gerne, leider ist der gekaufte natürlich nicht vegan. Deswegen habe ich vor einiger Zeit schon einmal Frischkäse aus Sojajoghurt selbst gemacht und dann im Rezept für den Frischkäsehügel mit Basilikum und Pinienkernen verarbeitet, was extrem lecker war. In der Zwischenzeit habe ich noch ein paar andere Versionen ausprobiert, die ich euch nicht vorenthalten möchte :)



Zutaten für die Grundmasse
(für eine große Müslischale voll)

500 g ungesüßten Sojajoghurt


Ihr braucht eine große Schüssel, ein Sieb, das über diese Schüssel passt ohne hineinzufallen und ein feinmaschiges Küchentuch.

Legt das Sieb über die Schüssel. Mit dem Küchentuch legt ihr das Sieb aus und füllt dort hinein den Sojajoghurt. Lasst den Joghurt nun mindestens drei Tage ungestört im Kühlschrank abseihen.

Nach drei Tagen sollte der Joghurt eine festere Konsistenz bekommen haben und eine Menge abgeseihtes Wasser in der Schüssel zu finden sein, das ihr wegkippen könnt. 

Wenn euer Küchenhandtuch nicht zu durchlässig ist, könnt ihr den Joghurt im Küchenhandtuch auch noch mal mit den Händen kräftig auspressen. Ich hab das nicht gemacht und es hat trotzdem gut funktioniert.


Nun habt ihr eure Grundmasse aus der ihr viele verschiedene leckere Frischkäsevariationen machen könnt; ich hab insgesamt schon diese drei Ideen ausprobiert:
 
Fast ganz pur
einmal Grundmasse Frischkäse
Saft einer halben Zitrone
wenig Salz
viel frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Den Saft einer halben Zitrone zum Frischkäse geben, unterrühren und mit wenig Salz und viel schwarzem Pfeffer abschmecken.


Kräuter!
einmal Grundmasse Frischkäse
ca. 50 g frische Kräuter (Petersilie und Schnittlauch oder Basilikum oder auch Rucola)
etwas Salz
etwas Pfeffer

Die Kräuter waschen und fein hacken. Zur Frischkäse Grundmasse geben und gut unterrühren. Abschließend mit Salz und Pfeffer abschmecken.



Rot und scharf
einmal Grundmasse Frischkäse
1 EL Tomatenmark
1 TL Harissa
scharfes Paprikapulver
Chilipulver
Salz und Pfeffer

Den Frischkäse mit Tomatenmark und Harissa mischen und mit Chilipulver, Paprikapulver, Salz und Pfeffer abschmecken. Party im Rachen.


Die Frischkäsevariationen passen gut zu allen Broten (z.B. auch zum ratz-fatz Brot) oder als Dip zu frischem Gemüse.






Freitag, 19. Juli 2013

Veganer Frischkäse mit Basilikum und Pinienkernen

Am Dienstagabend hatte ich eine gute Idee; ich habe mir gedacht, wenn man eine Menge Sojajoghurt abseiht, kommt vielleicht eine Art Frischkäse dabei heraus, so ähnlich wie bei diesem Rezept. Also habe ich einen Becher Sojajoghurt durch ein Küchentuch in eine Schüssel abseihen lassen, drei Tage lang! Ich war unheimlich geduldig, völlig untypisch für mich :)

Aber es hat sich gelohnt!
Gestern habe ich aus einem Teil des Frischkäses (nachdem ich ihn ein ganz klitzekleinesbisschen gesalzen habe) dann folgendes gezaubert:


Das Rezept stammt von meiner Schwiegermutter. Es ist die Art von Rezept, die sehr schnell und einfach umzusetzen ist und trotzdem ziemlich was hermacht. Und es passt sehr sehr großartig zu heißen Tagen, an denen man eh nicht so viel essen möchte :)


Zutaten
(für eine kleine Schüssel voll)

150 g veganen Frischkäse
frischen Basilikum (eine gute Handvoll)
Salz
1 - 2 EL Olivenöl
20 g Pinienkerne


Zuallererst den Basilikum waschen, von den Stängelchen zupfen und zusammen mit dem Olivenöl und etwas Salz mit dem Pürierstab pürieren, bis man ein schönes, sehr grünes Mus hat.

Eine kleine Schale (z.B. eine Müslischale) mit Frischhaltefolie auslegen. Die Hälfte des Frischkäses in die Müslischale geben und mit einem kleinen Löffel eine möglichst glatte Oberfläche streichen.

Darauf das Basilikummus geben und ebenfalls glatt streichen.

Die Pinienkerne (evtl. anrösten, dafür war ich diesmal zu faul, es war ja sehr heiß...), auf das Basilikummus legen.

Zum Schluss den restlichen Frischkäse über die Pinienkerne geben und wieder glatt streichen. Das Ganze für mindestens eine Stunde in den Kühlschrank stellen.


Kurz bevor der kleine Frischkäsehügel serviert werden soll, auf einen Teller stürzen. Vielleicht noch mit Pinienkernen und Basilikumblättchen dekorieren, das Auge isst mit :)

Wir hatten dazu einfaches Zwiebel Ciabatta, was völlig ausreicht. Gut wäre z.B. auch gebratenes Gemüse.










Samstag, 8. Juni 2013

Scharfe Fetapaste


Am Montag ist meine Mamma fünfzig geworden und hat eine ganz schöne Gartenparty geschmissen. Ich hab auch was dazubeigesteuert, nämlich das folgende Rezept. Leider bin ich bisher nicht dazu gekommen, es euch vorzustellen, da ich bis gestern bei den "pädagogischen Intensivtagen" war, dazu die Tage mehr. 

Jetzt aber: scharfe Fetapaste und ein paar Fotos von der Gartenparty (bevor die Heuschrecken Gäste eingefallen sind).


Zutaten
(für eine Müslischale voll)

200 g Feta
150 g Naturjoghurt
1 EL scharfes Paprikapulver
2 EL Tomatenmark
1 EL Harissa

 Jetzt fragt man sich vermutlich: was ist denn bitteschön Harissa? 

← Das da ist Harissa. Es handelt sich um eine dunkelrote Paste zum Würzen aus dem nordafrikanischen Mittelmeerraum, die hauptsächlich aus Chilis besteht und scharf, scharf, scharf ist und deswegen eine meiner liebsten Zutaten ist :)
Harissa bekommt ihr in Tuben, Dosen und vereinzelt in Pulverform beim türkischen Lebensmittelhändler eures Vertrauens.





Den Feta mit einer Gabel zerdrücken. 

Joghurt, Tomatenmark, Paprikapulver und Harissa hinzufügen und alles gut durchmengen, bis es eine einigermaßen homogene Masse ergibt.

Wenn ihr Harissa zum ersten Mal benutzt, lieber ein bisschen vorsichtig dosieren, wenn ihr euch nicht sicher seid. Auf keinen Fall pur probieren! Danach schmeckt ihr nämlich eine Weile erstmal gar nix mehr... Lieber nach und nach immer ein bisschen mehr untermischen, bis ihr mit dem Gesamtergebnis zufrieden seid :)

Die Fetapaste passt wunderbar zu allen Broten, zu gegrilltem Gemüse, Kartoffeln und Fleisch.



 


Kuchenwerke meiner Mutter, alle selbst gebacken (ja, Stephan, auch die Böden!) und verschlungen bis auf den letzten Krümel:

 Die legendäre, sagenumwobene, von der ganzen Nachbarschaft geliebte Schokoladensahnetorte


 Erdbeerboden, ganz klassisch


 Donauwellen; Mammas Lieblingskuchen. Das Rezept findet ihr hier

 (Hab ich eigentlich schonmal erwähnt, dass ich aus einer Kuchenfamilie komme...?)