Posts mit dem Label aus dem Ofen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label aus dem Ofen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 12. November 2015

Kürbisquiche mit Lauch

Ich mag es ja überhaupt gar nicht, dass es im Herbst draußen so früh dunkel wird.
Kalt, ok. Nass, auch ok. Aber dunkel... überhaupt gar nicht ok!
Deswegen freue ich mich auch jedes Jahr fast mehr über die Wintersonnenwende am 21. Dezember als über Weihnachten selbst.

Das einzig Gute am Herbst: das Essen! Süßkartoffeln, Maronen, Äpfel, Feldsalat, Nüsse und Kürbisse. Und heute gibt´s ein Rezept für eine Kürbisquiche, das ich bei Arne stibitzt hab.
Und nur ganz leicht verändert. Mehr Lauch. Weniger Keine Tomaten. Es ist eben einfach keine Tomatenzeit, machen wir uns nix vor.


Zutaten
(für eine 26er Springform)

für den Teig
90 g Margarine
100 g Vollkornmehl
80 g Mehl
1 EL Sojajoghurt
1 TL Salz

für die Füllung
500 g Hokkaido (ohne Kerne)
3 Knobizehen
2 EL Sonnenblumenöl
Salz und Pfeffer
150 g Seidentofu
Zimt
Zucker
2 EL Sojamehl
1 Stange Lauch


Heizt euren Ofen auf 180°C vor.
 
Für den Teig verknetet ihr alle Zutaten miteinander zu einer geschmeidigen Masse, wickelt diese in Frischhaltefolie und legt sie in den Kühlschrank.

In der Zwischenzeit bereitet ihr die Füllung zu; schält den Knoblauch und viertelt die Zehen, schneidet den Kürbis in grobe Stücke und gebt beides zusammen auf ein Backblech. 

Gebt das Sonnenblumenöl darüber, bestreut die Kürbisstücke außerdem mit Pfeffer, Zucker und Zimt und backt sie für ca. 20 Minuten bis sie weich sind.

Püriert die Knoblauchzehen und die Kürbisstücke mit dem Seidentofu.

Mischt das Sojamehl mit 4 EL Wasser und lasst es quellen.

Wascht und schneidet den Lauch in dünne Scheiben und hebt ihn zusammen mit dem gequollenen Sojamehl unter die Kürbismasse.

Schmeckt großzügig mit Salz, Pfeffer und etwas Zimt ab.

Lauch und getrocknete Tomaten in mundgerechte Größe zuschneiden und mit Stärke und Zitronensaft unter die Kürbismasse heben. Mit Salz, Pfeffer und je nach Vorliebe Zimt kräftig abschmecken.


Nehmt den Teig aus dem Kühlschrank, rollt ihn auf einer bemehlten Arbeitsfläche aus und legt ihn in eine Springform, achtet dabei darauf, dass ein ungefähr 3 cm hoher Rand entsteht. Stecht den Teig mit einer Gabel mehrmals ein.

Gebt die Füllung auf den Teig und backt eure Quiche für etwa 40 Minuten.

 
 
 

Samstag, 7. November 2015

Pakora Muffins - Vegan quick & easy von Björn Moschinski

Ich bin ja immer auf der Suche nach Gerichten, die nur so viele Zutaten brauchen, wie ich sie auf dem Heimweg in genau einem Laden noch kaufen kann und die so schnell wie möglich auf dem Tisch stehen, wenn ich hungrig nach Hause komme. Wenn sie obendrein noch geeignet sind für die Bentoboxen vom Mann (die ihr euch fast täglich hier anschauen könnt), umso besser!

Das Rezept, das ich euch heute vorstelle, ist so ein Gericht: Pakora Muffins. Und während die Muffins backen, könnt ihr euch schonmal aufs Sofa setzen und entspannt schauen, was im Fernsehen läuft.
Oder in meinem Fall: WäscheaufhängenBudeaufräumenTascheausräumenUnterrichtplanen.

Das Rezept stammt aus dem neuen Kochbuch von Björn Moschinski, Vegan Quick & Easy, das mir der Südwest Verlag freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat. 


Zutaten
(für 12 Stück)

etwas Margarine zum Einfetten der Muffinform
3 kleine Schalotten
2 kleine Kartoffeln (ca. 100 g)
300 g Kichererbsenmehl
75 g Weizenmehl 550er
1/2 TL Kurkuma
1/2 TL gemahlener Koriander
1 Msp. Cumin
1 Msp. frisch geriebene Muskatnuss
Salz
2 TL Backpulver
150 g Erbsen (Tiefkühlware)
3 - 4 Stängel Koriander
3 - 4 Stängel Minze
30 ml Olivenöl
1 Prise Zucker
1/2 Limette


Heizt euren Ofen auf 185°C vor und fettet die Muffinform ein.

Schält die Schalotten und hackt sie fein. Die Kartoffeln schält ihr und würfelt sie klein.

Gebt Kichererbsenmehl, Weizenmehl, die Gewürze und das Backpulver in eine Schüssel.

Gebt die Schalotten- und Kartoffelwürfel zusammen mit den Erbsen dazu und vermischt alles miteinander.

Wascht den Koriander und die Minze, zupft die Blättchen von den Stängeln und hackt beides fein.

Mischt in einer anderen Schüssel oder einem Messbecher 350 ml Wasser, Olivenöl, Zucker und Limettensaft und gebt es zusammen mit den gehackten Kräutern zur Mehlmischung.

Rückt dem Ganzen mit den Knethaken zuleibe, bis ihr eine zähe Masse habt.

Gebt den Teig in die Vertiefungen der Muffinform, schiebt sie in den Ofen und lasst die Pakora Muffins etwa 30 Minuten im Ofen, bis sie goldenbraun sind.

Lasst sie kurz abkühlen und nehmt sie dann aus der Form. Kalt schmecken sie auch super!

Quelle
Das neue Kochbuch von Herrn Moschinski hält, was es verspricht: schnelle, einfache, aber leckere und überwiegend gesunde Rezepte, die in unter 30 Minuten zubereitet sind. Unterteilt sind die Rezepte in die Kapitel Snacks, Salate, Suppen, Ofengerichte, Pfannengerichte und Süßes. 

Allgemeine Informationen, was der freilaufende Veganer womit ersetzen kann, entfallen hier zum Glück. Damit ist es zwar kein Kochbuch für Einsteiger in die vegane Küche, aber ich persönlich freue mich mittlerweile, wenn nicht in jedem veganen Kochbuch erstmal zehn Seiten zu Vitamin B12 Mangel, Massentierhaltung und Milchalternativen sind, bevor es dann endlich mal Rezepte gibt. Klar ist das auch unheimlich wichtig. Aber langsam gibt es dafür genug andere Quellen und man muss bedenken, dass man diese Seiten auch immer mit bezahlt.

In Vegan Quick & Easy gibt´s stattdessen Tipps zur Vorratshaltung, was ich beim Schwerpunkt des Buches auch passend finde, schließlich ist es einfacher, schnell was zu zaubern, wenn in Kühlschrank und Speisekammer nicht gähnende Leere herrscht.


Ich habe neben den Pakora Muffins noch zwei andere Gerichte aus Vegan Quick & Easy nachgekocht, einmal den Mandel-Schmarrn, den ihr oben seht und der so lecker war, dass ich beide Portionen alleine gegessen habe und der Mann nix abbekommen hat.


Außerdem haben wir auch noch die Linsensuppe mit Ingwer, Chili und Koriander ausprobiert, die uns echt vom Hocker gehauen hat, weil sie so lecker ist und so zufrieden macht!

Ansonsten will ich unbedingt noch weitere Gerichte aus dem Buch nachkochen, u.a. den Bulgur Broccoli Salat, die Kartoffelpizza Elsässer Art und unbedingt und auf jeden Fall den mit Couscous gefüllten gebackenen Kürbis.

Insgesamt kann ich das Buch an alle weiterempfehlen, die (wie ich) nach einer Weile das Gefühl haben, sie kochen immer die gleichen drei Gerichte, wenn´s schnell gehen muss.
Außerdem schätze ich sehr an Björn Moschinski und seinen Kochbüchern, dass er weitgehend auf Ideologie und Ersatzprodukte verzichtet und stattdessen mit gutem Essen aus natürlichen Zutaten überzeugt.

Samstag, 3. Oktober 2015

Veganer Flammkuchen

In Köln isst man Flönz und trinkt dazu Kölsch, in München isst man Sauerkraut und Schweinshaxe und trinkt dazu Weißbier und in der Pfalz isst man Flammkuchen und trinkt dazu Federweißer. Jedenfalls in meiner Vorstellung.

Wie auch immer hat mich der Lehrerausflug vor zwei Wochen mitten ins Moseler Weinbaugebiet verschlagen, wo ich eine Flasche feinsten Federweißer erstanden habe (nicht, ohne vorher meinen Ausweis vorzeigen zu müssen, aber das ist eine andere Geschichte). Dazu gab es dann natürlich Flammkuchen, etwas anderes wäre mir ja gar nicht in den Sinn gekommen, siehe oben.


Das Rezept für den Teig stammt von Melissa von Gourmandises végétariennes, die mein großes Vorbild in Sachen Flammkuchen ist. Für den Belag habe ich diesmal eine Menge Fertigzutaten verwendet, es war einfach keine Zeit, noch über Nacht Sojajoghurt abtropfen zu lassen, Cashews einzuweichen etc. So ein neuer Wein wartet halt nicht gern.


Zutaten
(für zwei Flammkuchen für vier Personen)

Für den Teig
300 g Mehl (ich hab Weizen 550 genommen)
10 g frische Hefe
Prise Salz
1 TL Zucker
1 TL Olivenöl
Mehl zum Ausrollen

Für den Belag
1/2 Bund frischer Schnittlauch
etwas Sonnenblumenöl
4 kleine Zwiebeln
200 g Räuchertofu
1 TL Liquid Smoke

Für die Creme
1/2 Bund frischer Schnittlauch
150 g veganen Frischkäse mit Kräutern (bspw. von Green Heart oder Soyananda)
400 g veganen Sauerrahm (bspw. von Soyananda)
100 g geriebenen veganen Käse (bspw. von Bute Island oder wenn es denn sein muss auch von Wilmersburger)
200 ml vegane Crème fraîche (bspw. von Berief)
Salz und Pfeffer


Für den Teig mischt ihr Mehl, Zucker und Salz. Löst die Hefe in ca. 100 ml lauwarmem Wasser auf, gebt sie zur Mehlmischung und knetet daraus einen elastischen Teig. Eventuell müsst ihr etwas mehr Wasser hinzufügen.

Lasst den Teig an einem warmen Ort zugedeckt mindestens anderthalb Stunden gehen.

Für den Belag erhitzt ihr etwas Sonnenblumenöl bei mittlerer Hitze, schält die Zwiebeln, schneidet diese in Ringe und dünstet sie, bis sie glasig sind.

Nehmt die Zwiebeln aus der Pfanne und stellt sie ersteinmal bei Seite. Das Öl bleibt in der Pfanne.

Drückt den Räuchertofu etwas aus, damit er möglichst wenig Flüssigkeit enthält und würfelt ihn anschließend fein.

Dreht die Pfanne hoch, damit sie möglichst heiß ist, gebt den Räuchertofu dazu und bratet ihn scharf an.

Gebt den Liquid Smoke dazu, rührt schnell um, damit alles Würfelchen etwas davon abbekommen und bratet den Räuchertofu so lange an, bis er beginnt, knusprig zu werden.

Für die Creme mischt ihr in einer Schüssel den Frischkäse, Sauerrahm, geriebenen Käse und Crème fraîche. Wascht und hackt den halben Bund Schnittlauch ganz fein und gebt es zusammen mit wenig Salz und viel frischem Pfeffer zur Creme.

Heizt euren Ofen auf 220°C vor.


Rollt die Hälfte eures Flammkuchenteigs auf einer bemehlten Arbeitsfläche oder direkt auf einem Stück Backpapier möglichst dünn und ungefähr in der Größe eines Backblechs aus.
Ich selbst bin nicht in der Lage, ein Rechteck auszurollen, was zu großem Amüsement auf Seiten des Mannes geführt hat.

Bestreicht den Teig mit der Creme, belegt das Ganze mit Zwiebeln und Räuchertofu und lasst den veganen Flammkuchen 15 - 20 Minuten backen.
In der Zwischenzeit könnt ihr den zweiten Flammkuchen vorbereiten und die andere Hälfte des Schnittlauches fein hacken und den Flammkuchen kurz vor dem Servieren damit bestreuen.

Dazu Federweißer trinken. Eh klar.


Montag, 13. Juli 2015

Lesen und essen: Das vegane Kochbuch - Süßkartoffelquiche

Meinen Sommer verbringe ich auf dem Balkon, in den Gärten meiner Eltern, im Badesee oder in diversen Flüssen (In dreien, um genau zu sein. Die Agger ist sehr hübsch, man trifft wenige Menschen, dafür aber umso mehr Bremsen. Die Naaf ist noch viel hübscher, aber schweinekalt und voller Blutegel und die Sieg ist einfach rundum toll. Falls ihr mal vorbeikommt und Abkühlung braucht).

Dazwischen esse ich Erdbeeren, Heidelbeeren, Tomaten, Gurken, Melone, Schokolade und Bananeneiscreme. Abends überkommt mich allerdings ein ganz schrecklicher Heißhunger, ich habe dann aber wenig Lust, Herd oder Backofen anzuschmeißen.
Zum Glück (das ist jetzt Auslegungssache) kommen im Sommer aber auch Tage wie dieser heute vor; an denen es nicht so warm ist. Und an solchen Tagen backe ich Quiche. Quiche ist großartig für den Sommer, weil man sie gut vorbereiten und warm und kalt essen kann. Und wenn sie dann noch

Also: heute backen und warm essen und wenn´s dann ab Mitte der Woche wieder wärmer wird, abends nach einem sonnigen Tag kalt auf dem Balkon genießen :)


Das Rezept für diese Süßkartoffelquiche stammt aus Das vegane Kochbuch von Sandra Forster, das mir freundlicherweise vom Irisiana Verlag zur Verfügung gestellt wurde. Zum Kochbuch später mehr, jetzt erstmal das Rezept!


Zutaten
(für eine 26er Springform)

250 g Mehl
170 g Margarine
350 g Seidentofu
1 EL Olivenöl
150 g Süßkartoffeln
2 Stangen Lauch
Salz
1 Msp. gemahlener Koriander
Muskatnuss
evtl. frischer Koriander


Für den Teig Mehl, Margarine, 50 g von dem Seidentofu und das Olivenöl miteinander zu einem geschmeidigen Mürbeteig verkneten und in Folie gewickelt mindestens eine halbe Stunde im Kühlschrank kühlen.

In der Zwischenzeit die Süßkartoffeln schälen und würfeln.

Den Lauch in dünne Scheiben schneiden, in kochendem Wasser kurz blanchieren und anschließend salzen.

Die Süßkartoffeln könnt ihr im gleichen Wasser, in dem ihr den Lauch blanchiert habt, kochen. Nicht das Salz vergessen! Die Süßkartoffeln sind gut, wenn sie noch bissfest sind.

Püriert den restlichen Seidentofu mit etwa der Hälfte der Süßkartoffeln, gebt Lauch und die restlichen Süßkartoffeln dazu und würzt die Masse mit Salz, gemahlenem Koriander und Muskatnuss.

Heizt euren Ofen auf 170°C vor.


Rollt den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem Kreis aus, legt eine Springform mit Backpapier aus, legt den Teigkreis hinein, drückt ihn an den Seiten und am Boden fest und stecht den Boden mehrmals mit einer Gabel ein.

Backt den Boden ersteinmal für 15 Minuten blind, d.h. ohne Füllung.

Gebt anschließend die Füllung hinein und backt den Boden für weitere 20 Minuten, bis die Oberfläche schön golden ist.

Esst die Quiche noch warm oder lasst sie abkühlen, je nach Lust und Sonnenstand :)
Servieren könnt ihr sie mit frischem, gehackten Koriander.
Ich habe mal wieder keinen bekommen und habe deswegen aus Teigresten kleine Schmetterlinge ausgestochen, die ich zehn Minuten vor Ende der Backzeit auf die Quiche gelegt habe.


Was einem gleich auffällt, wenn man Das vegane Kochbuch von Sandra Forster in die Hand nimmt: es fühlt sich unheimlich gut an, ganz geschmeidig. Neben ihren eigenen Rezepten und denen diverser Gastköche gibt es einige Textbeiträge zum Thema Veganismus, u.a. von der mir sehr sympathischen Hilal Sezgin. Und es gibt Zeichnungen! Ich finde sie sehr putzig, der Mann sagt: gruselig. Entscheidet selbst:


Sandra Forster hat 2005 das erste vegane Restaurant in Deutschland eröffnet und 2009 das erste vegane Kochbuch herausgebracht. Zur Zeit betreibt sie u.a. das vietnamesische Restaurant "Charlie" und das Restaurant "Am Roecklplatz" in München, die jedoch beide nicht nur vegan sind.

Die Rezepte im Buch sind alles andere als Standard, und, was mir sehr gefällt, hier wird kaum versucht, schon bekannte Gerichte krampfhaft zu veganisieren. Sandra Forsters Rezepte sind kreativ und eigenständig vegan. Es gibt außerdem einige Rezepte aus ihren beiden aktuellen Restaurantprojekten, also authentische vietnamesische Küche und gehobene Alpenküche.

Unterteilt sind die Rezepte in Suppen, Vorspeisen, Salate, Pasta, Hauptspeisen, Desserts, Salsas und Chutneys; neben der Süßkartoffelquiche haben wir die Rohkostlasagne, den Wassermelonensalat und das Panna Coco ausprobiert, alles lecker, einfach zu machen, aber auch irgendwie aufregend und neu auf dem Teller :)

Für jemanden, der gerade erst mit dem (veganen) Kochen anfängt, ist Das vegane Kochbuch vielleicht etwas zuviel des Guten. Aber ein tolles Geschenk für alle, die gerne kreativ kochen, ob vegan oder nicht.

Mittwoch, 1. April 2015

Erbsen Nudelauflauf

In letzter Zeit habe ich einen Tick entwickelt. Einen Erbsen Tick. Auch wenn ich Hülsenfrüchte generell toll finde und jeden Tag Linsen essen könnte, konnte ich mit Erbsen bisher nie viel anfangen. Seit zwei Wochen landen sie aber in allem.

Jetzt mal abgesehen vom Frühstück. Da fällt mir aber sicher auch noch was Erbsiges ein :)


Die Erbsen sind unter anderem in diesem ratz-fatz Nudelauflauf gelandet. Der schmeckt sicher auch mit Broccoli oder Möhren gut, aber ich hab nunmal gerade nicht Broccoli- oder Möhren-, sondern Erbsenphase :)


Zutaten
(für vier Personen)

400 g Nudeln
eine Portion Käsesoße
200 g geriebener veganer Käse (bei mir natürlich wieder der hier)
200 g Erbsen
Pfeffer
Paprikapulver


Kocht die Nudeln so lange in Salzwasser gar, bis sie fast al dente sind.

Heizt euren Ofen auf 180°C vor.

Mischt den geriebenen Käse mit der Käsesoße.

Gebt die Nudeln in eine Auflaufform, werft die Erbsen darüber und begießt das Ganze mit der Käsesoße.


Backt den Auflauf für gut 20 Minuten im Backofen bis die obere Nudelschicht wie oben auf dem Bild knusprig wird.

Dazu passt ein einfacher grüner Salat. Oder noch mehr Erbsen.



Mittwoch, 25. März 2015

Ajvar und Baba Ganoush

Ein Vorrat an guten Soßen, Dips, Pesto und Brotaufstrichen kann gar nicht groß genug sein! In unserem Kühlschrank steht meistens mindestens ein Pesto, ein Glas Aioli, ein Glas Käsesoße und ein Glas mit Sonnenblumenkernaufstrich nach Laune.

Noch viel besser ist es natürlich, wenn man ein und dasselbe heute aufs Brot, morgen zu Pasta und übermorgen zu Gemüse essen kann. Und genau solche Rezepte gibt es heute. Gleich zwei sogar! Hipp hipp hurra!


Oben in den Schüsseln seht ihr links Baba Ganoush und rechts Ajvar. Baba Ganoush ist eine würzige Auberginenpaste, das Originalrezept stammt von Susis tollem Blog. Ajvar besteht aus Paprika, ebenfalls Aubergine und Knoblauch und schmeckt lecker deftig, ohne schwer zu sein.

Beides, Baba Ganoush und Ajvar, passen sowohl aufs Brot, als auch toll zu Pasta, Getreide jeglicher Art oder einfach zu rohem Gemüse. Obendrein kochen sich beide Rezepte fast von alleine, lassen sich gut gleichzeitig vorbereiten und halten im Kühlschrank eine ganze Weile. Rundum gut!


Baba Ganoush

Zutaten
2 Auberginen
3 EL Tahini (Sesampaste)
3 Knoblauchzehen
2 EL Olivenöl
Saft einer Zitrone
1 TL Kreuzkümmel
Salz und Pfeffer


Die Auberginen bei 220 Grad auf einem Rost in den Backofen schieben und erst rausholen, wenn sie etwas eingefallen, faltig-schrumplig sind; das dauert gut 30 Minuten.

Den Auberginen die Strünke abschneiden, die Haut abziehen, das Fruchtfleisch in kleine Stücke schneiden und abkühlen lassen.

Den Knoblauch pressen und alle Zutaten miteinander pürieren.

Anschließend mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Ich verfeinere mein Baba Ganoush gerne noch mit der abgeriebenen Zitronenschale und mit etwas Harissa. Ich mag´s scharf. Das wisst ihr ja schon :)


Ajvar

Zutaten 
4 rote Paprika
1 Aubergine
3 Zehen Knoblauch
4 EL Olivenöl
1 EL Zitronensaft
2 EL Tomatenmark (oder Harissapaste!)
Salz
Pfeffer


Den Ofen auf 180°C vorheizen.

In der Zwischenzeit Paprikaschoten und Aubergine waschen, von Stiel und Kerngehäuse befreien und in kleine Stücke schneiden.

Gemüse und Knoblauchzehen auf ein Backblech legen, mit dem Olivenöl beträufeln und im Ofen backen.

Hin und wieder Gemüse wenden und backen, bis es weich ist; dauert ca. eine halbe Stunde.

Das Gemüse kurz abkühlen lassen und anschließend mit Tomatenmark oder Harissa zusammen pürieren. Mit Salz, Pfeffer und etwas Zitronensaft abschmecken.


Baba Ganoush und Ajvar sind Klassiker der Mittelmeerküche und passen auch hervorragend auf einen Antipasti- oder Mezze Vorspeisenteller :)


Dienstag, 6. Januar 2015

Gebackener Blumenkohl mit Quinoa

Ich habe Jahreskalender, in die ich eintrage, wann ich wieviel Sport mache. In 2014 bin ich 80 km gelaufen, habe 12 Stunden Yoga gemacht, bin 112 km geschwommen und habe 105 Stunden Bodyrock/HIIT gemacht. Ich könnte zu meiner Verteidigung jetzt vorbringen, dass ich ja noch im Referendariat war und dementsprechend wenig Zeit hatte, aber da ist definitiv noch eine Menge Luft nach oben. Vor allem die Yoga Bilanz ist eher deprimierend, bedenkt man, dass Yoga mal mein absoluter Lieblingssport war. Und laufen... naja. Ebenfalls ausbaufähig.

Und weil ich jetzt eh so viel übers Sport machen gefaselt habe, gibt´s obendrein auch noch ein gesundes Rezept. So bin ich heute drauf.


Was ihr da oben seht, ist gebackener Blumenkohl mit einer Mandel Curry Soße und als Beilage Quinoa mit Cranberries, Harissa und Zimt. Dass ich eine innige Beziehung zu Harissa führe, wisst ihr schon. Zusammen mit dem Zimt war das aber echt der zweite Frühling ;)


Zutaten
(für zwei Personen)

1 Blumenkohl
Olivenöl
Salz
Pfeffer
Cheyennepfeffer
3 EL helles Mandelmus
2 TL mildes Curry
75 g Quinoa
3 EL Cranberries
Harissa
Zimt


Heizt euren Ofen auf 180°C vor.

Wascht den Blumenkohl und schneidet ihn klein. Mischt ihn in einer Schüssel mit großzügig Olivenöl (so vier bis fünf Esslöffel), Salz, Pfeffer und Cheyennepfeffer.

Gebt den Blumenkohl auf ein Blech und backt ihn für ca. 30 Minuten im Ofen.

Bringt etwa 230 ml Wasser zum Kochen, streut den Quinoa hinein und lasst ihn auf geringer Hitze gut zehn Minuten kochen. Anschließend gebt ihr die Cranberries, viel Harissa und wenig Zimt dazu und lasst den Quinoa weitere zehn Minuten im geschlossenen Topf quellen.

Für die Soße vermischt ihr Mandelmus, etwa 80 ml Wasser und das Curry miteinander, sodass ihr eine nicht zu flüssige Soße habt.


Gebt den Blumenkohl auf einen Teller, begießt ihn mit der Soße, legt ihm etwas Quinoa zur Seite und freut euch, wie lecker so ein stinklangweiliger Blumenkohl plötzlich schmecken kann :)






Montag, 22. Dezember 2014

Der Kartoffelgratin

Der Kartoffelgratin hat ebenso wie die Kürbissuppe einen Artikel verdient, da er the one and only ist. Es gibt keinen besseren Kartoffelgratin. Basta.
Und da Kartoffelgratin eine unserer klassischen Weihnachtsbeilagen ist, teile ich das Rezept heute mit euch. Es ist ein bisschen aufwändiger, aber das ist an Weihnachten ja schonmal drin :)

vor dem Backen



Den Gratin auf dem Bild habe ich nur für mich alleine gemacht, das Rezept unten ist aber für vier bis sechs Personen als Beilage ausgelegt und braucht dementsprechend natürlich eine größere Form, bspw. eine Lasagneform.


Zutaten
(für vier bis sechs Personen als Beilage)

für die Soße
150 g Kartoffeln
60 g Möhren
1 Zwiebel
60 g Cashewkerne
2 Knoblauchzehen
1/2 TL milden Senf
75 g Margarine
Cheyennepfeffer
Salz und Pfeffer

100 g veganen Feta
150 g veganen Mozzarella
600 g Kartoffeln


Das Rezept für die großartige! Soße stammt von Marlies, die den Fotos nach zu urteilen super kocht und deren tollen Blog homesteadnotes ihr hier verfolgen könnt.

Feta und Mozzarella könnt ihr ruhig schon am Vortag zubereiten, wenn ihr nicht ohnehin wie ich ständig einen kleinen Vorrat davon im Kühlschrank habt ;)

Für die Soße schneidet ihr die 150 g Kartoffeln, Möhren und Zwiebeln klein und kocht sie mit 240 ml Wasser auf, bis sie weich sind.

Dann gebt ihr die restlichen Zutaten (Cashewkerne, Knoblauch, Senf und Margarine) dazu und püriert das Ganze. Schmeckt die Soße mit viel Salz (2 TL), etwas Cheyennepfeffer (1 Msp.) und schwarzem Pfeffer ab.


Schält die Kartoffeln und schneidet sie in dünne Scheiben. Kocht sie für ca. zehn Minuten in leicht gesalzenem Wasser vor.

Gießt die Kartoffeln ab, mischt sie mit der Soße und gebt sie in die Auflaufform.

Schneidet Mozzarella und Feta in Scheiben oder Würfel (wie ihr mögt) und belegt das Gratin damit.

Schiebt das Gratin für ca. 25 - 30 Minuten in den Ofen, bis der Käse anfängt, zu bräunen.


Zum weihnachtlichen Festtagsmenü passt neben dem Kartoffelgratin ein grüner Feldsalat mit Granatapfelkernen und Cranberries (ähnlich wie hier), ein Linsen- oder Maronenbraten und zum Nachtisch Schokoladenmousse oder Mandeleis.

Lasst es euch gutgehen!


Freitag, 21. November 2014

Kürbislasagne

Kürbis könnte ich in all seinen Variationen zu jeder Mahlzeit essen; morgens, mittags, abends. Und da Lasagne mit Tomatensoße ohnehin völlig überbewertet ist, gibt´s heute ein Rezept für Kürbislasagne :)
(Tomaten sind trotzdem drin, müssen aber nicht rein...)


Zutaten
(für vier bis sechs Personen)

ca. 250 g Lasagneplatten
ein kleiner Hokkaidokürbis (ca. 800g ohne Kerne)
1 Bund Frühlingszwiebeln
1 EL Sonnenblumenöl
sechs Fleischtomaten
50 g Margarine
50 g Weizenmehl
500 ml Gemüsebrühe
250 ml vegane Sahne zum Kochen
120 g weißes Mandelmus
1/2 TL Kurkuma
Salz und Pfeffer
Muskat
Cayennepfeffer


Zuerst bereitet ihr den Kürbis zu. Höhlt einen Hokkaido aus und schneidet das Kürbisfleisch in grobe Würfel, die ihr in leicht gesalzenem Wasser gar kocht.

Gießt die Kürbiswürfel ab und zerdrückt sie entweder mit einem Kartoffelstampfer oder püriert sie kurz, wenn ihr´s ganz fein haben wollt.

Wascht und schneidet die Frühlingszwiebeln in feine Röllchen.

Erhitzt das Sonnenblumenöl in einer Pfanne und bratet die Frühlingszwiebeln darin an, bis sie glasig sind.

Für die Béchamel lasst ihr die Margarine bei mittlerer Hitze in einem Topf schmelzen, und rührt das Mehl hinein. Es dürfen sich keine Klümpchen bilden!

Stellt die Hitze hoch und gebt Gemüsebrühe und Sahne unter Rühren dazu. Lasst das Ganze köcheln, bis es etwas eindickt.

In der Zwischenzeit könnt ihr den Tomaten die Haut abziehen und sie in nicht zu dünne Scheiben schneiden.


Mischt das Kürbispüree mit den Frühlingszwiebeln und der Béchamelsoße. Würzt das Ganze mit viel Muskat, Cayennepfeffer nach Bedarf und etwas Salz und Pfeffer.

Für den Käseersatz obendrauf mischt ihr das Mandelmus mit 50 - 100 ml lauwarmem Wasser, je nachdem, wie flüssig ihr die Konsistenz haben wollt. Würzt es mit Kurkuma und etwas Salz.

Heizt euren Ofen auf 180°C vor und schichtet eure Lasagne: Nehmt eine hohe Auflaufform, verteilt dünn etwas von der Kürbisbéchamel auf dem Boden (das verhindert, dass die Nudelplatten am Boden anpappen) und legt dann Lasagneplatten darauf.

Auf die Lasagneplatten legt ihr ein paar Tomatenscheiben, gebt großzügig etwas von der Kürbisbéchamel darüber und wieder Lasagneplatten.

Macht immer so weiter (Lasagneplatten, Tomaten, Kürbisbéchamel) bis die Form voll ist oder ihr alle Zutaten verbraucht habt. In einer idealen Welt passiert das gleichzeitig :)

Schließt mit Kürbisbéchamel ab und gebt den Käseersatz aus Mandelmus auf eure Lasagne.

Schiebt die Kürbislasagne für 35 - 45 Minuten in den Ofen.

Lasst es euch schmecken!


Mittwoch, 19. November 2014

Veganes Ofengulasch

Gestern habe ich euch das neue Buch von Patrick Bolk vorgestellt und heute gibt es wie versprochen noch ein Rezept aus So geht vegan! Nur ganz klitzeklein abgewandelt von mir gibt es heute Ofengulasch: ganz viel Gemüse schnell würfeln, mit Gewürzen zusammenrühren, den Rest macht der Ofen. Sehr deftig!


Zutaten
(für vier Personen)

100 g Sojaschnetzel
300 ml Gemüsebrühe
2 EL Liquid Smoke
1 EL Sojasauce

2 Zwiebeln
1 Bund Frühlingszwiebeln
3 Zehen Knoblauch
2 Paprikaschoten (am liebsten einmal rot, einmal grün)
1 Chilischote
4 Kartoffeln
1/2 Bund glatte Petersilie
3 EL Sonnenblumenöl
400 g Pizzatomaten
200 g Kirschtomaten
400 ml Gemüsebrühe
2 EL Tomatenmark
2 TL Harissa
2 TL scharfes Paprikapulver
Salz und Pfeffer


Zuerst weicht ihr die Sojaschnetzel in Gemüsebrühe, Liquid Smoke und Sojasauce ein. Das könnt ihr gut morgens oder besser noch am Vorabend machen.

Zieht die Zwiebeln ab und schneidet sie in Würfel. Wascht die Paprika, die Frühlingszwiebeln und die Kartoffeln. Wenn ihr wollt, schält ihr die Kartoffeln. Schneidet alles in nicht zu kleine Würfel.

Zieht den Knoblauch ab und hackt ihn ebenso wie die Chilischote ganz fein.

Erhitzt das Öl in einer Pfanne und bratet die Zwiebeln mit den Frühlingszwiebeln und den Sojaschnetzeln scharf an. Ladet alles in eine Auflaufform um (oder wenn ihr habt: einen Römertopf) und heizt den Ofen auf 200°C vor.

Gebt Paprika, Kartoffeln, Chili, Knoblauch, die Pizzatomaten, Kirschtomaten, Gemüsebrühe, Tomatenmark und Harissa dazu. Seid anschließend großzügig beim Würzen mit Paprikapulver, Pfeffer und Salz.

Rührt alles einmal gut um bevor ihr es für 25 - 30 Minuten in den Ofen gebt.

Vor dem Servieren wascht und hackt ihr die glatte Petersilie und streut sie über euer Gulasch.

Wie bei normalem Gulasch auch, schmeckt das vegane Ofengulasch am nächsten Tag noch besser :)



Donnerstag, 23. Oktober 2014

Kürbis Kartoffel Apfel Auflauf

Heute wieder in unserer beliebten Rubrik Hässliches Essen für schöne Menschen*: Kürbisauflauf mit Kartoffeln und Äpfeln.


Inspiration lauert ja überall, oft dort, wo man sie am wenigsten vermutet. So gab es dieses Gericht in ähnlicher Form in unserer Mensa. Natürlich nicht vegan, deshalb habe ich es kurzerhand zu Hause nachgebaut.


Zutaten
(für vier Personen)

600 g Hokkaido
400 g Kartoffeln
1 großen Boskoop 
250 ml Soja- oder eine andere pflanzliche Sahne
200 ml Gemüsebrühe
Muskat
Knoblauchpulver
Kurkuma
Paprikapulver
Cumin
Cayennepfeffer
Salz und Pfeffer
50 g Mandelmus
2 EL Hefeflocken
50 ml Wasser


Bei diesem Rezept könnt ihr euch mit euren Gewürzen richtig austoben. Wer dazu keine Lust hat, kann auch einfach auf diese oder diese fertige Gewürzmischung zurückgreifen.

Schneidet den Kürbis in schmale Spalten.

Wascht und schält die Kartoffeln und den Apfel und schneidet sie ebenfalls in schmale Spalten.

Heizt den Ofen auf 180°C vor.

Nehmt eine Auflaufform und legt abwechselnd Kartoffel-, Kürbis- und Apfelspalten hinein. Wenn ihr die Spalten möglichst aufrecht hinstellt, geht mehr in die Form rein :)

Mischt Sojasahne, Gemüsebrühe und Gewürze, wie ihr Lust habt. Ich habe vor allem Kurkuma, Knoblauchpulver und Cayennepfeffer verwendet.

Übergießt den Auflauf mit der Sojasahne.

Verrührt das Mandelmus mit dem Wasser und den Hefeflocken, salzt es ein wenig und gebt es über den Auflauf.


Gebt den Auflauf für ca. 40 Minuten in den Ofen. Er ist fertig, wenn die Kartoffeln weich sind, die brauchen nämlich am längsten. Ob sie gar sind, könnt ihr durch Anpieken mit einer Gabel feststellen :)

*Während meiner unabhängigen, sehr subjektiven Feldstudie über den Veganer in seinem natürlichen Lebensraum, stelle ich zunehmend fest, dass es sich bei dieser Spezies meist um kerngesunde, straffe und schöne Menschen mit toller Haut und ebensolchen Haaren handelt.




Donnerstag, 11. September 2014

Gefüllte Aubergine

Es gibt drei Gemüsesorten, um die ich in vorveganen Zeiten einen großen Bogen gemacht habe: Zucchini, Auberginen und Artischocken. Zucchini sind ganz großes Kino, das habe ich ziemlich schnell eingesehen.
Und Auberginen lassen sich toll füllen (das da links ist die Aubergine: ich habe es mit dem Überbacken ein wenig übertrieben...)


Zutaten
(für zwei Personen)

1 Aubergine
50 g Sojaschnetzel
200 g Tomaten
1 Schalotte
etwas Olivenöl
1 gelbe Paprika
etwas Rotwein (bei mir diesmal ein chilenischer Cabernet Sauvignon)
3 EL Mandelmus
4 EL Wasser
1 Stängel frischer Rosmarin
Salz und Pfeffer
Paprikapulver


Wascht die Aubergine, schneidet ihr den Zipfel ab (heißt das so)?) und halbiert sie längs.

Nehmt euch einen großen Löffel und höhlt die Aubergine aus, indem ihr den Großteil des Fruchtfleisches herauslöffelt.

Schneidet das Auberginenfleisch in kleine Stücke.

Schält die Schalotte, hackt sie in feine Würfelchen und dünstet sie kurz bei mittlerer Hitze in etwas Olivenöl. Das Gleiche macht ihr mit der Paprika.

Schneidet die Tomaten kreuzförmig ein und übergießt sie mit heißem Wasser. Danach lassen sie sich leicht pellen und ihr könnt ihnen flugs die Haut abziehen, sie hacken und in die Pfanne zu Schalotte und Paprika schmeißen. Das Auberginenfleisch gebt ihr ebenfalls dazu.

Gebt etwas Rotwein in die Pfanne, würzt mit wenig Salz, viel Pfeffer, etwas Paprikapulver und werft die Sojaschnetzel hinterher und lasst alles bei geschlossenem Deckel köcheln, bis die Sojaschnetzel nicht mehr hart sind.

In der Zwischenzeit heizt ihr den Backofen vor (180° C) und stellt den "Käse" zum Überbacken her: mischt Mandelmus mit Wasser und fein gehacktem Rosmarin. Schmeckt mit Salz und Pfeffer ab.


Stecht die ausgehöhlte Aubergine mit einer Gabel mehrmals ein, damit sie saftiger wird und füllt sie mit der Gemüse-Sojaschnetzel-Füllung.

Gebt anschließend großzügig gewürztes Mandelmus darüber, das bekommt im Ofen eine sehr leckere Kruste :)

Schiebt die Auberginen für ca. eine halbe Stunde in den Ofen, bis das Mandelmus zu bräunen beginnt. Wir haben dazu Pommes frites gegessen.

Wenn ihr Füllung übrig haben solltet (das hängt natürlich mit der Größe eurer Aubergine zusammen), schmeckt die am nächsten Tag toll zu CousCous!


Achso und die Artischocken... Artischocken sind einfach schrecklich. Könnt ihr vergessen.



Samstag, 2. August 2014

Quiche Sonnentomate

Eine Quiche gibt's hier auf dem Blog schon: den Klassiker Quiche Lorraine. Heute hab ich eine sommerliche, sehr tomatige Variante für euch :)



Das Tolle daran sind nicht nur die Tomaten, sondern die Tatsache, dass man nur einmal Quiche backen muss und dann zu zweit drei faule Sommertage davon essen kann. Salat passt auch toll dazu!


Zutaten
(für eine 26er Springform)

für den Teig
90 g Margarine
100 g Vollkornmehl
80 g Mehl
1 EL Sojajoghurt
Salz

für die Füllung
400 g Seidentofu
200 g geriebenen veganen Käse (bei mir war´s der hier)
1 Bund glatte Petersilie
etwas Öl
zwei Schalotten
200 g getrocknete Tomaten
Salz und Pfeffer


Gebt alle Zutaten für den Teig in eine Schüssel und verknetet diese entweder mit den Knethaken eures Mixers oder mit den Händen, was meistens deutlich schneller geht.

Wickelt den Teig in Frischhaltefolie und legt ihn in den Kühlschrank.

Schält und hackt die Schalotten in feine Würfel und bratet sie in etwas Öl an.

Schneidet die getrockneten Tomaten ebenfalls klein und hackt die glatte Petersilie.

Gebt den Seidentofu und den geriebenen Käse in eine Schüssel, pfeffert großzügig, salzt wenig und rührt beides miteinander glatt. Die getrockneten Tomaten und der Käse sind ja schon ziemlich salzig :)

Gebt die restlichen Zutaten (getrocknete Tomaten, gehackte Petersilie und angebratene Schalotten) ebenfalls zum Tofu und mischt das Ganze gründlich durch.

Heizt den Ofen auf 180°C vor. Nehmt den Teig aus dem Kühlschrank, rollt ihn auf einer bemehlten Arbeitsfläche dünn aus und legt eine Springform, die ihr vorher mit Backpapier ausgekleidet habt, damit aus. Stecht den Boden mehrmals ein und backt den Teig für gut zehn Minuten vor.

Holt die Springform aus dem Ofen, füllt die Füllung in die Quiche und lasst das Ganze nochmal knapp 45 Minuten backen, bis die Quiche obendrauf schön goldbraun ist.


Wenn ihr wollt, könnt ihr noch ein paar frische Tomaten obendrauf platzieren, meine sind aus eigenem Balkonanbau, ich hoffe, ihr platzt vor Neid :)

Die Quiche schmeckt warm und kalt, wir haben sie mit einem einfachen grünen Salat gegessen.







Sonntag, 27. Juli 2014

Kirschmichel - süß am Sonntag

Ihr Lieben, war das eine kirschige Woche! Ich kann aber auch einfach nicht genug von denen kriegen, vor allem, wenn sie gerade Saison haben und man sie ganz frisch vom Baum klauen und essen kann :)
Heute gibt´s also das dritte Kirschrezept für diese Woche:


Das da oben ist ein Kirschmichel. Ursprünglich ist der Kirschmichel eine süddeutsche Süßspeise und wird eigentlich auch mit altem Weißbrot gemacht. Da wir fast nie Weißbrot essen (und wenn, bleibt nichts davon übrig), habe ich den Kirschmichel ähnlich wie in diesem Rezept mir Grieß gemacht.
Der Kirschmichel ist toll als reichhaltiges Frühstück, als süßes Mittagessen oder, in kleinen Stücken, nachmittags zum Kaffee. 


Zutaten
(für zwei, drei Personen)

300 g Kirschen, entsteint
2 EL Sojamehl
30 g Margarine
70 g Zucker
eine halbe Vanilleschote
70 g Grieß
100 g Mehl
2 TL Backpulver
200 ml pflanzliche Milch (ich hab Mandelmilch genommen)
etwas Puderzucker


Mischt das Sojamehl mit 4 EL Wasser und lasst es ein bisschen quellen.

Heizt den Backofen auf 180°C vor.

Schneidet die halbe Vanilleschote längs auf, kratzt das Mark heraus und gebt es zusammen mit Margarine und Zucker in eine Schüssel und schlagt alles zusammen schaumig auf.

In einer anderen Schüssel mischt ihr Grieß, Mehl und Backpulver.

Gebt abwechselnd Milch bzw. etwas von der Mehlmischung zur Margarinezuckermischung und rührt so lange weiter, bis ihr einen geschmeidigen Teig habt.

Fettet eine Auflaufform etwas ein und gebt den Teig hinein. Belegt den Teig mit den Kirschen und schiebt den Kirschmichel für ca. eine halbe Stunden in den Backofen.

Er ist fertig, wenn er goldbraun ist und am Stäbchen kein Teig mehr klebt.


Lasst den Kirschmichel nur ein wenig abkühlen, bestreut ihn mit Puderzucker und serviert ihn noch warm. Vanillesoße oder ein Kompott passt sicher auch gut dazu :)

Habt einen schönen Sonntag!
...den ich mit der Katze und einer roten Schnur verbringe :)


Montag, 12. Mai 2014

Die beste Sauce hollandaise!

Spargel gibt es jetzt schon seit einer Weile und wir haben auch schon Unmengen davon verputzt. Ob ich lieber den grünen oder den weißen mag, weiß ich noch nicht, ich werd noch ein paar Kilo essen müssen :)
Der weiße Spargel ist mit einer guten Sauce hollandaise jedenfalls unschlagbar!


In vorveganen Zeiten habe ich nie Sauce hollandaise selbstgemacht, weil man sie ja überall kaufen kann und ich auch immer dachte, sie sei aufwändig zu machen.
Das ist übrigens auch so ein Vorteil des veganen Daseins: man macht fast alles selbst, entdeckt viele tolle Sachen und weiß am Ende, was drin ist im Essen und vor allem, was nicht rein gehört.
Das Rezept stammt wieder von Björn Moschinski, aus seinem Vegan kochen für alle Kochbuch. Ich hab es nur leicht abgewandelt und die Mengen ein wenig verändert.


Zutaten
100 g Margarine
30 g Mehl
200 ml kalte Gemüsebrühe
300 ml Soja- oder Hafersahne
Schuss Weißwein
1 TL Senf
Spritzer Zitronensaft
1 Msp. Kurkuma
Salz und Pfeffer


Die Margarine in einem Topf zum Schmelzen bringen. Mit Mehl anschwitzen.

Die Gemüsebrühe mit der Sojasahne vermischen und langsam unter Rühren zur Mehlschwitze geben.

Einen Schuss Weißwein, einen Spritzer Zitronensaft, Kurkuma und etwas Salz und Pfeffer zur Soße geben, unterrühren und bei mittlerer Hitze langsam aufkochen.


Wir hatten dazu (neben Spargel natürlich) Rosmarin Fächerkartoffeln. Die sind ganz einfach gemacht: Kartoffel schälen und einschneiden, aber nur soweit, dass sie noch zusammenhalten und nicht auseinanderfallen.

Einen Stängel Rosmarin fein hacken und in die Ritzen der Kartoffeln rieseln lassen.

Die Kartoffeln auf ein Blech legen, salzen, großzügig mit Olivenöl begießen und für ca. eine halbe Stunde bei 175° C im Ofen goldbraun und knusprig backen.

Und noch ein Tipp fürs Spargelkochen: wenn ihr je einen TL Salz und Zucker sowie Margarine zum Kochwasser gebt, wird der Spargel extralecker :)



Donnerstag, 1. Mai 2014

Mediterrane Crostata: Leckeres von Björn Moschinski

Ihr Lieben, heute habe ich was Feines für euch! Diese kleinen Leckereien waren so schnell aufgegessen, dass ich gar nicht zum Fotografieren gekommen bin und sie deswegen kurzerhand gleich nochmal gemacht habe :)


Der südwest Verlag war so nett, mir ein Rezensionsexemplar von Björn Moschinskis erstem Backbuch zu schicken. Schon beim Durchblättern habe ich lauter leckere Sachen entdeckt, die mich sofort angesprochen haben. Dass Björn Moschinski ein toller Typ ist, wissen wir ja schon. Obendrein beweist er ein gutes Händchen bei der Zusammenstellung von verschiedenen Geschmacksrichtungen, die auf den ersten Blick ungewöhnlich scheinen (Chicorée und Birnen Flammkuchen, Tarte Tatin mit Süßkartoffeln, ...), ohne dass die Zutaten schwierig zu bekommen werden. Ich freu mich jedenfalls schon auf den Herbst, um den Haselnuss-Kastanien-Kuchen nachzubacken :)

Für den Anfang habe ich mich aber für diese leckeren Crostata entschieden, weil sie mich im Buch gleich angelacht haben, ich alle Zutaten schon im Haus hatte und so gleich loslegen konnte. Ich glaube übrigens, Crostata ist die italienische Variante von Tarte, aber sicher bin ich mir nicht. Auf jeden Fall könnt ihr eine Tarteform benutzen oder Tartelette Förmchen oder wie ich, kleine Herzformen.


Zutaten
(für ca. 6 Stück)

für den Teig
2 Ei Ersatz: 2 EL Sojamehl + 4 EL Wasser
200 g Margarine
210 g Dinkelmehl
65 g Maismehl
Salz
etwas Fett für die Förmchen (ich hab Olivenöl genommen)

für die Füllung
1 gelbe oder rote Paprika
1 Schalotte
2 EL Pinienkerne
1 EL Olivenöl
1 Thymianzweig (ich hab dafür etwas von meinem heißgeliebten Zitronenthymian genommen, ihr könnt natürlich auch "normalen" nehmen)
Salz und Pfeffer
1 TL Aceto balsamico
200 g ungesüßten Sojajoghurt
1/2 EL Speisestärke
50 g veganen Käse, (z.B. den hier)


Das Sojamehl mit dem Wasser mischen und kurz quellen lassen.

Margarine, Dinkel- und Maismehl mit etwas Salz in einer Schüssel zu einem geschmeidigen Teig kneten und anschließend kalt stellen.

Den Ofen auf 190° C vorheizen.

Für die Füllung die Paprika waschen, entkernen und in kleine Stücke schneiden. Die Schalotte schälen und fein hacken.

Die Pinienkerne in einer Pfanne anrösten, bis sie anfangen, zu duften. Das Olivenöl, den Thymian, Paprika- und Schalottenstücke mit in die Pfanne geben, kurz anbraten und mit wenig Salz, Pfeffer und einem Schuss Balsamico würzen.

Den Käse reiben und mit Sojajoghurt und Speisestärke in einer Schüssel mischen. Die Gemüsemischung dazu geben und gut durchrühren.

Den Teig in die Förmchen geben (er ließ sich etwas schwer ausrollen, deswegen habe ich ihn einfach in den Förmchen in Form gedrückt), ein paar Mal mit einer Gabel einstechen und anschließend mit der Gemüsekäsemischung befüllen.

Für ca. 30 Minuten backen, bis die Crostata goldbraun sind. Kurz abkühlen lassen und vielleicht mit etwas Thymian servieren.
Wir haben dazu einen eher unspektakulären Rucola Salat mit Nüssen gegessen. Wenn ihr die Crostata nicht als Hauptmahlzeit essen wollt, machen sie sich sicher auch gut als Fingerfood auf Parties :)


Ich hab mich ausnahmsweise mal penibel ans Rezept gehalten, um euch hier einen verlässlichen Praxisbericht schreiben zu können und das Backbuch hat mit sehr gut bestanden ;)

Beim Sojamehl war ich skeptisch, da ich diese Art von Eiersatz normalerweise vermeide, weil ich Angst habe, dass dann alles nach Soja schmeckt. Das war bei diesem Rezept aber nicht der Fall, es war wirklich lecker. Besonders toll finde ich, dass im Buch gleich noch zwei weitere Varianten für das Rezept angegeben sind, eine Olivenfüllung und sogar eine süße Variante mit Orangencremefüllung!

Generell ist das Backbuch nicht nur schön aufgemacht, sondern auch praktisch angelegt; zuerst gibt es eine kurze Einführung mit veganen Grundteigen (bspw. Rühr- und Mürbeteig), jeweils in einer herzhaften und einer süßen Variante. Die Rezepte an sich sind nach Anlässen bzw. Jahreszeiten sortiert, was ich sehr gelungen finde, vor allem, wenn man gerne saisonal kocht bzw. backt. Dazu gibt es noch vier sehr praktische Kapitel für die Sonntagstafel, Geschenkideen aus dem Ofen, Schnelles für unerwartete Gäste und ein ganzes Kapitel nur über Brot, was ich großartig finde! Ihr wisst ja, dass ich kein allzu großer Brotbäcker bin. Aber ich bin zuversichtlich, dass sich das demnächst ändern wird :)

Achja und die Fotos! Die Fotos sind toll! Und genauso angelegt, wie ich es mag: auf der einen Seite das Rezept und auf der gegenüberliegenden Seite das Foto. Perfekt.


Ich bin schwer begeistert von dem Backbuch, hier findet jeder was Leckeres, egal, ob ihr es lieber herzhaft mögt oder Naschkatzen seid :)
Das Backbuch ist am 21. April erschienen, hat 176 Seiten, kostet knapp 20€ und ihr findet es beim Buchhändler eures Vertrauens. Viel Spaß beim Kneten, Rühren und Genießen!



Freitag, 14. März 2014

Vegane Quiche Lorraine

Quiche ist eine gute Erfindung. Sowieso sind alle deftigen Sachen mit Teig, Käse und ein bisschen Alibigemüse eine gute Erfindung. Falafeltasche z.B. Oder Pizza. Oder Samosas. Gibt es was Deutsches mit Teig, Käse und Gemüse? Maultaschen vielleicht? :)


Diese Quiche jedenfalls ist sehr nah dran am Klassiker aller Quiches: der Quiche Lorraine. Und sie war genau richtig deftig und lecker, um mich an einem Dienstag bei Laune zu halten. Dienstags hab ich immer einen langen Tag. Lang heißt: von sieben Uhr morgens bis acht Uhr abends, macht 13 Stunden. Dienstage sind blöd.


Zutaten
(für eine 26er Springform oder vier Personen)

für den Teig
90 g Margarine
100 g Vollkornmehl
80 g Mehl
1 EL Sojajoghurt
Salz

für die Füllung
400 g Seidentofu
200 g geriebenen veganen Käse (bei mir war´s der hier, klar)
1 Bund Frühlingszwiebeln
etwas Öl
200 g Räuchertofu
etwas Sojasauce
Salz
Pfeffer
1 Bund glatte Petersilie


Heizt euren Ofen auf 180°C vor.

Knetet aus Margarine, den Mehlen, Sojajoghurt und etwas Salz einen glatten Teig. Wickelt ihn in Frischhaltefolie und stellt ihn mindestens eine halbe Stunde kalt.

Für die Füllung wascht ihr zuerst die Frühlingszwiebeln und schneidet sie in schmale Röllchen. Bratet sie mit etwas Öl bei mittlerer Hitze in der Pfanne an, bis sie weich sind. Gebt sie auf einen Teller und stellt sie beiseite.

Als nächstes ist der Räuchertofu dran. Diesen presst ihr vorher gut aus, damit das überschüssige Wasser rausgeht. Schneidet ihn in kleine Würfel und bratet ihn mit etwas Öl in einer Pfanne an.

Sobald die Tofuwürfel anfangen, knusprig zu werden, löscht ihr mit der Sojasauce ab und schwenkt das ganze nochmal, damit alle Würfelchen etwas Sojasauce abbekommen.

Wascht die Petersilie, rupft die Blättchen ab und hackt sie fein.

Gebt den Seidentofu, die Petersilie, den geriebenen Käse, den Räuchertofu sowie die Frühlingszwiebeln zusammen in eine Schüssel und salzt und pfeffert alles kräftig.

Nehmt den Teig aus dem Kühlschrank und rollt ihn auf einer bemehlten Arbeitsfläche dünn aus.Legt eine Springform mit Backpapier aus, legt die Springform mit dem Teig aus (an den Rändern hochziehen!) und stecht den Boden ein paar Mal mit einer Gabel ein.

Backt den Teig für gut zehn Minuten vor.


Holt den Teig aus dem Ofen, verteilt die Füllung gleichmäßig darauf und schiebt die Quiche in den Ofen.

Sie sollte nach ca. 45 Minuten fertig und obendrauf schön goldbraun sein. Lasst sie kurz abkühlen, streut etwas Kresse obendrauf und lasst es euch schmecken :)



Mittwoch, 12. März 2014

Lieblingsprodukte: veganer Käse

Ich bin ein Käsefreund. Und ein Glück lebe ich im 21. Jahrhundert und Veganismus und Käse passen wunderbar zusammen!
Vorhang auf für meinen allerliebsten veganen Lieblingskäse:


Ich glaube, ich habe noch nie echten Cheddar probiert, aber dieser Käse hier ist schön herzhaft, nicht zu salzig, hat eine tolle Konsistenz, schmeckt leicht rauchig und schmilzt und schmeckt wie echter Käse! Auf dem Brot esse ich ihn selten, da gebe ich diversen Gemüsepasten oder der heißgeliebten Avocado den Vorzug. Aber zum Überbacken ist der Sheese ein Traum! Gestern z.B. hab ich eine vegane Quiche Lorraine damit gemacht, die uns echt umgehauen hat (Rezept folgt).

Hersteller: Bute Island
Preis: 4,59 € für 227 g
Gibt´s bei: alles-vegetarisch.de

Frohes Überbacken!

Mittwoch, 19. Februar 2014

Kartoffelpizza

Arne aka Pizzakönig von vegetarian diaries hatte vor kurzem ein Rezept für Kartoffelpizza veröffentlicht. Also nach dem Prinzip: Pizzateig mit Kartoffel obendrauf. Mir fiel da zackbumms ein Rezept nach ähnlichem Prinzip ein: Pizzateig aus Kartoffel mit irgendwas obendrauf. Mag ich eigenlich sehr gerne, hab es aber lange nicht mehr gegessen. Danke für´s Erinnern, Arne :)



Zutaten
(für ein Blech)

für den Teig
1 kg Kartoffeln
2 El Gluten
70 g Vollkorn Mehl (1050er)
5 El Sojamilch oder jede andere pflanzliche Milch
1 Tl Salz

für die Tomatensoße  
4 große schöne Fleischtomaten  
Salz    
Pfeffer   
Thymian  
Rosmarin  
2 Knoblauchzehen

für den Belag
eine gelbe Paprika
eine Handvoll schwarze Oliven
einige Blätter frischer Basilikum 


Für die Tomatensoße schneidet die Tomaten an einer Seite mit einem scharfen Messer kreuzförmig ein. Mit heißem Wasser übergießen, kurz stehen lassen und anschließend die Haut der Tomaten abziehen. Die Tomaten achteln.


Die beiden Knoblauchzehen durch die Presse drücken. In einem Topf etwas Olivenöl erwärmen, den Knoblauch darin kurz anbraten, dann die Tomaten dazu geben. 

Großzügig Thymian und Rosmarin und ein wenig Salz und Pfeffer dazugeben und die Tomatensoße bei geringer Hitze und geschlossenem Deckel für gut zehn Minuten köcheln lassen, bis sich die Tomaten in Wohlgefallen aufgelöst haben und zu einer geschmeidigen Soße verkocht sind.

Heizt euren Ofen auf 180°C vor.


Für den Teig wascht und schält ihr die Kartoffeln und reibt sie dann grob auf der Küchenreibe oder in der Küchenmaschine. Gebt die geriebenen Kartoffeln in ein Küchentuch und drückt so viel Flüssigkeit wie möglich kräftig heraus. 


Dann verknetet ihr die Kartoffelmasse mit dem Gluten, dem Mehl, dem Salz und etwas Sojamilch zu einem einigermaßen geschmeidigen Teig.

Belegt ein Backblech mit Backpapier, verteilt die Kartoffelmasse darauf und drückt sie möglichst gleichmäßig auf das Blech. Formschön wird das Ganze, wenn ihr ein weiteres Stück Backpapier auf die Kartoffelmasse legt, darauf ein weiteres Backblech und euch dort obendrauf stellt und ein paarmal hin- und herlauft, soweit es der begrenzte Raum eben zulässt. Sorgen um Backbleche sind hier überflüssig, ich wiege knapp siebzig Kilo und meine Backbleche sind ganz billige Luder. Alles ist heil geblieben. 

Außerdem wurde diese Technik auch schon bei den Müsliriegeln erprobt.


Habt ihr euren Kartoffelpizzaboden in eine Kartoffelpizzabodenform gebracht, müsst ihr ihn für gut 20 Minuten vorbacken.


In der Zwischenzeit könnt ihr die Paprika waschen und kleinschneiden und die Oliven hacken. Oder ihr wascht und hackt, was auch immer euch auf eurer Pizza gefallen würde.


Holt die vorgebackene Pizza aus dem Ofen, verteilt die Tomatensoße darauf und gebt den Belag obendrüber. Wenn ihr wollt, könnt ihr natürlich auch noch Käse zum Überbacken darüberstreuen. Ich hab darauf verzichtet, weil der Boden so schon sehr mächtig ist.


Backt die Pizza für weitere 20 Minuten.


Bestreut sie mit frischem Basilikum und lasst es euch schmecken!

Donnerstag, 23. Januar 2014

Vegane Käsespätzle

Endlich komme ich mal wieder zum Bloggen! Das Halbjahr liegt in seinen letzten Zügen, was die Arbeitsbelastung nicht unerheblich erhöht, im Moment sehen meine Tage so aus: aufstehen, arbeiten, ruck zuck essen, arbeiten, schlafen. Ich hab ständig Hunger, weil ich einfach kaum zum Essen, geschweige denn Kochen komme und wenn ich mal eine Stunde ohne schlechtes Gewissen nur für mich beanspruche, fülle ich die lieber mit Sport, statt mich in die Küche zu stellen. Aber jetzt genug gejammert! Käsespätzle!


Zutaten
(für zwei Personen als Beilage)

250 g Mehl
250 ml Wasser
2 EL Sojamehl oder 1 EL Gluten (Seitanmehl)
Salz und Pfeffer
etwas Sonnenblumenöl
3 Zwiebeln
Ahornsirup
80 g Mandelmus
1 TL Hefeflocken
1 Msp. Kurkuma
150 g veganer Käse, gerne etwas würziger (ich hab mal wieder den genommen. Der ist echt super!) 


Zuallererst behandelt ihr die Zwiebeln. Schält sie und hackt sie in feine Stücke. Erhitzt etwas Öl in einer Pfanne und bratet die Zwiebeln darin an, bis sie langsam bräunen. Löscht sie mit ein ganzklitzekleinwenig Ahornsirup ab, lasst sie noch kurz weiterbraten und nehmt sie dann vom Herd.

Danach macht ihr die Soße. Gebt das Mandelmus, die Hefeflocken und den Kurkuma in eine Schüssel und gebt ersteinmal 6 EL Wasser hinzu und verrührt alles miteinander. Ist euch die Soße noch zu dick, gebt ihr entsprechend mehr Wasser hinzu. Sie sollte am Ende cremig, aber nicht flüssig sein, damit sie sich gut mit den Spätzle vermischen lässt.

Als nächstes macht ihr den Spätzleteig: Mischt das Mehl mit dem Sojamehl und etwas Salz. Das lauwarme Wasser langsam nach und nach dazugeben und mit einem Schneebesen gut unterrühren, damit nichts klumpt.

Setzt einen großen Topf mit Salzwasser zum Kochen auf und heizt den Ofen auf 180°C vor. 

Um die Spätzle zu machen, habt ihr zwei Möglichkeiten: 
1. Ihr habt einen Spätzlehobel. Problem gelöst. 
(Wir haben tatsächlich einen, den wir uns mal sehr stilecht in Augsburg gekauft haben, als wir dort einen Freund besucht haben. Der gleiche Freund, seines Zeichens echter Schwabe, hat auch mal einen handfesten Streit mit seiner Freundin vom Zaun gebrochen, als ich gefragt habe, welchen Käse man für Käsespätzle nimmt. Die Meinungsverschiedenheit zu Appenzeller und Emmentaler haben die beiden vermutlich bis heute nicht endgültig geklärt... )
2. Ihr habt ein langes Messer und ein Holzbrett. Und obwohl wir einen Spätzlehobel haben, mache ich die Spätzle auch lieber mit der Holzbrettmethode, weil es einfach viel schneller geht und der Spätzlehobel wirklich blöde zu reinigen ist. Wie die Holzbrettmethode funktioniert, kann diese Dame viel besser erklären als ich:


(So schnell bin ich nicht, aber die Gute macht das wahrscheinlich schon 34 Jahre länger als ich. Wahrscheinlich ist es auch irgendwie genetisch veranlagt.)

Also, wie auch immer ihr eure Spätzle ins kochende Salzwasser befördert: wenn sie im Topf oben schwimmen, sind sie fertig und ihr könnt sie herausfischen.

Nehmt eine Auflaufform, gebt eine erste Fuhre Spätzle hinein, bedeckt sie mit ein paar karamellisierten Zwiebeln, etwas von der Mandelsoße, pfeffert ordentlich und schiebt sie in den Ofen. Ist die nächste Fuhre fertig, gebt ihr wieder die Spätzle in die Auflaufform, Zwiebeln und Soße darüber und schiebt sie wieder in den Ofen.

Das macht ihr Schicht für Schicht, bis der Spätzleteig aufgebraucht ist. Die letzte Schicht bedeckt ihr außerdem mit dem veganen Käse und lasst die Käsespätzle so lange im Ofen, bis der Käse verläuft und die Spätzle an den Rändern langsam knusprig werden.


Wir hatten zu den Käsespätzle grünen Salat mit Avocado und panierte Aubergine. Sehr vorzüglich :)