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Sonntag, 25. Februar 2018

Bananenkuchen mit Macadamia - süß am Sonntag

Dieses Rezept für Bananenkuchen mit Frischkäsefrosting habe ich gelesen und bin sofort aufgesprungen, um in der Küche glückselig festzustellen, dass ich alle Zutaten im Haus hatte.
Einziges Hindernis: die Messangaben waren in retard units amerikanischen Maßeinheiten, die habe ich aber für Euch während des Backens umgerechnet.

Veganisiert habe ich das Rezept natürlich auch :)


Achso... der Mann meinte, dies sei der beste Kuchen, den ich je gebacken hätte. Das stimmt aus meiner Perspektive nicht so ganz, es ist aber auf jeden Fall der beste Kuchen des Jahres bisher ;)


Zutaten
(für eine Brownieform oder eine 22er/24er Springform)

Für den Teig
70 ml flüssiges Kokosöl
100 ml Ahornsirup Grad A
4 sehr reife kleine Bananen (3 große)
50 ml Nussmilch nach Wahl (ich hab Macadamiamilch genommen, denn es ist Sonntag)
1 1/2 TL  Backpulver
1 Vanilleschote
1/2 TL Salz
1 TL Zimt
260 g Mehl (bei mir 630er Dinkel)
100 g gehackte Macadamia

Für das Frosting
200 g veganen Frischkäse (z.B. Soyananda, simply V, ...)
1 EL flüssiges Kokosöl
1 TL Vanilleextrakt
40 g Puderzucker


Heizt euren Ofen auf 180° C vor und fettet eure Form ein oder legt die Springform mit Backpapier aus.

Schält die Bananen und zerdrückt sie mit einer Gabel.

Mischt in einer Schüssel das Kokosöl mit dem Ahornsirup, der Nussmilch und den zermatschten Bananen.

Schneidet die Vanilleschote längs auf und kratzt das Mark heraus.

Hackt die Macadamias grob.

Gebt das Backpulver, das Vanillemark, Salz und Zimt zur Bananenmatsche und rührt alles durch.

Gebt das Mehl dazu und vermischt alles miteinander, bis ihr einen einigermaßen homogenen Teig habt.

Hebt zum Schluss die Macadamia mit einem Löffel unter.

Backt den Bananenkuchen für ca. 30 Minuten. Stächenprobe nicht vergessen!

Für das Frosting mischt ihr den Frischkäse, das Kokosöl und den Vanilleextrakt miteinander, siebt den Puderzucker darüber und arbeitet diesen ein.

Wenn der Kuchen komplett abgekühlt ist, streicht ihr das Frosting darüber und legt evtl. noch einige Bananenscheiben darauf. Ich habe natürlich noch Zimt drüber geworfen :)

Habt einen schönen Sonntag! 




Sonntag, 3. September 2017

Mousse au chocolat - süß am Sonntag

Heute verrate ich Euch, wie man mit einem sehr einfachen Rezept Menschen sehr glücklich macht :)


Die vegane mousse au chocolat ist mein liebstes Nachtisch Rezept und ich weiß auch wirklich nicht, warum sie heute erst hier auf dem Blog ankommt. Was lange währt wird endlich gut!
Mal abgesehen vom großartigen Geschmack, braucht ihr für die mousse au chocolat auch nur drei Zutaten und wenige Minuten Zeit für die Zubereitung. Obendrein eignet sie sich auch super als Tortenfüllung, für Cupcakes usw.

Teufelszeug sag ich Euch!


Zutaten
(für sechs Personen als Nachtisch)

400 g Seidentofu
250 g Schokolade (ich nehme 100 g Reismilchschokolade und 150 g Zartbitterschokolade)
1 Päckchen aufschlagbare vegane Sahne
1 Päckchen Vanillezucker, bitte mit echter Vanille!


Die Sahne mit dem Vanillezucker steif schlagen und kalt stellen.

Die Schokolade in kleine Stücke brechen und im Wasserbad schmelzen lassen.

Den Seidentofu abgießen, in eine Schüssel geben und mit einem Pürierstab durchmixen.

Die geschmolzene Schokolade zum Seidentofu geben und alles schnell mit dem Pürierstab gut durchpflügen, bis ihr eine homogene Masse habt. Anschließend die Sahne unterheben.

Mindestens für eine Stunde kalt stellen.


Dazu passen Früchte aller Art und wenn ihr´s echt wissen wollt, empfehle ich Kuchenkrümel dazu, bspw. von diesen Brownies.

Wenn ihr die mousse au chocolat als Tortenfüllung verwenden wollt, empfehle ich, nur 200 g Schokolade auf 400 g Seidentofu zu nehmen, dann lässt sie sich leichter verarbeiten. Als Topping für Cupcakes ist die Konsistenz mit den Angaben oben perfekt!

Dienstag, 8. August 2017

Veganer Frozen Yogurt

Wenn ihr mir auf Instagram folgt, habt ihr es schon gesehen: vor einer Weile bin ich spontan bei Yomaro in Köln am Eigelstein reingeschneit und habe dort veganen Frozen Yogurt genossen. Seitdem hatte ich den Frozen Yogurt die ganze Zeit im Hinterkopf, habe aber vor lauter traurigen Bananen, die dringend zu Nicecream verarbeitet werden wollten, keine Gelegenheit gehabt, selbst Frozen Yogurt zu machen.

Gestern überkam es mich dann aber, ich bin noch kurz vor Ladenschluss runter zum Bioladen gefahren und habe Joghurt in rauen Mengen gekauft, drei Kilo. Ein Teil davon ist gleich im Eisfach verschwunden und heute konnte das Experimentieren losgehen :)


Die meisten der Rezepte, die ich gefunden habe, gehen davon aus, dass man ERST irgendwas zubereitet und DANN einfriert oder gar in die Eismaschine gibt. Ich will aber IMMER gefrorenen Rohstoff haben um mir jederzeit spontan Frozen Yogurt machen zu können! Musste also selbst ran.


Zutaten
(für zwei Portionen)

250 g veganer Naturjoghurt (bei mir Provamel Soja Mandel)
3 EL veganer Naturjoghurt
1 TL Vanilleextrakt (meiner ist selbstgemacht: einfach 250 ml Wodka + 3 aufgeschnittene Vanilleschoten zwei drei Monate ziehen lassen und ab gehts!)
2 EL Ahornsirup Grad A (Agavendicksaft geht auch)


Wenn ihr richtig faul seid (also noch fauler als ich), nehmt ihr gleich veganen Joghurt mit Vanillegeschmack. Aber der hat auch richtig viel Zucker, so knapp 10% und ich versuche gerade, nicht mehr so viel Zucker zu essen, weil ich erste Entzugserscheinungen hatte. Macht wie ihr wollt.


Füllt die 250 g Joghurt in eine Eiswürfelform und lasst diese für mindestens drei Stunden (oder der Einfachheit halber über Nacht) gefrieren.

Gebt die Joghurteiswürfel zusammen mit den restlichen Zutaten in einen leistungsstarken Blender und pflügt das Ganze ein paar Runden kräftig durch, bis ihr eine homogene Masse habt.

Füllt euren veganen Frozen Yogurt in Schalen, und bewerft ihn mit allem, was die Schränke hergeben:

Himbeeren, Blaubeeren, Erdbeeren, Kirschen...

Mango, Banane, Kiwis...

Walnüsse, Macadamias, Erdnüsse, Pistazien, gerne auch alles karamellisiert...

Kuchenreste, Oreokekse, Schokolade, Krokant...

Die Möglichkeiten sind endlos! Und wenn ihr die zuckerfreie Variante macht, könnt ihr obendrauf ja auch richtig übertreiben!

Sonntag, 5. Februar 2017

Monkey Bread - süß am Sonntag

Laut Shia, von der ich dieses großartige Rezept habe und deren Backblog ich Euch wärmstens ans Herz lege, ist Monkey Bread ein amerikanischer Klassiker. Warum es so heißt, scheint etwas undurchsichtig zu sein, meine These: Affen würden einen Kuchen wohl auch eher zerpflücken, statt ihn erst mit einem Messer zu zerteilen und dann säuberlich mittels Tortenheber zu servieren.

Viel Spaß also mit dem affigen Gefühl beim Verzehr dieses zimtig zuckrigen Kuchens.


Zutaten
(für eine kleine 22er/24er Guglhupfform; ich hab eine Herzform mit ca. 25 cm Durchmesser genommen)

Für den Teig
400 g Dinkelmehl
10 g Trockenhefe
Prise Salz
2 EL Zucker
2 EL Ahornsirup
60 ml Sonnenblumenöl
230 ml Mandelmilch

Für den Überzug
80 g Kokosblütenzucker
80 g brauner Zucker
3 TL Zimt
100 ml Sonnenblumenöl


Falls ihr nicht wie ich eine Silikonform verwendet, ölt Eure Form ein und bepudert sie mit etwas Mehl, damit das Monkey Bread auch wieder rauskommt.

Die Mandelmilch erwärmen, bis sie lauwarm ist. Dann mit allen anderen Teigzutaten in eine Schüssel geben und mit den Knethaken kneten bis der Teig einigermaßen geschmeidig ist.

Den Teig zu einer Kugel formen, mit einem sauberen Küchenhandtuch abdecken und an einem warmen Ort gehen lassen, je nachdem 30 Minuten bis eine Stunde. Der Teig sollte sein Volumen ungefähr verdoppeln.

Während der Teig geht, die beiden Zuckersorten mit dem Zimt mischen.

Den Teig mit den Händen kurz durchkneten und anschließend so lange halbieren und wieder halbieren, bis ihr 64 Teigstücke habt.

Tunkt die Teigstückchen erst in das Sonnenblumenöl, wälzt sie dann in der Zucker-Zimt-Mischung und legt sie dann in Eure Form, bis alle Teigstückchen überzogen sind und die Form voll ist.

Lasst das Ganze nochmal gehen, bis sich das Volumen nochmal vergrößert hat. Heizt in der Zwischenzeit den Ofen auf 175° Grad vor.

Backt das Monkey Bread für eine halbe Stunde. Lasst es nur kurz in der Form abkühlen und stürzt es dann heraus, sonst kann es passieren, dass es in der Form kleben bleibt.

Das Monkey Bread schmeckt am besten, wenn ihr es noch warm mit Euren Lieblingsaffen teilt. Wir haben dazu noch Frischkäse und Beerenmarmelade gegessen.

Habt einen schönen Sonntag!

Montag, 22. August 2016

Frühstückskuchen mit Möhren und Nüssen

Diese Woche geht in NRW die Schule wieder los und weil ich morgens eh schon um sechs Uhr raus muss, freue ich mich, wenn ich nicht lange was vorbereiten muss und trotzdem ein leckeres Frühstück essen kann, bevor der Tag losgeht. Und da kommt der Frühstückskuchen ins Spiel.


Besonders hübsch ist er nicht, aber lecker und hält lange satt! Und er kuschelt gerne mit Vanille Vla :)

Zutaten
(für eine Brownie Form oder 12 Muffins)

200 g Weizenvollkornmehl
120 g Haferflocken
50 ml Ahornsirup Grad A
2 TL Backpulver
1 TL Muskat (muss nicht sein!)
1 TL Zimt
eine Prise Salz
250 g geriebene Möhren
1 reife Banane
80 g Cranberries
70 g Walnüsse
50 g geschredderte Kokosnuss
2 EL Sonnenblumenöl
240 g Apfelmus
1 Vanilleschote
120 ml Mandelmilch


Heizt Euren Ofen auf 175°C vor und fettet die Form mit etwas Margarine oder Öl ein.

Mischt in einer Schüssel Mehl, Haferflocken, Backpulver, Zimt, Muskat, Salz, Cranberries, Walnüsse, Kokosnuss und das Mark der Vanilleschote.

In einer anderen Schüssel zermatscht ihr die Banane und mischt sie mit den geriebenen Möhren, dem Öl, dem Apfelmus und der Mandelmilch.

Mischt alles zusammen, bis die trockenen Zutaten feucht sind und gebt den Teig in die Form.

Backt den Frühstückskuchen ca. 20 - 25 Minuten. Macht unbedingt die Stäbchenprobe!

Lasst den Frühstückskuchen etwas abkühlen und esst ihn dann mit Vanillesoße oder Kompott oder noch mehr Apfelmus :)

Der Frühstückskuchen hält sich ein paar Tage im Kühlschrank, lässt sich aber auch gut einfrieren!

Sonntag, 21. August 2016

Mousse au chocolat Torte mit Brombeeren - süß am Sonntag

An der Sieg sind die Brombeeren reif! Ich habe einige davon in einer so dermaßen mächtigen Torte versteckt, nichtmal meine Schwiegermutter, unser schilddrüsenüberfunktionierender Freund oder gar ich hätten ein ganzes Stück alleine geschafft!

Liegt wahrscheinlich nicht an den Brombeeren.
Eher an den sechs bis sieben Tafeln Schokolade...


Übrigens könnt ihr den Biskuit schon am Vorabend backen, dann lässt er sich am folgenden Tag leichter durchschneiden.

Zutaten
(für eine 26er Springform)

Für den Biskuit
450 g Mehl (450 Weizen oder 630 Dinkel)
3 EL Backpulver
60 g Kakao
1 Vanilleschote
280 g Zucker
90 ml neutrales Öl
500 ml sehr sprudeliges Mineralwasser

Für die Mousse au chocolat
800 g Seidentofu
1 Päckchen Vanillezucker
600 g Zartbitterschokolade

...und sonst noch
etwa 300 g Brombeeren (einige schöne für die Deko behalten)
200 g Brombeermarmelade


Für den Biskuit heizt ihr zuerst einmal den Ofen auf 180°C vor und legt eine Springform mit Backpapier aus.

Kratzt das Mark der Vanilleschote heraus und mischt es mit Mehl, Kakao, Backpulver und Zucker.

Anschließend das Öl dazugeben und unterrühren, dabei nach und nach das Mineralwasser dazulaufen lassen.

Alles verrühren, bis ein glatter Teig entstanden ist.

Den Teig in die Springform füllen und für ca. 45 Minuten backen. Unbedingt die Stäbchenprobe machen, um zu sehen, ob der Biskuit durch ist!

Ist der Biskuit gut, lasst ihn im ausgeschalteten Backofen komplett auskühlen. Veganer Biskuit fällt zwar nicht so leicht zusammen wie der mit Eiern, aber sicher ist sicher.


Für die Creme gießt ihr den Seidentofu ab, gebt ihn in eine große Schüssel und püriert ihn zusammen mit dem Vanillezucker einmal gut durch.

Brecht die Schokolade in kleine Stücke und schmelzt sie im Wasserbad. Gebt die Schokolade unter Rühren mit dem Pürierstab zum Seidentofu und püriert so lange weiter, bis ihr eine homogene Masse habt.

Stellt die Mousse für eine halbe Stunde kalt und wascht Eure Brombeeren in der Zwischenzeit und trocknet sie vorsichtig ab.

Baut Eure Torte zusammen: schneidet die Tortenboden zweimal horizontal durch (das geht gut mit einer Gitarrensaite) und begradigt evtl. den Tortendeckel.

Legt einen Boden in einen Springformring und bestreicht ihn mit der Hälfte der Marmelade. Gebt die Hälfte der Brombeeren darauf, streicht ein Drittel der Mousse au chocolat darüber und setzt den zweiten Boden auf.

Und wieder: Marmelade, Brombeeren, Mousse au chocolat. Setzt abschließend den Deckel obendrauf und bestreicht ihn mit der restlichen Mousse. (Das hat bei uns irgendwie nicht so gut geklappt, weil das dafür vorgesehene letzte Drittel der Mousse irgendwie irgendwo verschwunden ist... ich habe dann eine weitere Tafel Schoki geschmolzen, die Torte damit überzogen und noch ein paar bunte essbare Blüten hinterhergeworfen :D )

Verziert Eure Torte mit den restlichen Brombeeren oder was Euch sonst noch einfällt :)


Sonntag, 1. Mai 2016

Veganer Russischer Zupfkuchen - süß am Sonntag

Ich weiß gar nicht, wo das Rezept für den Russischen Zupfkuchen eigentlich herkam. Plötzlich, mitten in meiner Kindheit war er da, ich mochte ihn gleich, weil Schokolade und Kirschen im Spiel waren. Seitdem ist er wohl der Kuchen, den meine Mamma am häufigsten macht, zum Kaffeeklatsch, zu Geburtstagen oder einfach mal so zwischendurch. Ich kann das gut verstehen, denn er ist schnell gemacht, bleibt lange saftig und findet immer großen Anklang.


Ich habe das Rezept meiner Mutter veganisiert und die Anzahl der Streusel sehr großzügig erhöht :) Außerdem kommen die Streusel meiner Mamma obendrauf ohne Kakao aus, aber ihr wisst ja, dass ich eine Schwäche für alles mit Schoki habe :)


Zutaten
(für eine 26er Springform oder eine rechteckige Brownieform)

für den Teig
1 EL Sojamehl
220 g Mehl
30 g Kakao
125 g Margarine
125 g Zucker
1/2 Päckchen Backpulver
etwa 50 ml Mandelmilch

für die Füllung:
1 Biozitrone
400 g Seidentofu
125 g Zucker
1 Packung Vanillepuddingpulver
350 g Kirschen aus dem Glas


Für den Eiersatz mischt ihr das Sojamehl mit 2 EL Wasser und lasst es kurz quellen.

In der Zwischenzeit heizt ihr den Ofen auf 200°C vor und legt eine Springform mit Backpapier aus oder fettet Eure Brownieform ein.

Mischt in einer Schüssel Mehl, Kakao, Zucker und Backpulver. Gebt die Margarine und das angedickte Sojamehl dazu und verknetet alles zu einem geschmeidigen Teig. Sollte das nicht möglich sein, weil der Teig zu trocken ist, gebt etwas Mandelmilch hinzu.

Teilt den Teig in zwei Hälften, rollt die eine Hälfte aus und legt Eure Springform damit aus. Zieht den Teig an den Rändern etwas hoch.


Für die Füllung wascht ihr die Zitrone und reibt ihr die Schale ab.

Mischt den Seidentofu mit Zucker, dem Vanillepuddingpulver, der Zitronenschale und dem Saft einer halben Zitrone.

Gebt die Füllung in Euren vorbereiteten Boden, schüttet die Kirschen ab und verteilt sie auf der Füllung.

Verarbeitet den restlichen Teig zu Streuseln und werft diese locker auf den Russischen Zupfkuchen.

Backt den Kuchen für ca. 45 Minuten und lasst ihn vorm Anschneiden gut durchkühlen.

Jetzt könnt ihr z. B. Eure Lieblingsrussen (ich habe davon gleich zwei ♥) zum sonntäglichen Kaffeeklatsch einladen und ihnen erklären, was das für ein Rezept ist. In Russland hat man von einem Russischen Zupfkuchen nämlich noch nie gehört... ;)

Sonntag, 24. April 2016

Kirschkuchen mit Marzipancreme - süß am Sonntag

Kennt ihr das? Ihr seht ein Rezept, lasst alles stehen und liegen und müsst es sofort nachbacken? Flitzt schnell in die Küche, um zu schauen, ob alle Zutaten im Haus sind und legt sofort los...?

So ging es mir letztes Wochenende. Ich habe diesen wunderbaren Kuchen in einer veganen Facebook Gruppe gesehen und zum Glück gehöre ich zu den Menschen, die Backzutaten immer auf Vorrat haben.

Kirschkuchen mit Schokoladen Haselnussboden und einer Vanille Marzipan Creme obendrauf. Muss ich mehr sagen?!


Das Originalrezept stammt von Dr. Oetker, wurde von mir aber etwas abgewandelt.

Zutaten
(für eine 26er Springform)

für den Teig
50 g Zartbitterschoki
125 g Mehl (ich hab 630er Dinkel genommen)
2 TL Backpulver
80 g Zucker
1 Vanilleschote
50 g gemahlene Haselnüsse
125 ml Mandelmilch
4 EL Sonnenblumen- oder anderes geschmacksneutrales Öl

1 Glas Kirschen (abgetropft ca. 400 g, ich habe süße Kirschen genommen)

für die Marzipancreme
100 g Marzipan
1 Päckchen Vanillepuddingpulver
1 EL Zucker
200 ml Mandelmilch
200 ml Hafersahne

50 g Zartbitterschoki
1 EL Leinöl


Zuallererst lasst ihr die Kirschen abtropfen und hackt die Schokolade für den Teig grob klein.

Legt Eure Springform mit Backpapier aus und heizt den Ofen au 170°C vor.

In einer Schüssel mischt ihr Mehl, Backpulver, Zucker und die gemahlenen Haselnüsse miteinander.

Halbiert die Vanilleschote längs, kratzt das Mark heraus und mischt es in einer zweiten Schüssel mit der Mandelmilch und dem Öl.

Gebt die flüssigen Zutaten zu den trockenen und rührt das Ganze gut durch, bis ihr einen geschmeidigen Teig habt. Hebt mit einem Löffel noch die gehackte Schoki unter und füllt den Teig in die Springform.

Verteilt die Kirschen auf dem Teig, drückt sie etwas an und backt den Teig für 30 Minuten. Macht unbedingt die Stäbchenprobe, bevor ihr ihn rausholt!


In der Zwischenzeit könnt ihr schonmal die Marzipancreme vorbereiten. Schneidet das Marzipan in möglichst kleine Stückchen. Das ist eine ziemlich klebrige Angelegenheit, vor allem, wenn ihr hochwertiges Marzipan mit einem hohen Mandelteil nehmt.

Mischt das Vanillepuddingpulver mit dem Zucker und gebt etwa ein Drittel von der Mandelmilch dazu. Rührt gut um, bis keine Klümpchen mehr zu sehen sind und sich der Zucker weitgehend aufgelöst hat.

Erhitzt die restliche Mandelmilch mit der Hafersahne und den Marzipanstückchen in einem Topf auf dem Herd, rührt dabei immer wieder um, damit sich das Marzipan gut auflöst.

Gebt das angerührte Puddingpulver dazu und lasst alles miteinander kurz aufkochen, sodass die Marzipancreme andickt.

Ist Euer Boden fertig und abgekühlt, gebt ihr die Marzipancreme darauf und lasst sie auskühlen.

Für die Deko hackt ihr die Zartbitterschoki klein und lasst sie zusammen mit dem Leinöl im Wasserbad schmelzen. Gebt sie anschließend in einen Spritzbeutel und malt viele große Kreise auf den Kuchen. Ich habe zusätzlich noch ein paar Kirschen draufgeworfen :)

Der Kuchen war genauso lecker wie ich mir das vorgestellt habe und wurde mit jedem Tag besser, hat aber insgesamt nur drei Tage überlebt. Und damit nicht nur der Mann und ich was vom großen Kuchenglück haben, habe ich meinen Lieblingsbuchhändlern auch was vorbeigebracht, deren Feedback reiche ich nach ;)

Habt einen schönen Sonntag!

Sonntag, 3. April 2016

Banana Pancakes ohne Zucker - süß am Sonntag

Wir hatten eine Menge Bananen. Nicecream wurde gerührt, Smoothies wurden püriert, Banana bread wurde gebacken und es waren immer noch welche da. Und kurz bevor Schnaps draus wurde, habe ich dieses tolle Rezept gefunden und etwas angepasst.

Herausgekommen sind Pancakes nicht nur ohne Zucker sondern auch ohne Zuckerersatz! Trotzdem waren sie ziemlich süß :)


Zutaten
(für 8 - 10 Pancakes)

1 EL geschrotete Leinsamen
125 g Mehl (ich habe 100 g Dinkelmehl 812 und 25 g Lupinenprotein genommen)
50 g Haferflocken
2 TL Backpulver
Prise Salz
230 ml Mandelmilch
Mark einer Vanilleschote
2 große, sehr reife Bananen
etwas Öl zum Braten, ich habe Sonnenblumenöl genommen


Mischt den geschroteten Leinsamen mit 2 EL Wasser und lasst das Ganze kurz quellen. Das ist unser Eiersatz.

In der Zwischenzeit mischt ihr in einer Schüssel Mehl, Haferflocken, Backpulver und Salz.

Zerdrückt die Bananen mit einer Gabel und mischt sie in einer anderen Schüssel mit Mandelmilch, den gequoellenen Leinsamen und Vanillemark.

Gebt die feuchten Zutaten zu den trockenen und rührt nur kurz mit einem Löffel durch, bis sich alle Zutaten einigermaßen verbunden haben, den Teig nicht zu lange durchrühren!

Erhitzt etwas Öl bei mittlerer Hitze in einer Pfanne und backt die Pancakes portionsweise aus, etwa drei bis vier Minuten von jeder Seite braten, je nachdem, wie dunkel ihr sie mögt :)


Auch wenn kein Zucker im Teig ist, sind die Pancakes durch die Bananen relativ süß. Ich habe es mir trotzdem nicht nehmen lassen, noch Ahornsirup darüber zu gießen :)

Habt einen schönen (süßen) Sonntag!

Sonntag, 21. Februar 2016

Kino auf dem Teller: White Cake

Heute widmen wir uns einem Regisseur, der irgendwo zwischen Blaxploitation-Grindhouse, modernisiertem Film noir, Kung Fu Film und Spagetti Western all diejenigen Filme zitiert, mit denen ich aufgewachsen bin und die ich bis heute liebe: Quentin Tarantino.

Vom Filmprojektor meines Vaters, auf dem neben Märchenfilmen auch Dutzende Western und Mantel- und Degenfilme liefen, die unsere Kinderfantasie ordentlich anheizten, bis hin zu meiner heutigen Vorliebe für neo noir, Guts ´n Gore Trash und billig produzierten Grindhouse; all das finde ich in einem Tarantino Film wieder.

Und während ein Peter Jackson vom Hinterhofregisseur der Trash Klassiker Meet the Feebles und Braindead zum Hollywood Liebling aufsteigt, der Millionen für Filme wie King Kong oder Der Hobbit raushaut, nimmt Tarantino alles Merkwürdige, was er im Abseits des Kinos der 1960 und 70er Jahre findet und trägt es in den Mainstream.

Der wiederum reagiert teilweise schockiert. Tarantino wird immer wieder vorgeworfen, seine Filme seien Gewalt verherrlichend bzw. verharmlosend, würden sich über Sterben und Tod lustig machen. Tatsächlich ist Gewalt Mittel zum Zweck: großflächige Blutflecken funktionieren in Tarantino Filmen als Eyecatcher, als ikonische Farbe, sogar als Teil der Mise en Scène.

Für mich ist Tarantino mehr als der bloße body count seiner Filme (auch wenn dieser hoch ist). Tarantino ist ein Handwerker des klassischen Kinos, der nicht nur mit Vorliebe auf Breitfilm (der aktuelle Film The hateful eight ist auf 70mm gedreht) produziert, sondern auch eine gesunde Aversion gegen alle digitalen Spezialeffekte hegt. Wenn Kunstblut und -gedärm in einem Tarantino rumfliegen sollen, dann fliegt es auch tatsächlich rum und wird nicht nachträglich am Computer eingefügt. Jeder einzelne Tarantino Film ist filmkünstlerische Handarbeit.


Das heutige Rezept stammt aus dem vorletzten Tarantino Film, Django Unchained. Auch wenn das Thema ernst ist: immer wieder finden sich im Film Szenen, die so bescheuert albern sind, dass man lachen muss, z.B. als Django sich seine neue Kleidung aussuchen darf und danach aussieht wie ein Lakai aus dem viktorianischen Zeitalter der mit seiner Zeitmaschine noch schnell einen Abstecher in die Disco Szene der 70er gemacht hat.
Oder als die Schergen eines Plantagenbesitzers sich über die schlecht sitzenden Masken beschweren, "I can´t see fucking shit", woraufhin einer von ihnen beleidigt abzieht, weil seine Frau den ganzen Tag an den Masken "for you ungrateful sons of bitches" gearbeitet hat.

Beim Oberschurken (großartig gespielt von Leonardo Di Caprio!) gibt es schließlich ein Dessert, White Cake. Und das backen wir heute nach :)


Der White Cake ist ein klassisches amerikanisches Dessert, das tatsächlich vor allem im Süden der USA kredenzt wird. Das Konzept an sich ist einfach: fluffiger Biskuit mit einer frischen Sahne Frischkäsecreme. Fein wird das ganze durch viel echte Vanille.
Und weil wir uns hier immer noch bei Tarantino befinden, kommt meine Version mit einigen Spritzern Kunstblut daher :)


Zutaten
(für eine 18er Springform)

für den Biskuit
1 Vanilleschote
170 g Mehl (Weizen 550 oder Dinkel 630)
1 EL Backpulver
140 g Zucker
30 ml Rapsöl (oder anderes geschmacksneutrales Öl)
180 ml sehr sprudeliges Mineralwasser

für die Füllung
400 g veganen Sauerrrahm (z.B. von Soyananda)
140 g veganen Frischkäse
1 Vanilleschote
80 g Puderzucker
1/2 TL Zitronensaft


Heizt den Ofen auf 180°C vor und legt eine kleine Springform mit Backpapier aus.

Halbiert die Vanilleschote längs und mischt das Mark mit Mehl, Backpulver und Zucker.

Rührt das Öl und das Mineralwasser unter, bis ihr einen geschmeidigen, homogenen Teig habt.

Füllt den Teig in die Springform und backt den Biskuit für etwa 40 Minuten. Lasst ihn anschließend wenn möglich im Backofen auskühlen.


Für die Füllung mischt ihr einfach den Sauerrahm, den Frischkäse und den Zitronensaft mit dem Mark einer weiteren Vanilleschote, siebt den Puderzucker darüber und verrührt alles.

Schneidet den Biskuitboden zweimal horizontal durch (das geht hervorragend mit der e-Saite einer Gitarre).

Bestreicht den unteren Boden mit einem Drittel der Frischkäsecreme, setzt den zweiten Boden auf, streicht wieder ein Drittel der Creme darauf und setzt abschließend den "Deckel" auf.

Bestreicht Euren White Cake rundum mit dem Rest der Creme und stellt ihn bis zum Servieren kalt.


Und wenn ihr jetzt Lust auf Tarantino bekommen habt, aber noch nie einen Tarantino gesehen habt, schlage ich vor, mit Tarantinos Beitrag "The Man from Hollywood" im Episodenfilm Four Rooms anzufangen. Zwanzig Minuten die volle Tarantino Breitseite in Casting, Story, Witz und Gewalt. Garniert mit einem fast nicht erkennbaren Bruce Willis.
Und dem unvermeidbaren Auftritt Tarantinos selbst, den er sich in keinem seiner Filme nehmen lässt :)

Samstag, 20. Februar 2016

Die neue Nugatpraline aus dem Bernsteinzimmer

Heute mache ich das, was ich am besten kann: Schokolade essen :D
Aber nicht irgendeine Schokolade: Von Solvejg handgemachte Nugatpralinen von Das Bernsteinzimmer!

Solvejg und ihren Mann Oli habe ich im November kennengelernt und es war Liebe auf den ersten Blick. Nein, ich hab mich nicht in die beiden verliebt (auch wenn die zwei schon sehr süß sind :D ), sondern in die großartigen Schokoladenkreationen, die die beiden machen! Seitdem bin ich großer Fan und habe natürlich keine Sekunde gezögert, als Solvejg gefragt hat, ob ich die neue, verbesserte Rezeptur der Nugatpralinen probieren möchte.


Schon beim Anschnitt merke ich: die alte Rezeptur (links) ist fester, heterogener, mit kleinen Stückchen, die Widerstand leisten. Durch die neue Rezeptur (rechts) geht das Messer wie Butter und auch die Schnittfläche sieht viel geschmeidiger aus.


Geschmack und Konsistenz der alten Rezeptur erinnern mich an Blätterkrokant, das ich nicht besonders gerne mag. Und auch wenn die äußere Schokoladenhülle sehr fein ist, das Innere ist eher bröselig.


Die Füllung der neuen Rezeptur kommt hinsichtlich der Konsistenz viel zarter, viel geschmeidiger daher. Das überzeugendste Argument ist für mich aber: sie schmeckt viel besser! Nussiger und weniger süß, was ich sehr mag!

Fazit: wenn ihr auf Blätterkrokant steht, mögt ihr vielleicht lieber die alte Rezeptur der Nugatpraline aus dem Bernsteinzimmer. Aber dann könntet ihr auch einfach gleich Solvejgs handgefaltetes Blätterkrokant bestellen :)
Ich persönlich bevorzuge die neue Variante, sie ist wirklich schön nussig, ein zartes Nugat und nicht zu süß.


Die Pralinen wurden mir von Solvejg und Oli kostenlos zur Verfügung gestellt. Meine Meinung bleibt davon unberührt!

Sonntag, 31. Januar 2016

Tiramisu - süß am Sonntag

Ich weiß nicht, wie´s euch geht, aber mir ist gerade konstant kalt. Dabei schneit es draußen nichtmal (und das ist auch gut so!), aber hübsch ist das Wetter nicht. Deswegen habe ich Euch heute ein Rezept für ein Dessert mitgebracht, das sich hervorragend eingemummelt auf dem Sofa essen lässt. Und wenn man zwei, drei Portionen mehr davon isst, kann man noch etwas Speck anlegen, der wärmt auch :D


Im Gegensatz zum konventionellen Tiramisu kommt die vegane Variante leichter daher und enthält natürlich kein Cholesterin von fiesen, rohen Eiern. Vegane Löffelbiskuits sind mir bisher noch nicht untergekommen, ihr könnt aber natürlich selbstgemachten Biskuit nehmen oder, wie ich, einfach Zwieback verarbeiten. Merkt keiner ;)


Zutaten
(für vier Portionen)

400 g Seidentofu
175 g Margarine
180 g Zucker
35 ml Orangensaft
25 ml Amaretto
175 g Zwieback
250 ml starker kalter Kaffee
3 EL Kakaopulver
evtl. Schokiherzen für die Deko


Schmelzt die Margarine in einem Topf und lasst sie abkühlen, bis sie lauwarm ist.

Seidentofu, Orangensaft, Zucker und Amaretto miteinander pürieren, dabei die abgekühlte Margarine einlaufen lassen und alles zu einer homogenen Masse verrühren.

Den Zwieback in den kalten Kaffee tauchen, in eine hohe, kleine Auflaufform legen, mit der Creme bestreichen, wieder mit getränktem Zwieback belegen, mit der Creme bestreichen usw.


Mit Creme abschließen, das Tiramisu dick mit Kakao beschneien und mindestens eine Stunde kalt stellen.

Übrigens könnt ihr die Version mit Erdbeeren, die ihr hier findet, natürlich ganz leicht veganisieren. Vor allem im Sommer lecker, aber bis dahin müssen wir uns noch etwas gedulden...

Habt einen schönen Sonntag!


Sonntag, 24. Januar 2016

Kino auf dem Teller: Mendl´s

Endlich! gibt´s auch einen neuen Beitrag für meine kleine Serie Kino auf dem Teller. Wie ihr wisst, habe ich nicht nur eine Schwäche für gutes Essen, sondern auch für ebensolche Filme. Und auch wenn ich mich gerade autodidaktisch zum Vampirfilmwissenschaftler ausbilde (186 von 234 hab ich noch vor mir!) möchte ich Euch heute meinen Lieblingsfilm eines Lieblingsregisseurs vorstellen: Grand Budapest Hotel von Wes Anderson.


Alles an diesem Film ist schlicht großartig!
Großartig besetzt, z.B... Tilda Swinton ist nicht wiederzuerkennen, Willem Dafoe spielt die allerfieseste Fieslingsrolle seiner ganzen Karriere, Adrien Brody spielt eine schnöselige Adrien Brody Rolle, Jeff Goldblum einen Anwalt mit Katze und Ralph Fiennes wurde die Hauptrolle quasi auf den Leib geschneidert. Obendrein dürfen Owen Wilson, Jason Schwartzman und Bill Murray natürlich auch in keinem Wes Anderson Film fehlen.

Großartig ist ebenfalls der Soundtrack von Alexandre Desplat, der auch schon für The Fantastic Mr. Fox und Moonrise Kingdom mit Wes Anderson zusammengearbeitet hat.
Ich mag die Musik des Filmes so sehr, dass ich die Musik, als Zéro das erste Mal die Lobby des Hotels betritt, als Klingelton habe und immer etwas warte, bevor ich drangehe. Wundert Euch nicht!

Die Handlung eines Wes Anderson Films ist meist schnell erzählt. Was die Filme aber ausmacht, ist der unnachahmliche Sinn und Stil für Bildkompositionen; für Aufteilung, Farben, die Schauspielerführung, das oft gedimmte und gefilterte Licht, die ganze Mise en Scène. Beim mehrmaligen Anschauen halte ich oft den Film an und denke mir, dieses Standbild könnte jetzt auch gut ein Gemälde sein. Wes Anderson (und wir) haben diese Bildschönheiten Robert Yeoman zu verdanken, Andersons director of photography. Falls es Euch interessiert: ein sehr liebevoll gemachtes Feature über ihn findet ihr hier:


Ihr merkt es schon: ich könnte Stunden mit meiner Schwärmerei für Anderson Filme füllen :) Aber kommen wir mal zum Rezept.

Mendl´s sind kleine, kunstvoll aufeinandergestapelte und gefüllte Windbeutel, die aufwändig verziert werden. Im Film verdankt Zéro den kleinen Süßigkeiten nicht nur seine Bekanntschaft mit Agatha, sie versüßen Monsieur Gustave auch den Gefängnisaufenthalt und retten Zéro und Agatha das Leben. Obendrein sehen sie einfach hübsch aus!


Die Mendl´s haben mich einige Nerven gekostet! Eigentlich sind sie aus Brandteig gemacht, der natürlich alles andere als vegan ist. Mein Versuch eines veganen Brandteigs hatte die Konsistenz von Zement und hat auch ähnlich geschmeckt...
Am Ende habe ich Blätterteig so gepiesackt, dass er hübsch rund aufgegangen ist - wie, sage ich Euch unten. Unbedingt haben solltet ihr eine Tülle, mit der ihr Teig füllen könnt. Und einen schmalen Spritzbeutel oder eine Garnierflasche, mit der man schreiben kann.

Insgesamt ist die Produktion von Mendl´s wirklich eine Kunst und erfordert viel Fingerspitzengefühl. Von Agathas Original im Film sind meine weit entfernt, aber die Gute macht ja auch den ganzen Tag nichts anderes :)


Zutaten
(für etwa drei Stück)

200 g veganen Blätterteig

für die helle Ganache
100 g weiße vegane Schokolade
60 ml Sahne
etwas blaue Lebensmittelfarbe

für die Füllung
150 g dunkle Schokolade
80 ml Sahne

für den Guss
Puderzucker
Lebensmittelfarben in lila, grün und rosa

für die Deko
Puderzuckerguss in einer schmalen Spritzflasche
Mokkabohnen aus Schokolade


Zuerst heizt ihr Euren Backofen auf 200°C vor.

Rollt den Blätterteig aus und stecht drei verschieden große Teigkreise aus, ich habe eine Müslischüssel, ein Wasserglas und ein Schnapsglas dafür genommen.
Den größten Kreis braucht ihr sechs Mal, den mittleren drei Mal und den kleinsten auch drei Mal.

Legt je zwei große Teigkreise übereinander (so werden die Windbeutel hoch genug), legt alle Teigkreise auf ein Blech und backt den Blätterteig 10 - 15 Minuten auf, bis ihr einigermaßen runde Teigbällchen habt. Lasst diese unbedingt im Ofen auskühlen!

Während Eure Windbeutel auskühlen, stellt ihr die Zuckergüsse und die Ganaches her.

Rührt je einen eher flüssigen lilanen, grünen und rosanen Zuckerguss und einen sehr festen ungefärbten an.

Für die Ganaches lasst ihr jeweils die Schokolade unter Rühren in der Sahne schmelzen.

Färbt zwei Drittel der hellen Ganache mit etwas blauer Lebensmittelfarbe ein.

Wenn Eure Windbeutel abgekühlt sind, geht´s ans Zusammensetzen!

Füllt zuerst die dunkle Ganache in die Fülltülle, stecht jeden Windbeutel einmal vorsichtig ein und drückt etwas von der Schokoladenganache hinein.

Überzieht dann die großen Windbeutel mit dem lilanen Zuckerguss, die mittleren mit dem grünen und die kleinen mit rosanem. Malt mit dem ungefärbten, festen Zuckerguss Kringel auf die einzelnen Teile und lasst das Ganze kurz antrocknen.

Gebt einen Klecks helle, ungefärbte Ganache auf ein Pralinen- oder Cupcakepapier, setzt den größten Windbeutel darauf, gebt etwas blau gefärbte Ganache darauf, setzt den mittleren Windbeutel auf undsoweiter.

Zum Schluss klebt ihr mit ganz wenig Ganache oder Zuckerguss die Mokkabohne auf. Fertig! (War ja auch Arbeit genug...)


Die Mendl´s sollten wenn möglich sofort gegessen werden, überleben aber auch eine Nacht im Kühlschrank.

Und jetzt: schaut Euch einen Wes Anderson Film an! Ich empfehle natürlich Grand Budapest Hotel!

Montag, 18. Januar 2016

Protein Pancakes

Ihr Lieben, da bin ich wieder! Draußen, offline, im analogen Leben hat sich eine Menge getan, seit ich Mitte November mit Frau S. im Vegane Zeiten war, um mir das Bäuchlein vollzuschlagen.

Einen Tag später habe ich eine neue Arbeitsstelle angetreten, die zwar ziemlich großartig ist, mich aber auch lange vollkommen in Beschlag genommen hat. Dann kamen die Weihnachtsgelage (die ihr immerhin auf Instagram verfolgen konntet) und diese herrlich entspannte Zeit zwischen den Jahren, die ich ausschließlich mit meinem Liebsten verbracht habe und die von einem genialen Silvesterabend (mitsamt des ersten Raclettes meines Lebens!) gekrönt wurde.

Leider hatte ich zwischendurch auch eine Phase, in der ich weder Antrieb noch Appetit hatte. Daran bin ich vor allem selbst Schuld, da ich ständig zwischendurch irgendeinen Mist gegessen habe, statt mir mal was Anständiges zu kochen und mich obendrein wenig bewegt habe. Klar, dass das auf die Stimmung schlägt. Da sich mein workload aber inzwischen einigermaßen eingependelt hat, habe ich auch wieder Zeit zum Kochen und Lust auf viel buntes Gemüse und andere Leckereien!

Und für Euch habe ich heute ein Rezept, das sogar vorsatzkompatibel ist, falls ihr Euch denn Vorsätze gemacht habt :)


Die Pancakes sind schnell gemacht, schmecken auch noch kalt und enthalten eine extra Portion Protein, damit ihr nicht so schnell wieder Hunger bekommt :)
Am besten klappt dieses Rezept mit glutenfreiem Mehl, da die Pancakes dann besser aufgehen. Natürlich könnt ihr auch reguläres Dinkel- oder Weizenmehl nehmen, allerdings bekommen sie dann eher die Konsistenz von Kaiserschmarrn.
Was ja auch nichts Schlechtes ist :)


Zutaten
(für zwei Portionen)

100 g glutenfreies Mehl
50 g Protein nach Wahl (ich nehme Lupinen oder Reisprotein)
250 ml Mandelmilch
1 gehäufter TL Backpulver
Mark einer halben Vanilleschote
Süßungsmittel nach Wahl, bei mir waren es 3 EL Ahornsirup Grad A
Sonnenblumenöl zum Ausbraten


Halbiert eine Vanilleschote längs und kratzt das Mark heraus.

Mischt das Mehl mit dem Protein, dem Backpulver und dem Vanillemark.

Gebt unter Rühren mit dem Schneebesen die Mandemilch und den Ahornsirup dazu, bis ihr einen etwas zähflüssigen Teig habt.

Erhitzt das Öl bei mittlerer Hitze in einer schweren Pfanne und backt Eure Protein Pancakes auf jeder Seite für etwa vier Minuten aus.


Dazu passt natürlich Obst! :)


Sonntag, 15. November 2015

Mini Apple Pie - süß am Sonntag

Manchmal hat man ja so Teigreste übrig. Zu wenig, um damit einen schönen Rand für eine Quiche zu machen, aber zu viel, um daraus nur kleine Verzierungen zu machen. In solchen Fällen kommen meine Potjes zum Einsatz, kleine Keramiktöpfe, die mir meine Schwiegermutter aus den Niederlanden mitgebracht hat. Diesmal habe ich sie mit Blätterteigresten und neuen Boskop Äpfeln gefüllt und Mini Apple Pies gemacht.


Zutaten
(für sechs kleine Potjes, ca. 5 cm Durchmesser)

etwas Blätterteig (ca. 100 g)
etwas Fett für die Form
1 großer Boskop
1/2 TL Zimt
1 EL Zucker
1 Schuss Zitronensaft
6 EL Sojajoghurt, evtl. mit Geschmack, bspw. Vanille oder Apfelstrudel


Falls ihr keine Potjes habt, könnt ihr natürlich auch Soufflé- oder Muffinformen benutzen!

Fettet eure Förmchen ein und heizt den Backofen auf 180°C vor.

Wascht, schält und entkernt den Apfel und schneidet ihn in kleine Würfel.

Mischt die Apfelwürfel mit Zimt, Zucker und einem Schuss Zitronensaft.

Stecht aus dem Blätterteig sechs größere (bei mir waren es ca. 6 cm) und sechs kleinere (bei mir etwa 4 cm) aus. Ihr könnt die Reste nach dem Ausstechen immer wieder ausrollen, wir wollen ja alles verbrauchen!


Legt die Potjes mit den Blätterteig Kreisen aus, gebt jeweils einen Esslöffel Äpfel hinein und einen Klecks Joghurt obendrauf. Verschließt das Ganze mit dem kleineren Teigkreis.

Backt die Mini Apple Pies für 10 - 15 Minuten im Ofen, lasst sie lieber nicht aus den Augen, damit sie nicht zu dunkel werden!

Die Mini Apple Pies schmecken am besten noch warm :)

Was macht ihr am liebsten mit Boskop Äpfeln? Ich hab drei Kilo gekauft! Schönen Sonntag :)


Sonntag, 8. November 2015

Kürbisschnecken - süß am Sonntag

Heute ist das süß am Sonntag ein ganz schnelles zackzack Rezept, weil ich im Moment nur mit arbeiten und manchmal schlafen beschäftigt bin, aber trotzdem zwischendurch mal was Süßes essen und kurz durchatmen will.

Deswegen gab´s heute nicht nur eine Kurzgeschichte von Murakami, sondern auch Kürbisschnecken, die noch schneller fertig sind wenn ihr wie ich Kürbispüree im Vorrat habt.


Zutaten
(für ein Blech, etwa 30 Schnecken)

1 Rolle veganen Blätterteig (ca. 200 g)
150 g Kürbispüree
1/2 TL Zimt
1/2 TL gemahlene Vanille
2 EL brauner Zucker


Wenn ihr kein Kürbispüree habt, nehmt die Hälfte eines Hokkaido, entkernt ihn, schneidet ihn in grobe Stücke und lasst ihn bei 200°C ca. 30 Minuten im Ofen backen, bis er weich ist. Anschließend pürieren und sofort weiterverarbeiten oder in Gläser abfüllen und in die Speisekammer stellen, damit das beim nächsten Mal schneller geht.

Heizt euren Ofen auf 180°C vor und legt ein Backblech mit Backpapier aus.

Mischt Zimt, Vanille und braunen Zucker miteinander.

Rollt den Blätterteig aus und bestreicht ihn mit dem Kürbispüree.

Streut die Zuckermischung darauf und rollt den Blätterteig von der langen Seite her zu einer Rolle auf.

Mit einem scharfen Messer schneidet ihr die Rolle in ca. 1,5 cm breite Streifen und legt diese mit der Schnittfläche nach oben auf das Backblech.

Backt die Kürbisschnecken für etwa 10 Minuten, je nach Größe.

Am besten schmecken die Kürbisschnecken, wenn sie noch warm sind :)

Ich hoffe, ihr habt ein bisschen mehr Zeit für euch als ich und genießt diesen Sonntag!


Sonntag, 25. Oktober 2015

Halloween Cupcakes - schaurig am Sonntag

In sechs Tagen ist es wieder so weit: Halloween!
Traditionell feiert an diesem Tag die beste Küchenfee ihren Geburtstag und ich überlege noch, ob ich mich verkleide. Eigentlich wollten der Mann und ich uns als die 80er verkleiden, so komplett mit Jane Fonda Aerobicanzug bzw. diesen schrecklichen Männer Jogginghosen. Jedenfalls kann ich mir nicht sehr viele gruseligere Dinge als die 80er vorstellen.

Spinnen z.B.
... ich habe sehr viel mehr Angst vor sämtlichen Alben von Culture Club als vor Spinnen. In meinem Fall müsste dann auf diesen Halloween Cupcakes ein kleiner Boy George sitzen. Das würde mich echt gruseln.


Basis für die Halloween Cupcakes sind Möhren-Kürbis-Muffins, die dann mit einem feinen Schokoladen Frosting und fetten Kellerspinnen oder Kürbissen aus Marzipan geschmückt werden. Das Rezept für das Frosting stammt von Shia von Cake Invasion.


Zutaten
(für 12 Cupcakes)

für den Teig
100 g brauner Zucker
100 ml Sonnenblumenöl
150 g geraspelte Möhren
100 g Kürbispüree
1/2 TL Zimt
1/2 TL gemahlene Vanille
Prise Salz
200 g Mehl
1/2 Päckchen Backpulver

für das Frosting
100 g Zartbitterschoki
1 EL Mandelmilch
50 g Margarine
75 g Puderzucker

für die Deko
80 g oranges Marzipan
80 g schwarzes Marzipan
20 g grünes Marzipan


Heizt euren Ofen auf 160°C vor und legt eine Muffinform mit Papierförmchen aus.

Für den Teig verrührt ihr Öl und braunen Zucker miteinander, bis sich der braune Zucker aufgelöst hat, was eine gefühlte Ewigkeit dauert.

Gebt Salz,  Zimt, die gemahlene Vanille, die geraspelten Möhren und das Kürbispüree dazu.

Mischt in einer anderen Schüssel das Mehl mit dem Backpulver und gebt die Mehlmischung nach und nach zur Möhrenmischun, bis ihr einen geschmeidigen Teig habt.

Gebt den Teig in die Muffinform und backt die Muffins für ca. 20 - 25 Minuten, bis sie goldbraun sind.


Während die Muffins backen und anschließend auskühlen, macht ihr eure Deko.
Für den Kürbis formt ihr aus dem orangenen Marzipan Kugeln, die ihr zwischen zwei Fingern etwas zusammendrückt und mit einem Messerrüclen Rillen hineindrückt. Aus etwas grünem Marzipan formt ihr Stiele und drückt diese oben auf eure Kürbisse.

Für die Spinne formt ihr einige kleinere Kugeln und einige größere Kugeln aus etwa zwei Drittel des schwarzen Marzipans. Die größeren Kugeln drückt ihr mit den Fingerspitzen etwas zusammen und setzt die kleineren schwarzen Kugeln als Kopf auf.
Aus dem restlichen schwarzen Marzipan rollt ihr mit den Handflächen eine lange dünne Wurst, die ihr in Stücke schneidet und als Beinchen an die Spinnen setzt.

Das Frosting solltet ihr erst machen, wenn eure Muffins ausgekühlt sind und eure Deko fertig ist, da es schnell fest wird!

Schmelzt Schokolade, Margarine und Mandelmilch im Wasserbad.

Siebt den Puderzucker darüber und arbeitet ihn mit einem Schneebesen schnell in die Masse ein.

Lasst die Masse nur etwas abkühlen und gebt sie dann in eine Spritztülle, sie sollte weder zu fest noch zu weich sein, macht eine Probe, wenn sie noch auseinanderläuft, müsst ihr noch kurz warten.

Spritzt auf jeden Cupcake etwas vom Frosting und setzt entweder einen Kürbis oder eine Spinne darauf und lasst das Frosting komplett auskühlen.


Sonntag, 18. Oktober 2015

Meine frohköstliche Woche - Tag 7

Heute ist der letzte Tag meiner rohveganen Woche. Und zum Abschluss habe ich nochmal zwei unheimlich leckere Rezepte für euch, natürlich auch was Süßes - ist ja schließlich Sonntag!


Das Essen

Zum Frühstück hatte ich heute nochmal den Chia Leinsamen Pudding, den es auch schon am Dienstag gab. Zum Mittag- bzw. Abendessen gab es heute nochmal was ganz Feines: Zucchini Cannelloni.

Zucchini Cannelloni
1 Zucchini
50 g Sonnenblumenkerne
100 g Haselnüsse
6 getrocknete Tomaten
3 Cocktailtomaten
Salz und Pfeffer
5 Blätter Basilikum


Gebt die Sonnenblumenkerne, die Haselnüsse, den Basilikum, die getrockneten Tomaten und die Cocktailtomaten in die Küchenmaschine und lasst alles so lange durchhacken bis ihr eine Masse habt die ungefähr die Konsistenz von Falafelteig hat.

Wascht die Zucchini und schneidet die Strünke ab. Mit einem Sparschäler schneidet ihr die Zucchini längs in sehr dünne Scheiben.

Nehmt je zwei Teelöffel von der Füllung und rollt sie in die Zucchinischeiben.

Ich habe die Cannelloni mit frischer gehackter Petersilie und ein paar gemischten Salatkernen gegessen. Die angegebene Menge reicht locker für zwei Portionen!


Dann gab´s heute auch noch Kuchen! Supertotalleckeresüchtigmachende Brownies! Sieht zwar aus wie "quadratische Blumenerde" (O-Ton Schwester vom Mann), schmeckt aber so unglaublich gut, dass ich nur deswegen keine zweite Portion mache, weil mir die Kokosraspeln ausgegangen sind. 
Rezept mal wieder von The Rawtarian.

Rohvegane Brownies
1 Cup Walnüsse
1 Cup Datteln
4 EL Kakao
4 EL Kokos
3 EL Agavendicksaft
Prise Salz

Alle Zutaten in die Küchenmaschine werfen und zu einem klebrigen Teig verarbeiten.

Den Teig in eine Brownieform oder eine andere kastenförmige Form geben und festdrücken. Für mindestens eine halbe Stunde in den Kühlschrank stellen. 

Anschließend in kleine Quadrate schneiden. Im Kühlschrank aufbewahren.



Was ich heute gelernt habe

Auf der Suche nach einem rohen Kuchenrezept habe ich festgestellt, dass der Großteil aller rohveganen Rezepte Kuchen- oder Torten- oder Dessert- oder Keks- oder andere Süßigkeitenrezepte sind :) Vermutlich könnte man sich nur von rohem Süßkram ernähren und es wäre gar nicht mal so großartig ungesund, weil ja eh kein raffinierter Zucker drin ist :D
Insgesamt hat mir die frohköstliche Woche gut getan. Es war gut, mal wieder was auszuprobieren und Neues zu entdecken. Die Highlights diese Woche waren ganz klar die Wraps mit dem dazugehörenden Ranch Dressing am Dienstag, sowie die Cannelloni und die Brownies heute und natürlich meine heißgeliebten rohen Pralinen, die ihr auf dem Bild oben nochmal bestaunen könnt und die ich die ganze Woche über genascht habe. 

Diese Rezepte wird´s auf jeden Fall in Zukunft häufiger geben und ich werde auch versuchen, den Rohkost Anteil in meiner Ernährung zu erhöhen. Zum kompletten Rohköstler werde ich aber mit Sicherheit nicht, dafür freue ich mich jetzt schon zu sehr auf meinen warmen Porridge mit Blaubeersirup morgen :)



 

Sonntag, 4. Oktober 2015

Rohvegane Kokoskugeln - süß am Sonntag

Mitte der Woche habe ich beschlossen, mehr Rohveganes zu essen. Also habe ich erstmal diese feinen Kokoskugeln zusammengerollt, die sehr an eine Süßigkeit erinnern, die ihr wahrscheinlich kennt. Allerdings kommen meine Kokoskugeln nicht nur ohne diese lästigen Waffeln, sondern auch ohne Zucker aus und sind obendrein gluten- und sojafrei!

Unterstützt wurde ich bei der Kugelei von MorgenLand, einem Unternehmen, das unter anderem viele feine Kokosprodukte in Bioqualität vertreibt und weltweit ökologische Landwirtschaft fördert. Alleine das Kokosmus ist einfach nur fabelhaft! Liebe auf den ersten Esslöffel :)


Zutaten
(für 12 Kokoskugeln)

80 g Kokosmehl
50 g geschälte gemahlene Mandeln
50 g Kokosmus
40 g Agavendicksaft
12 geschälte Mandeln
Kokosraspeln zum Wälzen


Kokosmehl, Kokosmus und Kokosraspeln (bspw. von MorgenLand) findet ihr beim Bioladen eures Vertrauens.

Gebt das Kokosmehl, die gemahlenen Mandeln, das Kokosmus und den Agavendicksaft in eine Schüssel.

Verknetet alles zusammen zu einer homogenen Masse.


Gebt in eine flache Schale ca. 3 EL Kokosraspeln.

Formt aus der Masse zwölf kleine Kugeln, in die ihr jeweils eine Mandel hineinrollt. 

Durch die Wärme der Hände wird das Kokosmus etwas weicher, die Masse lässt sich besser formen und die Kokosraspeln, in denen ihr die Kokoskugeln wälzt, kleben besser daran.

Schon fertig!


Bewahrt die Kokoskugeln unbedingt im Kühlschrank auf. Dort halten sie sich fünf Tage.

Danke an MorgenLand für die tollen Produkte!

Sonntag, 27. September 2015

Vegane Sachertorte - süß am Sonntag

Wir müssen den Tatsachen ins Auge sehen: seit vier Tagen ist offiziell Herbst. Und damit wir darüber nicht ganz so traurig sein müssen, bekommt ihr heute das Rezept für eine furchtbar gute herbstliche Sachertorte.


Und herbstlich ist sie nicht nur wegen der bunten Blätter und dem Kürbis obendrauf, sondern auch, weil ich statt der klassischen Aprikosenmarmelade für dieses Exemplar einer Sachertorte ein Granatapfel Gelee verwendet habe. Das schmeckt nicht nur fein säuerlich sondern passt auch hervorragend zum Herbst - und zur Schokolade.


Zutaten
(für eine 26er Springform)

250 ml Sojamilch
1/2 Zitrone
125 g Margarine
130 g Zucker
100 g Mehl
100 g geschälte, gemahlene Mandeln
50 g Kakao, schwach entölt
1 Prise Salz
3 TL Backpulver
ein paar Tropfen Rumaroma

außerdem:
200 g Granatapfelgelee (eine andere Sorte geht natürlich auch!)
150 g zartbitter Kurvertüre
evtl. buntes Marzipan


Drückt den Saft der halben Zitrone in die Sojamilch und lasst das Ganze eine Weile stehen, bis die Sojamilch geronnen ist (dauert etwa zehn Minuten).

In der Zwischenzeit könnt ihr schonmal eine Springform mit Backpapier auslegen und euren Ofen auf 180°C vorheizen.

Schlagt die Margarine mit dem Zucker schaumig auf.

In einer anderen Schüssel mischt ihr Mehl, die gemahlenen Mandeln, Kakao, Backpulver und Salz miteinander.

Gebt nun abwechselnd unter Rühren etwas von der Mehlmischung bzw. der geronnenen Sojamilch zur Margarine-Zucker-Mischung bis ihr einen geschmeidigen Teig habt.

Gebt den Teig in die Springform und backt die Sachertorte für ca. 40 Minuten im Ofen. Stäbchenprobe nicht vergessen!


Für die Deko stecht ihr mit Garnierausstechern kleine bunte Blätter aus gefärbtem Marzipan. Für den Kürbis rollt ihr einfach eine Kugel aus einem orangefarbenen Stück Marzipan, drückt diese mit zwei Fingern etwas zusammen, drückt die Kürbisrillen mit einem Messerrücken hinein und verpasst dem Kleinen noch einen Stiel.

Lasst die Sachertorte abkühlen. Halbiert sie dann einmal horizontal und bestreicht den unteren Boden dünn mit Granatapfelgelee. Setzt den oberen Boden wieder drauf und bestreicht die Sachertorte nun rundum mit dem Granatapfelgelee.

Im Wasserbad schmelzt ihr die Kuvertüre und überzieht eure vegane Sachertorte damit gleichmäßig.

Platziert die Deko obendrauf und lasst die Schokolade aushärten (dafür hatte ich keine Zeit).

Die vegane Sachertorte schmeckt am nächsten Tag noch besser!