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Sonntag, 18. Oktober 2015

Meine frohköstliche Woche - Tag 7

Heute ist der letzte Tag meiner rohveganen Woche. Und zum Abschluss habe ich nochmal zwei unheimlich leckere Rezepte für euch, natürlich auch was Süßes - ist ja schließlich Sonntag!


Das Essen

Zum Frühstück hatte ich heute nochmal den Chia Leinsamen Pudding, den es auch schon am Dienstag gab. Zum Mittag- bzw. Abendessen gab es heute nochmal was ganz Feines: Zucchini Cannelloni.

Zucchini Cannelloni
1 Zucchini
50 g Sonnenblumenkerne
100 g Haselnüsse
6 getrocknete Tomaten
3 Cocktailtomaten
Salz und Pfeffer
5 Blätter Basilikum


Gebt die Sonnenblumenkerne, die Haselnüsse, den Basilikum, die getrockneten Tomaten und die Cocktailtomaten in die Küchenmaschine und lasst alles so lange durchhacken bis ihr eine Masse habt die ungefähr die Konsistenz von Falafelteig hat.

Wascht die Zucchini und schneidet die Strünke ab. Mit einem Sparschäler schneidet ihr die Zucchini längs in sehr dünne Scheiben.

Nehmt je zwei Teelöffel von der Füllung und rollt sie in die Zucchinischeiben.

Ich habe die Cannelloni mit frischer gehackter Petersilie und ein paar gemischten Salatkernen gegessen. Die angegebene Menge reicht locker für zwei Portionen!


Dann gab´s heute auch noch Kuchen! Supertotalleckeresüchtigmachende Brownies! Sieht zwar aus wie "quadratische Blumenerde" (O-Ton Schwester vom Mann), schmeckt aber so unglaublich gut, dass ich nur deswegen keine zweite Portion mache, weil mir die Kokosraspeln ausgegangen sind. 
Rezept mal wieder von The Rawtarian.

Rohvegane Brownies
1 Cup Walnüsse
1 Cup Datteln
4 EL Kakao
4 EL Kokos
3 EL Agavendicksaft
Prise Salz

Alle Zutaten in die Küchenmaschine werfen und zu einem klebrigen Teig verarbeiten.

Den Teig in eine Brownieform oder eine andere kastenförmige Form geben und festdrücken. Für mindestens eine halbe Stunde in den Kühlschrank stellen. 

Anschließend in kleine Quadrate schneiden. Im Kühlschrank aufbewahren.



Was ich heute gelernt habe

Auf der Suche nach einem rohen Kuchenrezept habe ich festgestellt, dass der Großteil aller rohveganen Rezepte Kuchen- oder Torten- oder Dessert- oder Keks- oder andere Süßigkeitenrezepte sind :) Vermutlich könnte man sich nur von rohem Süßkram ernähren und es wäre gar nicht mal so großartig ungesund, weil ja eh kein raffinierter Zucker drin ist :D
Insgesamt hat mir die frohköstliche Woche gut getan. Es war gut, mal wieder was auszuprobieren und Neues zu entdecken. Die Highlights diese Woche waren ganz klar die Wraps mit dem dazugehörenden Ranch Dressing am Dienstag, sowie die Cannelloni und die Brownies heute und natürlich meine heißgeliebten rohen Pralinen, die ihr auf dem Bild oben nochmal bestaunen könnt und die ich die ganze Woche über genascht habe. 

Diese Rezepte wird´s auf jeden Fall in Zukunft häufiger geben und ich werde auch versuchen, den Rohkost Anteil in meiner Ernährung zu erhöhen. Zum kompletten Rohköstler werde ich aber mit Sicherheit nicht, dafür freue ich mich jetzt schon zu sehr auf meinen warmen Porridge mit Blaubeersirup morgen :)



 

Mittwoch, 14. Oktober 2015

Meine frohköstliche Woche - Tag 3

Heute war ich eine Weile unterwegs, um Besorgungen in Bonn zu machen und mich mit einer Freundin zum Klettern zu treffen. Deswegen bestand mein Mittagessen heute auch "nur" aus zwei Bananen, einem Apfel und zwei rohen Pralinen.


Das Essen

Zum Frühstück hatte ich heute eine sehr leckere rohköstliche breakfast bowl. Diesmal habe ich das Rezept von The Rawtarian auch fast genauso umgesetzt :) Dazu gab´s einen Cashew Milchshake mit Himbeeren.

Breakfast Bowl
1 Apfel
1 EL Chiasamen
1 EL geraspelte Kokosnuss
1 EL Rosinen
1 EL Mandeln
etwas Zimt
100 ml Mandelmilch

Den Apfel entkernen und auf der Reibe raspeln. Mit den übrigen Zutaten verrühren, sodass die Chiasamen und die Kokosraspeln den Großteil der Flüssigkeit aufnehmen. 

Ich hab noch einige Kokoschips obendrauf geschmissen :) 


Himbeer Milchshake
200 ml Cashewmilch
150 g Himbeeren
Mark einer halben Vanilleschote
Alle Zutaten in einen Blender geben und ordentlich durchmixen lassen. Sofort genießen!


Zum Abendessen hatte ich Zucchinetti mit einer sehr käsigen Cashewsoße. Heute war irgendwie ein Cashew Tag :)

Rohvegane Käsesoße
2 EL Cashewmus
1 TL Kurkuma
1 EL Hefeflocken
Salz
etwas Wasser

Gebt das Cashewmus, das Kurkuma und die Hefeflocken in eine Schüssel und ca. 5 EL Wasser dazu. 

Verrüht alles mit einem Schneebesen und gebt evtl. etwas mehr Wasser dazu, um eine soßige Konsistenz zu bekommen. Mit Salz abschmecken.


Was ich heute gelernt habe

Eines der rohveganen Bücher, die ich euch gestern vorgestellt habe, sagt, dass Salz unheimlich wichtig für den Stoffwechsel ist und dass man aufpassen sollte, dass der Salzkonsum in der rohköstlichen Ernährung nicht zu kurz kommen sollte. Wenn ihr hier schon länger mitlest, wisst ihr, dass ich mit Salz so ein bisschen auf Kriegsfuß stehe und mein Essen wirklich wenig salze. Das Buch schlägt vor, statt einfach zu salzen, solle man eine Sole ansetzen, d.h. mit Salz gesättigtes Wasser. Diese werde vom Körper besser vertragen.
Ich stelle mir das ein wenig schwierig vor, da viele rohköstliche Gerichte (bspw. die Zucchinetti oder alle Gerichte mit frischen Tomaten) ohnehin sehr wässrig sind und man dann noch extra Flüssigkeit hinzufügen soll. Bei so Füllungen, wie es sie gestern für die Wraps gab, kann ich es mir aber gut vorstellen. Ich werde das morgen mal ausprobieren und berichten :)


Wie es mir heute ergangen ist

Heute hatte ich zum ersten Mal das Gefühl, etwas Warmes essen zu wollen, deshalb habe ich mir die Zucchinetti auch im etwas geöffneten Backofen auf ca. 40° Grad erwärmt. Das liegt vermutlich auch daran, dass ich heute viel draußen rumgelaufen bin und es schlagartig unerwartet kalt geworden ist. Ist wirklich schon Handschuh Zeit? Die habe ich jedenfalls heute vermisst...

Montag, 12. Oktober 2015

Meine frohköstliche Woche - Tag 1

Letzte Woche hatte ich spontan die Idee, die zweite Hälfte meiner Herbstferien für eine rohvegane Woche zu nutzen. Was der Auslöser war, weiß ich gar nicht mehr so genau, ich habe einfach Lust, mal wieder was Neues auszuprobieren und eine Menge Grünzeug zu essen :)

So einen richtigen, bis ins kleinste Detail ausgeklügelten Plan habe ich bei meinem Vorhaben nicht, habe mir aber zwei Bücher zu rohveganer Küche gekauft (die ich euch im Laufe der Woche noch vorstellen werde) und mir die App von The Rawtarian heruntergeladen.

Und damit ihr auch was davon habt, gibt es die ganze Woche über jeden Tag einen Blogbeitrag mit Essen, das ich gegessen habe und den jeweiligen Rezepten dazu. Außerdem schreibe ich auf, was ich Neues gelernt habe und wie es mir mit der Frohkost ergeht.

Fangen wir an:
Das Essen


Zum Frühstück musste ich heute gleich improvisieren. Da wir erst gestern aus Würzburg zurückgekehrt sind, war natürlich nicht viel im Haus. Deshalb habe ich gestern Abend einige Himbeeren aufgetaut und heute morgen mit zwei traurig dreinschauenden Bananen zu einem Smoothie verarbeitet.

Himbeer-Bananen-Protein Smoothie
(für ein großes Glas)

etwa 150 g Himbeeren
2 sehr reife Bananen
150 ml Wasser
1 TL Mandelmus
1 gehäufter EL Hanfmehl

Alle Zutaten in einen leistungsstarken Mixer geben und mixen, bis sich alles in Wohlgefallen aufgelöst hat, inklusive der Himbeerkerne. Sofort trinken.


Zum Mittagessen gab es einen Klassiker der rohveganen Küche: Zucchinetti mit einer Tomatensoße in Pestokonsistenz, garniert mit Pinienkernen, Hefeflocken und aus Zucchini ausgestochenem Glücksklee.

Tomatenpesto
(für zwei Portionen)

vier große Fleischtomaten
5 - 6 getrocknete Tomaten
1 Handvoll Walnüsse
5 - 6 Blätter Basilikum
Pfeffer und Salz

Alle Zutaten in eine Küchenmaschine befördern und nicht zu fein hacken lassen. Anschließend mit Salz und Pfeffer abschmecken. Zu frisch gedrehten Zucchinetti servieren und mit Pinienkernen und Hefeflocken bestreuen.


Nach dem Mittagessen bin ich einkaufen gegangen, vor allem natürlich Gemüse und Obst. Aber auch einen Nachschub an Chiasamen und Meersalz, zwei Gewürzmischungen, sowie ein sehr feines Öl habe ich mitgenommen.
Als ich zurück war, habe ich erstmal ein paar Basics gemacht: Mandelmilch, was zum Naschen (einmal mit Kakao und einmal mit Kokos), damit ich auf jeden Fall was Süßes im Haus habe und Mozzarella für die nächsten Tage und für´s Abendbrot:


Zum Abendbrot gab es dann eine klassische Caprese mit Tomaten, Basilikum, Gartenkräutern, Salz, Pfeffer und Öl. Das Rezept für den rohen Mozzarella findet ihr hier. 


Was ich heute gelernt habe

Bis gestern dachte ich noch, Öl sei nicht roh. Es stellt sich heraus: kaltgepresstes, oft als "natives" Öl bezeichnetes, ist sehr wohl roh. Und besonders gut ist Leinöl, da es ein optimales Verhältnis von Omega-6 zu Omega-3 Fettsäuren aufweist. Ein Zuviel an Omega-6 Fettsäuren ist nämlich nicht gut und es ist besser, wenn der Anteil von Omega-3 Fettsäuren den von Omega-6 übersteigt. Bei Leinöl besteht ein Verhältnis von 4:1. Und aus diesem Grund habe ich mir heute beim Lieblingsbiomann das schon erwähnte feine Leinöl zugelegt, was auch auf der Caprese gelandet ist :)
Wie es mir heute ergangen ist
Heute morgen hatte ich erstaunlich wenig Hunger und habe erstmal eine halbe Stunde Sport gemacht und einen Liter Wasser getrunken, bevor ich den Smoothie getrunken hab. Der Smoothie hat auch erstaunlich lange vorgehalten, aber das könnte auch daran liegen, dass ich heute viel Zeit sitzend am Schreibtsich (Korrekturen!) verbracht habe. 
Gegen eins hatte ich dann aber schlagartig Hunger und es musste sehr schnell gehen. Ich habe zwei ganze Zucchini plus die oben beschriebene Menge an Soße verputzt. Nachmittags habe ich als Snack noch eine Banane mit Mandelmus gegessen, abends die Caprese und zum Nachtisch eine Kakaokugel. Jetzt ist es schon fast Mitternacht und ich habe noch nicht wieder Hunger bekommen.
Bisher fehlt mir auch nix, mir war nur ein wenig kalt, als ich zum Biomann gegangen bin. Meine Mutter würde jetzt aber sagen, das läge sicher nur daran, dass ich zu dünn angezogen war. 

Mal sehen, wie ich jetzt schlafe. Ich melde mich morgen wieder, macht´s gut!

Freitag, 18. September 2015

Lesen und essen: Spätsommerrisotto mit gegrillter Melone und Zucchini

Der Sommer neigt sich dem Ende zu, ich versuche täglich, noch so viel Licht wie möglich abzubekommen und freue mich über jeden kleinen Sonnenstrahl, der es doch noch durch die Wolken schafft.
Aber: vom Speiseplan ist der Sommer noch nicht verschwunden! Wir haben immer noch Zucchini. Und Tomaten an den Sträuchern, von denen ich hoffe, dass sie noch etwas weiter reifen. In ganz seltenen Glücksfällen kann ich sogar noch die ein oder andere Mini Erdbeere ernten :)

Das heutige Rezept stammt aus Sebastian Copiens neuem Kochbuch (dazu später mehr!) und holt euch den Sommer noch einmal auf den Teller zurück: ein spätsommerliches Risotto mit gegrillter Melone und Zucchini, nur ganz leicht von mir verändert.


Zutaten
(für drei Personen)

Für den Risotto:
40 g getrocknete Pfifferlinge (im Original Shiitake)
1 L warme Gemüsebrühe
5 EL Olivenöl
1 große Zwiebel
1 EL Rosmarin
3 Zehen Knoblauch
150 g Staudensellerie
250 g Risottoreis (ich hab Arborio genommen)
125 ml trockener Weißwein
150 g Gurken
1/2 TL frisch abgeriebene Zitronenschale
30 g Kakaobutter
2 EL weißes Mandelmus
1/2 TL Agavendicksaft
Salz und Pfeffer

außerdem:
300 g Wassermelone
300 g Zucchini
2 EL Olivenöl


Ich habe als Weißwein einen Sauvignon Blanc verwendet, der mir aber zu vordergründig und dominant war. Beim nächsten Mal würde ich etwas Zurückhaltenderes nehmen, einen Riesling etwa oder einen Müller Thurgau, letzterer taugt eh nur zum Kochen :D


Die Wassermelone schälen, die Zucchini waschen und die Enden entfernen. Beides in ca. 5 x 2 cm dicke Stücke schneiden.

Die Stiele der Pfifferlinge in schmale Streifen schneiden. Rosmarin fein hacken, Knoblauch fein würfeln, die Zwiebel abziehen und ebenfalls würfeln.

Erhitzt das Olivenöl in einem großen Topf und bratet darin die Zwiebel, Rosmarin und Knoblauch goldbraun an.

Wascht den Sellerie, entfernt das Grün (und macht Pesto daraus!) und schneidet die Stangen in feine Würfel. Gebt sie zusammen mit dem Reis in den Topf und bratet sie eine Minute mit.

Löscht das Ganze anschließend mit dem Weißwein ab und lasst ihn verkochen. Wascht und würfelt die Gurke und gebt sie zusammen mit den Pfifferlingen zum Reis.

Gebt nun etwa 250 ml der Gemüsebrühe zum Reis und lasst den Risotto so lange unter langsamem Rühren köcheln, bis der Reis die Gemüsebrühe aufgenommen hat. Dann gebt ihr wieder Gemüsebrühe dazu, lasst es wieder einköcheln usw.
So lange, bis die Gemüsebrühe verbraucht ist.

Nebenbei reibt ihr Melone und Zucchini mit Olivenöl ein, grillt sie in einer Grillpfanne je zwei Minuten von jeder Seite scharf an und würzt nur mit Salz und Pfeffer.

Jetzt kommt die geheime supertolle Zutat in den Risotto, die ich seit dem Tag, an dem ich diesen Risotto das erste Mal gekocht habe, in jeden Risotto gebe, da das Ergebnis jeden Parmesan Risotto alt aussehen lässt: Kakaobutter.

Neben Kakaobutter gebt ihr auch noch die Zitronenschale hinzu und lasst den Risotto weiter einkochen, bis die Gemüsebrühe aufgenommen ist und der Reis noch leicht Biss hat.

Abschließend rührt ihr das Mandelmus unter und schmeckt euren Risotto mit Agavendicksaft, Salz und Pfeffer ab.

Vor dem Servieren drapiert ihr die Melonen- und Zucchinistücke obendrauf.

Sebastian schlägt dazu noch Rucola oder gegrillte Pilze vor.


Jetzt mal zum Buch. Und über dieses Buch kann man nicht sprechen, ohne vorher über Sebastian selbst zu sprechen. Leider habe ich ihn bisher nicht persönlich getroffen, er scheint mir aber jemand zu sein, der mit allen Wassern gewaschen ist.
Nicht nur gibt er Biokochkurse und Ernährungstrainings, er kocht auch bei Events, für Schulen, catert, bietet gemeinsam mit seinem Freund Hansi Heckmair high-end foodphotography an, nein, er pflegt auch einen Garten mitten in der Münchner Innenstadt nach den Prinzipien der Permakultur und scheint obendrein auch noch passabel zu surfen.

Und: er ist Autor dieses Kochbuches. Und das hat es wirklich in sich.

Es gibt hunderte konventioneller Kochbücher, die einem erklären, wie man Hühnerschenkel ausbeint, Fisch sautiert, eine sauce hollandaise aufschlägt. Interessiert mich als Veganer aber herzlich wenig. Ich will wissen, wie ich unverkrampft für eine abwechslungsreiche Ernährung sorge. Wie Gerichte aromatisch und ausgewogen werden. Wie ich Gemüse lagere oder konservieren kann. Oder wie ich die perfekte Mandelmilch hinbekomme.

Sebastians Kochbuch Die vegane Kochschule füllt genau diese Lücke und ist das Standardwerk für jeden, der seine alltägliche vegane Kochkunst aufs nächste Level heben möchte. Und dass es hier heute um gehobenere vegane Küche geht, habt ihr wahrscheinlich schon gemerkt, als ich mich wieder über Weißwein ausgelassen habe. Oder für Risotto den in Deutschland weniger gebräuchlichen Artikel "der Risotto" verwendet habe...

Auf jeden Fall findet ihr in diesem Kochbuch neben 50 wichtigen Basisrezepten (Nusssahne! Cashewjoghurt! Dinkelseitan! Und ja, auch sauce hollandaise!) weitere 150 Rezepte, die nach Jahreszeiten sortiert sind. Zu jeder Jahreszeit werden die jeweils regional verfügbaren Gemüsesorten kurz vorgestellt und obendrein gibt es einen Saisonkalender im Umschlag.
Die Rezepte klingen (und schmecken, ich hab mich aber noch nicht ganz durchgekocht) alle unheimlich gut:

Cremiges Quinoamüsli.
Kartoffel Mohn Nudeln mit Nussbutter und Apfelragout.
Curry Kürbisstrudel.
Glasierter Tempeh mit Kartoffelplätzchen.
Glücksrollen mit grüner Mango-Koriander-Sauce und Erdnusskrokant.
Frühlingsburger mit pommes frites.
Kirschsorbet mit Rosmarinschaum.
Apfel-Birnen-Strudel mit Mango-Zimt-Sahne.

Für wen ist das Buch aber nun geeignet? Ich denke, vegane "Anfänger" wären von Die vegane Kochschule sicher etwas überfordert (oder buchen einen Kurs bei Sebastian), für Leute, die schon länger kochen und gerne Außergewöhnlicheres servieren wollen, ist Sebastians Kochbuch aber eine unbedingte Empfehlung!
Unser Weihnachtsmenü für dieses Jahr wird auf jeden Fall zwischen diesen Buchdeckeln zu finden sein :)


Mittwoch, 9. September 2015

Lesen und Essen: Zucchinetti mit Avocadocreme alla Patrick Bolk

Schon seit März arbeitet der Mann in einem rundum tollen, ausschließlich mit kompetenten und obendrein netten Leute besetzten, im Sommer auf dem eigenen Campus Grillfeste für alle Mitarbeiter und deren Familien veranstaltenden, Start-up Unternehmen in Köln.

Einziger Haken an der Sache: die Firma liegt mitten in der Pampa. Kein Restaurant. Keine Falafelbude. Kein Supermarkt. Keine vending machines. Und von Kantine ganz zu schweigen.
Die Firma ist einfach zu klein, als dass sich eine Kantine lohnen würde. Einmal am Tag kommt wohl ein Bäckerwagen vorbei, dessen Ankunft ich mir vorstelle wie eine Szene aus einem Zombiefilm.

Lösung meinerseits: Ich habe zwei Bentoboxen (die für Faule, mit eingesetzten Trennstegen) gekauft und mache dem Mann mindestens vier Mal die Woche ein Bento, was ihr euch fast jeden Tag hier auf Instagram anschauen könnt.

Dass es nicht viermal die Woche Reis in der Bentobox gibt, davor bewahrt uns u.a. das Buch Vegan im Job vom geschätzten Herrn Bolk. Und da die Lust, nach zehn Stunden Arbeit noch eine Stunde zu kochen, erfahrungsgemäß ja eher gering ist, finden sich auch Ideen für ein schnelles Abendessen:


Zucchinetti mit Avocadocreme. Ist aus ganz wenigen Zutaten gemacht und roh :)
Das Rezept habe ich nur ein klitzekleinesbisschen verändert.


Zutaten
(für zwei Personen)

2 Zucchini
2 Knobizehen
1 Avocado
1 Gurke
eine Biozitrone
Pfeffer und Salz
eine Handvoll bunter kleiner Tomaten
Gewürzblüten


Wascht die Zucchini und schneidet sie mit einem Spiralschneider in Spagetti.

Schält den Knoblauch. Wascht die Gurke, schält sie und würfelt sie grob. Löffelt die Avocado aus.

Wascht die Zitrone heiß ab und reibt ihr die Schale ab.

Gebt das Avocadofleisch, den Knoblauch, die Gurke, etwa 1 EL Zitronensaft, die Zitronenschale sowie Salz und Pfeffer in einen Mixer und lasst das Ganze einmal ordentlich durchpflügen. Das geht natürlich auch mit einem Pürierstab.


Wascht und halbiert die bunten Tomaten, gebt eure Zucchinetti auf einen Teller, gebt die Avocadocreme darüber und drapiert Tomaten und Gewürzblüten darauf. Schon fertig!

Da die Avocadocreme durch die Zitrone nicht braun wird, passt sie auch gut mit "echten" Nudeln in die Bentobox. Zucchinetti würde ich nicht in die Bentobox packen, da diese nur frisch so richtig lecker sind.


Jetzt aber mal zum Buch an sich! Die Aufmachung ist bunt, modern, dynamisch. Mich spricht das frische Design sehr an und ich finde es überhaupt nicht schlimm, dass es zu manchen Gerichten kein Foto gibt; die Fotos, die es gibt, machen das auf jeden Fall wieder wett.

Inhaltlich gesehen ist vor allem eins positiv zu erwähnen: hier wird nicht zum hundertsten Male erklärt, warum Fleisch, Eier und Milchprodukte schlicht doof sind, warum Veganismus nachhaltiger ist undsoweiterundsofort. Das weiß ich. Und selbst, wenn ich das nicht weiß, kann ich es in anderen Büchern (bspw. in Ab heute vegan! ebenfalls herausgegeben von Patrick Bolk) nachlesen.

Stattdessen gibt es Tipps, was sich gut zum Mitnehmen eignet, wie man zeitsparend plant, einkauft und kocht, wie man verschiedene Lebensmittel am besten lagert, wo man guten Gewissens auf Fertigprodukte zurückgreifen kann und warum es nicht so förderlich ist, sich während der Arbeit von Kaffee, Cola und Schokoriegeln zu ernähren.
Ich mag diesen Ansatz! Denn ich glaube, damit werden auch Leute angesprochen, die keine Veganer sind und einfach nur was Leckeres mit ins Büro nehmen wollen :)


Die Rezepte sind in Kapitel unterteilt, der fruchtige Blumenkohlsalat da oben stammt bspw. aus dem Kapitel Lunch to go. Ansonsten gibt es noch Frühstück, Quick Dinner und Partytime. Die Rezepte verlangen nicht nach exotischen Zutaten, jedenfalls nach nichts, was man nicht in einer Kleinstadt kaufen könnte. Somit werden auch erfrischend wenig Ersatzprodukte verwendet :)


Insgesamt würde ich das Buch nicht nur arbeitswütigen, hungrigen Veganern empfehlen, sondern generell Leuten mit wenig Zeit aber großer Lust auf leckeres, schnelles Essen. Für ganz Faule gibt es sogar einen Wochenplaner mit zugehöriger Einkaufsliste :)
Aus meiner Sicht rundum gelungen und praktisch für jede Lebenslage.

Sonntag, 23. August 2015

Zucchinikuchen - süß am Sonntag

August verbinde ich mit Zucchini. Zucchini in Hülle und Fülle. Auch wenn es dieses Jahr keine zwölf Kilo sind (so wie im letzten Jahr), kann ich nicht jeden Tag Zucchinispaghetti essen. Deswegen müssen die Zucchini woanders reingeschmuggelt werden. In Kuchen z.B.

Schokoladenkuchen.

Merkt keiner.


Das Rezept stammt von der lieben Christina vom feinen Blog Feines Gemüse. Ich habe es kurzerhand veganisiert, um der Lage im Gemüsefach Herr zu werden.

Zutaten
(für eine Königskuchenform)

3 EL Sojamehl
240 g Mehl
50 g schwach entölten Kakao
100 g Schokolade
100 g Walnüsse
2 TL Backpulver
Prise Salz
120 g Zucker
120 ml Sonnenblumenöl
350 g Zucchini


Heizt euren Backofen auf 180°C vor und fettet eine Kuchenform ein.

Verrührt das Sojamehl mit sechs Esslöffeln Wasser und lasst es kurz quellen.

In der Zwischenzeit hackt ihr die Schokolade und die Walnüsse grob und reibt die gewaschenen Zucchini.

Mischt Mehl, Kakao, Backpulver und Salz in einer Schüssel.

Verrührt das Sojamehl mit dem Zucker und gebt unter Rühren das Öl dazu.

Mischt die geriebenen Zucchini mit einem Drittel des Mehls.

Gebt die restliche Mehlmischung, Schokolade und Nüsse zur Zucker-Öl-Mischung und verrührt alles, bis ihr einen geschmeidigen Teig habt.

Zum Schluss hebt ihr die Zucchini unter.


Gebt den Teig in die Kuchenform und backt ihn für etwa 50 Minuten. Stäbchenprobe nicht vergessen!

Ist der Kuchen fertig, lasst ihn kurz abkühlen, bevor ihr ihn aus der Form holt und lasst ihn vollständig abkühlen, bevor ihr ihn anschneidet, sonst wird er bröselig.

Das Sojamehl könnt ihr mit einem anderen Eiersatz austauschen, bspw. zermatschter Banane. Dann ist euer Zucchinikuchen auch sojafrei.

Noch viel mehr tolle Zucchinirezepte findet ihr übrigens hier.

Was macht ihr so mit Zucchini?

Dienstag, 21. Oktober 2014

Risotto mit getrockneten Zucchini

Ihr habt vermutlich mitbekommen, dass wir im Sommer einer nicht enden wollenden Zucchinischwemme ausgesetzt waren. Und während der Mann und ich brav alles zu Pesto, Pfannkuchen, Suppe und Spaghetti verarbeitet haben, ist meinem Vater wohl irgendwann die Geduld ausgegangen und er hat die Zucchini kurzerhand gedörrt. So werden aus vielen, monströsen Zucchini lauter kleine, schrumpelige, sehr aromatische Zucchinischeibchen. Die sind nicht nur platzsparend und verschieben das Zucchiniproblem in eine weit entfernte Zukunft, man kann auch hervorragend damit kochen.
Vorausgesetzt, man kann schon wieder Zucchini essen.


Bei mir sind die gedörrten Zucchini in einem Risotto gelandet. Risotto gilt aus mir nicht nachvollziehbaren Gründen als schwer zu kochendes Gericht, weil man angeblich die ganze Zeit daneben stehen und rühren muss. Stimmt nicht! Ich lese nebenbei meinen Murakami, jage die Katze durch die Wohnung oder vergewissere mich, dass meine Sammlung von Prince Platten noch vollständig ist. Was man halt so macht.


Zutaten
(für drei Personen oder zwei Verfressene)

1 Zwiebel
etwas Olivenöl
2 Zehen Knoblauch
200 g Risottoreis (ich hab Carnaroli genommen)
etwa 50 ml Weißwein (bei mir Müller Thurgau)
200 ml Gemüsebrühe
150 g getrocknete Zucchini
Salz und Pfeffer
100 g geriebenen veganen Käse (z.B. den hier)
evtl. eine zusätzliche Zehe Knoblauch


Das Olivenöl in einem Topf bei mittlerer Hitze erwärmen, die Zwiebel fein hacken.

Den Knoblauch durch die Knoblauchpresse in den Topf drücken, die gehackte Zwiebel ebenfalls dazugeben und beides dünsten, bis die Zwiebel glasig ist.

Den Risottoreis dazugeben und für zwei Minuten auf hoher Hitze mitbraten, anschließend mit dem Weißwein ablöschen, die Hitze wieder runterdrehen und die Gemüsebrühe zum Reis geben. Umrühren.

Die getrockneten Zucchini dazugeben und ebenfalls unterrühren.

Wenn der Reis bzw. die Zucchini den Großteil der Brühe aufgesogen haben, etwas heißes Wasser dazugießen und wieder rühren, so lange, bis der Reis gar ist.

Zum Schluss verhalten salzen, großzügig pfeffern und den geriebenen Käse unterheben. Unter rühren noch weiter garen lassen, bis der Käse geschmolzen ist.


Wenn ihr keine Termine mehr habt, die zwischenmenschliche Kommunikation erfordern, empfehle ich, das Risotto mit frischem, dünn geschnittenem Knoblauch zu garnieren.

Solltet ihr keinen Vater zur Verfügung haben, der euch Zucchini dörrt, könnt ihr sie auch in Naturkostläden auftreiben. Oder ihr kocht das Risotto kurzerhand mit getrockneten Steinpilzen oder Tomaten.






Dienstag, 19. August 2014

Zucchinipfannkuchen

Der Mann und ich haben dieses Jahr innerhalb von zwei Wochen fast zwölf Kilo Zucchini gegessen und das, obwohl ich in weiser Voraussicht selbst keine angebaut habe. Zucchini kamen aus allen Ecken: von meinem Vater, vom Schwiegervater, vom Nachbarn, vom Gemüsemann mit den Worten "Die geb ich Dir so, kann man ja immer gut gebrauchen." Da hatten mir die Zucchini aber schon so das Hirn vernebelt, dass ich kaum Widerstand leisten konnte.


Es gab also:
Zucchinispaghetti, natürlich
Minestrone
Zucchinipesto
Zucchinisuppe
Zucchinisalat
Zucchinipizza (in dem Rezept habe ich die geriebenen Kartoffeln durch Zucchini ersetzt)
und Zucchinikuchen (das Rezept findet ihr drüben bei Christina, ich hab die Eier durch Sojamehl ersetzt)

Als uns die Zucchini gerade aus den Ohren herauskamen, ich nachts sogar schon von Zucchini geträumt habe, wir aber immer noch zwei jeweils anderthalb Kilo schwere Monster hatten, habe ich ein großartiges Rezept für Zucchinipfannkuchen bei Gourmandises végétariennes gefunden.


Die Zucchinipfannkuchen waren so lecker, dass alle beide Zucchini zu knapp dreißig Pfannkuchen wurden, von denen nicht nur wir beide, sondern auch noch meine Mutter und diverse andere Leute über drei Tage gegessen haben.

Zutaten
(für zwei bis drei Personen)

2 EL geschrotete Leinsamen
250 g Mehl (ich hab 630er Dinkelmehl genommen, Weizen geht natürlich auch)
Salz (wenn ihr Kala Namak nehmt, schmeckt es noch etwas nach Ei) und Pfeffer
1/2 TL Kurkuma
200 ml Wasser
80 ml Pflanzenmilch
2 kleine Zwiebeln
600 g Zucchini
2 TL Öl
Öl zum Braten


Als Eiersatz nehmen wir diesmal Leinsamen. Vermischt die Leinsamen mit etwa 10 EL lauwarmem Wasser und lasst sie gut 10 Minuten quellen.

In der Zwischenzeit schält und hackt ihr die Zwiebeln in feine Würfelchen und wascht und raspelt die Zucchini grob auf der Küchenreibe.

Gebt Mehl, Salz und Pfeffer, Kurkuma, Öl, Wasser und Sojamilch zu den Leinsamen und verrüht alles gut miteinander. Lasst es anschließend wieder eine Viertelstunde quellen.

Zum Schluss hebt ihr die geriebenen Zucchini und die gehackten Zwiebelchen unter und bratet den Teig portionsweise in heißem Öl zu relativ dicken Pfannkuchen aus.

Wir haben dazu die heißgeliebte Aioli gegessen, beim Originalrezept findet ihr noch einen eher asiatisch angehauchten Dipp. Pesto, veganen Frischkäse oder Joghurt stelle ich mir auch lecker dazu vor.





Samstag, 28. Juni 2014

Lauwarmer Zucchini Salat mit Linsen

Diesen Monat gab´s hier viel mehr Salate als sonst, einmal den grünen Salat mit roten Früchten und Schnittlauchdressing und den Spargelsalat mit gebratenem Tofu. Warum das so ist? Weil wir unser eigenes Salat Feld haben! Auf dem Balkon:


Ehrlich gesagt, weiß ich gar nicht, was für ein Salat das genau ist. Ich hab ihn aus einer Salatmischung gezogen, in der unter anderem Rucolasamen dabei waren. Auf jeden Fall ist er nicht nur lecker, sondern auch sehr praktisch, weil man immer was Frisches zur Hand hat. Mit sehr kurzem Transportweg :)
Vor ein paar Tagen habe ich daraus einen lauwarmen Salat aus gebratenen Zucchini, Linsen und getrockneten Tomaten gemacht.


Zutaten
(für eine Person als Hauptgang oder für zwei als Vorspeise)

1 Zucchini
etwas Olivenöl
1 Tasse schwarze Linsen
100 g getrocknete Tomaten
3 EL Salatkerne (bei mir eine Mischung aus Kürbiskernen und Sonnenblumenkernen)
1 große Handvoll Pflücksalat nach Wahl

für das Dressing
1 TL Harissa (lieber weniger, wenn ihr Scharfes nicht gewohnt seid!)
2 EL Sojajoghurt
2 Zehen Knoblauch
1 TL Olivenöl
Salz und Pfeffer


Für das Dressing den Knoblauch durch die Knobipresse drücken und mit den restlichen Zutaten mischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Linsen in der doppelten Menge in ungesalzenem Wasser bissfest kochen, das dauert ca. 20 Minuten.

In der Zwischenzeit die getrockneten Tomaten kleinschneiden.

Den Salat evtl. waschen (ich mache das nicht), schleudern und in mundgerechte Stücke schneiden.

Die Zucchini vierteln und die Viertel wiederum in Scheiben schneiden. Olivenöl bei mittlerer Hitze erwärmen und die Zucchini darin dünsten.


Sind die Linsen gar, richtet ihr alles auf einem Teller an: zuerst den Salat, dann die Zucchini, die getrockneten Tomaten und die Linsen.

Bestreut das Ganze mit den Salatkernen, gebt Dressing dazu und freut euch über so viel gesundes Zeug auf einem Teller :)




Freitag, 25. Oktober 2013

Veganes Zucchinipesto


So, schaut euch mal dieses Foto an. Was seht ihr? 


...


Ich darf euch aufklären: eine Schale voll Zucchinipesto auf einer selbstgewebten Tischdecke. Die Tischdecke habe natürlich nicht ich gemacht (ich kann gerade mal mit Ach und Krach einen Knopf annähen), sondern meine Oma. Das Pesto hingegen stammt von mir. Und was soll das jetzt?

Mein Vater und ich sind große Pestofreunde. Wir können beide mit blöde grinsenden Gesichtern durch den Garten streunen um nach neuen Kombinationen fürs grüne Glück zu suchen. Sind wir fündig geworden, regt das Geräusch des Pürierstabs sofort die Speichelproduktion an, wir werden furchtbar ungeduldig und verdrücken beim Probieren ein kleines Freudentränchen im Augenwinkel. Währenddessen werden wir äußerst skeptisch von meiner Oma beäugt und auf Schritt und Tritt verfolgt. Sie kann nicht verstehen, was wir am Pesto finden. Und so lange das der Fall ist, suchen wir weiter. Nach dem Pesto Rezept für Oma.


Das hier war´s übrigens nicht. Schmeckt aber trotzdem total gut :) 



Zutaten
(für eine Schüssel voll)

300 g Zucchini
etwas Olivenöl
30 g Pinienkerne oder 50 g Walnüsse
Handvoll frische glatte Petersilie
Salz
Pfeffer
noch mehr Olivenöl (so ca. 100 ml)


Den Ofen auf 180° C vorheizen.

Die Zucchini waschen, die Strünke abschneiden, vierteln, mit etwas Olivenöl bestreichen, auf ein Blech legen und, wenn der Ofen heiß ist, in den Ofen schieben.

Die Zucchini dort so lange drin lassen, bis sie langsam Farbe bekommen.

In der Zwischenzeit nehmt ihr euch die Petersilie vor: wascht sie und zupft die Blättchen von den Stielen.

Sollte es so weit sein, holt ihr die Zucchini raus und gebt sie zusammen mit den Pinienkernen oder Walnüssen, der Petersilie und großzügig Salz und Pfeffer in ein hohes Rührgefäß und gießt Olivenöl darüber.

Rückt dem Ganzen mit dem Pürierstab zu Leibe, bis alle Zutaten zerhäckselt sind und ihr eine einigermaßen homogene Masse habt. Noch einmal mit Salz und Pfeffer abschmecken und zu Nudeln oder Brot genießen.










Montag, 14. Oktober 2013

Vegane Zucchinisuppe

Suppe ist einfach toll! Suppe, Suppe, Suppe! Heute mit Zucchini.
Die Zucchini, die ich benutzt habe, waren tatsächlich noch aus dem eigenen Garten, im Kühlschrank halten die sich echt lange und werden auch nicht knautschig. Super für spontane Suppen. Hab ich eigentlich schon erwähnt, dass ich Suppe ganz toll finde...?



Zutaten
(für zwei Personen, die eine Suppenbegleitung für ihre ausgiebige Carcassonne Partie brauchen)

500 g Zucchini
4 Kartoffeln (so ca. 200 g)
1 Liter Gemüsebrühe
50 g frische gekräuselte Petersilie
frisch geriebene Muskatnuss
200 ml ungesüßte Sojasahne oder Reissahne


Einen Topf mit der Gemüsebrühe aufsetzen.

Die Kartoffeln waschen, schälen und in kleine Würfel schneiden. In die Gemüsebrühe schmeißen.

Die Zucchini waschen und ebenfalls in kleine Würfel schneiden und ebenfalls in die Gemüsebrühe schmeißen.

Das Ganze gut 15 Minuten bei mittlerer Hitze und geschlossenem Deckel köcheln lassen.

In der Zwischenzeit die Petersilie waschen, die Blättchen von den Stielen zupfen und fein hacken.

Sind Zucchini und Kartoffel weich gekocht, mit dem Pürierstab pürieren.

Anschließend mit Muskatnuss abschmecken und die Sojasahne einrühren. Nochmal kurz aufkochen lassen und kurz vor dem Servieren die gehackte Petersilie einrühren.

Dazu passt gut Vollkorntoast oder helles Ciabatta.

Lasst es euch schmecken :)





Mittwoch, 18. September 2013

Minestrone - Tschüs Sommer!

Ich bin noch nicht so richtig dahinter gekommen, was in eine Minestrone rein sollte und was nicht - der Kreativität scheinen keine Grenzen gesetzt zu sein! Meine war jedenfalls sehr lecker :)



Zutaten
(für drei Personen)

1 L Gemüsebrühe
1 Zucchini (nicht so ein Monster, eher normal groß, so um 150 - 200 g)
200 ml passierte Tomaten
300 g vorgekochte weiße Bohnen
4 Fleischtomaten
4 kleine Petersilienwurzeln
2 Zwiebeln
4 Knoblauchzehen
Olivenöl
evtl. 1 Chili
Salz und Pfeffer
Thymian und Rosmarin


Die Zwiebeln und den Knoblauch schälen und klein hacken. Mit etwas Olivenöl in einem großen Topf anbraten. 

Werden die Zwiebeln langsam glasig, gebt ihr die  Gemüsebrühe und die passierten Tomaten ebenfalls in den Topf und lasst das Ganze auf kleiner Hitze köcheln.

Schneidet die Tomaten an einer Seite mit einem scharfen Messer kreuzförmig ein und übergießt sie mit heißem Wasser, anschließend zieht ihr die Häute ab und achtelt die Tomaten.

Wascht die Zucchini und die Petersilienwurzeln. Die Zucchini hackt ihr in nicht zu kleine Stücke, die Petersilienwurzel in ganz kleine Stücke :) Das gleiche macht ihr mit der Chili, wenn ihr denn eine verwenden wollt.

Gebt die Zucchini, die Tomatenstücke, die Petersilienwurzel und die Chili ebenfalls in die Suppe. Die weißen Bohnen hinterher, mit Salz, Pfeffer, Thymian und Rosmarin abschmecken und die Suppe einmal ordentlich aufkochen lassen, dann noch für eine Weile auf kleiner Hitze köcheln lassen. Die Bohnen sollten nicht zerkochen!

Wir hatten einfach nur Brot zur Minestrone, weil sie schon ziemlich gehaltvoll war :)


Freitag, 28. Juni 2013

Zucchinispaghetti

Vor kurzem habe ich mir einen Spiralschneider zugelegt. Das Teil macht aus schnödem Gemüse allerfeinste Spaghetti, die man nicht mal kochen muss! Der Liebste musste zweimal hinsehen, ob´s nicht vielleicht doch Nudeln sind :)

Ich hab die falschen Spaghetti mit einer Tomatensoße serviert, die wirklich gut gepasst hat. Aber Zucchini ist ja auch eher eine Trägersubstanz - passt zu allem!


Zutaten
(für zwei Personen)

3 dicke, große Zucchini (ca. 500 g)
150 g Räuchertofu
1 Dose gehackte Tomaten
2 Zwiebeln
etwas Öl zum Braten
Salz und Pfeffer
eine Handvoll frische Kräuter (ich hab Rosmarin, Thymian und Oregano genommen)


Den Räuchertofu fein würfeln. In einem Topf in etwas Öl anbraten, bis er anfängt, knusprig zu werden.

Die Zwiebeln schälen, klein hacken und zum Tofu in den Topf geben.

Werden die Zwiebeln glasig, die gehackten Tomaten dazugeben und das ganze mit Salz und Pfeffer würzen. Hitze runterdrehen.

Während die Soße noch ein bisschen vor sich hinköchelt, die Zucchini durch den Spiralschneider drehen.

Die Kräuter ganz fein hacken.

Die Zucchinispaghetti zur Soße in den Topf geben und alles miteinander vermischen.

Die Kräuter darüberstreuen, ebenfalls kurz unterrühren und sofort servieren.


Ihr könnt natürlich auch echte Spaghetti für dieses Rezept nehmen. Das ist dann aber nur halb so lustig :)