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Montag, 22. August 2016

Frühstückskuchen mit Möhren und Nüssen

Diese Woche geht in NRW die Schule wieder los und weil ich morgens eh schon um sechs Uhr raus muss, freue ich mich, wenn ich nicht lange was vorbereiten muss und trotzdem ein leckeres Frühstück essen kann, bevor der Tag losgeht. Und da kommt der Frühstückskuchen ins Spiel.


Besonders hübsch ist er nicht, aber lecker und hält lange satt! Und er kuschelt gerne mit Vanille Vla :)

Zutaten
(für eine Brownie Form oder 12 Muffins)

200 g Weizenvollkornmehl
120 g Haferflocken
50 ml Ahornsirup Grad A
2 TL Backpulver
1 TL Muskat (muss nicht sein!)
1 TL Zimt
eine Prise Salz
250 g geriebene Möhren
1 reife Banane
80 g Cranberries
70 g Walnüsse
50 g geschredderte Kokosnuss
2 EL Sonnenblumenöl
240 g Apfelmus
1 Vanilleschote
120 ml Mandelmilch


Heizt Euren Ofen auf 175°C vor und fettet die Form mit etwas Margarine oder Öl ein.

Mischt in einer Schüssel Mehl, Haferflocken, Backpulver, Zimt, Muskat, Salz, Cranberries, Walnüsse, Kokosnuss und das Mark der Vanilleschote.

In einer anderen Schüssel zermatscht ihr die Banane und mischt sie mit den geriebenen Möhren, dem Öl, dem Apfelmus und der Mandelmilch.

Mischt alles zusammen, bis die trockenen Zutaten feucht sind und gebt den Teig in die Form.

Backt den Frühstückskuchen ca. 20 - 25 Minuten. Macht unbedingt die Stäbchenprobe!

Lasst den Frühstückskuchen etwas abkühlen und esst ihn dann mit Vanillesoße oder Kompott oder noch mehr Apfelmus :)

Der Frühstückskuchen hält sich ein paar Tage im Kühlschrank, lässt sich aber auch gut einfrieren!

Dienstag, 8. März 2016

Pesto Puro


Einige von Euch wissen es schon: mein Vater macht ein sensationelles Pesto auf Walnussbasis! Neben mindestens 30% Walnüssen aus dem eigenen Garten und der Region Bergisches Land landen getrocknete Tomaten, Knoblauch und frische Kräuter, die eine Seelscheider Gärtnerei für uns anbaut, im Glas. Abgerundet wird das Pesto von einem griechischen Olivenöl, das eine Freundin meines Vaters (hallo Dagmar!) für uns produziert.

Saisonal gibt es wechselnde Sorten, zur Zeit sind das Rucola, Petersilie, Koriander und Minze. Ganz bald natürlich auch Bärlauch!

hier wachsen unsere Nüsschen




Das Pesto gab es bisher nur an ausgewählten Orten; dem Rengerter Dorffest z.B. :)

Seit wir aber auf dem Bensberger Weihnachtsmarkt und im Kölner Kochhaus ganze Kofferraumladungen in wenigen Stunden verkauft haben und Leute aus Bonn nach Seelscheid kommen, um glückselig mit Dutzenden von Pestogläsern wieder abzuziehen, haben wir uns gedacht, es wäre doch schön, wenn noch mehr Leute unser Pesto probieren könnten.

Und deswegen machen wir am kommenden Sonntag, den 13. März, von 14 - 18 Uhr bei Annette im veganen Supermarkt Vegane Zeiten in Köln eine Verkostung. Anmelden könnt ihr Euch unter info@vegane-zeiten.de, aber natürlich auch ganz spontan vorbeikommen.

Es gibt leckeres Brot, noch besseres Pesto und natürlich könnt ihr Euch auch das ein oder andere Gläschen mit nach Hause nehmen :)

Ich würde mich freuen, Euch zu sehen! Schaut doch mal vorbei :)


Was es sonst noch so Gutes aus Seelscheid gibt (garantiert nicht sortenreinen Apfelsaft! Im Sommer frische Chutneys!), könnt ihr Euch hier anschauen.

Montag, 12. Oktober 2015

Meine frohköstliche Woche - Tag 1

Letzte Woche hatte ich spontan die Idee, die zweite Hälfte meiner Herbstferien für eine rohvegane Woche zu nutzen. Was der Auslöser war, weiß ich gar nicht mehr so genau, ich habe einfach Lust, mal wieder was Neues auszuprobieren und eine Menge Grünzeug zu essen :)

So einen richtigen, bis ins kleinste Detail ausgeklügelten Plan habe ich bei meinem Vorhaben nicht, habe mir aber zwei Bücher zu rohveganer Küche gekauft (die ich euch im Laufe der Woche noch vorstellen werde) und mir die App von The Rawtarian heruntergeladen.

Und damit ihr auch was davon habt, gibt es die ganze Woche über jeden Tag einen Blogbeitrag mit Essen, das ich gegessen habe und den jeweiligen Rezepten dazu. Außerdem schreibe ich auf, was ich Neues gelernt habe und wie es mir mit der Frohkost ergeht.

Fangen wir an:
Das Essen


Zum Frühstück musste ich heute gleich improvisieren. Da wir erst gestern aus Würzburg zurückgekehrt sind, war natürlich nicht viel im Haus. Deshalb habe ich gestern Abend einige Himbeeren aufgetaut und heute morgen mit zwei traurig dreinschauenden Bananen zu einem Smoothie verarbeitet.

Himbeer-Bananen-Protein Smoothie
(für ein großes Glas)

etwa 150 g Himbeeren
2 sehr reife Bananen
150 ml Wasser
1 TL Mandelmus
1 gehäufter EL Hanfmehl

Alle Zutaten in einen leistungsstarken Mixer geben und mixen, bis sich alles in Wohlgefallen aufgelöst hat, inklusive der Himbeerkerne. Sofort trinken.


Zum Mittagessen gab es einen Klassiker der rohveganen Küche: Zucchinetti mit einer Tomatensoße in Pestokonsistenz, garniert mit Pinienkernen, Hefeflocken und aus Zucchini ausgestochenem Glücksklee.

Tomatenpesto
(für zwei Portionen)

vier große Fleischtomaten
5 - 6 getrocknete Tomaten
1 Handvoll Walnüsse
5 - 6 Blätter Basilikum
Pfeffer und Salz

Alle Zutaten in eine Küchenmaschine befördern und nicht zu fein hacken lassen. Anschließend mit Salz und Pfeffer abschmecken. Zu frisch gedrehten Zucchinetti servieren und mit Pinienkernen und Hefeflocken bestreuen.


Nach dem Mittagessen bin ich einkaufen gegangen, vor allem natürlich Gemüse und Obst. Aber auch einen Nachschub an Chiasamen und Meersalz, zwei Gewürzmischungen, sowie ein sehr feines Öl habe ich mitgenommen.
Als ich zurück war, habe ich erstmal ein paar Basics gemacht: Mandelmilch, was zum Naschen (einmal mit Kakao und einmal mit Kokos), damit ich auf jeden Fall was Süßes im Haus habe und Mozzarella für die nächsten Tage und für´s Abendbrot:


Zum Abendbrot gab es dann eine klassische Caprese mit Tomaten, Basilikum, Gartenkräutern, Salz, Pfeffer und Öl. Das Rezept für den rohen Mozzarella findet ihr hier. 


Was ich heute gelernt habe

Bis gestern dachte ich noch, Öl sei nicht roh. Es stellt sich heraus: kaltgepresstes, oft als "natives" Öl bezeichnetes, ist sehr wohl roh. Und besonders gut ist Leinöl, da es ein optimales Verhältnis von Omega-6 zu Omega-3 Fettsäuren aufweist. Ein Zuviel an Omega-6 Fettsäuren ist nämlich nicht gut und es ist besser, wenn der Anteil von Omega-3 Fettsäuren den von Omega-6 übersteigt. Bei Leinöl besteht ein Verhältnis von 4:1. Und aus diesem Grund habe ich mir heute beim Lieblingsbiomann das schon erwähnte feine Leinöl zugelegt, was auch auf der Caprese gelandet ist :)
Wie es mir heute ergangen ist
Heute morgen hatte ich erstaunlich wenig Hunger und habe erstmal eine halbe Stunde Sport gemacht und einen Liter Wasser getrunken, bevor ich den Smoothie getrunken hab. Der Smoothie hat auch erstaunlich lange vorgehalten, aber das könnte auch daran liegen, dass ich heute viel Zeit sitzend am Schreibtsich (Korrekturen!) verbracht habe. 
Gegen eins hatte ich dann aber schlagartig Hunger und es musste sehr schnell gehen. Ich habe zwei ganze Zucchini plus die oben beschriebene Menge an Soße verputzt. Nachmittags habe ich als Snack noch eine Banane mit Mandelmus gegessen, abends die Caprese und zum Nachtisch eine Kakaokugel. Jetzt ist es schon fast Mitternacht und ich habe noch nicht wieder Hunger bekommen.
Bisher fehlt mir auch nix, mir war nur ein wenig kalt, als ich zum Biomann gegangen bin. Meine Mutter würde jetzt aber sagen, das läge sicher nur daran, dass ich zu dünn angezogen war. 

Mal sehen, wie ich jetzt schlafe. Ich melde mich morgen wieder, macht´s gut!

Mittwoch, 29. Juli 2015

Tortelloni in Sahnesoße mit Walnüssen und frischem Salbei

Kennt ihr das? Ihr sitzt irgendwo, habt ein kleines bisschen Hunger und viel Appetit und plötzlich flüstert euch die Kochmuse ins Ohr, was ihr als nächstes zaubern könntet. Mir ging es gerade so; die Muse flüsterte: Walnüsse und Salbei.

Und weil das, was dabei herauskam, so gut war, gibt es das Rezept jetzt sofort. Gerade noch auf dem Teller, jetzt schon bei euch :)
Tortelloni mit Tofufüllung in Walnuss Sahnesoße mit frischem Salbei.


Zutaten
(für zwei bis drei Personen)

250 g Tortelloni mit Tofufüllung
250 ml Soja- oder Hafersahne
1 Handvoll Walnüsse
4 Zehen Knoblauch
1 EL Olivenöl
Salz
Pfeffer
Muskat
6 - 7 Blätter frischer Salbei


Ich habe schwarzen Pfeffer genommen, kann mir das Gericht aber auch gut mit weißem vorstellen, es würde dann wahrscheinlich etwas weicher, aber nicht unbedingt weniger scharf, schmecken.
Wenn ihr statt der Tortelloni mit Tofufüllung welche mit Gemüsefüllung nehmt, ist das Rezept auch sojafrei. Und wie immer bei Gerichten mit wenigen Zutaten sollten die einzelnen Zutaten möglichst hochwertig sein.


Setzt einen großen Topf mit Salzwasser für die Tortelloni auf und kocht sie al dente.

In der Zwischenzeit hackt ihr die Walnüsse grob, röstet sie ohne Fett in einer Pfanne an, bis sie anfangen, zu duften, nehmt sie aus der Pfanne und stellt sie erst einmal bei Seite.

Erhitzt das Olivenöl bei mittlerer Hitze, schält und hackt den Knoblauch ganz fein und röstet ihn scharf an.

Gebt die Walnüsse dazu, dreht die Hitze hoch und löscht Knoblauch und Walnüsse mit der Sojasahne ab.

Würzt mit wenig Salz, viel Pfeffer und etwas Muskat und lasst die Soße etwas einköcheln.

Schneidet den Salbei in feine Streifen.

Schüttet die Tortelloni ab, gebt sie zur Sahnesoße, rührt um, damit alle Tortelloni etwas von der Soße abbekommen.

Abschließend hebt ihr den frischen Salbei unter und serviert die Tortelloni sofort.




Dienstag, 17. Februar 2015

Veganes Möhrengrün Pesto

Ihr wisst ja schon, dass ich ein großer Pesto Freund bin. Letzte Woche habe ich bei meinem Bioladen dann ein Bund bilschöne Bilderbuchmöhren mit Grün obendran gefunden und sofort mitgenommen. Ich weiß gar nicht, auf was ich mehr scharf war: auf die Möhren oder das Grün.

Zu Hause angekommen, habe ich gleich Pesto gemacht. Das Rezept ist spontan improvisiert gewesen und hat sich als äußerst lecker herausgestellt :)


Zutaten
(für ein kleines Gläschen von ca. 200 ml)

50 g Walnüsse
Möhrengrün von ca. sieben bis acht Möhren
2 Knoblauchzehen
2 EL Hefeflocken
Salz
100 ml Olivenöl


Ich predige es immer wieder: Bei der Herstellung von Pesto ist ein qualitativ hochwertiges und aromatisches Olivenöl ein absolutes Muss! Das Salz sollte ebenfalls gut sein, nehmt Meersalz.

Die Walnüsse in einer Pfanne ohne Öl kurz rösten, bis sie anfangen, zu duften.

Dem Möhrengrün ein wenig die Stiele kürzen und es gründlich waschen.

Alle Zutaten in einen Hochleistungsmixer geben und gründlich durchpürieren lassen. Ihr könnt natürlich auch einen Pürierstab nehmen, dann dauert es aber etwas länger.


Füllt das Pesto in ein heiß ausgespültes Gläschen und gebt etwas Olivenöl auf die Oberfläche, so hält sich das Pesto mehrere Tage im Kühlschrank.

Ich hab zum Pesto meine heißgeliebten Dinkel Tagliatelle und frische geriebene Möhrchen gegessen :)



Dienstag, 1. Juli 2014

Rucola Pesto

Von meinem famosen Salatbeet habe ich euch ja schon erzählt. Diesmal habe ich ein Rucola Pesto gemacht, für das man einfach nur einma beherzt ins Salatbeet greifen muss, ein paar Nüsse knackt und ein gutes Olivenöl dazu aussucht.


Ich esse Pesto übrigens am liebsten auf Brot. Ihr wisst ja schon: ich bin nicht so der Nudelfreund. Ihr könnt aber mit eurem Pesto machen, was ihr wollt! Aufs Brot, auf die Pizza, zu Pasta, als Topping auf Suppen, zu Käse... Wie ihr lustig seid.


Zutaten
(für ein Glas voll, etwa 350 ml)

zwei große Handvoll Rucola
3 Zehen Knobi
200 ml Olivenöl
50 g Walnüsse
etwas Salz


Wascht den Rucola kurz ab und schneidet ihn ein bisschen vor, die Stiele könnt ihr dran lassen.

Knackt die Walnüsse, sodass ihr am Ende auf ca. 50 g kommt.

Gebt den Rucola und das Öl in ein hohes Rührgefäß und püriert das Grünzeug mit dem Pürierstab ganz geschmeidig.

Schält den Knobi und drückt ihn durch die Knoblauchpresse zum pürierten Rucola. Gebt die Walnüsse und etwas Salz ebenfalls dazu und püriert so lange, bis von den Nüssen nichts mehr zu sehen ist.

Eventuell nochmal mit Salz abschmecken.



Kocht ein Marmeladenglas mit heißem Wasser aus, trocknet es ab, gebt das Pesto hinein und überdeckt es mit ein wenig Olivenöl, so hält es sich mindestens zehn Tage im Kühlschrank :)



Montag, 2. Juni 2014

Grüner Salat mit roten Früchten und Schnittlauchdressing

Die letzten Tage ist es so warm, dass mich die Salatlust packt! Und da ich generell nicht viel von Salaten, die nur aus grünen Blättern bestehen, halte, kommt bei mir noch eine Menge anderes Zeug rein. Linsen zum Beispiel. Und Nüsse. Nüsse sind wichtig. Früchte schaden auch nicht. Ihr merkt schon, mit Salat hat das nicht mehr viel zu tun :)

Der Salat ist inspiriert von einem ähnlichen Salat, den uns Julie oft zu Mittag in Captain Cook serviert hat. Da waren die roten Früchte dann aber eher Papaya und Wassermelone, was auf Hawaii halt so rumliegt. Bis heute ist Julie für mich die beste Köchin, die mir je über den Weg gelaufen ist.
Mange tak, kære Julie :)


Zutaten
(für eine große Schüssel voll, von der zwei Personen satt werden)

2 Salatherzen
80 g Beluga Linsen
1 Granatapfel
50 g getrocknete Cranberries
2 - 3 Schalotten
Handvoll Walnüsse

für das Dressing
3 EL Sojajoghurt
1 großer Bund Schnittlauch
2 Knoblauchzehen
1 EL Walnussöl
Salz und Pfeffer
Schuss Weißweinessig


Kocht die Linsen (Beluga Linsen sind die kleinen schwarzen) ohne Salz, bis sie noch gerade so bissfest sind und nicht auseinanderfallen.

Wascht die Salatherzen, schneidet die Strünke ab und die Blätter in mundgerechte Stücke.

Halbiert den Granatapfel und pult die Kerne heraus.

Schält die Schalotten und hackt sie in kleine Würfel.

Die getrockneten Cranberries und die Walnüsse lasse ich, wie sie sind, ihr könnt sie aber natürlich auch klein schneiden, wenn ihr wollt.


Für das Dressing hackt ihr den Schnittlauch sehr fein, drückt die geschälten Knobizehen durch eine Presse und vermischt alles mit den restlichen Zutaten für das Dressing.

Jetzt kommt das beste: schmeißt alle Zutaten in eine große Schüssel und leert das Dressing darüber aus und rührt so lange wild darum rum, bis alles Dressing abbekommen hat und kein Teil mehr auf dem anderen liegt.

In den Salat passen auch gut andere rote Früchte, Wassermelone und Erdbeeren z.B. :)





Freitag, 25. April 2014

Bärlauch Pesto

Nein. Es kann auf dieser Welt nicht genug Rezepte für Pesto geben. Pesto ist schlicht großartig und manchmal sage ich morgens meiner Gläschensammlung Guten Morgen!
Na gut, das war jetzt geflunkert :)

Nichtsdestotrotz kommt hier ein weiteres Pestorezept und zwar die vegane Variante von einem Klassiker auf diesem Blog. Leicht abgewandelt und inspiriert von Melissa.
Und noch ein Pestorezept findet ihr hier, das ist immer schon vegan gewesen :)


Das Foto könnte euch schon bekannt vorkommen, ich hab meine in Bärlauchpesto gewälzten Bandnudeln nämlich mit Mandelparmesan bestreut.


Zutaten
(für ein kleines Glas Pesto)

zwei Handvoll Bärlauch
200 ml Olivenöl oder 1 EL Olivenöl und eine halbe Avocado
50 g Walnüsse
Salz


Entfernt dem Bärlauch die Stiele und gebt ihn zusammen mit den restlichen Zutaten in eine Schüssel.

Püriert das Ganze einmal gut durch. Ich mag mein Pesto noch leicht stückig, ihr könnt es aber natürlich komplett durchfuhrwerken, bis es geschmeidig ist. Eventuell nachsalzen.

Füllt das Pesto in ein vorher heiß ausgespültes Schraubglas. Wenn ihr das Pesto mit ein wenig Öl bedeckt, hält es eine ganze Weile.

Das Bärlauchpesto passt natürlich zu Pasta. Aber auch als Blätterteigfüllung oder Pizzabelag ist es super!


Da die Bärlauchsaison schon fast vorbei ist, könnt ihr das gleiche Rezept auch wunderbar mit glatter Petersilie, Rucola, Feldsalat oder Spinat variieren. Dann würde ich allerdings noch zwei drei Zehen Knoblauch hinzufügen :)



Sonntag, 12. Januar 2014

Banana Bread - süß am Sonntag

Wie letzten Sonntag versprochen, gibt´s heute das Rezept für das grandiose hawaiianische Banana Bread, das ebenso wie der Haupia Cake aus dem Backbuch stammt, das ich mir aus Hawaii mitgebracht habe. Dort gibt es Banana Bread an jeder Ecke und das allerallerbeste Banana Bread haben wir auf dem farmer´s market in Waimea, Haleiwa gegessen. So gut! 


Für diese (mindestens genauso gute Version!) braucht ihr natürlich vor allem Bananen. Die sollten genau die richtige Reife haben, also so reif, dass ihr sie nicht mehr essen wollt aber auch noch nicht so reif, dass schon die Fliegen drüber kreisen :)


Zutaten
(für eine große Kastenform)

150 g Vollkornmehl
150 g Mehl
3 TL Backpulver
1 Packung Vanillepuddingpulver
170 g Zucker
250 ml Sojamilch
1 Zitrone
150 ml Sonnenblumenöl
1 Msp gemahlene Vanille
100 g Walnüsse
3 konventionelle Bananen oder 4 Biobananen
etwas Margarine zum Einfetten der Form


Heizt den Ofen auf 180° C vor.

Gebt die Sojamilch in ein Gefäß. Halbiert die Zitrone, presst den Saft einer Zitronenhälfte in die Sojamilch und lasst sie eine kleine Weile stehen.

In der Zwischenzeit schält ihr die Bananen und zermatscht sie gründlich mit einer Gabel.

Mischt Vollkornmehl, Mehl, Backpulver, Vanillepuddingpulver und die gemahlene Vanille in einer Schüssel.

In einer anderen Schüssel mischt ihr Zucker, Öl und die Sojamilch. 

Gebt die Mehlmischung unter Rühren langsam zur Öl-Milchmischung und rührt so lange weiter, bis ein geschmeidiger Teig entstanden ist.

Wenn ihr wollt, könnt ihr die Walnüsse klein hacken, ich hab meine aber gelassen, wie sie waren.

Gebt die Walnüsse und die zermatschten Bananen zum Teig und hebt sie mit einem Löffel unter.

Fettet eure Kastenform ein (ihr könnt den Teig natürlich auch in einer Springform oder in Muffinformen backen), gebt den Teig hinein und backt das Banana Bread für ca. 50 Minuten im Ofen, bis es oben goldbraun ist (Stäbchenprobe nicht vergessen!).


Lecker ist das Banana Bread auch, wenn ihr statt Walnüssen Schokoladenstücke nehmt. Oder ihr nehmt jeweils 50 g Walnüsse und 50 g Schokistücke. Oder Cranberries :)

Das Banana Bread schmeckt am nächsten Tag fast noch besser als am ersten und lässt sich auch gut einfrieren. 

Habt einen schönen Sonntag, macht irgendwas Schönes draußen... in Siegburg jedenfalls scheint die Sonne :)




 


Sonntag, 15. Dezember 2013

Walnuss Honigmarzipan Pralinen - süß am Sonntag

Ihr Lieben, heute in neun Tagen ist Weihnachten! Und deswegen gibt es ab heute eine ganze Woche lang Geschenkideen, mit denen ihr eure Liebsten beglücken könnt. Alle (bis auf eine) Geschenkideen können bei euch zu Hause in der Küche produziert werden und sind in weniger als einer Stunde fix und fertig zum Verschenken, manche sogar noch schneller! Perfekt für "Spontan-Schenker" ;)

Den Anfang machen meine Lieblingspralinen. Die absolut besten, allerallertollsten Pralinen. Richtig vegan sind sie allerdings nicht, da Honig enthalten ist, eine Menge sogar. Warum ich trotz Veganismus weiter Honig esse und das auch gar nicht schlimm finde, könnt ihr hier nachlesen.

Aber jetzt! Die Walnuss Marzipan Pralinen! Jubelt!



Zutaten
(für ca. 15 Pralinen)

200 g Mandelmehl
100 g Honig (am besten einen eher süßen, bspw. Akazie)
100 g Zartbitterschokolade
15 Walnüsse


Das Rezept ist wirklich einfach! Die größte Schwierigkeit besteht darin, die Walnüsse so zu knacken, dass man ganze Nusshälften bekommt...

Verknetet Mandelmehl und Honig zu einer geschmeidigen Masse. Je nachdem, welchen Honig ihr benutzt, wird die Masse ein wenig feucht bleiben. In diesem Fall gebt ihr so lange Mandelmehl dazu, bis die Masse die Konsistenz von Marzipan bekommt :)

Stellt die Masse in Frischhaltefolie gewickelt kalt.

In der Zwischenzeit knackt ihr die Nüsse sehr vorsichtig, damit die Nüsse in Hälften bleiben. Die setzt ihr später dekorativ auf die fertigen Pralinen.

Schmelzt die Zartbitterschokolade im Wasserbad.

Rollt aus eurem Marzipan kleine Kugeln, taucht diese in die geschmolzene Schokolade (das geht am besten mit zwei kleinen Gabeln) und bedeckt sie rundum mit Schoki.

Setzt die schokibedeckten Kugeln vorsichtig auf einem Backpapier ab und drückt pro Kugel eine Walnusshälfte auf die Praline während die Schoki noch flüssig ist.

Lasst die Schokolade bei Zimmertemperatur fest werden.

Die Pralinen kann man im Kühlschrank aufbewahren, dann halten sie ziemlich lange. Theoretisch.


Natürlich könnt ihr euer Marzipan klassisch mit einem Schuss Rosenwasser verfeinern, das es in jedem gut sortierten türkischen Supermarkt gibt. Mich packt allerdings allein beim Gedanken an Rosenwasser das kalte Grausen, deswegen habe ich es nicht benutzt.

Morgen geht es weiter mit feinen Geschenkideen, lasst euch überraschen :) Habt einen schönen Sonntag!

Donnerstag, 31. Oktober 2013

Lesen und essen: vegan&bio - Walnuss Möhren Brot mit Möhren Kichererbsen Aufstrich

Gestern wollte ich eigentlich nur ganz flugs bei "meinem" Bioladen vorbeischauen, um die heißgeliebte Mandelmilch zu kaufen, da leuchtete mir das hier knallpink entgegen:



Ein neues Magazin über veganen Lebenswandel! Eigentlich lese ich lieber Zeitung und interessiere mich für Zeitschriften nicht die Bohne, aber nach kurzem Durchblättern der Rezepte habe ich sie mitgenommen. Und zu Hause direkt zwei Sachen ausprobiert, die beide sehr lecker waren :) 
(... die ganz Ungeduldigen unter euch rollen jetzt einfach schonmal nach unten; dort findet ihr die Leckereien)


In dem Heft findet ihr neben einem ganzen Haufen Rezepte ein paar Artikel zu Menschen, die umgestellt haben (Christoph Maria Herbst ist Veganer, das war mir neu... ist das jetzt Tratsch?), Tipps, wie man seine Nährstoffe zusammenbekommt oder tierische Produkte durch pflanzliche ersetzt und Hinweise, in welchen alltäglichen Konsumgütern Tiere versteckt sein können. Dazu die unvermeidlichen Produktempfehlungen, aber auch gute Empfehlungen für einschlägige (Koch-)bücher. 

Sehr gelungen an dem Heft finde ich die kleine Ideensammlung für einen veganen Tag; ideal für Einsteiger, die nicht so richtig wissen, was sie denn jetzt essen sollen. Außerdem gut finde ich den Leitfaden zu den gängigsten Vegan Siegeln, werde beim nächsten Einkauf mal darauf achten.


Weniger toll finde ich, dass Attila Hildmann (der in so einem Heft natürlich nicht fehlen darf) einfach nur ein paar olle Kamellen aus seinem vorletzten Buch zum Abdrucken zur Verfügung stellt, obwohl sein neues Buch nächsten Monat erscheint. Das wäre eigentlich die Gelegenheit gewesen, sich gütigerweise schonmal vorab über die Schulter schauen zu lassen. 
Björn Moschinski (ihr seht schon, die üblichen Verdächtigen) hingegen zaubert für die vegan&bio einfach mal ein 5-Gänge-Menü aus dem Ärmel, das auf den Bildern schon zum Reinlegen aussieht (siehe oben). So macht man das!

 
Und jetzt will ich euch nicht länger auf die Folter spannen! Tataa: Walnuss-Möhren-Brot mit Möhren-Kichererbsen-Aufstrich! Rezept aus vegan&bio, leicht abgeändert von mir.

Zutaten
(für ein Brot)

1 Würfel Hefe
1 TL Zucker
2 TL Salz
200 g Möhren
150 g Walnusskerne
500 g Dinkelvollkornmehl
1 TL gemahlener Koriander
1 TL Kümmel
1 TL Fenchel
etwas Fett um die Form einzufetten


Es gibt tatsächlich Leute, die Kümmel für die Ausgeburt der Hölle halten. Wenn ihr solche zu Besuch erwartet, lasst den Kümmel im Brot lieber weg!


Löst die Hefe in 300 ml lauschigwarmem Wasser auf und gebt das Salz und den Zucker dazu.

Die Möhren waschen, schälen und grob raspeln, die Walnüsse knacken und die Kerne ein bisschen mit den Händen zerdrücken.

Möhren, Mehl, Walnüsse und Gewürze in das Hefewasser einrühren und alles gut miteinander verkneten, bis der Teig geschmeidig ist.

An einem warmem Ort zugedeckt gut 45 Minuten gehen lassen. Anschließend nochmal ordentlich durchkneten.

Eine Kastenform oder Brotform einfetten, den Teig hineingeben und einmal längs einschneiden.

Den Ofen auf 220° C vorheizen, den Teig nochmal eine gute Viertelstunde ruhen lassen.

Auf den Boden des Backofens eine hitzebeständige Schüssel mit etwas Wasser stellen und das Brot in den Ofen schieben. Nach einer Viertelstunde dreht ihr die Hitze auf 180° C runter und lasst das Brot noch weitere 45 Minuten drin.

Wenn es eine schöne Kruste bekommen habt, holt es raus, lasst es aus der Form purzeln und abkühlen.



Und weil Brot ohne alles ein bisschen langweilig ist, habe ich auch noch einen ganz famosen Brotaufstrich (ebenfalls aus der vegan&bio) dazugemacht :) Wieder ein bisschen abgeändert.

Zutaten
(für eine Schüssel voll)

300 g Möhren
2 EL Sesamöl
80 g Kichererbsenmehl
1 EL Sesammus (ich hab Mandelmus genommen)
2 EL ungeschälter Sesam
eine Biozitrone
Salz


Die Möhren waschen, schälen, in Stücke schneiden und im Sesamöl anbraten, damit sie weich werden.

Das Kichererbsenmehl zusammen mit 250 ml Wasser in einem anderen Topf kurz unter Rühren aufkochen, vom Herd nehmen und quellen lassen.

Die Schale der Zitrone abreiben. 

Möhren, Kichererbsenbrei, Mandelmus, Sesam und abgeriebene Zitronenschale mit dem Pürierstab ordentlich durchmähen und mit Zitronensaft und Salz abschmecken.

Fertig! Aufs Brot! In den Mund!


Die vegan&bio ist übrigens schon am 15. Oktober erschienen, aber ich neige manchmal dazu, mit dem Kopf in den Wolken zu sein, auch, wenn ich im Bioladen herumwusel. Alles in allem finde ich die vegan&bio eine gute Mischung aus unterhaltsam, praktisch und informativ und freue mich schonmal auf die nächste Ausgabe vor :)
Die Webseite des Magazins findet ihr hier: veganundbio.de