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Sonntag, 9. November 2014

Veganer Chocolate Cheesecake - süß am Sonntag

Gut anderthalb Jahre hat es gedauert, bis ich es tatsächlich geschafft habe, eines unserer Lieblingsrezepte aus vorveganen Zeiten zu veganisieren: den Chocolate Cheesecake. Ich weiß gar nicht, warum das so lange gedauert hat (könnte an den ganzen anderen Leckereien liegen, die wir in der Zwischenzeit verputzt haben...), denn die vegane Variante hat einen entscheidenden Vorteil gegenüber der Originalversion: sie ist leichter. Man kann also viel mehr davon aufeinmal essen. Entscheidendes Argument :)


(Die gruseligen Fotos müsst ihr mir heute verzeihen. Der Kuchen hatte eine kleine Reise hinter sich gebracht und musste dann in einer schlecht ausgeleuchteten Küche fotografiert werden.)

Der Schokoladenbiskuit ist eine Variante des Biskuitsrezepts des von mir sehr hochverehrten Björn Moschinski. Bei der selbst improvisierten Creme hatte ich anfangs Bedenken, dass sie vielleicht nicht steif genug wird, sie ist aber (ohne Sahnesteif etc.!) genau richtig geworden.
Ich hab für den Chocolate Cheesecake diesmal Brombeer-Quitten-Marmelade genommen, um den Boden damit einzustreichen und Granatapfelkerne obendrauf verteilt. Lecker ist der Chocolate Cheesecake auch mit Bananen zwischen Biskuitboden und Creme und frischer Mango obendrauf!


Zutaten
(für eine 26er Springform)

Für den Biskuit
300 g Mehl
2 EL Backpulver
40 g Kakao (am besten schwach entölten. Der ist ein bisschen teurer, aber auch sehr viel schokoladiger!)
1 Vanilleschote
200 g Zucker
abgeriebene Schale einer Biozitrone
60 ml neutrales Öl (Sonnenblume oder Raps)
375 ml sehr sprudeliges Mineralwasser

Für die Creme
400 g veganen Sauerrahm (z.B. von Soyananda)
140 g veganen Frischkäse
200 g Zarbitterschokolade
50 g Puderzucker
200 g aufschlagbare vegane Sahne

200 g Marmelade (bei mir Brombeer-Quitte. Ihr könnt auch Bananenscheiben nehmen!)
die Kerne eines halben Granatapfels


Für den Biskuit heizt ihr zuerst einmal den Ofen auf 180°C vor und legt eine Springform mit Backpapier aus.

Kratzt das Mark der Vanilleschote heraus und mischt es mit Mehl, Kakao, Backpulver und Zucker.

Anschließend das Öl und die abgeriebene Zitronenschale dazugeben und unterrühren, dabei nach und nach das Mineralwasser dazulaufen lassen.

Alles verrühren, bis ein glatter Teig entstanden ist.

Den Teig in die Springform füllen und für ca. 45 Minuten backen. Unbedingt die Stäbchenprobe machen, um zu sehen, ob der Biskuit gut ist!

Ist der Biskuit gut, lasst ihn im ausgeschalteten Backofen komplett auskühlen. Veganer Biskuit fällt zwar nicht so leicht zusammen wie der mit Eiern, aber sicher ist sicher.


Für die Creme schmelzt ihr zuerst einmal die Schokolade im Wasserbad und schlagt die Sahne auf.

In einer anderen Schüssel mischt ihr den veganen Frischkäse, den veganen Sauerrahm und Puderzucker miteinander.

Lasst die geschmolzene Schokolade etwas abkühlen und gebt sie unter Rühren zur Frischkäsemischung.

Zum Schluss hebt ihr die geschlagene Sahne mit einem Teigschaber unter; nicht mit dem Mixer rühren!

Setzt den Biskuitboden in einem passenden Tortenring (oder dem Ring der Springform) auf eine Platte und bestreicht ihn mit der Marmelade eurer Wahl oder belegt ihn mit frischem Obst.

Anschließend gebt ihr die Creme obendrauf, verstreicht sie glatt und stellt den Chocolate Cheesecake mindestens zwei Stunden kalt. Kurz vor dem Servieren bewerft ihr ihn mit frischem Obst :)

Ich wünsch euch einen schönen Sonntag!




Montag, 2. Juni 2014

Grüner Salat mit roten Früchten und Schnittlauchdressing

Die letzten Tage ist es so warm, dass mich die Salatlust packt! Und da ich generell nicht viel von Salaten, die nur aus grünen Blättern bestehen, halte, kommt bei mir noch eine Menge anderes Zeug rein. Linsen zum Beispiel. Und Nüsse. Nüsse sind wichtig. Früchte schaden auch nicht. Ihr merkt schon, mit Salat hat das nicht mehr viel zu tun :)

Der Salat ist inspiriert von einem ähnlichen Salat, den uns Julie oft zu Mittag in Captain Cook serviert hat. Da waren die roten Früchte dann aber eher Papaya und Wassermelone, was auf Hawaii halt so rumliegt. Bis heute ist Julie für mich die beste Köchin, die mir je über den Weg gelaufen ist.
Mange tak, kære Julie :)


Zutaten
(für eine große Schüssel voll, von der zwei Personen satt werden)

2 Salatherzen
80 g Beluga Linsen
1 Granatapfel
50 g getrocknete Cranberries
2 - 3 Schalotten
Handvoll Walnüsse

für das Dressing
3 EL Sojajoghurt
1 großer Bund Schnittlauch
2 Knoblauchzehen
1 EL Walnussöl
Salz und Pfeffer
Schuss Weißweinessig


Kocht die Linsen (Beluga Linsen sind die kleinen schwarzen) ohne Salz, bis sie noch gerade so bissfest sind und nicht auseinanderfallen.

Wascht die Salatherzen, schneidet die Strünke ab und die Blätter in mundgerechte Stücke.

Halbiert den Granatapfel und pult die Kerne heraus.

Schält die Schalotten und hackt sie in kleine Würfel.

Die getrockneten Cranberries und die Walnüsse lasse ich, wie sie sind, ihr könnt sie aber natürlich auch klein schneiden, wenn ihr wollt.


Für das Dressing hackt ihr den Schnittlauch sehr fein, drückt die geschälten Knobizehen durch eine Presse und vermischt alles mit den restlichen Zutaten für das Dressing.

Jetzt kommt das beste: schmeißt alle Zutaten in eine große Schüssel und leert das Dressing darüber aus und rührt so lange wild darum rum, bis alles Dressing abbekommen hat und kein Teil mehr auf dem anderen liegt.

In den Salat passen auch gut andere rote Früchte, Wassermelone und Erdbeeren z.B. :)





Sonntag, 22. September 2013

Hirse mit Granatapfel, Rosinen und Mandelblättchen - süß am Sonntag

Völlig unbescheiden möchte ich an dieser Stelle verkünden, dass ich mich für einen Profi-Frühstücker halte mit einem Zeugnis voller Einsen in Anrichten bis Zeit lassen und zelebrieren. Ich bin schlicht ein Frühstücksmensch und wenn das Frühstück nicht gut war oder ich gar ohne aus dem Haus muss, ist der Tag für mich schon gelaufen.
Ein Blick in die Frühstückskategorie hier auf dem Blog verrät außerdem, was ich am meisten an einem Frühstück schätze: am liebsten sollte es süß sein, gerne gesund und vor allem sollte es genügend Kalorien enthalten, damit ich nicht schon in der zweiten Stunde meine Schüler anknurre.
 

Lange Rede, kurzer Sinn: ich musste einfach an dem tollen Blogevent von Fräulein Moonstruck teilnehmen: Speise morgens wie ein Fräulein! 
Und deswegen gibt es heute: Hirse mit Granatapfel... und noch ein paar anderen leckeren Sachen :)



Zutaten
(für eine sehr hungrige Person, die die ganze Nacht sehnlichst auf ihr Frühstück gewartet hat)

70 g Hirse
50 g Rosinen
einen halben Granatapfel
1 EL Honig (oder Ahornsirup Grad A)
2 EL Mandelblättchen
etwas Zimt


Zuerst müsst ihr die Hirse waschen. Einfach in einer Schüssel mal kurz mit Wasser durchspülen.

Anschließend setzt ihr die Hirse mit kaltem Wasser auf. Dabei sollten die Hirsekörner gut bedeckt sein, ihr nehmt also etwas mehr Wasser als Hirse.

Bringt die Hirse zum Kochen. Wenn sie kocht, lasst sie 5 Minuten kochen, nehmt sie dann vom Herd und lasst sie anschließend zehn Minuten quellen.

Die Rosinen übergießt ihr mit heißem Wasser, sie werden dann weicher und geben ihr Aroma besser ab.

Pult die roten Kerne aus dem Granatapfel. Es ist besser, sich dafür Handschuhe anzuziehen, da das Granatapfelgewebe die Nägel ganz furchtbar verfärbt :)

Wenn die Hirse fertig ist, schüttet die Rosinen ab und gebt sie dazu. Außerdem die Granatapfelkerne und die Mandelblättchen. Verrührt das Ganze mit Honig und würzt es anschließend mit Zimt.

Fertig! Frühstück!



Das Tollste an diesem Rezept ist, dass sich die süßen Rosinen und der Honig so gut mit den sauren Granatapfelkernen verstehen. Der Zimt rundet alles zusammen schön warm und samtig ab. Gesund ist es obendrein auch, da kein böser raffinierter Zucker oder garstiges Weißmehl enthalten sind. 
Wer morgens extra schnell aus dem Haus muss und nur wenig Zeit zum Frühstücken hat, kann das Rezept auch mit Couscous machen, das geht noch einmal schneller :)

Die kleinen Sternchen sind übrigens aus schnödem Mürbeteig. Ich mache davon meistens zuviel und backe mir aus den Resten kleine Plätzchen, die ich in allen Küchenschränken verstaue und mich freue, wenn ich eins finde.











Freitag, 13. September 2013

Vegane parfümierte Avocadoschokoladencreme mit Orangenblütenwasser und Granatapfel

Das erste rendez-vous mit dem tollen Mann, der wunderbarerweise immer noch an meiner Seite ist, verbrachten wir zeitweise in einem türkischen Imbiss, wo wir uns eine Pizza Margherita geteilt haben (in der Zwischenzeit waren wir noch so oft da, dass der Inhaber seinen Laden ausbauen konnte; aber das nur nebenbei). Ich habe also bei unserem ersten Treffen nicht gekocht.
Heute würde ich das anders machen. Liebe geht durch den Magen und über den Esstisch. Und da wir beide einen Sinn für Süßes haben, würde ich das Hauptgericht auslassen und direkt zum Höhepunkt kommen: dem Nachtisch. Und der hat es in sich.


Unschuldig kommt er daher, steckt aber voller Überraschungen: dunkler, herber Kakao, liebliche Vanille, parfümiert mit Orangenblütenwasser und abgerundet mit Safran. Wild wird das Ganze durch die Säure des Granatapfels. Hat da gerade wer Aphrodisiakum gesagt?


Zutaten
(für zwei Personen, die nicht so sehr hungrig sind, weil sie ja von Luft und Liebe leben)

eine halbe Avocado 
eine sehr reife Banane
50 g weißes Mandelmus
eine Vanilleschote
2 EL Kakao
ein paar wenige Safranfäden, weniger als eine Prise
30 g Zucker
1 Päckchen Sahnesteif
6 - 8 Tropfen Orangenblütenwasser
einen halben Granatapfel


Orangenblütenwasser bekommt ihr im türkischen Lebensmittelgeschäft. Alternativ geht auch Rosenwasser, was mir persönlich aber gar nicht gefällt.


Löst das Fleisch mit Hilfe eines Löffels aus der Avocado. Schält die Banane, brecht sie in grobe Stücke und gebt sie zusammen mit dem Avocadofleisch in ein hohes Rührgefäß.

Schneidet die Vanilleschote mit einem scharfen Messer längs auf und kratzt das Mark heraus. Gebt das Vanillemark, den Kakao, den Zucker und abschließend das Mandelmus ebenfalls in das hohe Rührgefäß mit den Bananen und Avocados.

Mit einem Pürierstab alles gut durchmischen, es sollen keine Stückchen übrig bleiben!

Anschließend mit einem Mixer (nicht dem Pürierstab!) das Sahnesteif in die Masse einarbeiten. 

Zum Schluss die Schokoladencreme mit dem Orangenblütenwasser und dem Safran parfümieren (nur noch mit einem Löffel einrühren), in hübsche Schüsseln füllen und mindestens eine Stunde kalt stellen.

Den Granatapfel solltet ihr vorbereiten, da das zwar eine meditative, aber längere Aufgabe ist. Zieht euch am besten Einweghandschuhe an, wenn ihr einem Granatapfel zu Leibe rückt, da die Haut des Granatapfels Finger und Nägel dunkel färbt, was generell unschön ist, nicht nur beim ersten rendez-vous.

Nehmt euch den halben Granatapfel vor und pult vorsichtig die rosaroten Fruchtkerne heraus. Dabei solltet ihr aufpassen, dass ihr möglichst wenig von der hellen Haut an den Kernen lasst, da diese erstens nicht schön aussieht und zweitens bitter schmeckt. Habt ihr die Kerne alle herausgepult, stellt sie ebenfalls in den Kühlschrank, kann nicht schaden.


Kurz vor dem Servieren streut ihr die Granatapfelkerne einfach auf die Schokoladencreme und werft das kleine Schwarze über ... Et voilà!




Mit diesem Beitrag nehme ich am Blogevent der lieben Tonia von Backen macht froh teil :)