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Montag, 27. April 2015

Herzhaftes Crumble mit Bärlauch

Irgendwann vor ein paar Tagen saß ich abends rum und hatte großartigen Hunger. Ich wollte Müsli mit Tomaten. Die Idee verwarf ich zum Glück schnell wieder und hab stattdessen dieses herzhafte Crumble mit Bärlauch zusammenimprovisiert. Das Tolle an so einem Crumble sind natürlich die Streusel, da ist es dann auch völlig egal, ob die süß oder herzhaft sind :)


Vor allem braucht ihr für dieses Rezept saftige Tomaten. Ich weiß, da ist im April schwer ranzukommen, daher nehmt möglichst kleine, saftige Tomaten. Meine Tomaten waren eine querbeet Mischung schwarzer, gelber und roter Tomaten. Dazu ein gutes Olivenöl.

Zutaten
(für zwei Personen)
200 g bunte Tomaten
2 EL Olivenöl
1 EL Apfelessig
Salz und Pfeffer
70 g Haferflocken
50 g gemahlene Haselnüsse
30 g Margarine
50 g veganer Frischkäse
1 Handvoll Bärlauch


Legt eine kleine Springform mit Backpapier aus oder benutzt alternativ eine Auflaufform und heizt den Ofen auf 180°C vor.

Halbiert bzw. viertelt die Tomaten (je nach Größe) und gebt sie in eure Form. Gebt Olivenöl, Apfelessig, Salz und Pfeffer dazu und mischt das Ganze einmal kräftig durch, damit alle Tomaten was abbekommen.

Für die Streusel mischt ihr in einer Schüssel Haferflocken, gemahlene Haselnüsse, Margarine und Frischkäse und verknetet alles zu dicken Streuseln.

Wascht den Bärlauch und rupft ihn in Stücke oder schneidet ihn in Streifen. Mischt zwei Drittel des Bärlauchs unter die Tomaten.

Gebt die Streusel darauf und schiebt das herzhafte Crumble für eine gute halbe Stunde in den Ofen, bis die Streusel goldbraun sind.


Serviert das Crumble mit dem Rest frischen Bärlauch bestreut.



Mit diesem Rezept mache ich bei Melissas feinem Blogevent Bärlauchzeit! mit. Schaut mal bei ihr vorbei, es lohnt sich :)


Donnerstag, 24. Juli 2014

Hirsecreme mit Blaubeeren

Ihr wisst ja schon, dass ich eine große Vorliebe für Hülsenfrüchte und vor allem Getreide aller Art habe. Für eine gute Tajine oder etwas Ähnliches lass ich jede Pasta und jeden Kartoffelsalat stehen :)

Da kam mir das Blogevent der Herzensköchin gerade recht: Koche etwas Leckeres mit Bulgur, Kichererbsen, Hirse, Polenta oder CousCous. Das lasse ich mir natürlich nicht zweimal sagen!


Ich habe die Hirse zu meiner Hauptdarstellerin gemacht in einem Frühstück, das auch als süßes Mittagessen taugt und das ich sehr häufig esse, weil es großartig schmeckt und lange vorhält (insgeheim glaube ich, dass ich nur deswegen letzte Woche meine Bestzeit über 1,5 km geknackt habe :)
Vorhang auf für Hirsecreme meets Blaubeeren meets Unmengen Zimt!

Zutaten
(für eine Person zum Frühstück)

75 g Hirse
250 ml eurer liebsten Nussmilch (ich nehme entweder Mandel- oder Haselnussmilch)
1 EL eures liebsten Nussmuses (ich nehme dunkles Mandelmus)
2 TL Zimt
1 EL Ahornsirup Grad A
50 g gehackte Mandeln
eine gute Handvoll Blaubeeren oder anderes Obst der Saison


Gebt die Hirse mit der Milch in einen Topf, lasst beides zusammen kurz aufkochen und dann bei geringer Hitze für gut 15 Minuten köcheln, bis die Hirse weich geworden ist.

Rührt das Nussmus, den Ahornsirup, den Zimt und die gehackten Mandeln unter und rührt ein paarmal gut durch.

Zum Schluss gebt ihr das Obst dazu und lasst es euch schmecken :)


Mit Kirschen war´s auch lecker!

So und jetzt freue ich mich schonmal auf die ganzen Rezepte mit meinen Lieblingszutaten vor, die bei dem Blogevent hoffentlich zusammenkommen werden :)

Herzensköchin Banner

Sonntag, 24. November 2013

Vanilleträumchen - süß am Sonntag

Heute habe ich für euch das Rezept für den Nachtisch des Wintermenüs, das ich für Franzis Blogevent zusammengestellt hab.

http://www.gemueseregal.de/allgemein/das-gemueseregal-rockt-den-winter-winter-event-vegan-2/
 
Das Vanilleträumchen ist die veganisierte Version dieses Nachtischs, meines allerersten Rezepts. Ich hab das Original länger nicht mehr gegessen, aber das Vanilleträumchen hat seinen Namen verdient!


auch wenn sich hier Pfannkuchen und Salat in den Vordergrund drängen: der Nachtisch ist vorzüglich :)


Am besten bereitet ihr den Nachtisch einen Tag früher vor, da er über Nacht abseihen muss. Wenn er fertig ist, könnt ihr ihn entweder stürzen (so wie hier) oder ihr füllt ihn in kleine Schälchen. Ich hab meine Souffle Förmchen benutzt, kleine Portiönchen gemacht und jeweils ein Stück Mandarinchen draufgelegt :)


Zutaten
(für sechs kleine Portionen)

250 g Sojajoghurt
60 g Zucker
200 ml Sojaschlagsahne
1 Päckchen Sahnesteif
1/2 TL gemahlene Vanille
etwas Obst nach Wahl (Beeren sind toll, im Winter aber schwer zu bekommen)


Schlagt die (kalte!) Schlagsahne mit dem Sahnesteif, bis sie fest wird. Stellt sie in den Kühlschrank.

Verrührt den Sojajoghurt mit dem Zucker und der gemahlenen Vanille.

Hebt vorsichtig die steife Sahne unter.

Jetzt braucht ihr: ein Sieb, ein frisches, sauberes Küchenhandtuch (am besten aus Leinen/Baumwolle) und eine große Schüssel, in die das Sieb gerade so reinpasst, dass es nicht hineinfällt.

Legt das Sieb über die Schüssel und das Küchenhandtuch über die Schüssel. Füllt die Joghurtmasse ins Sieb. Stellt das Ganze über Nacht in den Kühlschrank, damit es abseihen kann. Am nächsten Tag schüttet ihr die Flüssigkeit, die sich unten in der Schüssel gesammelt hat, weg.

Stürzt den Nachtisch kurz vor dem Servieren auf eine Platte oder füllt ihn in kleine Schälchen. Noch mit etwas gemahlener Vanille und Obst garnieren, sich kurz am Anblick erfreuen und losessen :)




Das passende Hauptgericht zum Menü findet ihr hier: Feldsalat mit karamellisierten Walnüssen und Äpfeln und Kräuter Pfannkuchen mit Pilzen.

 

Samstag, 23. November 2013

Kräuter Pfannkuchen mit Champignons Merlot

Gestern habe ich euch das Rezept für den Feldsalat mit karamellisierten Walnüssen, Äpfeln und Weißweindressing gezeigt. Natürlich gibt es aber nicht nur Salat als Hauptgang des Menüs, das ich für Franzis Blogevent gekocht hab! Im Mittelpunkt stehen eher die mit Pilzen gefüllten Kräuter Pfannkuchen, die wirklich außerordentlich gut waren :)

http://www.gemueseregal.de/allgemein/das-gemueseregal-rockt-den-winter-winter-event-vegan-2/ 


Ursprünglich wollte ich die Pfannkuchen mit meiner bewährten Zwiebelsoße füllen. Dann lief mir aber dieses vielversprechende Rezept über den Weg... Und auch wenn ich statt Burgunder Merlot genommen habe (man möge mir verzeihen :) ), hat die Soße hervorragend geschmeckt.


Zutaten
(für vier Portionen)

Für die Pfannkuchen
125 Vollkornmehl
200 ml Sojamilch oder Hafermilch
ein Schuss sehr sprudeliges Mineralwasser
etwas Salz
1 TL Rosmarin
1 TL Thymian
Öl zum Ausbacken

Für die Pilze
Olivenöl
450 g Champignons
1 kleine Möhre
1 Zwiebel
3 Knoblauchzehen
1 Tasse Gemüsebrühe
1/2 Tasse Rotwein (ich hab Merlot genommen)
1 EL Tomatenmark
1 EL Mandelmus
Salz und Pfeffer
ein halber Bund gekräuselte Petersilie


Die Pilze säubern und in schmale Streifen schneiden. Ich wasche Pilze nie, sondern bürste sie nur vorsichtig ab, damit es beim Essen später nicht knirscht :)

Die Zwiebel schälen und fein hacken. Den Knoblauch schälen. Die Möhre waschen, schälen und fein hacken.

Die Pilze mit Olivenöl in einer großen Pfanne anbraten, bis sie zu bräunen beginnen. Die Pilze aus der Pfanne auf einen Teller geben und erstmal zur Seite stellen.

Zwiebel und Karotte in der Pfanne dünsten. Den Knoblauch pressen und dazugeben. 

Mit Wein ablöschen und die Hitze hochdrehen. Gemüsebrühe, Tomatenmark und Pilze dazugeben, das Ganze mit Pfeffer und Salz würzen und bei mittlerer Hitze gut 20 Minuten köcheln lassen.

In der Zwischenzeit die Pfannkuchen machen: einfach alle Zutaten miteinander verrühren und die Pfannkuchen mit etwas Öl in einer Pfanne ausbraten. Bei mir sind bei der Menge fünf dünne Pfannkuchen rausgekommen. Sind eure Pfannkuchen fertig, haltet sie warm, bspw. im Ofen oder auf einem vorgewärmten Teller.

Ist die Flüssigkeit der Pilze sichtlich reduziert, Mandelmus zum Andicken einrühren und noch ein paar Minuten köcheln lassen.

Die Petersilie waschen und fein hacken.

Die Pfannkuchen mit den Pilzen füllen, mit der frischen Petersilie bestreuen und zuklappen. Lecker!



Das Rezept für den Feldsalat mit karamellisierten Walnüssen und Äpfeln habe ich gestern gepostet, der Nachtisch war dieses Vanilleträumchen.



 


Freitag, 22. November 2013

Feldsalat mit süßen Sachen

Die liebe Franzi vom Gemüseregal hat zum Blogevent geladen! Die Aufgabe: koche ein zweigängiges vorwinterliches veganes Menü, also entweder Vorspeise und Hauptgericht oder Hauptgericht und Nachtisch. Dreimal dürft ihr raten, welche Variante ich gewählt habe :)



Et voilà! Gefüllter Kräuterpfannkuchen mit Pilzen an Feldsalat mit süßen Sachen. Zum Nachtisch Vanilleträumchen.
Ich habe den Beitrag dreigeteilt: heute bekommt ihr das Rezept für den Feldsalat und das feine Dressing, morgen das Rezept für die Pfannkuchen und am Sonntag (in guter, alter süß am Sonntag Tradition) gibt´s das Rezept für das Vanilleträumchen. 

Fangen wir mit dem Salat an! Feldsalat gehört neben Rucola zu meinen absoluten Lieblingssalaten, ich gehe auch manchmal einfach an den Kühlschrank und stopfe mir eine Handvoll Salat in den Mund. Kleine Marotte... 


Zutaten
(für zwei als Beilage)

zwei große Hände voll Feldsalat
50 g Walnüsse
2 EL brauner Zucker
1 süßer Apfel (bei mir war´s ein regionaler Braeburn)

Für das Dressing
30 ml Walnussöl
1/2 TL Senf
1 EL Sojajoghurt
ein Schuss süßer Weißwein
1/2 TL Currypulver
Salz und Pfeffer



Den Feldsalat gründlich waschen (sonst knirscht´s nachher in den Zähnen) und ein paar Runden in der Salatschleuder drehen lassen. Das freut den Feldsalat!

Die Walnüsse evtl. grob hacken, ich hab meine in Hälften gelassen, aber das könnt ihr machen, wie ihr lustig seid. In einem Topf den braunen Zucker zerlassen, vom Herd nehmen und die Walnüsse dazugeben. Ein paar Mal umrühren, damit alle Walnüsse was vom Karamel abbekommen. Bei Seite stellen.

Für das Dressing vermischt ihr erst das Öl, den Senf und den Sojajoghurt.

Gebt einen kleinen Schuss Weißwein dazu und schmeckt mit Salz und Pfeffer ab. Zum Schluss rührt ihr das Currypulver unter. Falls euch das jetzt komisch vorkommt, mit dem Curry: das passt einfach nur perfekt zu den süßen Walnüssen und dem Apfel.

Richtet den Feldsalat auf einem Teller an und werft die karamellisierten Walnüsse locker darüber. Entkernt den Apfel und schneidet ihn in dünne Scheiben, die ihr ebenfalls auf dem Salat anrichtet. Alles mit etwas Dressing beträufeln und fertig!


Frischer Feldsalat für fröhliche Freunde! (Das war jetzt die Alliteration zum Wochenende. Gehabt euch wohl!)

http://www.gemueseregal.de/allgemein/das-gemueseregal-rockt-den-winter-winter-event-vegan-2/


Hier noch die Rezepte für die gefüllten Kräuterpfannkuchen und das Vanilleträumchen zum Nachtisch :)





Mittwoch, 16. Oktober 2013

Grumpentock Roseler Art

Der Siebenbürge an sich isst zu jeder Mahlzeit Brot, mindestens einmal täglich Palukes und lässt in der Küche die Schuhe an. Diese erschreckend genaue Beschreibung stammt aus dem Mund der Frau meines Vaters. Die Gute ist weit gereist und äußerst gebildet; man kann hier also nicht von einer groben Pauschalisierung, sondern von einer scharfen Beobachtungsgabe ausgehen.  


Wenn der Siebenbürge aber gerade mal keinen Palukes isst, gibt es sehr wahrscheinlich dieses Gericht: Grumpentock. Und was hier aussieht wie schnöder Kartoffeleintopf hat tatsächlich die Macht, sämtliche Familienmitglieder, egal aus welcher Himmelsrichtung und Entfernung, an einen gemeinsamen Tisch zu bekommen. Grumpentock ist das Gericht, das einstimmig von der gesamten Familie geliebt wird; Zitat meines Cousins am Mittagstisch, der vollbeladen mit Pflaumenknödeln (eine weitere Delikatesse meiner Oma) war: "Oma die Pflaumenknödel sind super, aber eigentlich esse ich ja lieber Grumpentock."
Natürlich hat Grumpentock noch einen weiteren Vorteil: man kann die restliche Soße mit Brot aufnehmen. Das freut den Siebenbürgen! 


Zutaten
(für vier Personen oder für zwei Personen an zwei Tagen; aufgewärmt schmeckt der Grumpentock sogar noch besser!)

5 Zwiebeln
etwas Sonnenblumenöl
7 große mehlig kochende Kartoffeln
je 1 TL getrockneten Schnittlauch, Paprikapulver, Petersilie, Sellerie und getrockneten, gemahlenen Knoblauch
2 EL Mehl
50 ml Sojasahne oder Hafersahne
Salz
Pfeffer


Die Zwiebeln schälen und in kleine Stücke hacken.

Das Sonnenblumenöl in einem großen Topf erhitzen und die Zwiebeln darin andünsten. Wenn die Zwiebeln glasig und weich werden mit 150 ml Wasser aufgießen und köcheln lassen.


Die Kartoffeln waschen, schälen, in nicht zu kleine Würfel schneiden und roh zu den Zwiebeln geben. Nochmal 150 ml Wasser aufgießen und das Ganze zum Kochen bringen.

Die Gewürze, Salz und Pfeffer dazugeben und die Kartoffeln bei mittlerer Hitze garen, bis sie durch sind.

Das Mehl und die Sojasahne zum Andicken dazugeben, nocheinmal kurz aufkochen. Die Soße sollte schön dickflüssig und nicht zu dünn sein. Ansonsten noch länger bei geöffnetem Deckel köcheln lassen.

Das Geheimnis dieses Gerichts ist das intensive Aroma der verkochten Zwiebeln, in deren Sud die Kartoffeln gekocht werden. Alles in allem eine ziemlich deftige Angelegenheit :)



Weil dieses Gericht eines meiner Kindheitslieblinge war und bis heute geblieben ist und meine Oma sowieso die allerbeste ist, nehme ich mit dem Grumpentock an Tamaras Blogevent Aus Großmutters Küche teil :)









Sonntag, 6. Oktober 2013

Vegan Mini Cherry Pie - Welcome to Twin Peaks!



Wie ihr vielleicht mitbekommen habt, veranstaltet Juli von foodsandeverything ein Fernsehserien Blogevent. Die Aufgabe: Muffins oder Cupcakes passend zu einer Fernsehserie backen. In meinem Fall sind es eher Pies geworden, aber ihr werdet schon sehen...



Twin Peaks ist schon ein wenig älter und ich bin noch zu jung gewesen, um die Serie im Fernsehen anzusehen. Ans Herz gelegt wurde sie mir von meinem Vater, der die Serie mit für das Beste hält, was je auf Zelluloid gebannt wurde. Und, man kann ihm vertrauen: der Gute ist Kameramann und somit vom Fach.

Tatsächlich ist es komplett seltsam, was der großartige und von mir ohnehin hoch geschätzte David Lynch hier geschaffen hat. Die Serie, die in einem Kaff an der kanadischen Grenze spielt, lebt von ihren skurrilen Charakteren. Da wäre zum Beispiel der Hauptcharakter Special Agent Dale Cooper, der vom FBI angefordert wird, nachdem die Leiche der homecoming queen in Plastik eingewickelt gefunden wurde. Neben einer unsichtbaren Sekretärin hat Agent Cooper auch eine ausgeprägte Vorliebe für Bäume und schwarzen Kaffee, aber bitte zu einem vernünftigen Preis.

Von speziellen tibetanischen Ermittlungsstrategien über Verhöre mit einem rückwärtssprechenden Zwerg zu einer Séance mit einem Holzscheit lässt Cooper nichts unversucht, um den Mord an Laura Palmer aufzuklären. Gestört wird er dabei von grölenden Norwegern; einem Pferd im Hotelzimmer; der Tatsache, dass der amerikanische Bürgerkrieg zugunsten der Südstaaten ausgegangen sein soll, damit der wichtigste Unternehmer der Stadt nicht gar völlig durchdreht; einer belesenen Puffmutter; einem Psychiater der seinen Patienten leger zu Drogen rät; seinem schwerhörigen Vorgesetzten (grandios gespielt von David Lynch persönlich!); der Log Lady; und den zahlreichen schönen Frauen Twin Peaks´. Dazwischen bizarre Albtraumepisoden mit einem langhaarigen Dämon und Szenen, in denen man nicht richtig weiß, ob man lachen oder doch lieber ein WTF? ausstoßen sollte.
Kurzum: Twin Peaks ist eine gesunde Mischung aus surrealem Horrorfilm und campy soap opera, der diese Beschreibung kaum gerecht werden kann, da so viele Charaktere so viel Unsinn treiben.


 

Eines zieht sich aber wie ein roter Faden durch die gesamte Serie: der Konsum von schwarzem Kaffee und übernatürlich gut schmeckendem Cherry Pie. Und genau den habe ich im Miniformat gebacken :) 


Zutaten
(für 12 kleine Pies)

Für den Teig
250 g Mehl
125 g Margarine
65 g Zucker
Prise Salz

Für die Füllung
400 ml Mandelmilch
1 Päckchen Vanillepuddingpulver
40 g Zucker
1 halbe Vanilleschote
200 g Kirschen aus dem Glas
100 ml Kirschsaft
2 EL Speisestärke
1/2 TL Zimt

Für die Creme
100 g Margarine
2 EL Puderzucker
nochmal etwas Puderzucker zum Bestäuben


Heizt den Ofen auf 180°C vor, fettet ein Muffinblech ein oder setzt Papierförmchen hinein.

Aus Mehl, Margarine, Zucker und einer Prise Salz knetet ihr einen Mürbeteig. Wickelt ihn in Frischhaltefolie und legt ihn mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank.

In der Zwischenzeit könnt ihr die Füllung zubereiten. Erwärmt 3/4 der Mandelmilch in einem Topf. Den Rest der Milch mischt ihr mit dem Mark einer Vanilleschote, dem Zucker und dem Vanillepuddingpulver. Wenn die Mandelmilch im Topf warm ist, gießt die Zucker-Vanillemischung hinzu und kocht das Ganze zu einem geschmeidigen Pudding.

Gebt die Kirschen in einen Topf. Den Kirschsaft vermischt ihr mit der Speisestärke und dem Zimt und gebt ihn zu den Kirschen. Erhitzt das Ganze langsam unter Rühren, bis der Kirschsaft eingedickt ist.

Holt den Mürbeteig aus dem Kühlschrank und rollt zwei Drittel davon mit Hilfe eines Nudelholzes aus, nicht zu dünn (so ca. 4 mm). Nehmt euch ein großes Glas und stecht 12 Kreise aus dem Teig. Die legt ihr nun in die Vertiefungen des Muffinblechs und zwar so, dass Boden und Wände bedeckt sind. Stecht die Kreise mehrmals mit einer Gabel ein und backt sie für knapp zehn Minuten im Ofen vor.

Holt die vorgebackenen Pieböden aus dem Ofen und gebt je einen Teelöffel Vanillepudding hinein, den ihr glatt streicht. Darauf kommen je zwei Teelöffel Kirschfüllung.

Jetzt wird´s ein bisschen friemelig: rollt eine Hälfte des restlichen Teigs aus und schneidet lange schmale Streifen daraus, das geht am besten mit einem scharfen Küchenmesser. Die legt ihr jetzt überkreuzt auf die Kirschfüllung, je zwei vertikal und je zwei horizontal und schneidet sie passend zu. 

Aus der anderen Hälfte des Teigs formt ihr kleine Würste, die ihr einmal rundherum um die Pies über die gekreuzten Streifen legt und gut festdrückt. 

Jetzt können die Kleinen wieder in den Ofen, für ca. 15 Minuten.

Aus dem Rest des abgekühlten Puddings (das sollten noch so ungefähr 200 g sein) und der Margarine stellt ihr eine Creme her: rührt die Margarine zusammen mit dem Puderzucker mit dem Mixer glatt und gebt nach und nach esslöffelweise Vanillepudding hinzu. Bis die Pies fertig gebacken und abgekühlt sind, könnt ihr sie in den Kühlschrank stellen.

Wenn die Pies fertig gebacken sind, lasst sie auskühlen und bestäubt sie mit Puderzucker. Anschließend spritzt ihr auf jeden Pie etwas von der Creme.
Fertig!


"... I´m plan´ on writing an epic poem about this gorgeous pie!"


Übrigens ist ja heute Sonntag. Viel Zeit also, eine neue Serie anzufangen... welche, ist ja wohl klar :)
Habt einen schönen Tag!


Falls euch die Fotos hier heute zu gespenstisch erscheinen: die gibt´s auch noch in "normalen" Farben auf meiner Facebookseite ;)



Mittwoch, 25. September 2013

Veganer Vanillepudding mit Mandeln, Marzipan und Rosinen

In manchen Situationen verwendet man Fertiggerichte. Ganz automatisch, als wäre es schon immer so gewesen. Bei mir waren das früher die sauce hollandaise oder die mousse au chocolat aus der Packung. Oder eben Vanillepudding zum Anrühren. Ich meine, sogar meine Oma nimmt fertiges Vanillepuddingpulver für ihre Cremeschnitten. 

Ab heute hat das aber alles ein Ende, habe ich beschlossen. Tschüs, Vanillepuddingpulver! Hallo selbstgemachtes Vanilleträumchen!



Zutaten
(eine Mahlzeit für eine durchgefrorene und nasse Elena, die die Schnauze voll hat vom Seminar und sich den ganzen Tag auf Mann, Sofa und Kuscheldecke gefreut hat)

Für den Pudding
500 ml Mandelmilch
40 g Speisestärke
40 g Zucker
1 Vanilleschote
ein paar ganz wenige Fäden Safran

Für obendrauf
50 g Marzipan
2 EL Rosinen
2 EL Mandeln
Zimt


Die Vanilleschote längs halbieren und gründlich auskratzen.

Von der Mandelmilch ca. 400 ml in einen Topfe geben und erwärmen.

Die restlichen 100 ml mit Zucker, Speisestärke, Safran und Vanillemark mit Hilfe eines Schneebesens gründlich vermischen.

Die Zuckermilch zu der Milch in den Topf geben und solange unter Rühren erhitzen, bis der Pudding andickt und Blasen wirft, dann vom Herd nehmen (Kommt das hier irgendjemandem bekannt vor? Eigentlich alles wie gehabt; nur das Ergebnis ist viel besser!).

Den Pudding in Schalen füllen.

Das Marzipan in kleine Würfelchen schneiden und zusammen mit den Rosinen und den ganzen Mandeln auf dem Pudding verteilen. Zimt drüber stäuben. Nicht geizen!



Mit diesem Rezept nehme ich am Blogevent Seelenfutter der lieben Sabine teil, weil warmer Vanillepudding nach einem langen doofen Tag mit Regen, Kälte und Dunkelheit alles wieder gut macht :)
Ihren Blog findet ihr hier: Schmeckt nach mehr





Sonntag, 22. September 2013

Hirse mit Granatapfel, Rosinen und Mandelblättchen - süß am Sonntag

Völlig unbescheiden möchte ich an dieser Stelle verkünden, dass ich mich für einen Profi-Frühstücker halte mit einem Zeugnis voller Einsen in Anrichten bis Zeit lassen und zelebrieren. Ich bin schlicht ein Frühstücksmensch und wenn das Frühstück nicht gut war oder ich gar ohne aus dem Haus muss, ist der Tag für mich schon gelaufen.
Ein Blick in die Frühstückskategorie hier auf dem Blog verrät außerdem, was ich am meisten an einem Frühstück schätze: am liebsten sollte es süß sein, gerne gesund und vor allem sollte es genügend Kalorien enthalten, damit ich nicht schon in der zweiten Stunde meine Schüler anknurre.
 

Lange Rede, kurzer Sinn: ich musste einfach an dem tollen Blogevent von Fräulein Moonstruck teilnehmen: Speise morgens wie ein Fräulein! 
Und deswegen gibt es heute: Hirse mit Granatapfel... und noch ein paar anderen leckeren Sachen :)



Zutaten
(für eine sehr hungrige Person, die die ganze Nacht sehnlichst auf ihr Frühstück gewartet hat)

70 g Hirse
50 g Rosinen
einen halben Granatapfel
1 EL Honig (oder Ahornsirup Grad A)
2 EL Mandelblättchen
etwas Zimt


Zuerst müsst ihr die Hirse waschen. Einfach in einer Schüssel mal kurz mit Wasser durchspülen.

Anschließend setzt ihr die Hirse mit kaltem Wasser auf. Dabei sollten die Hirsekörner gut bedeckt sein, ihr nehmt also etwas mehr Wasser als Hirse.

Bringt die Hirse zum Kochen. Wenn sie kocht, lasst sie 5 Minuten kochen, nehmt sie dann vom Herd und lasst sie anschließend zehn Minuten quellen.

Die Rosinen übergießt ihr mit heißem Wasser, sie werden dann weicher und geben ihr Aroma besser ab.

Pult die roten Kerne aus dem Granatapfel. Es ist besser, sich dafür Handschuhe anzuziehen, da das Granatapfelgewebe die Nägel ganz furchtbar verfärbt :)

Wenn die Hirse fertig ist, schüttet die Rosinen ab und gebt sie dazu. Außerdem die Granatapfelkerne und die Mandelblättchen. Verrührt das Ganze mit Honig und würzt es anschließend mit Zimt.

Fertig! Frühstück!



Das Tollste an diesem Rezept ist, dass sich die süßen Rosinen und der Honig so gut mit den sauren Granatapfelkernen verstehen. Der Zimt rundet alles zusammen schön warm und samtig ab. Gesund ist es obendrein auch, da kein böser raffinierter Zucker oder garstiges Weißmehl enthalten sind. 
Wer morgens extra schnell aus dem Haus muss und nur wenig Zeit zum Frühstücken hat, kann das Rezept auch mit Couscous machen, das geht noch einmal schneller :)

Die kleinen Sternchen sind übrigens aus schnödem Mürbeteig. Ich mache davon meistens zuviel und backe mir aus den Resten kleine Plätzchen, die ich in allen Küchenschränken verstaue und mich freue, wenn ich eins finde.











Freitag, 13. September 2013

Vegane parfümierte Avocadoschokoladencreme mit Orangenblütenwasser und Granatapfel

Das erste rendez-vous mit dem tollen Mann, der wunderbarerweise immer noch an meiner Seite ist, verbrachten wir zeitweise in einem türkischen Imbiss, wo wir uns eine Pizza Margherita geteilt haben (in der Zwischenzeit waren wir noch so oft da, dass der Inhaber seinen Laden ausbauen konnte; aber das nur nebenbei). Ich habe also bei unserem ersten Treffen nicht gekocht.
Heute würde ich das anders machen. Liebe geht durch den Magen und über den Esstisch. Und da wir beide einen Sinn für Süßes haben, würde ich das Hauptgericht auslassen und direkt zum Höhepunkt kommen: dem Nachtisch. Und der hat es in sich.


Unschuldig kommt er daher, steckt aber voller Überraschungen: dunkler, herber Kakao, liebliche Vanille, parfümiert mit Orangenblütenwasser und abgerundet mit Safran. Wild wird das Ganze durch die Säure des Granatapfels. Hat da gerade wer Aphrodisiakum gesagt?


Zutaten
(für zwei Personen, die nicht so sehr hungrig sind, weil sie ja von Luft und Liebe leben)

eine halbe Avocado 
eine sehr reife Banane
50 g weißes Mandelmus
eine Vanilleschote
2 EL Kakao
ein paar wenige Safranfäden, weniger als eine Prise
30 g Zucker
1 Päckchen Sahnesteif
6 - 8 Tropfen Orangenblütenwasser
einen halben Granatapfel


Orangenblütenwasser bekommt ihr im türkischen Lebensmittelgeschäft. Alternativ geht auch Rosenwasser, was mir persönlich aber gar nicht gefällt.


Löst das Fleisch mit Hilfe eines Löffels aus der Avocado. Schält die Banane, brecht sie in grobe Stücke und gebt sie zusammen mit dem Avocadofleisch in ein hohes Rührgefäß.

Schneidet die Vanilleschote mit einem scharfen Messer längs auf und kratzt das Mark heraus. Gebt das Vanillemark, den Kakao, den Zucker und abschließend das Mandelmus ebenfalls in das hohe Rührgefäß mit den Bananen und Avocados.

Mit einem Pürierstab alles gut durchmischen, es sollen keine Stückchen übrig bleiben!

Anschließend mit einem Mixer (nicht dem Pürierstab!) das Sahnesteif in die Masse einarbeiten. 

Zum Schluss die Schokoladencreme mit dem Orangenblütenwasser und dem Safran parfümieren (nur noch mit einem Löffel einrühren), in hübsche Schüsseln füllen und mindestens eine Stunde kalt stellen.

Den Granatapfel solltet ihr vorbereiten, da das zwar eine meditative, aber längere Aufgabe ist. Zieht euch am besten Einweghandschuhe an, wenn ihr einem Granatapfel zu Leibe rückt, da die Haut des Granatapfels Finger und Nägel dunkel färbt, was generell unschön ist, nicht nur beim ersten rendez-vous.

Nehmt euch den halben Granatapfel vor und pult vorsichtig die rosaroten Fruchtkerne heraus. Dabei solltet ihr aufpassen, dass ihr möglichst wenig von der hellen Haut an den Kernen lasst, da diese erstens nicht schön aussieht und zweitens bitter schmeckt. Habt ihr die Kerne alle herausgepult, stellt sie ebenfalls in den Kühlschrank, kann nicht schaden.


Kurz vor dem Servieren streut ihr die Granatapfelkerne einfach auf die Schokoladencreme und werft das kleine Schwarze über ... Et voilà!




Mit diesem Beitrag nehme ich am Blogevent der lieben Tonia von Backen macht froh teil :)



Sonntag, 23. Juni 2013

Haupia Cake - süß am Sonntag

"On Hawaii, whenever a child gets born the father will go and plant a coconut tree. One child, one tree. Coconut trees provide everything a man needs and the child will never starve."


Sunset Beach, O´ahu


Ich habe irgendetwas von mir auf Hawaii verloren, einen ganz klitzekleinen Teil, der mir jetzt fehlt. Jedenfalls werde ich ziemlich melancholisch, wenn ich nur an Hawaii denke. 

Was hilft dagegen? Kuchen backen natürlich!

Und deshalb gibt´s heute für euch das Rezept für einen traditionellen hawaiianischen Nachtisch, den wir auf den Inseln gegessen haben und den ich heute endlich selbst gebacken habe :)


Haupia Cake (eher Torte, aber dafür gibt´s im Englischen glaube ich kein Wort) besteht vor allem aus Kokosnussmilch. Sehr, sehr viel Kokosnussmilch. Das macht ihn ziemlich gehaltvoll, ich hab jedenfalls nur ein einziges Stück geschafft.

Das Rezept stammt aus einem hawaiianischen Kochbuch, das ich mir mitgebracht hab; die kruden Mengenangaben (wo genau liegt der Vorteil von cups gegenüber Gramm?!) habe ich natürlich in metrische Mengenangaben übersetzt :)

Waimea Beach, O´ahu


Zutaten
(für eine 26er Springform)

Teig
220 ml Milch
4 Eiweiß
2 Eier
Mark einer Vanilleschote
200 g Mehl
70 g Speisestärke
300 g Zucker
4 TL Backpulver
Prise Salz
170 g weiche Butter

Füllung
245 g Zucker
Prise Salz
6 EL Speisestärke (aus Mais)
230 ml Wasser
920 ml Kokosnussmilch
Mark einer Vanilleschote

sonst noch
400 ml Sahne
2 Päckchen Vanillezucker
100 g Kokosnussflocken










Wenn ihr nicht so viele Vanilleschoten zur Hand habt wie ich, die sich gerade einen Vorrat für die nächsten sechs Monate zugelegt hat, könnt ihr stattdessen auch Vanillearoma nehmen. Aber besser ist natürlich echte Vanille, ist ja klar :)


Für den Teig:
Den Backofen auf 175 °C vorheizen.

Die vier Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen.

In einer anderen Schüssel die weiche Butter mit dem Zucker verrühren, bis sich beides einigermaßen miteinander verbunden hat.

Die ganzen Eier und das Vanillemark hinzugeben und gründlich unterrühren.

In einer anderen Schüssel Mehl, Stärke und Backpulver miteinander vermischen.

Die Mehlmischung zur Butter-Zuckermischung geben und unterrühren, dann die Milch dazugeben und ebenfalls unterrühren, bis alles zusammen einen schönen, homogenen Teig ergibt.

Den Teig in eine mit Backpapier ausgelegte Springform füllen und im Ofen ca. 45 - 50 Minuten backen (Stäbchenprobe machen!).


Für die Füllung:

In einer Schüssel Zucker, eine Prise Salz, die Maisstärke und Wasser miteinander verrühren.

Die Kokosnussmilch in einem großen Topf langsam erwärmen. 

Wenn die Kokosnussmilch heiß ist, die Zuckermischung dazugeben und unter ständigem Weiterrühren kochen, bis die Masse andickt.

Hitze runterdrehen, Vanillemark dazugeben und unterrühren.

Die Füllung vom Herd nehmen und gut abkühlen lassen, zwischendurch immer mal wieder durchrühren, damit sich keine Haut bildet.


Die zwei Becher Sahne mit Vanillezucker steif schlagen.


Wenn der Boden und die Füllung gut abgekühlt sind, könnt ihr den Boden zweimal horizontal durchschneiden, die einzelnen Böden sollten knapp 2 cm dick sein. Das Durchschneiden funktioniert hervorragend mit Gitarrensaiten :)

Legt den unteren Boden auf eine Tortenplatte und streicht die Füllung darauf, sie sollte einen guten Zentimeter dick sein. Dann legt ihr den zweiten Boden drauf, gebt wieder großzügig Füllung darauf und setzt zum Schluss den dritten Boden (bzw. den Deckel :) ) oben drauf.

Jetzt bestreicht ihr das gute Stück rundherum mit der geschlagenen Sahne und bestreut alles mit Kokosnussflocken. 

Danach sollte der Kuchen für eine gute Stunde ab in den Kühlschrank. Aber dann ist er fertig, der Haupia Cake. Und die Arbeit hat sich gelohnt :)



Mit diesem Rezept nehme ich am Blog Event der lieben Ann-Katrin von Penne im Topf teil. Schaut mal bei ihr vorbei, sie zaubert leckere Sachen :)