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Donnerstag, 12. November 2015

Kürbisquiche mit Lauch

Ich mag es ja überhaupt gar nicht, dass es im Herbst draußen so früh dunkel wird.
Kalt, ok. Nass, auch ok. Aber dunkel... überhaupt gar nicht ok!
Deswegen freue ich mich auch jedes Jahr fast mehr über die Wintersonnenwende am 21. Dezember als über Weihnachten selbst.

Das einzig Gute am Herbst: das Essen! Süßkartoffeln, Maronen, Äpfel, Feldsalat, Nüsse und Kürbisse. Und heute gibt´s ein Rezept für eine Kürbisquiche, das ich bei Arne stibitzt hab.
Und nur ganz leicht verändert. Mehr Lauch. Weniger Keine Tomaten. Es ist eben einfach keine Tomatenzeit, machen wir uns nix vor.


Zutaten
(für eine 26er Springform)

für den Teig
90 g Margarine
100 g Vollkornmehl
80 g Mehl
1 EL Sojajoghurt
1 TL Salz

für die Füllung
500 g Hokkaido (ohne Kerne)
3 Knobizehen
2 EL Sonnenblumenöl
Salz und Pfeffer
150 g Seidentofu
Zimt
Zucker
2 EL Sojamehl
1 Stange Lauch


Heizt euren Ofen auf 180°C vor.
 
Für den Teig verknetet ihr alle Zutaten miteinander zu einer geschmeidigen Masse, wickelt diese in Frischhaltefolie und legt sie in den Kühlschrank.

In der Zwischenzeit bereitet ihr die Füllung zu; schält den Knoblauch und viertelt die Zehen, schneidet den Kürbis in grobe Stücke und gebt beides zusammen auf ein Backblech. 

Gebt das Sonnenblumenöl darüber, bestreut die Kürbisstücke außerdem mit Pfeffer, Zucker und Zimt und backt sie für ca. 20 Minuten bis sie weich sind.

Püriert die Knoblauchzehen und die Kürbisstücke mit dem Seidentofu.

Mischt das Sojamehl mit 4 EL Wasser und lasst es quellen.

Wascht und schneidet den Lauch in dünne Scheiben und hebt ihn zusammen mit dem gequollenen Sojamehl unter die Kürbismasse.

Schmeckt großzügig mit Salz, Pfeffer und etwas Zimt ab.

Lauch und getrocknete Tomaten in mundgerechte Größe zuschneiden und mit Stärke und Zitronensaft unter die Kürbismasse heben. Mit Salz, Pfeffer und je nach Vorliebe Zimt kräftig abschmecken.


Nehmt den Teig aus dem Kühlschrank, rollt ihn auf einer bemehlten Arbeitsfläche aus und legt ihn in eine Springform, achtet dabei darauf, dass ein ungefähr 3 cm hoher Rand entsteht. Stecht den Teig mit einer Gabel mehrmals ein.

Gebt die Füllung auf den Teig und backt eure Quiche für etwa 40 Minuten.

 
 
 

Sonntag, 8. November 2015

Kürbisschnecken - süß am Sonntag

Heute ist das süß am Sonntag ein ganz schnelles zackzack Rezept, weil ich im Moment nur mit arbeiten und manchmal schlafen beschäftigt bin, aber trotzdem zwischendurch mal was Süßes essen und kurz durchatmen will.

Deswegen gab´s heute nicht nur eine Kurzgeschichte von Murakami, sondern auch Kürbisschnecken, die noch schneller fertig sind wenn ihr wie ich Kürbispüree im Vorrat habt.


Zutaten
(für ein Blech, etwa 30 Schnecken)

1 Rolle veganen Blätterteig (ca. 200 g)
150 g Kürbispüree
1/2 TL Zimt
1/2 TL gemahlene Vanille
2 EL brauner Zucker


Wenn ihr kein Kürbispüree habt, nehmt die Hälfte eines Hokkaido, entkernt ihn, schneidet ihn in grobe Stücke und lasst ihn bei 200°C ca. 30 Minuten im Ofen backen, bis er weich ist. Anschließend pürieren und sofort weiterverarbeiten oder in Gläser abfüllen und in die Speisekammer stellen, damit das beim nächsten Mal schneller geht.

Heizt euren Ofen auf 180°C vor und legt ein Backblech mit Backpapier aus.

Mischt Zimt, Vanille und braunen Zucker miteinander.

Rollt den Blätterteig aus und bestreicht ihn mit dem Kürbispüree.

Streut die Zuckermischung darauf und rollt den Blätterteig von der langen Seite her zu einer Rolle auf.

Mit einem scharfen Messer schneidet ihr die Rolle in ca. 1,5 cm breite Streifen und legt diese mit der Schnittfläche nach oben auf das Backblech.

Backt die Kürbisschnecken für etwa 10 Minuten, je nach Größe.

Am besten schmecken die Kürbisschnecken, wenn sie noch warm sind :)

Ich hoffe, ihr habt ein bisschen mehr Zeit für euch als ich und genießt diesen Sonntag!


Sonntag, 25. Oktober 2015

Halloween Cupcakes - schaurig am Sonntag

In sechs Tagen ist es wieder so weit: Halloween!
Traditionell feiert an diesem Tag die beste Küchenfee ihren Geburtstag und ich überlege noch, ob ich mich verkleide. Eigentlich wollten der Mann und ich uns als die 80er verkleiden, so komplett mit Jane Fonda Aerobicanzug bzw. diesen schrecklichen Männer Jogginghosen. Jedenfalls kann ich mir nicht sehr viele gruseligere Dinge als die 80er vorstellen.

Spinnen z.B.
... ich habe sehr viel mehr Angst vor sämtlichen Alben von Culture Club als vor Spinnen. In meinem Fall müsste dann auf diesen Halloween Cupcakes ein kleiner Boy George sitzen. Das würde mich echt gruseln.


Basis für die Halloween Cupcakes sind Möhren-Kürbis-Muffins, die dann mit einem feinen Schokoladen Frosting und fetten Kellerspinnen oder Kürbissen aus Marzipan geschmückt werden. Das Rezept für das Frosting stammt von Shia von Cake Invasion.


Zutaten
(für 12 Cupcakes)

für den Teig
100 g brauner Zucker
100 ml Sonnenblumenöl
150 g geraspelte Möhren
100 g Kürbispüree
1/2 TL Zimt
1/2 TL gemahlene Vanille
Prise Salz
200 g Mehl
1/2 Päckchen Backpulver

für das Frosting
100 g Zartbitterschoki
1 EL Mandelmilch
50 g Margarine
75 g Puderzucker

für die Deko
80 g oranges Marzipan
80 g schwarzes Marzipan
20 g grünes Marzipan


Heizt euren Ofen auf 160°C vor und legt eine Muffinform mit Papierförmchen aus.

Für den Teig verrührt ihr Öl und braunen Zucker miteinander, bis sich der braune Zucker aufgelöst hat, was eine gefühlte Ewigkeit dauert.

Gebt Salz,  Zimt, die gemahlene Vanille, die geraspelten Möhren und das Kürbispüree dazu.

Mischt in einer anderen Schüssel das Mehl mit dem Backpulver und gebt die Mehlmischung nach und nach zur Möhrenmischun, bis ihr einen geschmeidigen Teig habt.

Gebt den Teig in die Muffinform und backt die Muffins für ca. 20 - 25 Minuten, bis sie goldbraun sind.


Während die Muffins backen und anschließend auskühlen, macht ihr eure Deko.
Für den Kürbis formt ihr aus dem orangenen Marzipan Kugeln, die ihr zwischen zwei Fingern etwas zusammendrückt und mit einem Messerrüclen Rillen hineindrückt. Aus etwas grünem Marzipan formt ihr Stiele und drückt diese oben auf eure Kürbisse.

Für die Spinne formt ihr einige kleinere Kugeln und einige größere Kugeln aus etwa zwei Drittel des schwarzen Marzipans. Die größeren Kugeln drückt ihr mit den Fingerspitzen etwas zusammen und setzt die kleineren schwarzen Kugeln als Kopf auf.
Aus dem restlichen schwarzen Marzipan rollt ihr mit den Handflächen eine lange dünne Wurst, die ihr in Stücke schneidet und als Beinchen an die Spinnen setzt.

Das Frosting solltet ihr erst machen, wenn eure Muffins ausgekühlt sind und eure Deko fertig ist, da es schnell fest wird!

Schmelzt Schokolade, Margarine und Mandelmilch im Wasserbad.

Siebt den Puderzucker darüber und arbeitet ihn mit einem Schneebesen schnell in die Masse ein.

Lasst die Masse nur etwas abkühlen und gebt sie dann in eine Spritztülle, sie sollte weder zu fest noch zu weich sein, macht eine Probe, wenn sie noch auseinanderläuft, müsst ihr noch kurz warten.

Spritzt auf jeden Cupcake etwas vom Frosting und setzt entweder einen Kürbis oder eine Spinne darauf und lasst das Frosting komplett auskühlen.


Sonntag, 20. September 2015

Kürbis Cookies - süß am Sonntag

Immer wenn mir einer diese bescheuerte Frage stellt, als was ich gerne wiedergeboren werden würde (ihr ahnt ja gar nicht, was in so manchem Seminar im Referendariat oder auf Lehrerfortbildungen so abgeht...), sage ich wie aus der Pistole geschossen: KÜRBIS!

Mit der Reinkarnation kann man´s halten wie man will, aber Kürbisse sind einfach toll.


Und gestern, als ich beim Lieblingsbioladenmann reinkam, lachten sie mich schon an: die ersten Kürbisse der Saison! Ich wollte eigentlich für das ganze Wochenende einkaufen, hatte dann mit drei Kürbissen aber schon die Hände voll und bin glückselig nach Hause getrottet. Gibt´s halt nur Kürbis eine Woche lang!

Aus einem halben der Hokkaido Kürbisse habe ich dann heute morgen ganz schnell diese feinen Cookies zusammengerührt. Das Rezept ist inspiriert von Isabel von Rhabarberkonfetti, ihre Cookies sehen auch viel hübscher aus als meine :)


Zutaten
(für zwei Bleche voll)

200 g Kürbispüree
1 EL Sojamehl (für die sojafreie Variante bitte 2 EL Apfelmus verwenden)
220 g Margarine
200 g brauner Zucker
Mark einer Vanilleschote

250 g Mehl (ich habe zwei Drittel Dinkel 630 und ein Drittel Dinkel 1050 genommen)
90 g Haferflocken
1 TL Backpulver
1 TL Natron
1 Prise Salz
1 TL Zimt
Prise frisch geriebener Muskat
7 - 8 Fäden Safran


Zuerst beginnt ihr mit dem Kürbispüree. Wenn ihr wie ich Hokkaido Kürbis verwendet, müsst ihr diesen nicht schälen, nur waschen, den Stiel oben abschneiden und das Teil ausnehmen (die Kerne nicht wegwerfen, die kann man waschen, lecker rösten und knabbern, wenn einem langweilig ist!).

Heizt euren Ofen auf 200°C vor, schneidet den Kürbis in etwa 2x2 cm große Würfel, legt diese auf ein Backblech und lasst sie für etwa 30 Minuten im Ofen, bis sie weich sind. Lasst sie kurz abkühlen und püriert sie dann.

Übrigens: ich fange allerspätestens dann an, dieses Kürbispüree in rauen Mengen zu produzieren und noch heiß in Weckgläser für den Winter zu füllen, wenn ich panisch feststelle, dass die Bestände im Laden langsam weniger werden. Meistens ist das so Ende Oktober der Fall.
Kürbispüree muss immer da sein. Bis Februar mindestens, danach kann ich´s bis September nicht mehr sehen.


Für den Eiersatz verrührt ihr das Sojamehl mit 2 EL Wasser und lasst es kurz quellen.

Schlagt die Margarine mit dem braunen Zucker, dem Vanillemark und dem Safran schaumig auf.

In einer anderen Schüssel mischt ihr die Mehle, Haferflocken, Backpulver, Natron, Zimt, Salz und Muskat.

Gebt nun nach und nach die Mehlmischung, das gequollene Sojamehl und das Kürbispüree zur Margarine und rührt, bis ihr einen geschmeidigen Teig habt.

Mit zwei Teelöffeln setzt ihr nun kleine Teighäufchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech und backt die Kürbis Cookies für etwa 13 Minuten bei 180°C, bis sie langsam anfangen, goldbraun zu werden.

Lasst die Cookies komplett auskühlen, bevor ihr sie vom Blech nehmt.


Ich kann mir auch gut etwas geriebenen Ingwer in diesen Cookies vorstellen, aber der letzte Rest ist gestern in einem Kokoscurry gelandet.

Ausnahmsweise läute ich die Kürbissaison dieses Jahr nicht mit DER Kürbissuppe ein, sondern mit dem leckeren Kürbis-Apfel-Kartoffel Auflauf, der viel besser schmeckt als die schlechten Fotos vermuten lassen (vielleicht ersetze ich die dann mal... :) ).
Und nächste Woche wirds auf jeden Fall auch noch Kürbislasagne, Pumpkin Mac ´n Cheese und, wenn die Kollegen sich benehmen, sicher auch nochmal ein Blech Kürbiskuchen geben!


Was macht ihr am liebsten mit Kürbis? Her mit euren Rezepten! Ich suche vor allem ganz dringend Kürbis Desserts!

Freitag, 21. November 2014

Kürbislasagne

Kürbis könnte ich in all seinen Variationen zu jeder Mahlzeit essen; morgens, mittags, abends. Und da Lasagne mit Tomatensoße ohnehin völlig überbewertet ist, gibt´s heute ein Rezept für Kürbislasagne :)
(Tomaten sind trotzdem drin, müssen aber nicht rein...)


Zutaten
(für vier bis sechs Personen)

ca. 250 g Lasagneplatten
ein kleiner Hokkaidokürbis (ca. 800g ohne Kerne)
1 Bund Frühlingszwiebeln
1 EL Sonnenblumenöl
sechs Fleischtomaten
50 g Margarine
50 g Weizenmehl
500 ml Gemüsebrühe
250 ml vegane Sahne zum Kochen
120 g weißes Mandelmus
1/2 TL Kurkuma
Salz und Pfeffer
Muskat
Cayennepfeffer


Zuerst bereitet ihr den Kürbis zu. Höhlt einen Hokkaido aus und schneidet das Kürbisfleisch in grobe Würfel, die ihr in leicht gesalzenem Wasser gar kocht.

Gießt die Kürbiswürfel ab und zerdrückt sie entweder mit einem Kartoffelstampfer oder püriert sie kurz, wenn ihr´s ganz fein haben wollt.

Wascht und schneidet die Frühlingszwiebeln in feine Röllchen.

Erhitzt das Sonnenblumenöl in einer Pfanne und bratet die Frühlingszwiebeln darin an, bis sie glasig sind.

Für die Béchamel lasst ihr die Margarine bei mittlerer Hitze in einem Topf schmelzen, und rührt das Mehl hinein. Es dürfen sich keine Klümpchen bilden!

Stellt die Hitze hoch und gebt Gemüsebrühe und Sahne unter Rühren dazu. Lasst das Ganze köcheln, bis es etwas eindickt.

In der Zwischenzeit könnt ihr den Tomaten die Haut abziehen und sie in nicht zu dünne Scheiben schneiden.


Mischt das Kürbispüree mit den Frühlingszwiebeln und der Béchamelsoße. Würzt das Ganze mit viel Muskat, Cayennepfeffer nach Bedarf und etwas Salz und Pfeffer.

Für den Käseersatz obendrauf mischt ihr das Mandelmus mit 50 - 100 ml lauwarmem Wasser, je nachdem, wie flüssig ihr die Konsistenz haben wollt. Würzt es mit Kurkuma und etwas Salz.

Heizt euren Ofen auf 180°C vor und schichtet eure Lasagne: Nehmt eine hohe Auflaufform, verteilt dünn etwas von der Kürbisbéchamel auf dem Boden (das verhindert, dass die Nudelplatten am Boden anpappen) und legt dann Lasagneplatten darauf.

Auf die Lasagneplatten legt ihr ein paar Tomatenscheiben, gebt großzügig etwas von der Kürbisbéchamel darüber und wieder Lasagneplatten.

Macht immer so weiter (Lasagneplatten, Tomaten, Kürbisbéchamel) bis die Form voll ist oder ihr alle Zutaten verbraucht habt. In einer idealen Welt passiert das gleichzeitig :)

Schließt mit Kürbisbéchamel ab und gebt den Käseersatz aus Mandelmus auf eure Lasagne.

Schiebt die Kürbislasagne für 35 - 45 Minuten in den Ofen.

Lasst es euch schmecken!


Sonntag, 16. November 2014

Kürbiskuchen - süß am Sonntag

Wir alle kennen den klassischen Pumpkin Pie, dem ich aus irgendeinem Grund aber nicht allzu viel abgewinnen kann. Trotzdem mag ich es, mit Kürbispüree zu backen, weil es dem Kuchen nicht nur eine tollen Geschmack verleiht, sondern die Konsistenz obendrein auch noch großartig ist: schön saftig und dicht :)

Mit diesem Kürbiskuchen hab ich Ende letzten Monats meine Kollegen überrascht. Ziemlich schnell war alles weg :)


Orientiert habe ich mich an diesem Rezept.

Zutaten
(für ein ganzes Blech)

für den Teig
     
300 g Mehl
300 g Vollkornmehl
200 g brauner Zucker
1 Päckchen Backpulver
1 Prise Salz
Mark einer Vanilleschote
3 EL Zimt
2 Msp. geriebenen Muskat
8 Fäden Safran
600 g Hokkaido Kürbispüree
100 ml Ahornsirup Grad C
250 g Apfelmus
250 ml Mandelmilch
3 EL Kürbiskerne

für obendrauf
50 g weiße vegane Schokolade


Heizt euren Ofen auf 180°C vor und belegt ein Backblech mit Backpapier.

Mischt in einer Schüssel die beiden Mehlsorten, den Zucker, das Backpulver und die Gewürze (Vanillemark, Zimt, Muskat und Safran).

In einer anderen Schüssel mischt ihr Kürbispüree, Ahornsirup, Apfelmus und Mandelmilch.

Gebt die feuchte Zutaten unter Rühren nach und nach zu den trockenen Zutaten, bis ihr einen glatten Teig habt.

Gießt den Teig auf das Backblech, streicht ihn kurz mit einem Teigschaber glatt und werft die Kürbiskerne darauf.

Schiebt den Kürbiskuchen für eine gute Stunde in den Ofen. Meiner hat fast 70 Minuten gebraucht, am besten macht ihr einfach die Stäbchenprobe :)

Lasst den Kuchen nach Ende der Backzeit etwas abkühlen.


Schmelzt die weiße Schokolade im Wasserbad und lasst anschließend eurem inneren Jackson Pollock freien Lauf...

Übrigens funktioniert der Kuchen auch wunderbar in einer glutenfreien Variante: dazu ersetzt ihr das normale Mehl mit gemahlenen Mandeln und Haselnüssen zu gleichen Teilen und das Vollkornmehl durch Buchweizenmehl. Dann können alle mitessen :)

Habt einen schönen Sonntag!





Donnerstag, 23. Oktober 2014

Kürbis Kartoffel Apfel Auflauf

Heute wieder in unserer beliebten Rubrik Hässliches Essen für schöne Menschen*: Kürbisauflauf mit Kartoffeln und Äpfeln.


Inspiration lauert ja überall, oft dort, wo man sie am wenigsten vermutet. So gab es dieses Gericht in ähnlicher Form in unserer Mensa. Natürlich nicht vegan, deshalb habe ich es kurzerhand zu Hause nachgebaut.


Zutaten
(für vier Personen)

600 g Hokkaido
400 g Kartoffeln
1 großen Boskoop 
250 ml Soja- oder eine andere pflanzliche Sahne
200 ml Gemüsebrühe
Muskat
Knoblauchpulver
Kurkuma
Paprikapulver
Cumin
Cayennepfeffer
Salz und Pfeffer
50 g Mandelmus
2 EL Hefeflocken
50 ml Wasser


Bei diesem Rezept könnt ihr euch mit euren Gewürzen richtig austoben. Wer dazu keine Lust hat, kann auch einfach auf diese oder diese fertige Gewürzmischung zurückgreifen.

Schneidet den Kürbis in schmale Spalten.

Wascht und schält die Kartoffeln und den Apfel und schneidet sie ebenfalls in schmale Spalten.

Heizt den Ofen auf 180°C vor.

Nehmt eine Auflaufform und legt abwechselnd Kartoffel-, Kürbis- und Apfelspalten hinein. Wenn ihr die Spalten möglichst aufrecht hinstellt, geht mehr in die Form rein :)

Mischt Sojasahne, Gemüsebrühe und Gewürze, wie ihr Lust habt. Ich habe vor allem Kurkuma, Knoblauchpulver und Cayennepfeffer verwendet.

Übergießt den Auflauf mit der Sojasahne.

Verrührt das Mandelmus mit dem Wasser und den Hefeflocken, salzt es ein wenig und gebt es über den Auflauf.


Gebt den Auflauf für ca. 40 Minuten in den Ofen. Er ist fertig, wenn die Kartoffeln weich sind, die brauchen nämlich am längsten. Ob sie gar sind, könnt ihr durch Anpieken mit einer Gabel feststellen :)

*Während meiner unabhängigen, sehr subjektiven Feldstudie über den Veganer in seinem natürlichen Lebensraum, stelle ich zunehmend fest, dass es sich bei dieser Spezies meist um kerngesunde, straffe und schöne Menschen mit toller Haut und ebensolchen Haaren handelt.




Montag, 6. Januar 2014

Pumpkin Mac and Cheese

Auf meinem Blog gibt es schon ein Mac and Cheese Rezept, ein sehr einfaches, schnelles, das in weniger als einer Viertelstunde auf dem Tisch steht. Heute hab ich noch ein anderes für euch, sozusagen die Luxusvariante :)



Zutaten
(für vier Personen)

500 g Nudeln (ich hab Korkenzieher genommen)
460 ml Mandelmilch
2 EL Olivenöl
2 EL Mehl
150 g geriebenen veganen Käse (z.B. den hier, der ist großartig)
200 g Kürbispüree
4 EL Paniermehl
1 TL Sojasauce
1 TL Rosmarin
1 TL Thymian
Salz und Pfeffer
evtl. etwas Cayenne Pfeffer
3 Zwiebeln
1 EL Öl


Zuerst lasst ihr die Zwiebeln karamellisieren: Zwiebeln schälen und fein hacken, dann in etwas Öl bei mittlerer Hitze dünsten, bis sie goldgelb sind. Die Pfanne vom Herd nehmen und die Zwiebeln erstmal bei Seite stellen.

Den Ofen auf 170°C vorheizen.

Die Nudeln in Salzwasser fast! aldente kochen.

Während die Nudeln kochen, nehmt ihr euch einen kleinen Topf, in dem ihr die Mandelmilch erwärmt, sie darf aber nicht kochen!

In einem größeren Topf erhitzt ihr das Olivenöl bei mittlerer Hitze und rührt das Mehl hinein. Rührt mit einem Schneebesen so lange weiter, bis das Mehl eine leicht dunkle Farbe annimmt. 

Während ihr weiter rührt, fügt ihr nach und nach die warme Mandelmilch hinzu. Das Ganze lasst ihr nun unter Rühren andicken.

Gebt das Kürbispüree ebenfalls in den Topf und rührt es unter. 

Jetzt nehmt ihr den Topf vom Herd und rührt den geriebenen veganen Käse, die Sojasauce und die Gewürze unter. Je nachdem, welchen Käse ihr genommen habt, ist kein zusätzliches Salz nötig. Ich habe bloß ordentlich gepfeffert :) 

Rührt alles nocheinmal durch, legt den Deckel auf den Topf und wartet, bis der Käse geschmolzen ist.

In der Zwischenzeit könnt ihr beispielsweise eure Nudeln abschütten. Oder mit den Mandarinen aus der Obstschale jonglieren.

Ist der Käse geschmolzen, schmeckt ihr die Soße noch einmal ab, bevor ihr die Nudeln hinzufügt und unterhebt. Gebt alles zusammen in eine große Auflaufform, dekoriert das Ganze mit den karamellisierten Zwiebeln und bestreut es mit dem Paniermehl.

Das Mac and Cheese muss nun für gut 30 Minuten in den Ofen, bis die Soße anfängt zu blubbern und das Paniermehl obendrauf dunkel wird.



So und jetzt wisst ihr auch, was ihr mit den Unmengen Gläsern voll Kürbispüree vom letzten Herbst machen könnt :)

Das Rezept für dieses glückselige Gericht stammt übrigens von hier, ich hab bloß die Gewürze ein wenig abgeändert.






Freitag, 1. November 2013

Weltvegantag: fünfgängiges Herbst Menü

Ihr Lieben, heute ist Weltvegantag! Aus diesem Anlass habe ich mir gedacht, stelle ich ein komplett veganes Menü zusammen mit dem ihr euch selbst und hoffentlich vielen vielen lieben Menschen, die mit euch den Tisch teilen, eine Freude machen könnt :) 
Dabei ist das Menü nicht nur vegan, sondern auch, von wenigen Zutaten abgesehen, eher herbstlich gehalten, damit ihr regionale Produkte benutzen könnt.

Übrigens sind es fünf Gänge. Menschen in meinem Umfeld machen schonmal gerne verwunderte Kommentare darüber, wieviel ich essen kann. Ich habe zu meiner Verteidigung nichts vorzubringen; ich esse viel und ich esse ständig :) Nichtsdestotrotz könnt ihr die fünf Gänge natürlich auch auf drei kürzen, also als Vorspeise zwischen Salat oder Suppe wählen oder das amuse-gueule weglassen. 
Viel Spaß!

 

1. Das Amuse-gueule: Polentasticks mit Basilikumfrischkäse

Wir fangen an mit kross gebratenen Polentasticks, die ihr nach diesem Rezept zubereitet, nur dass ihr die fertige Polenta nicht in Scheiben sondern in schmale Streifen (wie Pommes frites) schneidet und diese vorsichtig in einer Pfanne sehr knusprig anbratet.
Dazu serviert ihr diesen feinen Frischkäsehügel. Für´s Anrichten empfehle ich, einfach einen großen Teller zu nehmen, den Frischkäsehügel mit Basilikum garniert in die Mitte zu setzen und die Polentasticks zusammen mit ein paar kleinen Tomaten und/oder schwarzen Oliven kreisförmig drumherum zu legen. Das hat den Vorteil, dass sich jeder Gast soviel nehmen kann wie er will und man ein paar Teller weniger zu spülen hat :)




2. Der Salat: frischer Feldsalat mit warmer Zwiebel Pilzsoße und gehackten Walnüssen

Bereitet die Pilzsoße wie in diesem Rezept angegeben zu. Ihr könnt sie pürieren oder nicht, ich würde sie lieber unpüriert lassen. Drapiert den Feldsalat auf einem Teller und gebt die warme Pilzsoße darüber. Das Ganze bestreut ihr mit den gehackten Walnüssen und serviert es sofort.
Wenn ihr es richtig wissen wollt, karamellisiert ihr die gehackten Walnüsse vorher :)




3. Die Suppe: Kürbissuppe mit Kokosnussmilch

Diese Kürbissuppe ist eines meiner ungeschlagenen Lieblingsrezepte im Herbst und kommt ebenfalls oft auf den Tisch, wenn ich Gäste erwarte. Erprobtes Rezept also :)
Für´s Auge würde ich kurz vor dem Servieren noch etwas Sojajoghurt oder Kürbiskernöl oder gehackte Kürbiskerne oder alles zusammen auf die Suppe geben.




4. Der Hauptgang: Gemüsetortelloni mit dreierlei Zwiebel

Pasta geht immer! Und Tortelloni sind neben Conchiglie eh meine Lieblingsnudeln. Das Rezept für die Gemüsetortelloni ist kräftig, ohne zu schwer zu sein. 





5. Der Nachtisch: Warmer Schokoladen Cupcake mit Mandeleis

Für mich ist der Nachtisch das Wichtigste am ganzen Menü. Bei Hochzeiten oder ähnlich umfangreichen Essveranstaltungen mit Buffet esse ich meistens nur sehr wenige Vorspeisen, kein Hauptgericht, dafür viel Nachtisch. Ich probiere alles durch und nehme mir dann von dem zweimal nach, was mir am besten geschmeckt hat :)
Die Avocadoschokoladencreme und das Mandeleis solltet ihr vorbereiten, damit beides gut gekühlt auf die noch warmen Cupcakes trifft. Und damit auch noch ein paar Vitamine mit von der Partie sind, empfehle ich, auch noch ein paar frische Scheiben Mandarine auf den Teller dazuzugeben :)





Damit ihr an dem Tag, an dem eure Gäste kommen, möglichst wenig in der Küche stehen müsst, könnt ihr die Kürbissuppe, die Polenta, den Frischkäsehügel, die Avocadoschokoladencreme für die Cupcakes und das Mandeleis schon am Tag vorher zubereiten. Am Morgen würde ich den Teig für die Cupcakes anrühren und im Kühlschrank stehen lassen. Unmittelbar vor dem Servieren zubereiten müsst ihr dann nur noch die Pilzsoße, die Tortelloni und die Cupcakes. Die Kürbissuppe wärmt ihr auf, die Polenta schneidet ihr klein und bratet sie an und vermählt die Cupcakes mit der Creme und dem Eis. Alles sehr entspannt :)

Das Menü eignet sich übrigens auch sehr gut, wenn Besuch kommt, der sich gar nicht vorstellen kann, dass man als Veganer nicht verhungert. "Was kannst du denn noch essen?" Für genau solche Menschen ist dieses Menü gut geeignet. Im Nachhinein werden sie nichtmal merken, dass das alles vegan war. Und dass Veganer nicht nur Gemüse und Leinsamen knabbern :)






Montag, 23. September 2013

Die Kürbissuppe

Ihr merkt es schon am Artikel: hier geht es nicht einfach nur um Kürbissuppe. Es geht um die Kürbissuppe. Ich bin ein alter Hase im Kürbissuppengeschäft (jetzt lehne ich mich hier schon wieder ganz schön aus dem Fenster :) ) und habe jahrelang an einem wirklich guten Rezept gefeilt. Seid ihr aber ein paar Glückspilze, dass ich es heute mit euch teile!



Kürbisse sind mein absolutes Lieblingsgemüse und das hier ist folglich meine Lieblingssuppe. Eine Wand in unserem Schlafzimmer ist übrigens in kürbissuppengelb gestrichen. Größenwahnsinnig oder so bin ich aber nicht.


Zutaten
(für zwei Tage Kürbissuppenfreude für zwei Personen)

1 Hokkaidokürbis (ca. 850 - 1000 g)
2 EL Sonnenblumenöl
1 große Zwiebel
1 Bund Frühlingszwiebeln
3 - 4 Fleischtomaten
250 ml Kokosmilch
1/4 TL Muskatnuss
Cayennepfeffer
Salz und Pfeffer


Den Kürbis waschen, halbieren und die Kerne und das weiche Fruchtfleisch rauslösen. Den Rest in Würfel schneiden.

Die Kürbiswürfel mit einem Liter Wasser und einem Teelöffel Salz in einem großen Topf zum Kochen bringen. Hitze reduzieren und 20 Minuten köcheln lassen.

In der Zwischenzeit die Zwiebel schälen und in Würfel hacken. Die Frühlingszwiebeln waschen und in kleine Ringe schneiden.

Die Fleischtomaten an einer Seite kreuzförmig einschneiden, mit heißem Wasser übergießen und anschließend die Haut abziehen und in Würfel schneiden.

Wenn die Kürbisstücke durch sind, abschütten und das Kochwasser auffangen, das wird später noch gebraucht.

Das Sonnenblumenöl in einem großen Topf erhitzen und erst die Zwiebel für ein paar Minuten andünsten, dann die Frühlingszwiebeln dazugeben und ebenfalls andünsten. 

Werden die Zwiebeln glasig, die Kürbiswürfel, die Tomatenwürfel, die Kokosmilch und 3/4 des Kürbiskochwassers dazugeben.

Muskatnuss, wenig Salz und viel Pfeffer und Cayennepfeffer dazugeben. Gut durchrühren und für 20 Minuten bei geringer Hitze mit geschlossenem Deckel kochen lassen.

Anschließend pürieren und servieren. Eventuell mit einem Klacks Joghurt und Brot.



Die Kürbiskerne freuen sich übrigens darüber, sorgsam vom Kürbisfleisch getrennt, gewaschen und anschließend m Ofen geröstet zu werden. Das geht ganz einfach so: die trockenen Kürbiskerne mit Olivenöl und Salz und eventuell Kräutern vermischen und im Ofen bei niedriger Hitze rösten, bis sie anfangen, dunkel zu werden. Gut zum Knabbern und viel gesünder als schnöde Chips!