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Donnerstag, 12. November 2015

Kürbisquiche mit Lauch

Ich mag es ja überhaupt gar nicht, dass es im Herbst draußen so früh dunkel wird.
Kalt, ok. Nass, auch ok. Aber dunkel... überhaupt gar nicht ok!
Deswegen freue ich mich auch jedes Jahr fast mehr über die Wintersonnenwende am 21. Dezember als über Weihnachten selbst.

Das einzig Gute am Herbst: das Essen! Süßkartoffeln, Maronen, Äpfel, Feldsalat, Nüsse und Kürbisse. Und heute gibt´s ein Rezept für eine Kürbisquiche, das ich bei Arne stibitzt hab.
Und nur ganz leicht verändert. Mehr Lauch. Weniger Keine Tomaten. Es ist eben einfach keine Tomatenzeit, machen wir uns nix vor.


Zutaten
(für eine 26er Springform)

für den Teig
90 g Margarine
100 g Vollkornmehl
80 g Mehl
1 EL Sojajoghurt
1 TL Salz

für die Füllung
500 g Hokkaido (ohne Kerne)
3 Knobizehen
2 EL Sonnenblumenöl
Salz und Pfeffer
150 g Seidentofu
Zimt
Zucker
2 EL Sojamehl
1 Stange Lauch


Heizt euren Ofen auf 180°C vor.
 
Für den Teig verknetet ihr alle Zutaten miteinander zu einer geschmeidigen Masse, wickelt diese in Frischhaltefolie und legt sie in den Kühlschrank.

In der Zwischenzeit bereitet ihr die Füllung zu; schält den Knoblauch und viertelt die Zehen, schneidet den Kürbis in grobe Stücke und gebt beides zusammen auf ein Backblech. 

Gebt das Sonnenblumenöl darüber, bestreut die Kürbisstücke außerdem mit Pfeffer, Zucker und Zimt und backt sie für ca. 20 Minuten bis sie weich sind.

Püriert die Knoblauchzehen und die Kürbisstücke mit dem Seidentofu.

Mischt das Sojamehl mit 4 EL Wasser und lasst es quellen.

Wascht und schneidet den Lauch in dünne Scheiben und hebt ihn zusammen mit dem gequollenen Sojamehl unter die Kürbismasse.

Schmeckt großzügig mit Salz, Pfeffer und etwas Zimt ab.

Lauch und getrocknete Tomaten in mundgerechte Größe zuschneiden und mit Stärke und Zitronensaft unter die Kürbismasse heben. Mit Salz, Pfeffer und je nach Vorliebe Zimt kräftig abschmecken.


Nehmt den Teig aus dem Kühlschrank, rollt ihn auf einer bemehlten Arbeitsfläche aus und legt ihn in eine Springform, achtet dabei darauf, dass ein ungefähr 3 cm hoher Rand entsteht. Stecht den Teig mit einer Gabel mehrmals ein.

Gebt die Füllung auf den Teig und backt eure Quiche für etwa 40 Minuten.

 
 
 

Freitag, 18. September 2015

Lesen und essen: Spätsommerrisotto mit gegrillter Melone und Zucchini

Der Sommer neigt sich dem Ende zu, ich versuche täglich, noch so viel Licht wie möglich abzubekommen und freue mich über jeden kleinen Sonnenstrahl, der es doch noch durch die Wolken schafft.
Aber: vom Speiseplan ist der Sommer noch nicht verschwunden! Wir haben immer noch Zucchini. Und Tomaten an den Sträuchern, von denen ich hoffe, dass sie noch etwas weiter reifen. In ganz seltenen Glücksfällen kann ich sogar noch die ein oder andere Mini Erdbeere ernten :)

Das heutige Rezept stammt aus Sebastian Copiens neuem Kochbuch (dazu später mehr!) und holt euch den Sommer noch einmal auf den Teller zurück: ein spätsommerliches Risotto mit gegrillter Melone und Zucchini, nur ganz leicht von mir verändert.


Zutaten
(für drei Personen)

Für den Risotto:
40 g getrocknete Pfifferlinge (im Original Shiitake)
1 L warme Gemüsebrühe
5 EL Olivenöl
1 große Zwiebel
1 EL Rosmarin
3 Zehen Knoblauch
150 g Staudensellerie
250 g Risottoreis (ich hab Arborio genommen)
125 ml trockener Weißwein
150 g Gurken
1/2 TL frisch abgeriebene Zitronenschale
30 g Kakaobutter
2 EL weißes Mandelmus
1/2 TL Agavendicksaft
Salz und Pfeffer

außerdem:
300 g Wassermelone
300 g Zucchini
2 EL Olivenöl


Ich habe als Weißwein einen Sauvignon Blanc verwendet, der mir aber zu vordergründig und dominant war. Beim nächsten Mal würde ich etwas Zurückhaltenderes nehmen, einen Riesling etwa oder einen Müller Thurgau, letzterer taugt eh nur zum Kochen :D


Die Wassermelone schälen, die Zucchini waschen und die Enden entfernen. Beides in ca. 5 x 2 cm dicke Stücke schneiden.

Die Stiele der Pfifferlinge in schmale Streifen schneiden. Rosmarin fein hacken, Knoblauch fein würfeln, die Zwiebel abziehen und ebenfalls würfeln.

Erhitzt das Olivenöl in einem großen Topf und bratet darin die Zwiebel, Rosmarin und Knoblauch goldbraun an.

Wascht den Sellerie, entfernt das Grün (und macht Pesto daraus!) und schneidet die Stangen in feine Würfel. Gebt sie zusammen mit dem Reis in den Topf und bratet sie eine Minute mit.

Löscht das Ganze anschließend mit dem Weißwein ab und lasst ihn verkochen. Wascht und würfelt die Gurke und gebt sie zusammen mit den Pfifferlingen zum Reis.

Gebt nun etwa 250 ml der Gemüsebrühe zum Reis und lasst den Risotto so lange unter langsamem Rühren köcheln, bis der Reis die Gemüsebrühe aufgenommen hat. Dann gebt ihr wieder Gemüsebrühe dazu, lasst es wieder einköcheln usw.
So lange, bis die Gemüsebrühe verbraucht ist.

Nebenbei reibt ihr Melone und Zucchini mit Olivenöl ein, grillt sie in einer Grillpfanne je zwei Minuten von jeder Seite scharf an und würzt nur mit Salz und Pfeffer.

Jetzt kommt die geheime supertolle Zutat in den Risotto, die ich seit dem Tag, an dem ich diesen Risotto das erste Mal gekocht habe, in jeden Risotto gebe, da das Ergebnis jeden Parmesan Risotto alt aussehen lässt: Kakaobutter.

Neben Kakaobutter gebt ihr auch noch die Zitronenschale hinzu und lasst den Risotto weiter einkochen, bis die Gemüsebrühe aufgenommen ist und der Reis noch leicht Biss hat.

Abschließend rührt ihr das Mandelmus unter und schmeckt euren Risotto mit Agavendicksaft, Salz und Pfeffer ab.

Vor dem Servieren drapiert ihr die Melonen- und Zucchinistücke obendrauf.

Sebastian schlägt dazu noch Rucola oder gegrillte Pilze vor.


Jetzt mal zum Buch. Und über dieses Buch kann man nicht sprechen, ohne vorher über Sebastian selbst zu sprechen. Leider habe ich ihn bisher nicht persönlich getroffen, er scheint mir aber jemand zu sein, der mit allen Wassern gewaschen ist.
Nicht nur gibt er Biokochkurse und Ernährungstrainings, er kocht auch bei Events, für Schulen, catert, bietet gemeinsam mit seinem Freund Hansi Heckmair high-end foodphotography an, nein, er pflegt auch einen Garten mitten in der Münchner Innenstadt nach den Prinzipien der Permakultur und scheint obendrein auch noch passabel zu surfen.

Und: er ist Autor dieses Kochbuches. Und das hat es wirklich in sich.

Es gibt hunderte konventioneller Kochbücher, die einem erklären, wie man Hühnerschenkel ausbeint, Fisch sautiert, eine sauce hollandaise aufschlägt. Interessiert mich als Veganer aber herzlich wenig. Ich will wissen, wie ich unverkrampft für eine abwechslungsreiche Ernährung sorge. Wie Gerichte aromatisch und ausgewogen werden. Wie ich Gemüse lagere oder konservieren kann. Oder wie ich die perfekte Mandelmilch hinbekomme.

Sebastians Kochbuch Die vegane Kochschule füllt genau diese Lücke und ist das Standardwerk für jeden, der seine alltägliche vegane Kochkunst aufs nächste Level heben möchte. Und dass es hier heute um gehobenere vegane Küche geht, habt ihr wahrscheinlich schon gemerkt, als ich mich wieder über Weißwein ausgelassen habe. Oder für Risotto den in Deutschland weniger gebräuchlichen Artikel "der Risotto" verwendet habe...

Auf jeden Fall findet ihr in diesem Kochbuch neben 50 wichtigen Basisrezepten (Nusssahne! Cashewjoghurt! Dinkelseitan! Und ja, auch sauce hollandaise!) weitere 150 Rezepte, die nach Jahreszeiten sortiert sind. Zu jeder Jahreszeit werden die jeweils regional verfügbaren Gemüsesorten kurz vorgestellt und obendrein gibt es einen Saisonkalender im Umschlag.
Die Rezepte klingen (und schmecken, ich hab mich aber noch nicht ganz durchgekocht) alle unheimlich gut:

Cremiges Quinoamüsli.
Kartoffel Mohn Nudeln mit Nussbutter und Apfelragout.
Curry Kürbisstrudel.
Glasierter Tempeh mit Kartoffelplätzchen.
Glücksrollen mit grüner Mango-Koriander-Sauce und Erdnusskrokant.
Frühlingsburger mit pommes frites.
Kirschsorbet mit Rosmarinschaum.
Apfel-Birnen-Strudel mit Mango-Zimt-Sahne.

Für wen ist das Buch aber nun geeignet? Ich denke, vegane "Anfänger" wären von Die vegane Kochschule sicher etwas überfordert (oder buchen einen Kurs bei Sebastian), für Leute, die schon länger kochen und gerne Außergewöhnlicheres servieren wollen, ist Sebastians Kochbuch aber eine unbedingte Empfehlung!
Unser Weihnachtsmenü für dieses Jahr wird auf jeden Fall zwischen diesen Buchdeckeln zu finden sein :)


Mittwoch, 29. Juli 2015

Tortelloni in Sahnesoße mit Walnüssen und frischem Salbei

Kennt ihr das? Ihr sitzt irgendwo, habt ein kleines bisschen Hunger und viel Appetit und plötzlich flüstert euch die Kochmuse ins Ohr, was ihr als nächstes zaubern könntet. Mir ging es gerade so; die Muse flüsterte: Walnüsse und Salbei.

Und weil das, was dabei herauskam, so gut war, gibt es das Rezept jetzt sofort. Gerade noch auf dem Teller, jetzt schon bei euch :)
Tortelloni mit Tofufüllung in Walnuss Sahnesoße mit frischem Salbei.


Zutaten
(für zwei bis drei Personen)

250 g Tortelloni mit Tofufüllung
250 ml Soja- oder Hafersahne
1 Handvoll Walnüsse
4 Zehen Knoblauch
1 EL Olivenöl
Salz
Pfeffer
Muskat
6 - 7 Blätter frischer Salbei


Ich habe schwarzen Pfeffer genommen, kann mir das Gericht aber auch gut mit weißem vorstellen, es würde dann wahrscheinlich etwas weicher, aber nicht unbedingt weniger scharf, schmecken.
Wenn ihr statt der Tortelloni mit Tofufüllung welche mit Gemüsefüllung nehmt, ist das Rezept auch sojafrei. Und wie immer bei Gerichten mit wenigen Zutaten sollten die einzelnen Zutaten möglichst hochwertig sein.


Setzt einen großen Topf mit Salzwasser für die Tortelloni auf und kocht sie al dente.

In der Zwischenzeit hackt ihr die Walnüsse grob, röstet sie ohne Fett in einer Pfanne an, bis sie anfangen, zu duften, nehmt sie aus der Pfanne und stellt sie erst einmal bei Seite.

Erhitzt das Olivenöl bei mittlerer Hitze, schält und hackt den Knoblauch ganz fein und röstet ihn scharf an.

Gebt die Walnüsse dazu, dreht die Hitze hoch und löscht Knoblauch und Walnüsse mit der Sojasahne ab.

Würzt mit wenig Salz, viel Pfeffer und etwas Muskat und lasst die Soße etwas einköcheln.

Schneidet den Salbei in feine Streifen.

Schüttet die Tortelloni ab, gebt sie zur Sahnesoße, rührt um, damit alle Tortelloni etwas von der Soße abbekommen.

Abschließend hebt ihr den frischen Salbei unter und serviert die Tortelloni sofort.




Mittwoch, 25. März 2015

Ajvar und Baba Ganoush

Ein Vorrat an guten Soßen, Dips, Pesto und Brotaufstrichen kann gar nicht groß genug sein! In unserem Kühlschrank steht meistens mindestens ein Pesto, ein Glas Aioli, ein Glas Käsesoße und ein Glas mit Sonnenblumenkernaufstrich nach Laune.

Noch viel besser ist es natürlich, wenn man ein und dasselbe heute aufs Brot, morgen zu Pasta und übermorgen zu Gemüse essen kann. Und genau solche Rezepte gibt es heute. Gleich zwei sogar! Hipp hipp hurra!


Oben in den Schüsseln seht ihr links Baba Ganoush und rechts Ajvar. Baba Ganoush ist eine würzige Auberginenpaste, das Originalrezept stammt von Susis tollem Blog. Ajvar besteht aus Paprika, ebenfalls Aubergine und Knoblauch und schmeckt lecker deftig, ohne schwer zu sein.

Beides, Baba Ganoush und Ajvar, passen sowohl aufs Brot, als auch toll zu Pasta, Getreide jeglicher Art oder einfach zu rohem Gemüse. Obendrein kochen sich beide Rezepte fast von alleine, lassen sich gut gleichzeitig vorbereiten und halten im Kühlschrank eine ganze Weile. Rundum gut!


Baba Ganoush

Zutaten
2 Auberginen
3 EL Tahini (Sesampaste)
3 Knoblauchzehen
2 EL Olivenöl
Saft einer Zitrone
1 TL Kreuzkümmel
Salz und Pfeffer


Die Auberginen bei 220 Grad auf einem Rost in den Backofen schieben und erst rausholen, wenn sie etwas eingefallen, faltig-schrumplig sind; das dauert gut 30 Minuten.

Den Auberginen die Strünke abschneiden, die Haut abziehen, das Fruchtfleisch in kleine Stücke schneiden und abkühlen lassen.

Den Knoblauch pressen und alle Zutaten miteinander pürieren.

Anschließend mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Ich verfeinere mein Baba Ganoush gerne noch mit der abgeriebenen Zitronenschale und mit etwas Harissa. Ich mag´s scharf. Das wisst ihr ja schon :)


Ajvar

Zutaten 
4 rote Paprika
1 Aubergine
3 Zehen Knoblauch
4 EL Olivenöl
1 EL Zitronensaft
2 EL Tomatenmark (oder Harissapaste!)
Salz
Pfeffer


Den Ofen auf 180°C vorheizen.

In der Zwischenzeit Paprikaschoten und Aubergine waschen, von Stiel und Kerngehäuse befreien und in kleine Stücke schneiden.

Gemüse und Knoblauchzehen auf ein Backblech legen, mit dem Olivenöl beträufeln und im Ofen backen.

Hin und wieder Gemüse wenden und backen, bis es weich ist; dauert ca. eine halbe Stunde.

Das Gemüse kurz abkühlen lassen und anschließend mit Tomatenmark oder Harissa zusammen pürieren. Mit Salz, Pfeffer und etwas Zitronensaft abschmecken.


Baba Ganoush und Ajvar sind Klassiker der Mittelmeerküche und passen auch hervorragend auf einen Antipasti- oder Mezze Vorspeisenteller :)


Mittwoch, 19. November 2014

Veganes Ofengulasch

Gestern habe ich euch das neue Buch von Patrick Bolk vorgestellt und heute gibt es wie versprochen noch ein Rezept aus So geht vegan! Nur ganz klitzeklein abgewandelt von mir gibt es heute Ofengulasch: ganz viel Gemüse schnell würfeln, mit Gewürzen zusammenrühren, den Rest macht der Ofen. Sehr deftig!


Zutaten
(für vier Personen)

100 g Sojaschnetzel
300 ml Gemüsebrühe
2 EL Liquid Smoke
1 EL Sojasauce

2 Zwiebeln
1 Bund Frühlingszwiebeln
3 Zehen Knoblauch
2 Paprikaschoten (am liebsten einmal rot, einmal grün)
1 Chilischote
4 Kartoffeln
1/2 Bund glatte Petersilie
3 EL Sonnenblumenöl
400 g Pizzatomaten
200 g Kirschtomaten
400 ml Gemüsebrühe
2 EL Tomatenmark
2 TL Harissa
2 TL scharfes Paprikapulver
Salz und Pfeffer


Zuerst weicht ihr die Sojaschnetzel in Gemüsebrühe, Liquid Smoke und Sojasauce ein. Das könnt ihr gut morgens oder besser noch am Vorabend machen.

Zieht die Zwiebeln ab und schneidet sie in Würfel. Wascht die Paprika, die Frühlingszwiebeln und die Kartoffeln. Wenn ihr wollt, schält ihr die Kartoffeln. Schneidet alles in nicht zu kleine Würfel.

Zieht den Knoblauch ab und hackt ihn ebenso wie die Chilischote ganz fein.

Erhitzt das Öl in einer Pfanne und bratet die Zwiebeln mit den Frühlingszwiebeln und den Sojaschnetzeln scharf an. Ladet alles in eine Auflaufform um (oder wenn ihr habt: einen Römertopf) und heizt den Ofen auf 200°C vor.

Gebt Paprika, Kartoffeln, Chili, Knoblauch, die Pizzatomaten, Kirschtomaten, Gemüsebrühe, Tomatenmark und Harissa dazu. Seid anschließend großzügig beim Würzen mit Paprikapulver, Pfeffer und Salz.

Rührt alles einmal gut um bevor ihr es für 25 - 30 Minuten in den Ofen gebt.

Vor dem Servieren wascht und hackt ihr die glatte Petersilie und streut sie über euer Gulasch.

Wie bei normalem Gulasch auch, schmeckt das vegane Ofengulasch am nächsten Tag noch besser :)



Dienstag, 21. Oktober 2014

Risotto mit getrockneten Zucchini

Ihr habt vermutlich mitbekommen, dass wir im Sommer einer nicht enden wollenden Zucchinischwemme ausgesetzt waren. Und während der Mann und ich brav alles zu Pesto, Pfannkuchen, Suppe und Spaghetti verarbeitet haben, ist meinem Vater wohl irgendwann die Geduld ausgegangen und er hat die Zucchini kurzerhand gedörrt. So werden aus vielen, monströsen Zucchini lauter kleine, schrumpelige, sehr aromatische Zucchinischeibchen. Die sind nicht nur platzsparend und verschieben das Zucchiniproblem in eine weit entfernte Zukunft, man kann auch hervorragend damit kochen.
Vorausgesetzt, man kann schon wieder Zucchini essen.


Bei mir sind die gedörrten Zucchini in einem Risotto gelandet. Risotto gilt aus mir nicht nachvollziehbaren Gründen als schwer zu kochendes Gericht, weil man angeblich die ganze Zeit daneben stehen und rühren muss. Stimmt nicht! Ich lese nebenbei meinen Murakami, jage die Katze durch die Wohnung oder vergewissere mich, dass meine Sammlung von Prince Platten noch vollständig ist. Was man halt so macht.


Zutaten
(für drei Personen oder zwei Verfressene)

1 Zwiebel
etwas Olivenöl
2 Zehen Knoblauch
200 g Risottoreis (ich hab Carnaroli genommen)
etwa 50 ml Weißwein (bei mir Müller Thurgau)
200 ml Gemüsebrühe
150 g getrocknete Zucchini
Salz und Pfeffer
100 g geriebenen veganen Käse (z.B. den hier)
evtl. eine zusätzliche Zehe Knoblauch


Das Olivenöl in einem Topf bei mittlerer Hitze erwärmen, die Zwiebel fein hacken.

Den Knoblauch durch die Knoblauchpresse in den Topf drücken, die gehackte Zwiebel ebenfalls dazugeben und beides dünsten, bis die Zwiebel glasig ist.

Den Risottoreis dazugeben und für zwei Minuten auf hoher Hitze mitbraten, anschließend mit dem Weißwein ablöschen, die Hitze wieder runterdrehen und die Gemüsebrühe zum Reis geben. Umrühren.

Die getrockneten Zucchini dazugeben und ebenfalls unterrühren.

Wenn der Reis bzw. die Zucchini den Großteil der Brühe aufgesogen haben, etwas heißes Wasser dazugießen und wieder rühren, so lange, bis der Reis gar ist.

Zum Schluss verhalten salzen, großzügig pfeffern und den geriebenen Käse unterheben. Unter rühren noch weiter garen lassen, bis der Käse geschmolzen ist.


Wenn ihr keine Termine mehr habt, die zwischenmenschliche Kommunikation erfordern, empfehle ich, das Risotto mit frischem, dünn geschnittenem Knoblauch zu garnieren.

Solltet ihr keinen Vater zur Verfügung haben, der euch Zucchini dörrt, könnt ihr sie auch in Naturkostläden auftreiben. Oder ihr kocht das Risotto kurzerhand mit getrockneten Steinpilzen oder Tomaten.






Dienstag, 1. Juli 2014

Rucola Pesto

Von meinem famosen Salatbeet habe ich euch ja schon erzählt. Diesmal habe ich ein Rucola Pesto gemacht, für das man einfach nur einma beherzt ins Salatbeet greifen muss, ein paar Nüsse knackt und ein gutes Olivenöl dazu aussucht.


Ich esse Pesto übrigens am liebsten auf Brot. Ihr wisst ja schon: ich bin nicht so der Nudelfreund. Ihr könnt aber mit eurem Pesto machen, was ihr wollt! Aufs Brot, auf die Pizza, zu Pasta, als Topping auf Suppen, zu Käse... Wie ihr lustig seid.


Zutaten
(für ein Glas voll, etwa 350 ml)

zwei große Handvoll Rucola
3 Zehen Knobi
200 ml Olivenöl
50 g Walnüsse
etwas Salz


Wascht den Rucola kurz ab und schneidet ihn ein bisschen vor, die Stiele könnt ihr dran lassen.

Knackt die Walnüsse, sodass ihr am Ende auf ca. 50 g kommt.

Gebt den Rucola und das Öl in ein hohes Rührgefäß und püriert das Grünzeug mit dem Pürierstab ganz geschmeidig.

Schält den Knobi und drückt ihn durch die Knoblauchpresse zum pürierten Rucola. Gebt die Walnüsse und etwas Salz ebenfalls dazu und püriert so lange, bis von den Nüssen nichts mehr zu sehen ist.

Eventuell nochmal mit Salz abschmecken.



Kocht ein Marmeladenglas mit heißem Wasser aus, trocknet es ab, gebt das Pesto hinein und überdeckt es mit ein wenig Olivenöl, so hält es sich mindestens zehn Tage im Kühlschrank :)



Samstag, 14. Juni 2014

Spargel mit geschmolzenen Tomaten

Ihr Lieben, es spargelt sehr! Ich könnte jeden Tag Spargel essen und bevor die wunderbare Zeit wieder vorbei ist, habe ich hier noch ein schnelles und leichtes Rezept für heiße Sommertage für euch :)


Zutaten
(für zwei Personen)

1 Pfund Spargel
1 TL Zucker
1 TL Salz
1 Handvoll Kirschtomaten
4 Knoblauchzehen
2 Zweige frischen Rosmarin
Schuss Rotwein
Schuss Sojasahne oder andere pflanzliche Sahne zum Kochen
Olivenöl
Salz und Pfeffer


Schält und kocht den Spargel mit jeweils einem Teelöffel Salz bzw. Zucker, bis die Stangen weich sind.

Hackt den Knoblauch in kleine Stücke, zieht die Rosmarinnadeln vom Stiel ab und erhitzt großzügig Olivenöl (3 - 4 Esslöffel) in einer Pfanne.

Röstet Rosmarin und Knoblauch bei mittlerer Hitze in der Pfanne an, der Knoblauch darf nicht braun werden, der Rosmarin sollte knusprig sein.

Die Tomaten wascht ihr, achtelt sie und gebt sie ebenfalls in die Pfanne. Wenn sie weich geworden sind, löscht ihr das Ganze mit etwas Rotwein und Sahne ab, schmeckt mit Salz und Pfeffer ab und lasst die Soße ein wenig andicken.

Kurz vor dem Servieren gebt ihr die gekochten Spargel zu der Soße, lasst alles zusammen noch zwei, drei Minuten köcheln und serviert dann.

Wir haben dazu einfachen Kartoffelpüree gegessen.




Dienstag, 4. März 2014

Polentafrittata mit Auberginen und Tomaten

Etwas länger hab ich überlegt, ob ich dieses Gericht, was wir gestern Abend gegessen haben, wohl Frittata nennen darf, auch wenn gar kein Ei drin ist. 

Es ist nämlich so: ist euch schonmal aufgefallen, dass auf Soja- Mandel- oder sonst irgendwelcher Pflanzenmilch nie Milch draufsteht, sondern immer irgendwas anderes, z.B. Soja-Drink oder nur "Mandel"? Aber bei Putzmitteln steht "Reinigungsmilch" oder auf Kosmetik "Körpermilch" und die "Kokosmilch" darf auch heißen, wie sie möchte.
Ich nenn es jetzt einfach Frittata. Wenn einer kommt und mich verklagt, lauf ich eben weg. Als Veganer läuft man durchschnittlich schneller, jawohl.


Zutaten
(für drei Personen)

1 Tasse grobes Maismehl
2 Tassen Gemüsebrühe
1/2 Tasse Mandelmilch
1 EL Margarine
Olivenöl
1 Aubergine
eine Handvoll Kirschtomaten
3 Knoblauchzehen
Salz
Pfeffer
50 g veganer Käse, bspw. den hier


Für die Polenta die Gemüsebrühe in einem kleinen Topf zum Köcheln bringen, die Hitze runterdrehen, das Maismehl einrühren und unter Rühren quellen lassen.

Von der Herdplatte nehmen, etwas auskühlen lassen und mit Margarine und Mandelmilch geschmeidig rühren.

Die Aubergine waschen und nicht zu fein würfeln. Mit viel Olivenöl und viel Salz in einer Pfanne scharf anbraten, dann auf mittlere Hitze schalten.

Den Knoblauch schälen und durch die Knoblauchpresse zu den Auberginen drücken.

Die Tomaten waschen und vierteln und ebenfalls zu den Auberginen geben. Großzügig pfeffern und auf mittlerer Hitze brutzeln lassen.

Sind die Tomaten geschmolzen, holt ihr die Auberginenmischung aus der Pfanne und stellt sie auf einem Teller beiseite.

Gebt nochmal einen Schuss Öl in die Pfanne und gebt die Polenta in die Pfanne. Drückt sie mit Hilfe eines Löffels in die Form eines dicken Pfannkuchens, so dass sie den gesamten Pfannenboden bedeckt.

Die Auberginenmischung kommt obendrauf und wird mit veganem Käse bestreuselt.

Schließt die Pfanne und lasst die Polenta vor sich hin brutzeln, damit sie unten knusprig wird.


Nach ca. 10 Minuten sollte die Polentafrittata fertig sein. Gebt sie auf einen Teller, schneidet sie wie einen Kuchen und genießt dieses schnelle, satt und zufrieden machende Abendessen!







Freitag, 27. September 2013

Deftige vegane Zwiebelsoße

Manchmal braucht man auch als Veganer mal was richtig Deftiges. Salzig und schwer wie ein Kartoffelgulasch mit einem Kilo Wildschwein und einer kleinen Kartoffel. Ihr wisst, wovon ich rede.

In diesem sehr speziellen Fall jedenfalls greife ich zur Geheimwaffe.



Zutaten
(hat bei uns für ein rendez-vous mit sechs Kartoffelknödeln und einem halben Pfund Champignons gereicht)

1 Zwiebel
3 EL Sonnenblumenöl
2 EL Mehl
2 Knoblauchzehen
300 ml Gemüsebrühe
2 EL Sojasauce
Pfeffer
evtl. 2 EL Hefeaufstrich, gibt´s bspw. bei Alnatura oder auch bei Aldi (heißt dort Veggieaufstrich "Naturell")


Die Zwiebel schälen und fein hacken. Im Sonnenblumenöl anbraten.

Das Mehl dazugeben, rühren und braten, bis Zwiebel und Mehl braun und weich sind.

Den Knoblauch durch die Knoblauchpresse dazudrücken und für ein paar Minuten ebenfalls garen.

Nach und nach die Gemüsebrühe dazugeben und anschließend zehn Minuten köcheln lassen.

Sojasauce, Pfeffer und evtl. Hefeaufstrich dazugeben. Gut durchrühren. 

Wenn ihr wollt, könnt ihr die Soße noch pürieren oder durch ein Sieb streichen, aber ich mag sie gerne mit den Zwieblstückchen :)



Die Soße passt nicht nur toll zu Kartoffeln und Pilzen sondern freut sich auch über anderes Gemüse, bspw. Paprika oder Kürbis und macht sich auch gut in Aufläufen. Vielleicht auch mit Nudeln, das hab ich aber noch nicht getestet :)


Montag, 16. September 2013

Gnocchi in Tomatensoße - Tschüs Sommer!

Wie auf Facebook bereits angekündigt, gibt es hier diese Woche drei Rezepte, die es im Sommer häufig bei uns gab, die ich aber nicht auf den Blog gestellt habe. Und da ich nicht bis nächsten Sommer warten will, um sie euch zu zeigen, zeig ich sie euch eben jetzt. Als Sommerabschluss, sozusagen.
Den Anfang machen die Gnocchi in Tomatensoße. Klingt einfach, ist es auch. Damit das Gericht allerdings total toll wird, braucht es gute Zutaten. Sonnentomaten zum Beispiel. Im Winter müssen wir uns dann eben mit Dosentomaten trösten.



Zutaten
(für zwei Personen)

300 g Gnocchi
4 große schöne Fleischtomaten
Salz
Pfeffer
Thymian
Rosmarin
2 Knoblauchzehen
nochmal drei Knoblauchzehen
etwas Olivenöl
eine Handvoll Basilikum


Die Tomaten an einer Seite mit einem scharfen Messer kreuzförmig einschneiden. Mit heißem Wasser übergießen, kurz stehen lassen und anschließend die Haut der Tomaten abziehen. Die Tomaten achteln.

Die beiden Knoblauchzehen durch die Presse drücken. In einem Topf etwas Olivenöl erwärmen, den Knoblauch darin kurz anbraten, dann die Tomaten dazu geben. 

Großzügig Thymian und Rosmarin und ein wenig Salz und Pfeffer dazugeben und die Tomatensoße bei geringer Hitze und geschlossenem Deckel köcheln lassen.

In der Zwischenzeit die restlichen drei Knoblauchzehen in nicht zu kleine Würfelchen hacken und in Olivenöl braten, so dass sie zwar goldbraun und knusprig werden, aber nicht anbrennen.

Die Gnocchi in Salzwasser aldente kochen, das dauert nur ein paar Minuten.

Wenn die Tomaten zerkocht sind, die Soße noch einmal abschmecken. Seid ihr zufrieden, gebt die Gnocchi dazu und rührt das Ganze einmal um.

Schneidet oder zerrupft den Basilikum grob. Richtet die Gnocchi auf Tellern an, gebt etwas von dem gerösteten Knoblauch und dem frischen Basilikum dazu. Fertig!




Mittwoch, 21. August 2013

Gebratene Rote Beete mit Knoblauch

Neben dem Mangold lag auch eine Rote Beete im Gemüsekorb meiner Oma. Und Rote Beete ist sehr genügsam, sie schmeckt schon in Gesellschaft mit ein bisschen Knoblauch grandios!



Zutaten
(für zwei als Beilage)

eine Rote Beete 
2 - 3 Knoblauchzehen
Salz und Pfeffer
etwas Öl zum Braten


Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen und die Knoblauchzehen in sehr kleine Würfelchen hacken.

Sobald das Öl heiß ist, auf mittlere Hitze runterdrehen und den Knoblauch in die Pfanne geben.

Die Rote Beete waschen, die Zipfel abschneiden und in möglichst dünne Scheiben schneiden; ebenfalls in die Pfanne geben.

Großzügig pfeffern und wenig salzen; die Rote Beete Scheiben einmal wenden, damit sie auf beiden Seiten Farbe bekommen.

Sobald der Knoblauch anfängt, braun und knusprig zu werden, die Pfanne vom Herd nehmen und die Rote Beete servieren.


Wir hatten frischen Salat (ebenfalls aus dem Oma-Garten) mit Oliven und Paprika und selbstgebackenes Brot dazu.








Montag, 5. August 2013

Bruschetta

Gerade eben waren wir im Schwimmbad und sind ganz furchtbar hungrig geworden. Da in Freibädern das Essensangebot traditionell aus Pommes und Currywurst besteht, sind wir schnell nach Hause gefahren um uns Bruschetta zu machen. 



Bruschetta sind ein hervorragendes Sommeressen; nicht zu schwer, schnell gemacht und trotzdem superlecker.


Zutaten
(für zwei Personen)

ein Bund glatte Petersilie
drei schöne dicke rote Fleischtomaten
5 - 6 Knoblauchzehen
50 g schwarze Oliven
Olivenöl
Pfeffer und Salz
einige Scheiben Weißbrot, z.B. Baguette, Ciabatta, wie ihr wollt, wir hatten noch ein leckeres Vollkornbaguette mit Zwiebeln :)


Die Petersilie und die Tomaten waschen und kleinhacken. Die Oliven ebenfalls kleinhacken.

Die Knoblauchzehen abziehen, vier davon durch die Knoblauchpresse drücken. 

Petersilie, gepressten Knoblauch, Tomaten und kleingehackte Oliven in einer Schüssel mischen, großzügig Pfeffer und Olivenöl dazugeben, wenig Salz.

Das Weißbrot in nicht zu dünne Scheiben schneiden. Die restlichen beiden Knoblauchzehen fein hacken, mit Olivenöl in der Pfanne erhitzen und das Weißbrot darin knusprig braten.

Die Tomatenpetersilienmasse auf den Brotscheiben verteilen und sofort servieren.

Ein unsaurer Rotwein ist gut dazu. Aber lieber nicht in der prallen Sonne ;)








Montag, 27. Mai 2013

Vegane Aioli

Aioli ist ein bisschen wie Feenstaub; egal wozu man Aioli isst, es schmeckt immer viel viel besser als vorher. Aioli hat die Macht trockenes Toastbrot in haute cuisine zu verwandeln (Kartoffeln oder Ofengemüse freuen sich aber auch über Aioli-Gesellschaft). 
Jedoch sollte man nach dem Genuss nicht mehr unter Leute gehen. Ladet die Leute lieber zu euch ein und gebt ihnen was ab vom Zauber :)



Zutaten
(für eine Schüssel voll Glückseligkeit)

100 ml Sojamilch
Saft einer halben Zitrone
5 - 6 Knoblauchzehen
2 TL Senf
125 ml Sonnenblumenöl
1 TL Tomatenmark
Salz zum Abschmecken






Die Sojamilch mit dem Saft einer halben Zitrone mischen (einfach mit der Hand ausdrücken und aufpassen, dass keine Kerne rauspurzeln) und für eine Viertelstunde stehen lassen.

In der Zwischenzeit den Pürierstab finden.

Knoblauch schälen und durch die Knoblauchpresse zur Sojamilch drücken.

Den Pürierstab anschmeißen, in die Sojamilch tauchen und nach und nach das Sonnenblumenöl dazugießen. Nach einer Weile dickt das Ganze ein wenig an und bekommt eine soßige Konsistenz.

Senf und Tomatenmark dazugeben, nochmal durchrühren und mit Salz abschmecken.

Nun über alles gießen, was so rumliegt; Möhren, Kartoffeln, Tomaten, Gurken, Brot, Couscous, Nudeln...






Samstag, 18. Mai 2013

Avocadorisotto

Eine Woche lang kein neues Rezept! Man merkt, dass das Referendariat mir nicht eine Minute Freizeit lässt mich ein klein wenig vereinnahmt. Ich hoffe, ihr seid nicht verhungert...

Aber für dieses wunderbare Risotto hat sich das Warten gelohnt; das Rezept stammt aus diesem britischen Foodblog, den ich wärmstens empfehlen kann. Soll noch mal einer sagen, die Briten könnten nicht kochen.


Zutaten
(für drei Personen)

Olivenöl
1 Zwiebel
3 Zehen Knobi
200 g Risottoreis (z.B. Arborio oder Carnaroli. Zur Not geht auch Milchreis, aber Paul Bocuse darf man das nicht erzählen)
1 Gemüsebrühwürfel
2 Avocados
Salz und Pfeffer
100 g geriebenen Käse (ich hab eine Mischung aus Edamer und Gouda genommen)


Olivenöl in einem Topf erhitzen, die Zwiebel fein hacken, den Knobi durch die Knoblauchpresse drücken und beides dünsten, bis sie glasig und weich werden.

Den Reis dazugeben und kurz mitbraten.

Den Gemüsebrühwürfel mit ca. 150 ml heißem Wasser übergießen und die Brühe zum Reis geben. Rühren, bis der Reis die Flüssigkeit fast aufgesogen hat. Weitere 150 ml heißes Wasser hinzufügen (gerne auch \pi mal Daumen, 150 ml sind ca. ein Glas Wasser), wieder rühren, bis der Reis es fast komplett aufgesogen hat und immer so weiter verfahren, bis der Reis gekocht und weich ist.

In der Zwischenzeit die Avocados mit einer Gabel zerdrücken und mit Salz und Pfeffer würzen.

Käse reiben.

Ist der Reis gar, den Topf vom Herd nehmen, den Käse reinrühren und die Avocado unterheben.

Sofort servieren und losessen.


Es ist wichtig, dass die Avocado nicht heiß wird, nur warm, da sie sonst Bitterstoffe entwickelt, die einem den ganzen Tag versauen können. Außerdem sollte man das Risotto sofort aufessen; lässt man es abkühlen und wärmt es wieder auf, rächt sich die Avocado auch bitterlich für ihr frühes Ableben. 
Ich spreche da aus Erfahrung...






Sonntag, 12. Mai 2013

Knoblauchöl zum Muttertag

Heute ist Muttertag. Und für alle, die jetzt überrascht sind, habe ich eine gute Idee, was ihr eurer Mamma schenken könntet. Die Zutaten sind in fast jeder Küche zu finden und es geht wirklich schnell. Obendrein ist dieses Rezept praktisch und lecker. Und hält Vampire ab.


Zutaten
Olivenöl
Knoblauch (mindestens fünf Zehen)
Thymianzweige

eine Flasche mit Schraubverschluss


Zuerst kocht ihr die Flasche mit heißem Wasser aus, damit sie keimfrei ist. Knoblauch wirkt zwar antibakteriell, aber sicher ist sicher.

Dann schält ihr eure Knoblauchzehen und drückt drei davon mit Hilfe der Knoblauchpresse in die Flasche.

Füllt die Flasche mit Olivenöl auf, schraubt sie zu und schüttelt ein paar Mal kräftig.

Schraubt die Flasche wieder auf, lasst 2 - 3 ganze Knoblauchzehen hineinfallen und steckt die Thymianzweige hinein. Flasche zu - fertig ist das Knoblauchöl :)


Knoblauchöl eignet sich hervorragend zum Kochen, ich benutze es aber eher weniger zum Anbraten sondern eher für Salate oder um es über Pizza, Bruschetta oder Flammkuchen zu träufeln. Auf frischem Brot schmeckt es auch super lecker!

Für mein Knoblauchöl habe ich noch ein Label gestaltet; wenn ihr (wie ich) nicht so gut zeichnen könnt, hilft euch bspw. diese Seite weiter.  

Bleibt nur noch eins: 
Hiermit entschuldige ich mich sehr herzlich bei den Sportkollegen meiner Mutter, da ich weiß, dass sie keinerlei Hemmungen hat, mit Knobifahne in der Turnhalle aufzutauchen.
Tut mir Leid, ich hoffe, ihr trefft trotzdem manchmal den Ball.